Die Hanamikôji-Straße

February 1, 2011

von  Chihiro Kato und Enami Sekiya
Die Hanamikôji-Straße liegt südlich von Gion, einem Stadtviertel von Kyôto, in dessen Zentrum der Yasaka-Schrein liegt.
In Gion gibt es ein Kabuki-Theater namens „Minamiza“ und berühmte Cafés wie das „Tsujiri“ oder „Gion-Koishi“.
Auch das „Gion-Fest“ im Juli ist sehr beliebt. Man kann in Gion traditionelle Kyôtoer Küche essen und das Yûzen-Stofffärben ausprobieren.

Die Hanamikoji Straße

Die Hanamikoji Straße

Die Hanamikôji-Straße verläuft zwischen der Sanjô-Straße und dem Kenninji-Tempel und ist etwa 1.4 km lang.

Es ist eine Straße mit ganz typischem Kyôtoer Flair. Der Teil der Straße, der nördlich von der Shijô-Straße liegt, besitzt eine andere Atmosphäre als der südliche Teil. Im Norden gibt es viele Gebäude, zum Beispiel Pubs, Bars und Bürogebäude.
Im Süden gibt es Teehäuser und Restaurants. Hier kann man alte Häuserreihen sehen, obwohl die Geschichte der Straße nicht so weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Es ist sehr entspannend, die Hanamikôji-Straße zu Fuß entlang zu laufen. Des Öfteren trifft man dabei auf „Maikos“, also Kabuki-Schauspielerinnen, die sich noch in der Ausbildung befinden. Nicht jeder kann eine Maiko werden, sondern nur Mädchen unter 20 Jahren. Mittags kann man auch Maikos sehen, jedoch sind viele dieser Maikos keine wirklichen Geisha-Schülerinnen, sondern nur junge Mädchen im Maiko-Kostüm, welche den Besuch in Gion für Schüler aus anderen Teilen Japans, die nach Kyôto auf Klassenfahrt kommen, zu einem Erlebnis machen sollen. Wenn man echte Maikos sehen möchte, sollte man am Abend in die Hanamikôji-Straße kommen.
Das „Naruya“ ist ein berühmtes Teehaus. Hier kann man „Warabimochi“ essen, eine japanische Süßigkeit, die aus Wasser, Zucker und japanischem Mochi-Reiskuchen besteht. „Warabimochi“ verderben schnell, und der Geschmack verliert sich bald nach der Zubereitung. Deshalb ist es am besten, frische Warabimochi sofort gekühlt zu verzehren. Man isst sie mit „Kuromitsu-Sirup“ oder bestreut mit „Kinako“, einem gezuckerten Pulver aus Sojabohnen. Bei Japanern ist diese Süßigkeit sehr beliebt.

Kyôto bei Nacht: Der Shôgunzuka

by Chihiro Kato

Der Shogunzuka

Der Shogunzuka

Im Westen von Kyôto, hinter dem Chioin-Tempel, liegt eine große Tempelanlage namens Shôrenin Dainichidô. Eine Anhöhe im Garten des Tempels ist als Shôgunzuka („Feldherrenhügel“) bekannt.
Der Name rührt davon her, dass Kaiser Kammu zu Ehren eines berühmten Shôguns eine Figur anfertigen und sie im Westen der Stadt Heian-kyô (heutiges Kyôto) begraben ließ, als er 784 die Hauptstadt Japans von Nara dorthin verlegte.

Das Fukutoku Tor

Das Fukutoku Tor

 

Die Tempelhalle Dainichido

Die Tempelhalle Dainichido

Der Landschaftsgarten Karesansui

Der Landschaftsgarten Karesansui

Blick auf Kyoto bei Nacht

Blick auf Kyoto bei Nacht

Man betritt das Tempelgelände durch das Fukutoku-Tor.
Der Eingang zum Garten befindet sich neben der Tempelhalle Dainichidô.
Der Garten umfasst ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück, das in Form von Parks gut erhalten ist.
Man merkt dort oben kaum, dass man sich auf einem Berg befindet, und zwar in Höhe von 215 Metern.

Der Garten ist besonders berühmt für seine schönen Pfirsich-, Kirsch-, und Ahornbäume.
In seiner Mitte befindet sich der von Kinsaku Nakae erbaute japanische Landschaftsgarten „Karesansui“. Neben dem „Karesansui“ gibt es eine große Kiefer namens Taishômatsu.
Das Besondere an dieser Kiefer ist, dass ihre Nadeln nicht wie normalerweise in Zweierbündeln an den Zweigen wachsen, sondern in Dreierbündeln. Viele Leuten glauben daher, dass dieser Baum ihnen drei Wünsche erfüllt.

Der Shôrenin-Shôgunzuka ist ein berühmter Ort für nächtliche Rendezvous in Kyôto.
An Wochenenden und auch unter der Woche besuchen viele Paare und Touristen die zwei großen Aussichtsplattformen im Norden und Westen des Tempels, um die einzigartige Aussicht über das nächtliche Kyôto zu genießen.
Die westliche Plattform liegt noch 10 Meter höher, sodass man von dort aus auf die gesamte Innenstadt herabblicken kann.
Die nördliche Plattform liegt im äußersten Norden des Tempels.
Von dort aus kann man die Bergkette zwischen Shôgunzuka, dem Berg Hieizan und dem Berg Higashiyama überblicken .
Von beiden Plattformen (besonders von der westlichen Plattform) aus hat man einen Panoramablick über die Stadt Kyôto und den Kyôto Tower.
Das Betreten der Tempelanlage kostet 500 Yen Eintritt.

Für die Anfahrt eignet sich am besten ein Taxi, weil der Ort nicht mit öffentlichen
Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Es gibt kostenlose Parkplätze, Toiletten und Getränkeautomaten.

Historische Gebäude auf der Sanjô-Straße

von Mai Ohgita

 

Historische Gebäude auf der Sanjô-Straße

Backsteingebäude

Backsteingebäude

ehemalige Bank of Japan

ehemalige Bank of Japan

Auf der Sanjôstraße in der Innenstadt von Kyôto gibt es historische Gebäude aus der Meiji- und Taisho-Zeit (1868 ~1926) Während dieser Zeit wurden in ganz Japan viele moderne Backsteingebäude errichtet.

Das Nebengebäude des Kyôto-Museums (Museum of Kyoto, Bekkan), ein ehemaliges Zweiggeschäft der Bank of Japan in Kyôto wurde 1906 gebaut.
Es erhielt 1969 die offizielle Anerkennung als kulturhistorisch bedeutsames Erbe Japans.
Dieses Gebäude ist ein typisches Bauwerk der japanschen Backsteinarchitektur und wurde von Kingo Tatsuno entworfen. Er war einer der bekanntesten modernen Architekten seiner Zeit. Der Stil des Gebäudes ist eine Mischung aus Gotik und Renaissancestil.
Heute kann man das Innere kostenlos besichtigen. Wenn Sie hineingehen, merken Sie, dass hier von 1906 bis 1965 ein Zweiggeschäft der Bank of Japan war.

Adresse: Sanjô-Takakura, Nakagyô-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: Di.-So. 10 bis 19.30 Uhr (wenn der Montag ein Feiertag ist, ist das Museum am Di. geschlossen)

Eintritt: frei

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Das ehemalige Postamt

Das ehemalige Postamt

Offizielle Webpage:http://www.bunpaku.or.jp/info_english.html

Das Nakagyô-Postamt, ein ehemaliges Zentralpostamt in Kyôto, wurde 1902 erbaut.
Bis heute wird das Gebäude von den Einwohnern Kyôtos als Postamt benuzt. Das Innere wurde modern und funktional umgebaut, aber das Aussehen blieb im ursprünglichen Zustand. Die Backsteinarchitektur ist im Renaissancestil gehalten. Auf den ersten Blick merken Touristen nicht unbedingt, dass das Gebäude ein Postamt ist, denn dort gibt es kein grosses Schild, nur einen kleinen Briefkasten. Das Postamt steht gleich neben dem Kyôto-Museum und wird oft für ein weiteres Museum oder anderes historisches Denkmal gehalten. Man kann hier jedoch ganz normal Briefmarken kaufen, Pakete abschicken und so weiter.

Adresse: Hishiya-chô 30, Nakagyo-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: täglich 0 bis 24 Uhr

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Das Shinpuhkan

Das Shinpuhkan

Offizielle Webpage:http://map.japanpost.jp/pc/syousai.php?id=300144153000

Das Shinpuhkan , eine ehemaige Fernsprechzentrale, wurde 1926 gebaut. Auf den ersten Blick sieht das Gebäude wie ein normales Burogebäude aus. Beim Nähertreten wird der Betrachter jedoch von Schönheit der dekorativen Fassadenfliesen überrascht.
Das Shinpuhkan wurde als kulturhistorische Stätte Kyôtos anerkannt.
Es wird heute als ein Handelsgebäude benutzt und ist beliebter Treffpunkt für junge Leute. Es hat zwei Stockwerke und ca. 30 Geschäfte. Hier kann man z.B. Kleidung kaufen, gemütlich im Cafe oder Restaurant sitzen und sogar Hochzeiten veranstalten.

Adresse: Bano-chô 586-2, Nakagyô-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: Läden: So.-Do. 11.00-20.00
Fr., Sa., vor Feiertagen 11.00-21.00
Restaurants: täglich 11.00-23.00 (letzte Bestellung 22.00)

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Offizielle Webpage: http://www.shin-puh-kan.com/

Viel Spaß und schöne Tage in Kyôto!

Sakamoto Ryôma

by Ayumi Nakajima
Eng mit der Geschichte Kyôtos verbunden ist der berühmte Samurai Sakamoto Ryôma, dessen Geschichte in Japan zurzeit sehr populär ist. Viele Schauplätze seines Lebens lassen sich in Kyôto besichtigen.

Sakamoto Ryôma und Nakaoka Shintarô im Maruyama Park

Sakamoto Ryôma wurde in der Edo-Zeit, im Jahre 1836 in Tosa (Kôchi) geboren. Er wohnte mit seinen Eltern, seinem Bruder und seinen drei älteren Schwestern zusammen. Seine Mutter, die er sehr geliebt hatte, starb, als Ryôma 28 Jahre alt war.
Mit 12 Jahren begann er Kendo zu lernen und ging 5 Jahre darauf nach Edo (dem heutigen Tôkyô), um sein Können dort zu vertiefen.
Am 3. Juni 1853 wurde Ryôma dort Zeuge der Ankunft der „Schwarzen Schiffe“ Commander Perrys, welche die westliche Zivilisation nach Japan brachten. Der Anblick ließ ihn viel über die Zukunft Japans nachdenken.
Im Jahre 1862 begann Ryôma ein Dasein als Rônin, also als herrenloser Samurai. Ein Rônin zu sein bedeutete, dass man seine Heimatprovinz ohne Erlaubnis verlassen hatte. Dies wurde als schweres Verbrechen angesehen, doch in Tosa konnte er seine Träume nicht verwirklichen.

Schließlich traf Ryôma in Edo Katsu Kaishû, der nicht an Fremdenhass glaubte, sondern an die Öffnung des Landes zum Westen.
Ryôma wurde sein ergebener Schüler. Zum Dank erbat Kaishû bei Ryômas Lehnsherrn die Begnadigung seines Verbrechens.
Im Jahre 1864 lernte Ryôma in Kyôto seine spätere Frau Narasaki Ryô kennen, deren Namenskanji das selbe wie in Ryômas Namen war. Ein Jahr nach ihrer Heirat gründete Ryôma in Kyôto die erste moderne Übersee-Handelsfirma Japans, die “Kameyama-Shachû“.

Neben seinen geschäftlichen Tätigkeiten plante Ryôma ein provinzübergreifendes Bündnis zum Sturz des Shôguns. Aus diesem Grunde wurde er 1866 im Kyôtoer Stadteil Fushimi in einem Gasthaus namens „Teradaya“ von der shogunatstreuen Polizei gestellt. Seine Frau Ryô, die im Teradaya angestellt war, verhalf dem verletzten Ryôma zur Flucht. Diese Begebenheit ist als „Teradaya-Vorfall“ in die Geschichte Japans eingegangen. Ryôma und Ryô reisten nach Satsuma, bis es Ryôma wieder besser ging. Sie besuchten viele heiße Quellen und gelangten bis nach Kagoshima. Ihre Reise wurde als erste Hochzeitsreise in Japan bekannt. Das auf diese Weise berühmt gewordene „Teradaya“ kann auch heute noch besichtigt werden. (Abgesehen von den Neujahrsfeiertagen täglich geöffnet von 10.00 – 15.40, Eintritt 400 Yen, 6 Gehminuten ab Haltestelle Chûshojima, Buslinien 19 oder 81 bis „Kyôbashi“).

Während Ryôma mit seiner seit 1867 in „Kaientai“ umbenannten Firma wirtschaftlichen Erfolg hatte, sorgten seine politischen Verstrickungen dafür, dass das Shogunat dem Tenno die politische Macht zurückgeben musste. An dieser bedeutenden geschichtlichen Entwicklung war Ryôma maßgeblich beteiligt.

Das Haus von Ryômas ehemaliger Firma “Kaientai”

Das Firmenschild des heutigen Inhabers

Doch die Rache für seine Einflussnahme ließ nicht lange auf sich warten. Einen Monat später, am 15. November 1867 wurde Ryôma im Kyôtoer Kawaramachi-Viertel von einigen Männern überfallen, als er dort mit seinem Firmenpartner Nakaoka Shintarô in einem Zimmer der Sojahandlung „Ômiya“ saß. Ryôma, der an diesem Tag Geburtstag hatte, wurde getötet, sein Freund starb zwei Tage später an seinen Verletzungen. Diese Begebenheit wurde als „Ômiya-Vorfall“ bekannt. Die Identität seiner Mörder wurde nie festgestellt.
Ryôma wurde Seite an Seite mit Nakaoka Shintarô begraben. Sein Grab kann im Kyôto-gokoku-Schrein besichtigt werden.

Gedenkstein und Gedenktafel für den Ort, an dem sich das “Ômiya” befand.

Vergrößerte Gedenktafel

Das Andenken Ryômas, der stets an die Zukunft seines Landes und an seine eigene Vaterlandspflicht dachte, wird auch heute noch hoch geschätzt. In diesem Jahr bildet seine Geschichte das Thema einer sehr populären NHK Historienserie.

Ryômas Grab

Die Samuraitruppe Shinsengumi

by Ayumi Nakajima

 

Die militärische Schutztruppe Shinsengumi

In Kyôto gibt es einen bekannten Tempel namens Mibudera (Mibu-Tempel). Seine Berühmtheit hängt eng mit den geschichtlichen Ereignissen um die berüchtigte Samuraitruppe Shinsengumi zusammen.

Die Shinsengumi war eine militärische Schutztruppe, die vor ungefähr 157 Jahren in Kyôto aktiv war. Sie bildete die Streitkraft des Shogunats, das in der Edo-Zeit in Japan mehr Macht besaß als der damalige Kaiser. Der Name Shinsengumi bedeutet: Neu gewählte Truppe.
Alle Mitglieder waren Männer, ungefähr 60 Leute an der Zahl, doch zeitweise umfasste die Miliz auch bis zu 300 Krieger.
Ihre Aufgabe war die Bekämpfung der Shogunatsfeinde. Zu Zeiten des Kampfes trugen sie hellblaue Kimonos. Ihre Waffen waren hauptsächlich Schwerter, Speere und Kanonen.

Die Miliz wurde im März 1863 in einem Dorf namens Mibu gebildet. Mibu befand sich damals am äußersten westlichen Stadtrand von Kyôto. Heute liegt Mibu mitten im Herzen Kyôtos, im Stadtteil Nakagyô-ku.
Im Mibu-Tempel trainierten die Samurai das Bedienen der Kanonen und andere kriegerische Künste. Sie wohnten in den Häusern der Samurai Yagi, Maekawa und Nambe. Alle drei Häuser lagen in dichter Nähe des Mibu-Tempels. Übrigens stehen die Häuser von Yagi und Maekawa noch heute dort.
Den Mibu-Tempel kann man täglich von 8:30~16:30 besichtigen. Es gibt dort die Gräber vieler Mitglieder der Truppe zu sehen (Eintritt 100 Yen) und Reiseandenken zu kaufen.
Der Mibu-Tempel

Das Haus Yagis kann man für 1000 Yen Eintritt besichtigen (täglich 9:00~17:00). Serizawa Kamo wurde 1863 hier ermordet.
Der Besuch von Maekawas Haus ist leider nicht möglich. Yamanami Keisuke beging dort 1865 Harakiri.
In der Shinsengumi gab es viele Pflichten. Und es gab viele berühmte Samurai:

Die Kommandanten

・Kondô Isami (近藤 勇)
・Serizawa Kamo (芹沢 鴨)

Der Vizekommandanten

・Hijikata Toshizô (土方 歳三)
・Yamanami Keisuke (山南 敬助)
・Niimi Nishiki (新見 錦)

Der Berater

Itô Kashitarô (伊東 甲子太郎)

Die Truppenkapitäne

  1.  Okita Sôji (沖田 総司)
  2.  Nagakura Shinpachi (永倉 新八)
  3.  Saitô Hajime (斎藤 一)
  4.  Matsubara Chûji (松原 忠司)
  5.  Takeda Kanryûsai (武田 観柳斎)
  6.  Inoue Genzaburô (井上 源三郎)
  7. Tani Sanjûrô (谷 三十郎)
  8.  Tôdô Heisuke (藤堂 平助)
  9.  Suzuki Mikisaburô (鈴木 三樹三郎)
  10.  Harada Sanosuke (原田 左之助)

Stätten der Erinnerung an die Shinsengumi

Auch heute noch gibt es in Kyôto viele Orte, die an die tapferen Kämpfer erinnern. Am Kôenji-Tempel (光縁寺) findet man die Gräber vieler Mitglieder der Truppe. Der Kôdaiji-Tempel (高台寺) diente einer Splittergruppe der Shinsengumi als Unterkunft. 15 Männer um Itô Kashitarô hatten sich einige Jahre nach der Gründung von der Truppe zurückgezogen und die Gruppe Kôdaijitô (高台寺党)“ gebildet. Am Honkôji-Tempel (本光寺) kann man die Stelle besichtigen, an der Itô Kashitarô ermordet wurde. Der Nishihonganji-Tempel (西本願寺) diente der Truppe vorübergehend als Unterkunft. An dem Shintoschrein Kyôto-ryôzengokoku-jinja (京都霊山護国神社) liegen die Gräber der Kriegsgefallenen des „Ikedaya-Zwischenfalls“ (池田屋事変), der als entscheidender Kampf der Shogunatsmiliz gegen die kaisertreuen Patrioten in die Geschichte eingegangen ist. Trotz der Übermacht der Feinde gelang es der Samuraitruppe zu gewinnen. Das Nijô-Schloss (二条城) wurde von der Shinsengumi bewacht. Im Ryôzen Museum (霊山歴史館) sind einige Dokumente über die Truppe ausgestellt.
Jugendlichen gesehen werden.
Der Kôenji-Tempel (光縁寺)
Der Kôdaiji-Tempel (高台寺)
Der Nishihonganji-Tempel (西本願寺)
Der Shintoschrein Kyôto-ryôzengokoku-jinja (京都霊山護国神社)
„Ikedaya-Zwischenfall“ (池田屋事変)
Das Nijô-Schloss (二条城)
Das Ryôzen Museum (霊山歴史館)

Durch zahlreiche Romane, Fernsehserien, Filme, Comics und Animesendungen, die sich mit der Shinsengumi beschäftigen, erfreut sich die Samuraitruppe bei den japanischen Jugendlichen beachtlicher Popularität. Das ist nicht erstaunlich in Japan, wo es traditionell zahlreiche historische Fernsehserien gibt, die viel von

Anfahrt zum Mibu-Tempel
Bus Linien 26 oder 28 bis „Mibuderamichi壬生寺道“
Hankyû Linie bis „Ômiya-eki(大宮駅)“

Der jap. Garten der Villa Katsura

by Fumi Abe
Woran denken Sie bei einem „japanischen Garten”? Denken Sie an einen Steingarten? Ja, das ist auch ein japanischer Garten, aber es gibt noch andere Formen. Eine von diesen ist „Chisenkaiyū-Shiki-Garten“, was auf Deutsch „Rundweggarten“ heißen würde. Er hat in der Mitte einen Teich. Darum herum führt ein Pfad, auf dem man einen Spaziergang machen kann.


Die kaiserlische Villa Katsura hat einen schönen Chisenkaiyū-Shiki-Garten. Es gibt vier Teezeremonie-Häuser und einige andere kleine Gebäude. Dort kann man verschiedene schöne Ausblicke genießen. Dieser Garten hat keine bestimmte Vorderseite oder Hinterseite. Das heißt, man kann sich von jedem Blickwinkel aus an diesem Garten erfreuen. Und alle Ansichten verändern sich mit den Jahreszeiten.




Es gibt auch einen Mondbetrachtungsbalkon. Dort hat man eine schöne Aussicht und der Mond, der sich im Wasser spiegelt, soll sehr reizvoll sein, aber leider darf das Publikum den Balkon nicht betreten. Die Aussichten von den Teezeremonie-Häusern sind auch wunderbar. Sie sehen dort bestimmt viele Japaner mit Kameras, aber sogar mit den besten japanischen Kameras kann man die Schönheit nicht einfangen, wie sie ist.


Auf der Web-Seite der kaiserlichen Liegenschaftsverwaltung finden Sie Informationen über die kaiserliche Villa Katsura.

http://sankan.kunaicho.go.jp/english/index.html

Für eine Besichtigung braucht man eine Reservierung. Bei der Führung können Sie ein Gerät leihen, das Erklärungen auf Englisch gibt.

Genji-Monogatari in Uji

by Natsuka Kisaichi
Touristen besuchen in Kyoto fast nur das Zentrum, aber es gibt auch viele Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, z. B. in Uji. Hier können Sie die Schauplätze der Genji-Monogatari sehen.

Die Genji-Monogatari ist ein Roman, der vor ungefähr eintausend Jahren geschrieben worden ist. Insgesamt besteht er aus 54 Büchern und enthält auch etwa 800 Kurzgedichte (japanisch: Tanka).

Der Roman ist das bedeutendste literarische Werk der japanischen Literatur.

Der Roman erzählt aus dem Leben des Helden des Romanes Hikaru Genji, seines Sohnes Kaoru, seines Enkelkindes Hoheit Ninoumiya und dreier Edelfräulein.

Buch

Titel

KAORUs Lebensjahr

45

Hashihime

20.- 22. Lebensjahr

46

Shiigamoto

23.- 24. Lebensjahr

47

Agemaki

24. Lebensjahr

48

Sawarabi

25. Lebensjahr

49

Yadorigi

25.- 26. Lebensjahr

50

Azumaya

26. Lebensjahr

51

Ukifune

27. Lebensjahr

52

Kagerou

27. Lebensjahr

53

Tenarai

27.- 28. Lebensjahr

54

Yumeno’ukihashi

28. Lebensjahr

Nur die letzten 10 der 54 Bücher der Genji-Monogatari beziehen sich auf Uji, mannennt sie Uji-Jūjō.

Die Tabelle links zeigt die Titel der Bücher und um welches Lebensjahr von Kaoru es in dem betreffenden Buchgeht.

Am Ujigawa-Fluss stehte ein Steinfigur von Murasaki Shikibu, die die Geschichten geschrieben hat.
Vielleicht hat sie den Roman hier geschrieben.

Steindenkmal von Murasakishikibu

Der Roman ist Fiktion, aber viele historische bemerkenwerte Orte, die im Text erwähnt werden, liegen am Ujigawa-Fluss. Die Leute, die den Roman lieben, bemühen sich, diese Orte zu erhalten, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

Das ist eine Steinfigur von Hoheit Ninomiya und Edelfäulein Ukifune. Dahinter sieht man eine Brücke über den Ujigawa-Fluss, die Asagiri-Bashi.
Ukifune soll sich in großer Liebesnot dort ertränkt haben.

Denkmal von Niounomiya und Ukifune

Asagiribashi Brücke

Das ist der Byodoin-Hoodo-Tempel. In der Genji-Monogatari erscheint das Gebäude, das ein Wohnsitz von Minamotonotoru war, als ein Wohnsitz von Hikaru Genji.

Dieses Gebäude ist auch auf der Rückseite der gegenwärtigen 10-Yen-Münzen abgebildet.

Byodoin-Hoodo-Tempel

Am Ujigawa-Fluss gibt es zahlreiche Geschäfte, wo man echten grünen Tee oder Eis mit Matcha-Geschmack (pulverisierter Grüner Tee) essen kann.

Machen Sie sich ein paar schöne Stunden in Uji!