Das Café Wife and Husband

January 31, 2019

von Reini Doi und Seiji Kotoku

Obwohl schönes Wetter ist, hat man nichts zu essen mitgenommen. Wenn man etwas dabei hätte, könnte man picknicken. Sicher kennt jeder diese Situation. Wenn man das Café Wife and Husband kennt, ist das kein Problem mehr. Das Café verleiht schicke Picknicksets, mit denen man am Flussufer picknicken und dabei schicke Bilder machen kann.

 

Das Café Wife and Husband befindet sich in einem alten Einfamilienhaus und wird, wie der Name schon sagt, von einem Ehepaar betrieben. Der nächste Bahnhof ist Kitaoji. Von dort kann man das Café in circa 5 Gehminuten erreichen.

Das Haus ist zwar klein, aber trotzdem einfach zu finden, weil es ganz charakteristisch aussieht. An manchen Tagen steht dort eine kleine Schlange an. Viele erkennt man als ausländische Touristen, aber auch Ortsansässige kommen immer wieder dorthin.

Wenn man das Café betritt, spürt man gleich, dass der Kaffee (500 Yen) und die Speisen hier mit Sorgfalt ausgesucht werden. Der im Café geröstete Kaffee trägt den liebevollen Namen “daughter”. Neben dieser Originalröstung gibt es auch noch Kaffee, der aus Guatemala, Brasilien und Kolumbien kommt. Die Auswahl an Speisen ist zwar limitiert aber dennoch ausreichend. Besonders zu empfehlen ist ein Kuchen aus Nüssen und Trockenobst (300 Yen), der sehr gut zum Kaffee und oder zum Tee (600 Yen) schmeckt. Man sollte auch den Honigkäsekuchen probieren. Sogar das Geschirr, das im Café benutzt wird, ist sehr geschmackvoll.

Auch die Einrichtung ist mit Sorgfalt ausgesucht. Im Café gibt es antike Möbel und Geschirr, auch Vasen mit schönen Blumen, und alles ist sehr stylish. Inmitten der antiken Möbel fühlt man sich überaus behaglich. Wie bereits beschrieben, sind die ausleihbaren Picknicksets ganz beliebt. Zu einem Set gehören eine Thermosflasche voll mit Kaffee, kleine Süßigkeiten, Kaffeebecher und eine Tischdecke. Gegen einen zusätzlichen Aufpreis bekommt man noch antike Hocker, eine Bank und einen Tisch. In der Thermosflasche gibt es viel Kaffee; damit kann man lange Zeit am Flussufer verbringen.

Webseite: http://www.wifeandhusband.jp/-shopinfo

Location: 106-6, Shimouchikawara-cho,Koyama, Kita-ku, Kyoto-shi, Kyoto, 603-8132, Japan

​Öffnungzeiten: 10:00 – 17:00

Die Küche schließt um 15:00 (für Picknick-Sets) bzw. 16:30 im Café

 

Traveling Coffee

Traveling Coffee – Café in einer japanischen Schule

Reini Doi und Seiji Kotoku

Es ist sicher unbestritten, dass die Deutschen sehr gern Kaffee trinken. Man kann sagen, dass das Kaffeetrinken eine Form der Kommunikation ist. Wer gern mal einen Kaffee in einem besonders schönen Ambiente trinken möchte, dem sei das Traveling Coffee empfohlen, das sich in einer stillgelegten Schule befindet. Dort kann man einen Kaffee in der ehemaligen Schulbücherei trinken, doch das ist nicht das Einzige.

 

Nachdem die Schule stillgelegt wurde, fanden im ehemaligen Schulgebäude verschiedene Events und Kinovorführungen statt. Dort begann 2015 das Traveling Coffee mit der Einrichtung eines Cafés im ehemaligen Lehrerzimmer, doch das gibt es seit 2018 nicht mehr. Jetzt befindet sich das Café in der ehemaligen Schulbücherei. Man kann dort verschiedene Kaffeesorten, Café Latte oder auch Alkohol bestellen. Außerdem findet sich auf der Getränkekarte auch traditioneller japanischer Sake aus Kyoto. Natürlich gibt es auch Snacks und weitere aktuelle Angebote.

 

Wenn man in Kyoto Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den berühmten Fushimi-Schrein besichtigt, liegt auf dem Rückweg nach Kawaramachi ein Besuch in diesem Café nahe, das sich in der Nähe des Yasaka-Schreins befindet. Das Café ist sehr zu empfehlen, um zwischendurch eine Pause einzulegen. Man kann das Traveling Coffee von der Station Kawaramachi Shijo aus in ungefähr 5 Minuten zu Fuß erreichen.

 

Adresse: 310-2 Bizenjimacho, Nakagyo-ku, Kyoto 604-8023

Telefonnummer: 080-3853-2068

Öffnungszeiten: täglich 11- 20 Uhr

https://www.google.de/amp/s/andcoffee.net/shop/traveling-coffee-kyoto/%3famp

Traditioneller japanischer Sake: Sasaki Shuzô

von Yuma Kishimoto, Masaharu Ishikawa und Yamato Okamoto

In der Brauerei Sasaki Shuzô wird japanischer Sake produziert, also traditioneller japanischer Reiswein. Diese Brauerei ist berühmt in Japan. Sie ist die einzig existierende Brauerei in Rakuchu, Kyoto, wo sie im Jahr 1893 von Jirokichi Sasaki im Elternhaus des japanischen Schauspielers Kuranosuke Sasaki gegründet wurde. Es ist interessant zu untersuchen, welche Art von Sake in dieser Brauerei hergestellt wird und welche Art von Geschichte es gibt.

Rakuchu ist der Name einer Gegend in Kyoto. Am meisten Sake wird in Kyoto in einer anderen Gegend produziert, und zwar in Fushimi. Aber da die Sasaki-Brauerei die einzige Brauerei in Rakuchu geblieben ist, hat sie eine besondere Bedeutung. Kyoto ist die Stadt in Japan mit der zweithöchsten Sakeproduktion. Dass hier so viel Reiswein produziert wurde, liegt daran, dass man im Japan der Muromachi-Zeit seine Steuern in Reis bezahlte. So entstand zu viel Reis, um alles zu essen. Also wurde der restliche Reis zur Produktion von Reiswein benutzt. Das ist der Grund, warum in Kyoto so viel Reiswein produziert wurde.

Ein Sake, der in der Sasaki-Brauerei produziert wird, ist der Sake „Jurakutei“. Auch Leute, die selbst nicht so gern japanischen Sake mögen, denken, dass dieser Sake einen guten Nachgeschmack hat und erfrischend ist. Daher kann man ihn auch Leuten empfehlen, die noch nie japanischen Sake getrunken haben oder normalerweise keinen Alkohol trinken. Der „Jurakutei“ kann bei der Sasaki-Brauerei bestellt werden. Dieser Reiswein kostet 2700 Yen (1,8 l).

 

Die Brauerei produziert pro Jahr 270.000 l Reiswein pro Jahr. Allerdings wird der Sake nur von Oktober bis April hergestellt, da die Produktion in den wärmeren Jahreszeiten nicht möglich ist. Im November ist der Höhepunkt der Produktion. Laut dem Brauereimeister kann der Sake auf allerlei Weisen getrunken werden. Die Brauerei ist immer einen Besuch wert.

 

Adresse: 727 Kitaiseya-cho, Higurashidori, Sawaragi-cho Kudaru, Kamigyo-ku, Kyoto, 602-8152

Google maps:https://goo.gl/maps/MnU9V7BVcw82

Öffnungszeiten: Mo-Sa von 10 bis 17 Uhr

Telefonnummer: 075-841-8106

Website:http://www.jurakudai.com/

Issen Youshoku

Das Okonomiyaki-Restaurant „Issen Yôshoku“

von Karen Imura, Miu Okazaki und Motoki Ueno

Mögen Sie Okonomiyaki? Okonomiyaki und Takoyaki sind Spezialitäten aus der Kansai-Region. Okonomiyaki ist eine Art deftiger japanischer Pfannkuchen. Die Zutaten sind Eier, Kohl und anderes Gemüse. Häufig benutzt man auch noch Soßen, um dem Ganzen extra Geschmack zu geben.
In Kyoto gibt es ein Okonomiyaki-Restaurant namens Issen Yôshoku, das eine besondere Abwandlung des gleichnamigen Gerichts anbietet. Der Laden wurde 1971 aufgemacht. Er ist vor zwanzig Jahren nach Gion umzogen.

In der japanischen Taishô-Zeit (1912-1926) haben die Frauen aus der Nachbarschaft Issen Yôshoku an die Kinder aus der Umgebung verkauft. Das war sehr billig.

 

Issen Yôshoku enthält Weizenmehl, Eier und Garnelen, deshalb müssen Allergiker ein bisschen aufpassen. Auf jedem Tisch stehen süße und scharfe Soßen, mit denen man den Geschmack variieren kann. Das Issen Yôshoku verkauft pro Tag ungefähr 1000 Portionen des besonderen Gerichts für je 700 Yen.

 

 

 

 

Auf der Speisekarte des Ladens steht nur ein einziges Gericht. Am Wochenende sind dort viele Japaner und viele Ausländer an Wochentagen. Aber in letzter Zeit kommen an allen Tagen viele Ausländer. Weil die Speisekarte in diesem Restaurant sowohl auf Japanisch als auch auf Englisch ist, können sie auch ausländische Touristen leicht verstehen.

 

Das Geschäft strahlt eine fröhliche Atmosphäre aus, weil vor dem Laden eine im japanischen Stil gekleidete Schaufensterpuppe sitzt und die Wände mit Ema-Wunschtafeln mit lustigen japanischen Gemälden darauf geschmückt sind. Diese speziell japanische Dekoration ist für Ausländer sehr attraktiv. Das Gericht Issen Yôshoku ist etwas anderes als Takoyaki und Okonomiyaki. Es ist eine der seltenen Spezialitäten, die nur in Kyoto gegessen werden können. Bitte probieren Sie es mal, wenn Sie nach Kyoto kommen.

Das Restaurant Issen Yôshoku befindet sich in der Nähe der Station Kawaramachi und ist einzigartig in Kyoto. In der Umgebung des Restaurants gibt es viele Tempel und Schreine.

Webseite: www.issen-yosyoku.co.jp

Telefonnummer: 075-533-0001

Öffnungszeiten: Am Wochenende 10:30~22:00, an Wochentagen 11:00~3:00

 

 

Bunte Süßigkeiten: Konpeitô

von Rin Sakai und Moe Murakami

Konpeitô, eine Süßigkeit aus Japan

Haben Sie schon einmal von einer Süßigkeit namens „Konpeitô“ gehört?

Die Konpeitô sind im Jahr 1546 von Portugal nach Japan gekommen. Sie werden aus Zucker und parfümiertem Wasser hergestellt. Da es sie in verschiedenen Farben gibt, ist allein schon der Anblick eine Freude. Die Bezeichnung Konpeitô kommt von dem portugiesischen confeito ( „Zuckerwaren“) und wird auf Japanisch wie Konpeitô ausgesprochen.

In Hyakumanben im Osten von Kyoto gibt es ein Fachgeschäft für Konpeitô namens „Ryokujuan-shimizu“. Es ist das einzige Fachgeschäft für Konpeitô in Japan. Seit seiner Gründung im Jahr 1847 hat es verschiedene Preise erhalten.

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Das Geschäft von der Seite

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Das Ladenschild

 

Es gibt dort Konpeitô in vielen Geschmacksrichtungen und das Aussehen der Bonbons ist sehr niedlich. Jeden Monat werden neue Geschmacksrichtungen verkauft, z.B. Schokolade, Zitrone, Banane, Erdbeere oder auch Pflaumenwein.

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Banane und Schwarzzucker

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Die Empfehlungen des Tages

Man kann die saisonalen Konpeitô dort auch probieren. Deshalb macht jeder Besuch dort von Neuem Spaß.

Außerdem kann man spezielle Konpeitô als Glückwunschgeschenk zu Anlässen wie der Geburt eines Babys oder zu einer bestandenen Prüfung kaufen. Doch man sollte rechtzeitig vorbestellen, denn es kann sein, dass Konpeitô, die aus Pflaumenwein oder Weinbrand hergestellt werden, über ein Jahr im Voraus ausverkauft sind.

Für Konpeitô gibt es kein Rezept. Man lernt die Zubereitung mit seinen fünf Sinnen, zum Beispiel durch Klima und Wetter, oder durch die Temperatur und den Klang des Kessels. Diese untersucht man gründlich. Man sagt, dass es 20 Jahre braucht, um aus Zucker Konpeitô herstellen zu können. In diesem Geschäft kann man einen Geschmack genießen, der eine lange Tradition in sich trägt. Die Konpeitô halten sich gut, wenn man sie in einem Behälter mit verschließbarem Deckel aufbewahrt.

 

Das Ryokujuan-shimizu ist von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Waren am Abend ausverkauft sind. Daher wird ein früher Besuch empfohlen.

Ruhetag: Mittwoch und der vierte Dienstag des Monats.

Anfahrt:

1. Mit der Keihan-Bahn nach Demachiyanagi

2. Mit dem Bus Nr. 17 von der Bushaltestelle am Bahnhof Kyoto nach Hyakumanben

3. Mit dem Bus 206 nach Hyakumanben

 

Adresse: 38-2, Yoshida Izumidono-cho, Sakyo-ku, Kyoto-shi, Kyoto, Japan 606-8301

Telefonnummer: 075-771-0755

URL: http://www.konpeito.co.jp/

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Das Geschäft von vorn

Candy Show Time

Mao Okada, Naomi Shirai

Ein außergewöhnlicher Bonbon-Laden

Kennen Sie „Kintarô-Bonbons“? Das sind Stücke aus einer länglichen Bonbonrolle, die überall das gleiche Bild zeigt, egal wo man sie durchschneidet. Kintarô ist der Name einer Figur aus einem japanischen Märchen. Der förmliche Name ist kumiame  (Knetbonbon). Das ist ein Verfahren zur Herstellung von Bonbons.

 

das Schild

Das Schild des Bonbon-Ladens

In letzter Zeit gibt es Bonbonrollen mit Kirschmuster und anderen Bildern, mit Comicfiguren oder Schriftzeichen. Aber alle werden Kintarô-Bonbons genannt, auch wenn sie nicht die Kintarô-Figur zeigen.

Bevor die Bonbonmasse in die Länge gezogen wird, hat sie einen Durchmesser von 35 cm, eine Länge von 70 cm und ein Gewicht von 40 – 50 Kilo. Das ergibt bei einem Produkt von ca. 2 cm Durchmesser eine Länge von etwa 250 Metern und etwa 7000 Bonbons.

Zur Herstellung wird Sirup mit Zucker in einen Kessel gegeben, verrührt und eingedickt. Dann kühlt man die heiße Bonbonmasse auf 60 Grad ab und knetet sie mit der Maschine. Man färbt die Masse ein und teilt sie in die verschiedenen Teile des Gesichts auf. Man legt die Teile aufeinander und macht daraus das Gesicht. Die Reihenfolge ist Kinn, Mund, Backen, Hände, Augen, Augenbrauen und Stirn.

das Verfahren 1

Schritt 1 der Herstellung

 

das Verfahren 2

Schritt 2

das Verfahren 3

Schritt 3

das Verfahren 4

Schritt 4

das Verfahren 5

Schritt 5

das Verfahren 6

Schritt 6

 

das Verfahren 7

Fertige Bonbons

Im Candy Show Time kann man aus nächster Nähe besichtigen, wie Zuckerbäcker die Bonbons herstellen. Man kann auch frisch produzierte Bonbons gleich probieren. Außerdem gibt es gibt dort Ohrringe, Schlüsselanhänger und Haarspangen zu kaufen, die wie Bonbons aussehen. Sie kosten etwa 1000 – 2000 Yen. Im oberen Stockwerk befindet sich ein Café, in dem man Kaffee trinken und Süßigkeiten essen kann.

Der Schmuck aussieht wie den Bonbon.

Bonbon-Schmuck

 

Öffnungszeiten : 10:00-20:00 Uhr

1F Candy Show Time 075-532-2055

2F Candy Show Time Café 075-532-2066

 

Adresse : 573-5 Minamigawa, Gion-cho, Higashiyama-ku, Kyoto 605-0074

Anfahrt : ① 30 Minuten mit der Buslinie 17 vom JR-Bahnhof Kyoto bis Shijo-Kawaramachi

② 10 Minuten Fußweg  von der Haltestelle Shijo-Kawaramachi

 

URL : http://candy-showtime.com/

 

Eingelegtes Gemüse von Nishiri

von Karen Arimoto und Moe Murakami

 

Wussten Sie, dass Kyoto nicht nur für Matcha (grünen Tee) bekannt ist, sondern auch für eingelegtes Gemüse? Das „Nishiri” ist ein Spezialgeschäft, das verschiedene Sorten von eingelegtem Gemüse verkauft. Natürlich ist das eingelegte Gemüse, das man dafür benutzt, Gemüse aus Kyoto.

die Eingang von Nishiri

Seit das Geschäft 1940 gegründet wurde, hat es verschiedene Preise erhalten.
Das „Nishiri“ hat außerdem viele Zweiggeschäfte, nicht nur in Gion, Kiyomizu und Arashiyama, also an Orten, die von vielen Touristen besucht werden, sondern auch in der B-Ebene am Bahnhof Kyoto. Deshalb kann man das Geschäft einfach erreichen. Zudem unterscheiden sich die verschiedenen Geschäfte in ihrem Angebot und ihrer Ladenatmosphäre. Es macht Spaß, das Geschäft zu suchen, das dem eigenen Geschmack am meisten entspricht. In dem Geschäft in Gion kann man im 1. Stock Speisen mit eingelegtem Gemüse bestellen. Und im 2. und 3. Stock kann man viele Fotos, Bilder und Keramik bewundern.

Speisekarte von der Restaurant

Das Nishiri hat eine sehr lange Tradition und hat viele verschiedene Produkte entwickelt, zum Beispiel „Senmaizuke“, das man eigentlich im tiefen Winter isst.

Aber das Nishiri verkauft sein „Senmaizuke“ auf dem Höhepunkt des Gion-Fests, das im Juli stattfindet, wenn es in Kyoto von Touristen wimmelt. Das zeigt den großen Fleiß des Geschäftes bei der Produktentwicklung. Auch für den Verzehr macht das Nishiri neue Vorschläge. Zum Beispiel, in dem es zu dem seit vergangenen Zeiten beliebten Reis mit eingelegtem Gemüse auch Wein anbietet, kombiniert es japanische und europäische Küchentraditionen.

Interessant ist auch, dass passend zu jeder Jahreszeit andere Gemüsesorten angeboten werden. Zum Beispiel gibt es zwischen Mai und September Auberginen, Tomaten, Gurken und Zwiebeln als eingelegtes Gemüse. Das vermittelt beim Essen ein schönes Gefühl für die Jahreszeiten. Da es außerdem noch sehr gesund für den Körper ist, mögen es viele Japaner.
Wollen Sie nicht auch durch den Genuss von eingelegtem Gemüse gesund wie ein Japaner werden?

 

verschiedene eingelegtes Gemüsealles eingelegtes GemüseGemüse für die Sommer

Wegbeschreibung zum „Nishiri“
Von der Station Kawaramachi der Hankyu-Linie braucht man zum „Nishiri“ nur 6 Minuten zu Fuß in Richtung Osten zu gehen.

Öffnungszeiten
Von 10 Uhr bis 21 Uhr geöffnet (kein Ruhetag)

 

 

o-ko

   von Yuka Sakaguchi

minen eigenen Weihrauch

Einen ganz persönlichen Weihrauch kreieren

Das japanische Räucherwerk (o-kô) ist etwas anderes als ein Parfüm. Die Japaner erfreuen sich an dem Duft in ihrem Haus oder in der Tasche. Er duftet so wie ihre Heimat oder die Natur, zum Beispiel nach Regen, Blumen, der Sonne und so weiter.

Der Weihrauch kam circa im Jahr 538 nach Japan. Damals wurde er benutzt, um böse Geister zu vertreiben. Besonders der Adel benutzte ihn gern. Ab dem 9. Jahrhundert begann man seine Kleidung, also die Kimonos, zu parfümieren. Im Volk soll sich der Weihrauch erst ab dem 17. Jahrhundert verbreitet haben.

Es gibt zwei Wege, sich am o-kô zu erfreuen. Entweder als Pulver  in einem Duftsäckchen oder als Pulver, das verbrannt wird. Als Beutel legt man den Weihrauch in eine Tasche, einen Geldbeutel, ein Auto, einen Brief oder einen Schrank. Einem Brief beigefügt, kann man den Empfänger erfreuen oder ihm seinen eigenen Lieblingsduft vorstellen. Als Pulver zum Verbrennen nutzt man den Weihrauch im Haus oder am Eingang, zum Beispiel, wenn Freunde zu Besuch kommen oder man sich durch den Duft erfrischen will.

mit einem Mörser zerreiben

Das Pulver mit einem Mörser zerreiben

In einem Geschäft namens „Shoyeido“ in Arashiyama kann man seinen eigenen Weihrauch herstellen. Es gibt 8 Duftsorten als kleine Stücke aus gepresstem Pulver, zum Beispiel Lavendel, Zimt und Gewürznelke. Man wählt 10 davon aus. Sie werden mit einem Mörser zerrieben und in zwei halbmondförmige Beutel gefüllt. Diese legt man einem Brief bei oder benutzt sie als Lesezeichen. Das restliche Pulver wird in ein großes Blatt Papier eingepackt. Man tut es in die Tasche oder Handtasche. Der Duft hält für etwa drei Monate an. Wenn man seine eigene Duftmischung in Arashiyama herstellen will, muss man im Voraus dort reservieren. Das kostet 1296 Yen für 30 Minuten.

Ich hoffe, dass Sie Ihren Lieblingsweihrauch in Kyoto finden werden.

die Landkarte

die Landkarte

 

Yuba und Kyoto

von Saya Ohnishi

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„Yuba“ entsteht aus Sojamilch. Wenn man Sojamilch kocht, dann bedeckt ein weicher Film die Milchfläche. Das gilt für die normale Milch. Aber der Film der Sojamilch ist etwas dicker als der von normaler Milch. Diesen Film nennt man „Yuba“.

Wenn man von „Yuba“ spricht, bezeichnet man dieses traditionelle Essen wahrscheinlich als typisch japanisches Essen. Aber „Yuba“ kommt ursprünglich aus China.

Zuerst betrachtete man „Yuba“ als reines Nebenprodukt beim Kochen des Tōfus. Vielleicht aß man damals dieses Produkt gar nicht. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird jedoch in China „Yuba“ als vegetarisches Essen gegessen. In jener Zeit herrschte der Zen-Buddhismus. Diese Sekte verbot, Fleisch und Fisch zu essen. Damals kamen einige Japaner als ausländische Studenten nach China, um dort Buddhismus zu studieren. Von dort brachten sie „Yuba“ nach Japan mit.

Danach wurde „Yuba“ besonders in Kyoto hergestellt, weil Kyoto eine höhere Wasserqualität hatte als andere Orte und außerdem damals Hauptstadt Japans war.

Damals, also in der Heian-Zeit, entwickelten sich in Kyoto schon verschiedene Küchentraditionen, z.B. die Yusoku-Küche (Gerichte für den Adel), die Honzen-Küche (Gerichte für Festlichkeiten) und die Shojin-Küche (vegetarisches Essen). Für diese Kochkünste wurde „Yuba“ häufig benutzt, weil es von leichtem Geschmack ist und zu fast jedem Gericht passt. In einem alten Kochbuch sollen schon viele spezielle „Yuba“-Rezepte stehen.

Heute gibt es in Kyoto viele Restaurants, die nur „Yuba“-Gerichte servieren. Dort kann man verschiedene „Yuba“ genießen, z. B. „Fukumeni“, „Yuba-Dengaku“ und „Kumiage-Yuba“, usw. Bei „Fukumeni“ wird „Yuba“ mit klarer Brühe (Dashi) gekocht. Wenn man „Yuba“ mit Miso brät, dann entsteht „Yuba-Dengaku“. „Yuba“ selbst kann man dabei aus Sojamilch kochen, das ist „Kumiage-Yuba“. Außerdem benutzt man „Yuba“ für europäische Gerichte wie Lasagne („Yuba-Lasagne“).

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▲Kumiage-Yuba                 ▲Hukumeni

 

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▲Yuba-Dengaku                 ▲Yuba-Lasagne

Auf diese Weise wird „Yuba“ sowohl für traditionelle Gerichte als auch für moderne Gerichte gebraucht. Man kann wohl sagen, dass die Mischung von Tradition und Modernität bei „Yuba-Gerichten“ die Gegenwart und Vergangenheit der Stadt Kyoto selbst spiegelt. „Yuba“ stellt also ein für Kyoto besonders typisches Gericht dar.

 

 

 

Wildgerichte aus Kyoto

Wildgerichte aus Kyoto

von Saya Ohnishi

„Wild“ oder „Gibier“ nennt man das Fleisch vom Wildtier, das gejagt wurde. Zu typischem Wild gehören Wachtel, Fasan, Wildente, Hase, Wildschwein und Hirsch usw.

Die Geschichte der Jagd in Europa ist sehr lang und besonders in Frankreich wird das Wildfleisch traditionell gegessen. Auch Japan hat eine Jagdkultur, und so isst man bis heute das Wildfleisch.

Das Wildfleisch in Europa schmeckt am besten im Herbst, weil dann die Wildtiere Fett ansetzen, um den Winter zu überleben. In Japan macht man im Herbst und Winter die Jagd auf Wildtiere. Allerdings gibt es einige Gebiete, wo auch im Sommer Tiere gejagt und gegessen werden können. Also kann man sagen, dass in Japan das ganze Jahr über verschiedene Wildfleischsorten gegessen werden. Denn der Geschmack des Fleisches verändert sich je nachdem, wann und wo die Tiere gejagt werden, was die Tiere aßen und wie alt die Tiere waren usw.

Die Japaner wussten schon immer das Wild als Geschenk des Waldgottes zu schätzen. Als der Buddhismus nach Japan kam, wurde verboten, das Fleisch zu essen. Wildtiere wurden jedoch heimlich gegessen, weil der Buddhismus damals nicht das ganze gemeine Volk beherrschte und man das Wild für Segen und Quelle des Proteins hielt. Heute findet das Wildfleisch Beachtung, weil das Fleisch fettarm, proteinreich und mineralreich ist, also gesünder als die anderen Fleischsorten.

In Kyoto gibt es viele Restaurants, wo Wildgerichte serviert werden. Besonders typisch in Kyoto ist „Botan-Nabe“, ein Gericht, bei dem Wildschwein verwendet wird. „Botan“ heißt auf deutsch Pfingstrose. Warum braucht man für ein Gericht den Namen einer Blume? Weil die Scheiben des Fleisches auf den Teller so ineinander gelegt werden, als ob dort eine Pfingstrose blühen würde.

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In letzter Zeit wird die Zahl der Wildtiere immer größer, was zu einem ernsten Problem für Land- und Forstwirtschaft und auch für die Umwelt wird. Die Tiere fressen die Ernte und verwüsten die Felder. Daher plant man überall in Japan Projekte, um Hirsche und Wildschweine als Schädlinge zu jagen und dann zu essen. An diesem Projekt nimmt Kyoto auch teil. Wildtiere zu essen ist nicht nur eine Kultur, sondern  führt auch zum Naturschutz.