Okonomiyaki in Kyoto

February 5, 2020

Kaoru Abe, Mika Takara, Mio Itadani

Was ist Okonomiyaki?

Okonomiyaki

Wissen Sie, was „Okonomiyaki“ ist? Okonomiyaki ist ein Gericht, das von vielen Menschen in Westjapan gegessen wird. Es wird aus Mehl, Wasser, Kohl und Eiern zubereitet. Und man kann auch noch weitere Zutaten (z.B. Fleisch, Gemüse und Meeresfrüchte) hinzufügen. Für Okonomiyaki gibt es viele verschiedene Rezepte. In Kyoto gibt es viele Okonomiyaki-Restaurants, und man kann verschieden Sorten Okonomiyaki essen.

Die Geschichte des Okonomiyaki

Monjayaki aus Tokyo

Vor 1300 Jahren kam ein Vorgängergericht des Okonomiyaki namens „Senbin“ aus China nach Japan. Dieses Gericht wurde in der Meijizeit (1868-1912) in Tokio zu einem Gericht namens „Monjayaki” weiterentwickelt und erlebte in Westjapan einen großen Boom. Die Leute in Westjapan haben es weiter vereinfacht, sodass es leichter zu essen war. So entstand die Urform des Okonomiyaki, das von den Leuten als Zwischenmahlzeit gegessen wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde daraus ein Hauptgericht, weil es einfach zuzubereiten war. Es ist heute eines der beliebtesten Gerichte in Westjapan, und es gibt viele verschiedene Arten von Okonomiyaki.

Der Okonomiyaki-Krieg

Wie oben erwähnt, gibt es regionale Unterschiede beim Okonomiyaki. Diese verursachen Streitigkeiten, die man in Japan als „Okonomiyaki-Krieg“ bezeichnet. Die Streitigkeiten beziehen sich speziell auf Hiroshima und Kansai (Teil von Westjapan). Die Hiroshima-Leute und die Kansai-Leute bestehen jeweils darauf, dass nur ihr Okonomiyaki das „wahre“ sei. Die Kansai-Leute erkennen Hiroshimas Okonomiyaki im Kansai-Stil auch nicht als Okonomiyaki an. Wenn Sie also in Hiroshima fragen: „Gibt es ein Okonomiyaki im Hiroshima-Stil?“, werden die Leute sagen: „Hiroshima STIL? Nein, Okonomiyaki stammt aus Hiroshima!“ Die Kansai-Leute sagen es genauso. Diese Auseinandersetzungen wirken auf unbeteiligte Gebiete sehr komisch.

Yatsuhashi, eine Süßigkeit aus Kyoto

von Ayano Tsuruta, Sayano Manabe und Yoshimasa Mima

Was stellen Sie sich vor, wenn Sie von Yatsuhashi hören? Vielleicht denken Sie an eine Süßigkeit, die ein weiches Dreieck bildet und Bohnenpaste enthält. Aber diese Süßigkeiten heißen eigentlich nicht Yatsuhashi. Wussten Sie das? Deshalb haben wir uns die Yatsuhashi einmal näher angesehen.

Yatsuhashi kommen aus Kyōto und wurden erstmals 1689 von der Firma Honke Nishio Yatsuhashi hergestellt. Sie sind aus süßem harten Keksteig und haben die Form einer Brücke. Neben Honke Nishio Yatsuhashi gibt es noch andere bekannte Hersteller, wie zum Beispiel Izutsu Yatsuhashi Honpo oder Shogoin Yatsuhashi Sohonten usw., doch wir haben uns hauptsächlich mit Honke Nishio Yatsuhashi befasst.

Der Gedenkstein der Yatsuhashi im Kumano Schrein 

Die Geschichte der Yatsuhashi 

Die Yatsuhashi wurden von Nishio Tameji aus der fünften oder sechsten Generation der Familie Nishio erfunden. Die Familie Nishio betreibt das Geschäft bis jetzt. Zuerst hat Nishio Tameji die harten, gebackenen Yatsuhashi entwickelt. Früher war das Reispulver teuer, deshalb konnten normale Leute es nicht kaufen. Nishio Tameji mischte das Reispulver und die anderen Zutaten, aber der Teig schmeckte nicht gut und wurde nicht hart, deshalb hat er ihn gebacken. So wurden die Yatsuhashi gemacht. Später konnte man gutes Reispulver kaufen, sodass die Teiglinge auch roh gegessen werden konnten.

Die rohen „Nama-Yatsuhashi“ wurden ebenfalls von der Familie Nishio hergestellt. Doch wie kam man auf die Idee, Bohnenpaste in die Teiglinge zu füllen? Als man nur die Yatsuhashi und Nama-Yatsuhashi allein verkaufte, sah das nicht attraktiv aus. Deshalb füllte man Bohnenpaste in die Nama- Yatsuhashi. Diese „Annama“ wurden am Anfang von anderen Firmen hergestellt und wurden sehr populär.

Die harten Yatsuhashi

Yatsuhashi, Nama-Yatsuhashi und Annama

Rohe Yatsuhashi (jp. Nama yatsuhashi) sind nicht hart, sondern weich, weil der Teig ungebacken ist. Sie haben nicht die Form eines Dreiecks, sondern die eines Rechtecks. Innen haben sie keine Füllung. Erst wenn man sie backt, werden daraus Yatsuhashi. Wenn die weichen, rohen Teiglinge mit Bohnenpaste gefüllt sind, nennt man sie Annama. Sie werden in diversen Geschäften unter dem Namen Yuko oder Otabe verkauft. Der Teig ist für alle gleich und wird aus Reismehl, Zucker und Zimt hergestellt. Die Yatsuhashi von Honke Nishio enthalten keine Konservierungsmittel. Konservierungsmittel machen die Yatsuhashi zwar länger haltbar, aber der Geschmack leidet darunter, deshalb werden sie bei Familie Nishio nicht benutzt. Man will einen guten Geschmack aus gesunden Zutaten herstellen.

Die rohen ,,Nama-Yatsuhashi”

Welche Yatsuhashi sind am beliebtesten?

Viele Ausländer kaufen oft traditionelle harte Yatsuhashi, weil diese lange halten. Die rohen Nama Yatsuhashi halten nur etwa 1 Woche, aber die harten Yatsuhashi halten einen oder zwei Monate. Als Mitbringsel aus Kyoto sind sie sehr berühmt. Viele Japaner kaufen Annama oder nur Nama Yatsuhashi , weil sie die Geschichte der Yatsuhashi nicht kennen. Und viele Japaner glauben, dass Annama Yatsuhashi sind. Manche Leute fragen, was harte Yatsuhashi sein sollen, denn Yatsuhashi seien doch weich. Die Verkäufer sagten, dass Ausländer sich bei den Yatsuhashi besser auskennen als die Japaner.

Für die Familie Nishio ist es am wichtigsten, dass der Familienbetrieb weitergeführt wird, und dass man bei Honke Nishio jederzeit Yatsuhashi kaufen kann, egal wann man kommt. Man denkt dort, dass etwa Schüler auf Klassenfahrt aus Kyoto nicht nur ein Mitbringsel mit nach Hause nehmen, sondern auch die Erinnerung an das Geschäft. Wenn die Schüler erwachsen werden, kommen sie vielleicht wieder in das Geschäft. Und dann, wenn sie heiraten, kommen sie mit ihrer Familie dorthin.

Honke Nishio Yatsuhashi https://www.8284.co.jp/foreigners/en.pdf

Wegbeschreibung der Geschäfte

Das Fukuda Kunstmuseum

von Ayano Tsuruta, Sayano Manabe und Yoshimasa Mima

Am 1. Oktober 2019 wurde in Saga-Arashiyama in Kyoto das Fukuda Kunstmuseum neu eröffnet. Das Museum besitzt etwa 1500 japanische Gemälde von der Edo-Zeit bis in die Gegenwart. Es ist ein privates Museum, dessen Besitzer Yoshitaka Fukuda ist, der Gründer der Kreditunternehmens „Aiful“. Die Direktorin ist seine Tochter Misa Kawabata.

Von der Togetsu Brücke
Das Fukuda Kunstmuseum

Das Museum, das im Stil eines traditionellen japanischen Machiya-Gebäudes gehalten ist, liegt direkt an der Togetsu Brücke. (google map)

Die drei Ausstellungsräume, die an alte japanische Lagerhäuser erinnern, haben zusammen eine Fläche von etwa 400 m2. Angeschlossen ist ein Café, von dem man einen schönen Blick über die Togetsu Brücke hat. Für die Glaskästen der Ausstellungsräume wird Glas aus Deutschland benutzt, das eine Lichtdurchlässigkeit von 92% hat. Die Tiefe der Schaukästen kann von 30 cm bis zu 1m verstellt werden. So kann man die Pinselstriche der Maler aus der Nähe betrachten.

Die Sammlung besteht aus Werken der wichtigsten Maler und das Konzept lautet, sich auf Werke zu konzentrieren, die auch Kunstlaien tief berühren können. Dabei hat man sich besonders um Werke aus der Kyotoer Kunstwelt bemüht.

In der Eröffnungs-Ausstellung waren folgende Werke zu sehen:

Sōtatsu Tawaraya (Geburtsdaten unbekannt) und Yōrin Ogata (1658-1716) als Vertreter der Rin-Schule der Edo-Zeit. Die Rin-Schule wurde von Kōetsu Hon’ami und Sōtatsu Tawaraya in der späten Momoyama-Zeit gegründet und bis in die Neuzeit fortgesetzt.

Sanraku Kanō (1559-1635) und Tan’yū Kanō (1602-1674) als Vertreter der Kanō-Schule, die von Masanobu Kanō in der Mitte der Muromachi-Zeit gegründet und bis in die Frühe Meiji-Zeit fortgesetzt wurde. Es ist die größte Schule in der Geschichte der japanischen Malerei.

Ōkyo Maruyama (1733-1795), Rosetsu Nagasawa (1754-1799) und Goshun Matsumura (1752-1811), ab der Meiji-Zeit: Seihō Takeuchi (1864-1942), Shōen Uemura (1875-1949) etc. aus der Matsumura-Shijō Schule, die in der Mitte der Edo-Zeit gegründet wurde. Es ist eine zusammengeführte Bezeichnung der Maruyama Schule, die Ōkyo Maruyama gründete, und der Shijō Schule, die Goshun gründete.

Zum ersten Mal überhaupt ausgestellt wurden Werke von Tan’yū Kanō  (Dragon in the Clouds, jp: Unryuzu). Als besondere Geheimtipps sollen genannt werden: Ōkoku Konoshima mit dem Werk „Spring of a Main Road (jp: Umayajinoharu)“ und Kansetu Hashimoto mit dem Werk „Emperor Godaigo (jp: Godaigotei)“.

In der Nähe des Fukuda Museums befindet sich außerdem das Saga Arashiyama Kunst- und Kulturmuseum und der Tenryuji Tempel.

Die Vorstellung des Museums in der Zeitschrift„bijutsutecho“

Nô-Theater in Kyoto

Von Kaoru ABE, Mika TAKARA, Mio ITADANI

Was ist Nô-Theater?

Vielleicht haben Sie schon einmal vom japanischen Nô-Theater gehört. Das Nô-Theater ist eine traditionelle Kunstform aus Japan, die als erstes UNESCO Weltkulturerbe des Landes anerkannt wurde. Die Bezeichnung stammt aus der Muromachi-Zeit (1338-1573) und die heutige Form des Theaters aus dem 14. Jahrhundert.

Nô und Kyôgen

Es gibt zwei Gattungen des Nô-Theaters: Nô und Kyôgen. Nô ist eine umfassende Kunst, die Tanz, Musik und Theater verbindet. Und ein Großteil der Geschichten sind abstrakt und tragisch. Die Lieder sind in altjapanischer Sprache und auch für Japaner schwer zu verstehen. Und es scheint sehr langweilig, weil es kaum Bewegung gibt. Die Schauspieler (insbesondere die Hauptfiguren) tragen Masken. Die Kyôgen-Schauspieler tragen keine Masken. Kyôgen handelt hauptsächlich von komischen Geschichten wie Satire und menschlichen Unzulänglichkeiten. Kyôgen ist lebendiger als Nô, weil sich die Schauspieler viel bewegen. Und weil die Sprache zwar alt, aber umgangssprachlich ist, ist es leichter zu verstehen als Nô.

Lasst uns zum Nô-Theater gehen!

Das Nô-Theater war mehrmals in Gefahr zu verschwinden. Während des Zweiten Weltkriegs brannten viele Nô-Bühnen nieder. Fünf hauptsächliche Gruppen, die bis dahin exklusiv gewesen waren, arbeiteten nun zusammen, um dem Nô-Theater eine Zukunft zu geben. Und es war erfolgreich. Die Leute, die sich am Nô-Theater beteiligen, bemühen sich auch heute immer noch, das Nô-Theater weiterzuführen.
In Kyoto wird seit 2005 jedes Jahr „Omoshiro Nôgaku Kan“ (Fun Nô Theatre) veranstaltet. Es findet im Kyoto Kanze Kaikan, der Nô-Bühne in Kyoto, statt und die Leute können dort viele Erfahrungen machen.
Zum Beispiel können die Besucher Instrumente spielen, die im Nô-Theater gespielt werden. Man kann auch Nô-Masken und Nô-Kleidung tragen. 2017 wurde „Momotaro“, eine sehr bekannte alte Geschichte Japans, als Nô-Theater aufgeführt. Auch Kinder interessierten sich für dieses Nô-Theater, weil die Geschichte leicht zu verstehen war.
Damit sich auch Nicht-Japaner für Nô interessieren, hat die Nô-Association eine Einführungsbroschüre erstellt, die in 10 Sprachen übersetzt wurde.

In Kyoto gibt es eine schöne Nô-Bühne. Es ist die älteste Holzbühne in Japan. Sie befindet sich im Nishi Honganji Tempel, aber dort im Tempel kann man leider keine Nô-Aufführungen sehen. Wenn man Nô-Aufführungen sehen möchte, kann man zur Kanze Hall gehen. Dort gibt es Eintrittskarten für Nô- Aufführungen und Informationen. Das ist eine gute Möglichkeit, das alte und schöne Kyoto zu genießen.

No “Hagoromo”

Die Leute aus Kyoto (Kyoto-Jin)

♥Von Hiyori Yamamoto und Yuki Yanagimoto♥ 

Wissen Sie, was Kyoto-Jin bedeutet?

Kyoto-Jin sind Leute, die in Kyoto geboren sind. Was ist Ihr momentanes Bild der Kyoto-Leute? Der allgemeinen Meinung nach ist ein Kyoto-Jin ein unsympathischer Kerl.

Warum ist das so? Die Antwort liegt in seinen Charaktereigenschaften.

Zum Ersten sind die Leute aus Kyoto stolz. Kyoto ist eine sehr alte Präfektur und hat eine lange Geschichte, deshalb sind sie stolz. Außerdem müssen sie ihre Kultur schützen, weil nach Kyoto viele Leute kommen. Es gibt z.B. viele Universitäten in Kyoto, darum kommen Studenten aus verschiedenen Präfekturen.

Zum Zweiten sind die Kyoto-Jin hämisch. Sie sagen Dinge nicht direkt. Wenn Sie z.B. Klavier gespielt haben, sagt Ihr Nachbar Ihnen, dass Sie sehr gut Klavier spielen. Aber eigentlich bedeutet es, dass Ihr Klavier zu laut ist.

Zum Dritten mögen die Kyoto-Jin es nicht, wenn man sie behandelt wie Leute aus Osaka. Diese Leute denken, dass Kyoto edler als Osaka ist. Osaka ist mächtig und die beste Präfektur für junge oder energische Leute. Anderseits ist Kyoto die beste Präfektur für Leute, die friedliche und ruhige Orte mögen. Unserer Erfahrung nach sind nur alte Kyoto-Jin hämisch und überheblich. Junge Kyoto-Jin sind nicht so.

Die Vorteile der Kyoto-Jin

Sie haben Ehrgeiz und mögen neue Dinge. Beispielsweise gibt es sowohl Altes als auch Neues in Okazaki, im Osten von Kyoto. In Okazaki findet man sowohl Kabukitheater als auch Ausstellungen für moderne Kunst am gleichen Ort. Hier erschaffen die Kyoto-Jin neue Kultur und bewahren gleichzeitig die traditionelle Kultur.




Zum Schluss …

Die meisten Kyoto-Jin sind sympathisch. Je besser Sie Ihre Kyoto-Jin Freunde kennen, desto mehr werden sie Ihnen ihr Herz öffnen. Es gibt viele historische Sehenswürdigkeiten und neue Dinge. Treffen Sie die Kyoto-Jin und vergewissern Sie sich selbst!

 „Okoshiyasu“ in Kyoto! (Willkommen in Kyoto!)

Der Hirano-Schrein

☺ Von Yamamoto Hiyori und Yanagimoto Yuki ☺

Der Hirano-Schrein ist ein Schrein im Norden der Stadt Kyoto. Er ist im Jahr 794 auf Befehl von Kaiser Kammu aus der Präfektur Nara nach Kyoto umgezogen.

Ja, der Hirano-Schrein hat eine sehr lange Geschichte.  Im Frühling gibt es viele schöne Kirschblüten. Jedes Jahr kommen viele Leute sowohl aus dem Ausland als auch aus verschiedenen Präfekturen in Japan zum Hirano-Schrein, um die Kirschblüte zu sehen.

Dort gibt es einen großen heiligen Kampferbaum. Er ist ungefähr 400 oder 500 Jahre alt. Man kann im Uhrzeigersinn um den Baum herumgehen, dann bekommt man ein Amulett.

Neben dem heiligen Baum gibt es einen besonderen Felsbrocken. In dem Felsbrocken soll eine Gottheit wohnen. Wenn man über den Fels streicht, bekommt man Lebenskraft. So ein Felsbrocken wird „Suehirogane“ genannt, und der Hirano-Schrein besitzt den größten seiner Art.

Am Hirano-Schrein gibt es viele Feste. Eines davon ist besonders bekannt und soll hier vorgestellt werden.

Ôkasai (Kirchblütenfest)

Das Fest hat seinen Ursprung im Jahr 985. Damals hielt Kaiser Hanayama das Kirschblütenfest aus besonderem Anlass zum Wohlergehen der Nachkommen ab. Zu diesem Fest finden eine Reiterprozession und ein Kirschblüten-Konzert statt. Es gibt auch bildergeschmückte Lampions und eine nächtliche Illumination. Außerdem werden dort Sakura-Yu (Kirschblüten in Warmwasser) und Ôkamochi (Reiskuchen mit Sojabohnenmehl) verkauft. Sie sind die Spezialitäten des Fests. Das Fest findet auch bei Regen statt.

Allerdings wurde die Gebetshalle 2018 durch einen Taifun zerstört. Darum sammelt der Schrein jetzt Geld für den Wiederaufbau. Sie können auf der Webseite des Schreins etwas spenden.  Als Spendenaktion findet am Schrein auch Benefizyoga statt.  Bitte besuchen Sie den Hirano-Schrein und entspannen Sie sich in aller Ruhe.

Öffnungszeiten – 06:00~17:00 Uhr

Eintrittspreise – kostenlos

Anfahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

・Vom JR Kyoto Bahnhof mit dem Bus, Linie [205] [50] bis „Kinugasakou-mae“. Danach nach Norden (zu Fuß ca. 3 Minuten).

・Mit der Keifukudentetsu Kitano-Linie vom Kitanohakubaicho Bahnhof. Danach nach Norden (zu Fuß ca. 7 Minuten).

・Vom Keihan Sanjo Bahnhof mit dem Bus, Linie [10] bis „Kitanohakubaicho“. Dann nach Norden (zu Fuß ca. 7 Minuten).

・Vom Hankyu Kawaramachi Bahnhof mit dem Bus, Linie [205] bis „Kinugasakou-mae“. Danach nach Norden (zu Fuß ca. 3 Minuten).

 

Außerdem gibt es einen Parkplatz vor dem östlichen Schreintor.

 

URL, google map link – http://www.hiranojinja.com/

 

Instandhaltung der traditionellen Häuser in Kyoto

                                                                                                   Von Yoshimasa Mima

2018 besuchten über 50 Million Touristen Kyoto. Jetzt werden viele Hotels gebaut. Auch viele historisch wichtige Privathäuser (Machiya) werden umgebaut.

Von der Kommission für Fragen hinsichtlich traditioneller Häuser wurden fünf Erhaltungszonen für solche Häuser und 410 einzelne Objekte ausgewählt, aber das „Sugimoto-Haus“ war nicht darunter.

Das Sugimoto Haus (5 Geh-Minuten bis zur Kreuzung Shijo-Horikawa)

1743 gründet die Familie Sugimoto eine Kimono-Handlung namens Naraya im Kyotoer Stadtteil Karasuma Shijo-sagaru. Sie kauften Kimonos in Kyoto ein und verkauften sie im Kanto-Gebiet, besonders in den Präfekturen Ibaragi und Chiba.

Die Fassade ist 50 Meter breit und die Tiefe beträgt 70 Meter. Es gibt einen Laden, eine Wohnung, drei Lagerhäuser und drei Gärten.

1764 zog die Familie ins Yada-Viertel im Stadteil Shimogyo-ku. Nach einem Großbrand in der Genji Ära wurde das Geschäft neu aufgebaut. 1992 wurde eine Stiftung gegründet, die „Naraya Memorial Sugimoto Residence Preservation Society“. Jeden Monat gibt es wechselnde Ausstellungen und kommentierte Besichtigungen.

Jährlicher Veranstaltungskalender

1. Frühling

    a) 3. April in Kyoto (normalerweise 3. März): Das Puppenfest für Mädchen

    b) 5. Mai: Das Jungenfest

2. Sommer

     a) 1. Juni Wohnungsumräumung wegen der sommerlichen Hitze

               (Türen und Schiebetüren werden umgeräumt)

    b) 4. – 16. Juli. Gion Fest (Yasaka Schrein) 17. Juli. Yamahoko Junko

3. Herbst

    a) Wohnungsumräumungen wegen des kalten Winters

4. Winter

    a) 31. Dezember Silvesterfest

    b) 1. Januar Neujahrsfest

Jährlicher Veranstaltungskalender auf der Sugimoto Residence Webseite

Webseite Rathaus Kyoto (Stadt Kyoto)

Yamahoko Junko

google.map

Rudolf Lehmann – Der Urahn der Deutscherziehung in Kyoto

Von Yoshimasa Mima

Viele deutschsprachige Touristen machen eine Rundreise in Kyoto. Aber niemand bemerkt das Verhältnis zwischen Deutsch und Kyoto. Deshalb soll an dieser Stelle der Urahn der Deutscherziehung in Kyoto, Rudolf Lehmann vorgestellt werden.

Rudolf Lehmann wurde am 15. Oktober 1842 in Oldenburg, Deutschland geboren. Er studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Nach seinem Schulabschluss ging er nach Rotterdam, um seinen älteren Bruder zu treffen. 1869 ging er allein nach Osaka, um bei der Firma seines Bruders, Lehmann Hartmann & Co. Ltd zu arbeiten.

Eine Schule für westliche Studien (Yogaku-sho, Ort: Kawaramachi Nijo Sagaru)

Im Jahre Meiji 3 (1870) eröffnete die  Präfekturregierung in Kyoto eine Schule für westliche Studien. Rudolf Lehmann kam damals nach Kyoto, um junge Japaner in der deutschen Sprache zu unterrichten. Das war der Beginn der Deutscherziehung in Kyoto.

Die Deutsche Schule (Doitsu Gakko, Ort: heute Ehemaliges Hauptamt Kyoto)

3 Jahre später (1873) zog die Schule um und änderte ihren Namen um in „Deutsche Schule“. Lehmann unterrichtete auf Deutsch die deutsche Sprache, Naturwissenschaften, Naturgeschichte, Mathematik, Geschichte und Geographie. Die Schule bot einen dreijährigen Vorbereitungskurs und einen dreijährigen Hauptkurs an.

1887 heiratete er die Japanerin Ben Honda. Das Paar hatte fünf Söhne und eine Tochter. Er bestimmte seinen zweitältesten Sohn zu seinem Nachfolger. Die anderen Kinder wohnten in seiner Heimat Deutschland.

Die Regierung musste für die Schule viel Geld aufwenden. 1881 wurden alle Kurse auf Japanisch durchgeführt. Im nächsten Jahr zog Lehmann mit seiner Familie nach Tokyo um, wo er an der Fremdsprachenhochschule arbeitete. Ab 1884 arbeitet er bei Vorbereitungskursen der Universität Tokyo.

Private Deutsche Schule in Kyoto (Shiritsu Doitsu Gakko, Ort: Kawaramachi Sanjo Agaru)

Seine ehemaligen Schüler gründeten in Kyoto die Lehmann-Gesellschaft. Zum Andenken eröffnete die Gesellschaft die „Private Deutsche Schule Kyoto“. Später hatte die Schule einen Pharmazeutischen Kurs, aus dem die heutige Kyoto Pharmazeutische Universität hervorging. Sie feierte im Jahre 2015 ihr 130-jähriges Jubiläum. (Ort: Kyoto-shi Yamashina-ku)

Rudolph Lehmanns Tod und Ruhestätte

Lehmann verstarb am 4. Februar 1914. Er wurde auf dem Zoshigaya-Friedhof in Tokyo bestattet. Forscher entdeckten das Grab, das unter dichten Bäumen verborgen war, erst später wieder. Das Familiengrab wird heute von der Pharmazeutischen Universität Kyoto verwaltet.

Das Café Wife and Husband

von Reini Doi und Seiji Kotoku

Obwohl schönes Wetter ist, hat man nichts zu essen mitgenommen. Wenn man etwas dabei hätte, könnte man picknicken. Sicher kennt jeder diese Situation. Wenn man das Café Wife and Husband kennt, ist das kein Problem mehr. Das Café verleiht schicke Picknicksets, mit denen man am Flussufer picknicken und dabei schicke Bilder machen kann.

 

Das Café Wife and Husband befindet sich in einem alten Einfamilienhaus und wird, wie der Name schon sagt, von einem Ehepaar betrieben. Der nächste Bahnhof ist Kitaoji. Von dort kann man das Café in circa 5 Gehminuten erreichen.

Das Haus ist zwar klein, aber trotzdem einfach zu finden, weil es ganz charakteristisch aussieht. An manchen Tagen steht dort eine kleine Schlange an. Viele erkennt man als ausländische Touristen, aber auch Ortsansässige kommen immer wieder dorthin.

Wenn man das Café betritt, spürt man gleich, dass der Kaffee (500 Yen) und die Speisen hier mit Sorgfalt ausgesucht werden. Der im Café geröstete Kaffee trägt den liebevollen Namen “daughter”. Neben dieser Originalröstung gibt es auch noch Kaffee, der aus Guatemala, Brasilien und Kolumbien kommt. Die Auswahl an Speisen ist zwar limitiert aber dennoch ausreichend. Besonders zu empfehlen ist ein Kuchen aus Nüssen und Trockenobst (300 Yen), der sehr gut zum Kaffee und oder zum Tee (600 Yen) schmeckt. Man sollte auch den Honigkäsekuchen probieren. Sogar das Geschirr, das im Café benutzt wird, ist sehr geschmackvoll.

Auch die Einrichtung ist mit Sorgfalt ausgesucht. Im Café gibt es antike Möbel und Geschirr, auch Vasen mit schönen Blumen, und alles ist sehr stylish. Inmitten der antiken Möbel fühlt man sich überaus behaglich. Wie bereits beschrieben, sind die ausleihbaren Picknicksets ganz beliebt. Zu einem Set gehören eine Thermosflasche voll mit Kaffee, kleine Süßigkeiten, Kaffeebecher und eine Tischdecke. Gegen einen zusätzlichen Aufpreis bekommt man noch antike Hocker, eine Bank und einen Tisch. In der Thermosflasche gibt es viel Kaffee; damit kann man lange Zeit am Flussufer verbringen.

Webseite: http://www.wifeandhusband.jp/-shopinfo

Location: 106-6, Shimouchikawara-cho,Koyama, Kita-ku, Kyoto-shi, Kyoto, 603-8132, Japan

​Öffnungzeiten: 10:00 – 17:00

Die Küche schließt um 15:00 (für Picknick-Sets) bzw. 16:30 im Café

 

Creative Studio & Shop OOO

Creative Studio & Shop OOO

von Yuma Kishimoto,  Masaharu Ishikawa und Yamato Okamoto

Kennen Sie ein geheimnisvolles Gebäude, das in Kyoto als „Haus mit Gesicht“ bekannt ist und sich in der Nähe vom Schloss Nijo befindet? Wie der Name schon sagt, sieht dieses interessante Bauwerk wie ein Gesicht aus. Zwei runde Augen sind die Fenster, die Balkone sind Ohren und die schöne Nase ist eine Lüftung. Im September 2015 ist ein Laden namens „Creative Studio & Shop OOO” in diesem Gebäude eröffnet worden. Auf der linken Seite des Eingangs gibt es einen Laden und auf der rechten Seite einen Workshop.

Laden

Im Laden gibt es nicht nur Ware, die der Besitzer in Übersee bestellt hat, sondern auch Artikel, die im Workshop hergestellt wurden. Es gibt viele Waren, die der Besitzer aus England, Frankreich, Amerika und so weiter importiert hat. Wenn jemand aus dem Ausland das Haus mit Gesicht besucht, spricht der Besitzer mit ihm über die Produkte, die aus dem Heimatland desjenigen kommen. Es gibt dort weder Produkte aus Kyoto noch ein japanisches Ambiente. Es wird offenbar, dass dies wohl die eigene starke Neigung des Besitzers ist.

Workshop

Im Workshop kann man selbst Sonnenschirme, Lampenschirme, Hocker, Stoff oder Garn herstellen, aber man braucht dafür eine Reservierung. Die Reservierung kann man auf der Webseite erledigen. Es gibt unter den Teilnehmern im Workshop meistens Eltern mit kleinen Kindern. Sogar die Kinder produzieren leichte Dinge, zum Beispiel einen kleinen Stuhl oder einen Lampenschirm. Der Besitzer bereitet das Material für die Stühle und Lampenschirme vor, und die Workshopteilnehmer kleben die Stoffe an. Man braucht etwa 1 – 2 Stunden dafür. Die Preise sind je nach Größe des Produkts unterschiedlich.

        

Sonnenschirm ab 4600 Yen

Lampenschirm ab 2600 Yen

Hocker ab 3500 Yen

Stoff 2600 Yen

Garn 1600 Yen

 

Adresse: 740-1 Tatedaionji-cho, Nakagyo-ku, 604-0012 Kyoto.

https://goo.gl/maps/EECDaeoms7w

Öffnungszeiten: Laden von 11 bis 18 Uhr

Studio von 10 bis 19 Uhr

Ruhetag: Mittwoch (manchmal vorübergehend geschlossen)

Telefonnummer: 075-203-9259

E-Mail: info@creativeooo.com

Website: http://creativeooo.com/