Sanjūsangendō-Tempel

April 18, 2007

by Shiori NAMBU

Sanjūsangendō-Tempel (Renge-Ō-In)

Der Sanjūsangendō-Tempel wurde im Jahre 1164 auf Befehl des Jōkō (eine Person,die über dem Rang eines Tennō steht)
Goshirakawa durch Taira-no-Kiyomori gegründet.
Er heißt offiziell „Renge-Ō-In“.
Damals war er ein vollständig ausgestatteter Tempel mit Haupthalle, fünfstöckiger Pagode und weiteren Nebengebäuden.
Im Jahre 1249 sind der Tempel und die Pagode abgebrannt.
Im Jahre 1266 wurde nur der Haupttempel neu aufgebaut.

In dem Tempel ist eine Figur des Senjukannon-Buddhas, dem der Tempel geweiht ist.
Die Figur wurde von dem berühmten Holzschnitzer Tankeï geschaffen.
Der Tempel wird „Sanjūsangendō“ (33-Pfeiler-Halle) genannt, weil er auf 33 Pfeilern aufgebaut ist.
Dieser Bau ist in nord-südlicher Richtung 25 Meter lang und soll der längste Holzbau der Welt sein.

Jedes Jahr an dem Sonntag zwischen dem 12. und 18. Januar findet „Tōshiya“ statt, das ist ein Bogenschützen-Wettbewerb.
Es wird auf eine Zielscheibe von etwa 1 Meter Durchmesser in einer Entfernung von ungefähr 60 Metern geschossen.

 So kommt man zum Sanjūsangendō-Tempel Mit dem Bus Nr.206  zu dem Kitaōji-Busterminal vom JR-Bahnhof Kyoto.
Von der Haltestelle „Hakubutsukan Sanj
ūsangendō-mae 3 Minuten zuFuß.
Öffnungszeiten 8:00 – 17:00 Uhr
Eintrittsgebühr 600 Yen

Der Tōfukuji-Tempel

by Shiori NAMBU

Ganz in der Nähe des berühmten Fushimi-Inari-Schreins im Osten Kyōtos erstreckt sich das Gelände des Tōfukuji-Tempels, der für seine herrlich gefärbten Ahornblätter im Herbst berühmt ist. Den besten Blick auf das prächtige Farbenspiel hat man von der Tsūtenkyō-Brücke, die sich neben der Haupthalle befindet.


Der Tōfukuji-Tempel, als dessen erster Priester Enni Benen diente, wurde im Jahr 1236 durch den Samurai Michiie Kujō gegründet. Die Bauarbeiten hatten sich über 19 Jahre erstreckt. Nach seiner Fertigstellung brannte der Haupttempel mitsamt des Hojō-Gartens, der von Gartenarchitekt Mirei Fujimori angelegt wurde, mehrmals nieder.


Dass er jedesmal wieder neu aufgebaut werden konnte, verdankte er der Hilfe der Samuraifamilien Ashikaga, Toyotomi und Tokugawa.
Zu voller Berühmtheit gelangte der Tōfukuji als viertwichtigster Zentempel Japans erst im Mittelalter. Sein Tor, das Sanmon-Tor („vor dem Tempel stehendes Tor“), ist das älteste aller bestehenden Tempel in ganz Japan. Seinen Namen hat der Tōfukuji-Tempel übrigens von zwei anderen Tempeln erhalten: Das Tō („Osten“) vom Tōdaiji-Tempel und das fuku („Glück“) vom Kōfukuji-Tempel. Auch die neuere Geschichte des Tempels ist interessant: Sein Gelände wurde während des russisch-japanischen Krieges (1904-1905) von der Regierung beschlagnahmt und als Gefangenenlager für russische Soldaten benutzt.

Anfahrt zum Tōfukuji-Tempel

Mit den Bussen Nr.202, 207 oder 208  vom JR-Bahnhof Kyoto. 7 Minuten Fußweg von der Haltestelle „Tōfukuji“ .

Öffnungszeiten

9:00~16:00 Uhr

8:30~16:30 Uhr (November)

Eintrittsgebühr

400 Yen

Ginkakuji-Tempel

by Eri Uenaka

Der Ginkakuji-Tempel heißt offiziell „Jishōji“. Im Jahre 1994 wurde er als Weltkulturerbe anerkannt. Der achte Shogun der Muromachi-Ära, Ashikaga Yoshimasa, ließ den Tempel im Jahre 1482 als seine Bergvilla bauen. Nach seinem Tod wurde die Villa ein Tempel der Zen-Sekte.

Der Ginkakuji-Tempel bekam seinen Namen als Gegenstück zum berühmten Kinkakuji, den der dritte Shogun Ashikaga Yoshimitsu hatte bauen lassen.

Yoshimasa hat auch eine Lebenshaltung der Ruhe und Stille praktiziert, man nennt sie „Higashiyama-Kultur“ oder auch „Wabi-Sabi“. Darüber hinaus hat sich Yoshimasa allgemein als Förderer von Kunst und Kunstgewerbe hervorgetan.

Im Ginkakuji-Tempel gibt es zwei Nationalschätze, die zwei Gebäude „Kannonden“ und „Tōgudō“. Der Kannonden hat zwei Stockwerke. Das Erdgeschoss heißt „Shinkūden“, das erste Stockwerk heißt im Japanischen „Chō’onkaku“. Der Tōgudō ist berühmt wegen seiner sehr alten Bauart, man nennt sie „Schoinzukuri“. Diese Bauart wird auch heute noch bei Häusern in japanischem Stil angewandt.

Und es gibt einen großartigen Garten, der von dem berühmten Gartenbaukünstler Zen-Ami angelegt worden ist.

Kannonden und Umgebung

Im Garten des Ginkakuji gibt es eine gestaltete Sandfläche mit dem Namen “Gin-sha-dan“ (Silber-Sand-Welle). Das Muster auf der Sandfläche stellt Wellen auf dem Meer dar. Daneben steht ein kleiner Berg aus Sand in der Form des Fujisan (Fujiyama). Die Gestalt der beiden Sandgebilde stammt aus dem Ende der Edo-Ära. Sie werden regelmäßig gepflegt.

Ginshadan

Kōgetsudai

An der Straße zum Tempel gibt es viele Geschäfte. Man kann dort Reiseandenken kaufen und auch Spezialitäten essen, wie Dango (süße Klößchen) und Matcha (dicker grüner Tee, wie er bei der Teezeremonie verwendet wird).


Philosophenweg

Rikscha

Eingangstor

Straße zum Tempel

Spazialitäten : Dango (links) und Matcha (rechts)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuchen Sie den Ginkakuji-Tempel! Dort kann man eine sehr japanische Atmosphäre erfahren. Im Herbst gibt es sehr schöne Bäune mit herbstlich rot gefärbtem Laub. Wenn im Winter Schnee liegt, ist das Ensemble auch besonders reizvoll.

<Eintrittsgebühren>

Erwachsene: 500 Yen
Kinder: 300 Yen

Es gibt bequeme Busverbindungen. Vom JR-Bahnhof Kyoto können Sie mit dem Bus Nr. 17 und 100 direkt zum Ginkakuji-Tempel fahren.

Rokuharamitsuji-Tempel

by Shiori Nanbu
Der Rokuharamitsuji-Tempel wurde im Jahre 951 von Kūya-Shōnin gegründet.

Wer ist Kūya-Shōnin?

Kūya-Shōnin wurde im Jahre 903 geboren, aber das genaue Datum ist nicht bekannt.
Er war mehrere Jahre zusammen mit einigen Schülern auf Wanderschaft und sie haben unterwegs bei längeren Aufenthalten eine Straße und eine Brücke repariert und Kranke gepflegt.
Viele Leute haben ihn „Amidahijiri“ oder „Ichinohijiri“ (einen Heiligen) genannt und ihn besonders verehrt.

Im Rokuharamitsuji-Tempel stehen viele hölzernen Buddhas aus der Fujiwara-Kamakura- Ära,die verschiedene Kriege überdauert haben.
Die „Kūya-Shōnin-Zō“,eine Statue des Heiligen, ist sehr berühmt.
Sie charakteristisch sind die 6 daumenlangen „Amida“-Figuren,die aus seinem Mund kommen.

Der gegenwärtige Tempel wurde im Jahre 1363 grundlegend repariert und neu aufgebaut.

So kommt man zum Rokuharamitsu-ji-Tempel Mit dem Bus Nr.206 vom JR-Bahnhof Kyoto.Steigen Sie aus an der Haltestelle „Kiyomizu-dō“ und gehen Sie zu Fuß
7 Minuten
Öffnungszeiten                  8:00~17:00 Uhr
Eintrittsgebühr                  500 Yen

Ryoanji-Tempel

by YAMAZAKI Noriko

Im Jahr 1450 hat Katsumoto Hosokawa (ein General in der Muromachi Ära) ein Landhaus der Familie Tokudaiji bekommen, und daraus einen Zen-Tempel gemacht. Danach ist der Tempel im Onin-Bürgerkrieg (1467~77) abgebrannt. Im Jahr 1488 hat Masamoto, ein Sohn von Katsumoto, dem Tempel wieder hergestellt. Der Steingarten soll auch aus dieser Zeit stammen.

Der Hojo-Garten ist wegen seines Karesansui, eines Steingartens, berühmt.

(Hier werden ohne Wasser zu benutzen mit
Kieseln und eingegrabenen Felsen Berge
und Flüsse dargestellt.)
Im Dezember 1994 wurde der Tempel als
Weltkulturerbe anerkannt. Viele japanische
und berühmte ausländische Architekten haben den Garten besucht.

Um den Kyoyo-Teich an der Südseite des Tempelbezirks blühen verschiedene Blumen zu jeder Jahreszeit

<参考資料>
http://raku.city.kyoto.jp/sight/new/menu_middle.php?lang=ja&lcode=1
http://www.e-cost.co.jp/Japanese/ryoanji1.html
http://www.ryoanji.jp/kyoyoti.html

Kennin-ji-Tempel

by TSUDUKI Rina
Im Jahre 1202 wurde der Kennin-ji-Tempel von dem Mönch Eisai gegründet. Der Kennin-ji-Tempel ist sehr berühmt als der älteste Zen-Tempel in Japan.

Wer ist Eisai?

Eisai studierte in China den Zen-Buddhismus und verbreitete ihn nach der Heimkehr in Japan. Außerdem brachte er aus China Teesamen mit und führte in Japan die Kunst der Teezeremonie ein.

Was ist Zen-Buddhismus?

Das Zen ist eine alte Richtung im Buddhismus. Durch Meditation versucht man die zerstreuten Gedanken zu bezwingen und durch Konzentration die Täuschung der Welt zu überwinden und seine eigene eigentliche Gestalt zu finden.

Wo ist der Kennin-ji-Tempel?

Der Kennin-ji-Tempel steht in der Nähe von Gion. Wenn man in den Kennin-ji eintritt, spürt man da eine Stille, ganz anders als auf der lebendigen Shijō-Straße. Und man findet einige erhabene Gebäude.

Der Garten eines Zen-Tempels

Gärten von Zen-Tempeln sind oft als „Karesansui“ gestaltet. Ein Karesansui ist ein Garten, in dem kein Wasser und keine Pflanzen verwendet werden. Meinen Sie, dass so ein Garten langweilig ist? Aber das ist eine Art geistige Übung im Zen-Tempel, dass man mit der Vorstellung in der verwelkten Welt Wasser findet. Wenn man sich auf der Veranda auf den Garten konzentriert und auf sich wirken lässt, kann man den Lärm der Stadt vergessen und findet seelisches Gleichgewicht.

Sehenswürdigkeit I

Schauen Sie sich das Foto an.

Haben Sie das Bild schon einmal gesehen? Das ist der berühmte Wandschirm „Windgott und Donnergott“, ein Werk des Malers Tawaraya Sotatsu. Früher befand sich das Bild im Kennin-ji-Tempel, aber es wurde dann zum Nationalschatz erklärt und ist nun im Nationalmuseum in Kyōto. Im Kennin-ji-Tempel gibt es heute nur eine Kopie. Es ist schade, dass im Kennin-ji-Tempel nicht das echte Bild zu sehen ist. Aber wenn das Ihnen gefällt, können Sie im Kennin-ji-Tempel, ─ und nur hier ─ Waren mit Abbildungen kaufen.

Briefordner

Buchumschlag mit Lesezeichen

die Größe für ein kleines japanisches Taschenbuch
Ich benutze so einen Umschlag und der gefällt mir gut.

Sehenswürdigkeit II

Im Gebäude „Hattō“ finden Sie das Deckengemälde „Zwei Drachen“. Das wurde im Jahre 2002 zum Andenken an den 800. Jahrestag gemalt. Es ist so lebendig, dass man denkt, der Drache flöge davon. Das Foto vermittelt nur einen schwachen Eindruck. Sie sollten sich unbedingt das Deckengemälde im Original ansehen!

Sehenswürdigkeit III

Der Kennin-ji ist berühmt auch für seine zahlreichen Bilder auf den Schiebetüren. Im Kennin-ji-Tempel gibt es verschiedene Räume, die man sehen, aber nicht betreten kann. Die Bilder auf den Schiebetüren (Fusuma), die die Räume voneinander abtrennen, sind interessant.
Ungewöhnlich für einen Tempel ist, dass es einen Raum gibt, wo man sich in Ruhe hinsetzen und auf den Garten blicken kann.

So kommt man zum Kennin-ji-Tempel mit dem Bus Richtung Gion Nr. 206 vom JR-Bahnhof KyotoSteigen Sie aus an der Haltestelle Higashiyama-yasuiund gehen Sie zu Fuß ca. 5 Minuten Richtung Westen
Öffnungszeiten 10:00 – 16:00 Uhr
Ruhetage von 28. Dezember bis 31. Dezember
Eintrittsgebühr 500 Yen

Kinkakuji

by TOMITA Saori
Wenn Sie Kyoto besuchen, sollten Sie einmal den Kinkakuji-Tempel anschauen. Der Name „Kinkakuji“ ist zusammengesetzt aus „Kin“, das bedeutet „Gold“, „Kaku“ bedeutet „Halle“ und „Ji“ bedeutet „Tempel“. Den Kinkakuji ließ Yoshimitsu Ashikaga, ein General in der Muromachi Zeit (1392-1573) bauen. Er wollte ihn für sich zur Meditation und für No-Aufführungen und andere Aktivitäten und um seine Macht und seinen Reichtum zu zeigen. Deshalb auch die übertriebene Vergoldung des 1. und 2. Stockwerkes. Die 3 Stockwerke sind in 3 verschiedenen Stilen gebaut: Das ebenerdige Stockwerk ist in einem Palais-Stil „Hosui-in“, der erste Stock ist im schlichten Stil der Samurai „Cho-on-do“ und der zweite Stock ist in chinesischem Stil“ Kukkyo-cho“ ausgeführt. Auf der Dachspitze des Kinkakuji ist ein goldener Phönix. „Tempel“ wurde das Gebäude erst Yoshimitsus Testament gemäß nach seinem Tod. Vor dem Kinkaku gibt es einen schönen Teich, den „Kyokochi.“ „Kyokochi“ bedeutet „Spiegel-Teich“. Wenn kein Wind weht, spiegelt sich der Kinkaku auf dem Teich. Dann sieht man auf der gegenüberliegenden Seite den Kinkaku und davor im Wasser gespiegelt auf dem Kopf stehend, das Spiegelbild des Kinkaku.

Anmintaku

Im hinteren Bereich des Gartens findet man den „Anmintaku“ einen kleineren Teich, der, obwohl er keinen Zufluss hat, noch nie ausgetrocknet sein soll. Früher hat man bei Regenmangel dort um Regen gebetet.

Sekkatei

Ein bisschen weiter oben ist das Sekkatei, ein schlichtes Häuschen, wo General Yoshimitsu Tee-Zeremonieen abgehalten hat.

Fudodo

Und hier ist „das Fudodo,“ ein kleiner Tempel(?), der einer buddhistischen Gottheit des Ärgers geweiht ist. Vor dem Gebäude steht ein Räuchergefäß, dessen Rauch auf kranke Stellen am Körper gefächelt heilend wirken soll. Wenn man den Rauch auf den Kopf fächelt wird man vielleicht klüger?!