Imobô – eine traditionelle Spezialität aus Kyoto

November 10, 2014

 

von Saya Ohnishi

imobo1

Imobô ist ein traditionelles Gericht aus Kyoto. Es ist die Spezialität des Restaurants „Hiranoya“. Imobô gibt es schon seit der Edo-Zeit. Man sagt, dass der Gründer des Restaurants verschiedene Gemüse pflanzte. Eines Tages wurde ihm eine chinesische Kartoffel gebracht. Er pflanzte sie ein und die Kartoffel wuchs krumm wie eine Languste. Die Ursache dafür, dass die Kartoffel krumm wurde, erklärte man mit dem Einfluss der Erdbeschaffenheit von Kyoto.

image

Für die Zubereitung von Imobo braucht man zwei Zutaten namens Ebiimo und Bôdara.

Ebiimo ist eine traditionelle Gemüsesorte aus Kyoto, eine Art Taro-Kartoffel, faustgroß und dunkelbraun, die klebrig wird, wenn man sie kocht. Da sie krumm wie eine Languste (Ebi) aussieht, heißt sie Ebiimo. Bôdara (engl: Bacalhau) ist getrockneter Schellfisch. In Kyoto konnte man früher keine frischen Fische bekommen. Daherließ man getrocknete Fische von den Städten am Meer nach Kyoto bringen. Seither aß man die getrockneten Fische. Bôdara ist eine typische Zutat aus dieser Zeit.

Für die Zubereitung braucht man viel Zeit. Der getrocknete Fisch ist zu hart, um ihn kauen zu können. Es dauert etwa eine Woche, bis er weich genug wird. Wenn der Bôdara weich ist, wird er mit geschälter Ebiimo-Kartoffel zusammen einen ganzen Tag lang gekocht.

Beim Kochen „helfen“ Ebiimo und Bôdara einander: Die Pflanzenlauge der Kartoffel macht den harten Fisch weich. Und mit Hilfe des Fischleims kann man die Kartoffel kochen, ohne sie zu zerkochen. Diese Kunst wurde als geheimes Rezept vom Vater an den Sohn weitergegeben. „Jetzt kann man Imobô zu Hause kochen, besonders im Winter. Normalerweise kocht man beide Zutaten zuerst getrennt und dann werden am Schluss die gekochten Zutaten zusammen gekocht“, meint die Wirtin. Dabei sei Ebiimo ein bisschen zerkocht und Bôdara bleibe noch hart.

imobo3 (1) imobo2

 

Laut der Wirtin fiel das Rezept für die Imobô dem Gründer des Restaurants durch Zufall ein. Sie berichtete, dass der Gründer ein Mann mit neuen Ideen war. Er versuchte immer wieder, verschiedene Zutaten zu kombinieren. Früher habe man selten die Geschenke anderer Regionen zum Kochen gebraucht. Dennoch habe der Gründer beide Zutaten zusammen gekocht. So entstand das neue Gericht, das auch schon dem Kaiserhof zum Geschenk gemacht wurde. Manche Schriftsteller, darunter Nobelpreisträger Yasunari Kawabata, liebten dieses Gericht.

Heute besuchen viele Ausländer das Restaurant. Sowohl aus Europa als auch aus Asien kommen die Gäste. Wie schmeckt ihnen Imobô? „Vor einigen Jahren gab es manche Ausländer, die nicht aufaßen“, sagt die Wirtin. „Jetzt aber bleibt nichts nach dem Essen übrig.“ Imobô scheint den Menschen aller Nationen gut zu schmecken.

Das Gericht repräsentiert Kyoto und dessen Geschichte. Daher wollte ich Imobô untersuchen und hier vorstellen.

Noryodoko (Sommerterrassen am Fluss Kamogawa)

November 7, 2014

von Saya Ohnishi

Norzodoko In Kyoto ist es im Sommer sehr heiß und schwül. Um der Sommerhitze zu entfliehen, geht man an den Fluss und verbringt dort die Zeit bis zur Nacht. Der Kamo Fluss (Kamogawa) ist einer der bekanntesten Flüsse dafür. Hier kann man in Restaurants am Fluss essen und trinken. Manche Restaurants haben eine spezielle Terrasse, die „Noryodoko“ genannt wird. Diese Terrassen dienen der Abkühlung im Sommer. Es gibt sie auch an anderen Flüssen, z.B. in Kifune und Takao, aber nur die am Kamo Fluss heißen „Noryodoko“. Die Geschichte der Sommerterrassen beginnt etwa im 17. Jahrhundert. Zuerst wurden am Kamo Fluss Teeläden für Kabuki-Aufführungen gebaut. Reiche Händler errichteten im Sommer Sitzplätze am Fluss, um Gäste aus der Ferne zu empfangen. Anlässlich des Gion-Fests reinigte man tragbare Schreine („Mikoshi“) am Fluss, weshalb sich dort viele Leute versammelten. In den Teeläden wurden dann verschiedene Dinge an sie verkauft. Schon in der Mitte Edo-Zeit zählte man mehr als 400 solcher Teeläden. Ursprünglich gab es die Terrassen nicht nur am rechten Ufer des Flusses, sondern auch auf der Sandbank im Fluss und am linken Ufer des Flusses. Mittlerweile sind nur noch die Sommerterrassen am rechten Ufer übrig. Der Kamo Fluss überflutete seine Ufer sehr oft und wurde jedes Mal in seinem Lauf korrigiert. Infolgedessen änderte sich die Lage des Flusses und die zwei anderen Terrassen konnte man nicht mehr benutzen. Bis 1929 konnte man jederzeit einen schönen Abend am Fluss genießen, unabhängig von der Jahreszeit. Aber danach wurden die Terrassen nur noch während des Sommers errichtet. 1934 wurde Kyoto von einem großen Taifun heimgesucht und im darauffolgenden Jahr regnete es sehr stark. Die beiden Unglücke zerstörten die „Noryodoko.“ Im 2. Weltkrieg sah man keine Terrassen mehr. Nach dem Krieg belebten sich die Sommerterrassen wieder. Man erließ ein Gesetz, um den Standard der „Noryodoko“ zu erhalten. Gegenwärtig kontrolliert der „Verein zum Schutz der Kamogawa-Terrassen“ (Kyoto Kamogawa Noryodoko Kyodokumiai) die Errichtung von „Noryodoko“. Auf diese Weise überliefert man die traditionelle Kultur der Sommerterrassen. image (2) Mittlerweile kann man die „Noryodoko“ von Mai bis September benutzen. Nur im Mai und September sind die Terrassen auch am Mittag geöffnet. Der Bezirk, in dem man die „Noryodoko“ errichtete, besteht aus 4 Straßen (Kamikiya, Ponto, Saiseki und Shimokiya). Die Anzahl der Terrassen beträgt etwa 80. Heute sind die Sommerterrassen des Kamogawa eine ebenso bekannte Touristenattraktion wie das „Gion-Fest“.

Kyobashi

March 20, 2014

Kyobashi (Essstäbchen)

 von Kaori Takahashi, Yuki Hosokawa und Riho Mizue

Für Japaner sind Essstäbchen sehr wichtig. Wenn man isst, benutzt man sie immer. Für Japaner sind Essstäbchen so wichtig wie der Löffel und die Gabel für Amerikaner und Europäer. Man sagt, dass die Chinesen sie schon vor 3000 Jahren benutzt haben. Etwa zwischen dem 4. bis 7. Jahrhundert kamen sie aus China nach Japan.

Es gibt viele Essstäbchenfachgeschäfte in Kyoto. Die Stäbchen aus Kyoto nennt man Kyobashi. Unserer Meinung nach gibt es zwischen den Essstäbchen und Kyoto eine tiefe Beziehung. In Kyoto sind viele Essstäbchen aus Bambus, weil man hier gern leichtes Essgerät benutzt. Aber in der Kanto-Gegend um Tokyo, wo es viel schweres Essgerät gibt, benutzt man eher Stäbchen aus Holz.

Die bekanntesten Kyotoer Essstäbchen (Kyobashi) sind Miyakobashi, Heianbashi und Moritsukebashi. Alle drei Arten sind sehr bekannt in Kyoto.

In letzter Zeit werden jedoch nicht nur diese Essstäbchen verkauft, sondern auch hölzerne Gabeln und Löffel, die im Design auf die Stäbchen abgestimmt sind.

Es gibt 3 Sorten von Essstäbchen: Bambusstäbchen, Holzstäbchen und Lackstäbchen.

Stäbchen aus Bambus sind leicht und haben eine sehr feine Spitze. Da sie rutschfest sind, können auch Anfänger sie benutzen.

Sie verlieren jedoch ihre schöne Farbe, wenn man sie zu lang benutzt.

Holzstäbchen sind schwerer als andere Stäbchen. Da sie sehr haltbar sind, kann man sie lange Zeit benutzen. Sie sind praktisch, da sie rutschfest sind, verlieren jedoch durch langen Gebrauch ebenfalls ihre Farbe.

Lackstäbchen (Nuribashi) sehen sehr schön aus, weil der Lack Muschelschale und Eierschale enthält. Der Lack gibt den Stäbchen eine besondere Tiefe und macht sie haltbar, sodass man sie lange in Gebrauch haben kann.

In letzter Zeit sind ein simples Design, einfache Materialien und haptische Eigenschaften populär. Alle Essstäbchen haben ihre eigene Bedeutung und Rolle. Zum Beispiel gibt es extra Stäbchen für ein Gericht namens Tempura und Stäbchen zum Servieren von Essen und so weiter.

Das chinesische Schriftzeichen für Essstäbchen 箸 (hashi) beinhaltet das Zeichen für Bambus 竹 (take) und viele Essstäbchen sind aus Bambus. In Kyoto gibt es viel Bambus und deshalb auch viel Bambuskunsthandwerk. Viele Bambusstäbchen werden in Kyoto produziert. Holzstäbchen oder Lackstäbchen werden kaum in Kyoto produziert. Wir empfehlen ein Essstäbchenfachgeschäft namens „Ichikaraheibeishoten “, das seit 1764 Essstäbchen verkauft.

Adresse:

Sakaimachi-dori, Shijo-sagaru, Shimogyo-ku, Kyoto, Japan


 

Das Café Shinpachi (Shinpachi Chaya)

March 19, 2014

von Seiran Nagao

In Kyoto ist es im Sommer sehr heiß. Die Sonne scheint stark und im Freien es ist schwül. Da bietet es sich an, in Arashiyama etwas Kaltes zu essen, zum Beispiel im Café Shinpachi.

Was ist das Café Shinpachi?

   Das Café Shinpachi befindet sich im Nordosten der Togetsukyō-Brücke in Arashiyama. Es ist gleichzeitig Café, Souvenirladen, Fahrradverleih und Eisstand. Im ersten Stock des Cafés kann man Matcha trinken und dazu japanische Süßigkeiten essen, wie etwa Dango (Reismehlklöße) oder Maronen-Manjū, während man die Aussicht auf die Togetsukyō-Brücke und den Katsura-Fluss genießt.
Im Jahr 1986 wurde in diesem Café zum ersten Mal in ganz Japan Matcha-Softeis hergestellt. Auch heute ist es dort noch eine beliebte Sorte. Bei der 31. Internationalen „Fachmesse für Gelato, Konditoren- und Bäckerhandwerk“ (SIGEP) gewann das Café Shinpachi 2010 den dritten Preis in der Sparte der Eisprodukte. Es war das erste Mal, dass dieser Preis an ein japanisches Einzelhandelsgeschäft verliehen wurde.

Das Eis im Café Shinpachi

   Im Café Shinpachi gibt es viele Geschmacksrichtungen von Eis und Softeis, zum Beispiel Matcha-, Yuzu- (jp. Zitrusfrucht) und Bancha- (eine Art Grüner Tee) Softeis, Kirschblüte und Joghurt, Kinako (Sojabohnenmehl) und Sakuramochi (Reiskuchen mit Bohnenpaste in ein Kirschblatt gewickelt) und Tofu-Eis. Für die hausgemachten Fruchteissorten werden nur zusatzfreie Obstsäfte und Früchte der Saison verwendet.

Geschmack der Pistazie , Sakuramochi und Tofu

Pistazie , Sakuramochi und Tofu Eis

 

Das empfehlenswerteste Eis ist das Tofu-Eis, das nicht aus Sojamilch, sondern direkt aus verrührtem Tofu hergestellt wird. Wenn man einige Tropfen der auf der Theke bereitgestellten Sojasoße darüber gibt, ergibt das eine sehr schmackhafte Mischung zwischen süßem und salzigem Aroma.

Tofu-Eis mit Sojasoße

Shinpachi Chaya
Adresse:
Tenryūji Tsukurimichichō 37-17
Ukyo-ku Kyoto

Landkarte:

 

Öffnungszeiten:
9:00 – 18:00

Wonder Café

von Seiran Nagao

Das WONDER CAFÉ, das sich in der Nähe der Myōshinji-Station befindet, ist ein kleines Café. Dort gibt es viele Manga, Zeitschriften, Spielzeug, Schilder und Poster aus der Showa-Zeit, besonders aus der Zeit von 1950 bis 1980. In der Nähe gibt es den Myōshinji Tempel, den Ninnaji Tempel und den Ryoanji Tempel. In dem Café gibt es außerdem einige Prospekte zu den Tempeln, Bäckereien und interessanten Läden in Kyoto.

Im Café

 

Essen

Pasta und Windbeutel

Zu essen gibt es etwa Pasta mit Seelachsrogen oder mit Pilzen, Curryreis mit Meeresfrüchten, Windbeutel und vieles mehr. Die Pasta und der Curryreis werden mit Salat, Joghurt mit einigem Obst und einem Getränk serviert. Man wird satt von nur einem Gericht, weil die Portionen sehr groß sind. Am meisten zu empfehlen sind die etwa 10 cm hohen Windbeutel mit Eis und Sahne. Die Pasta und der Curryreis schmecken gut und sind sehr reichlich, obwohl sie nur 7 Euro kosten. Es gibt gleichfalls eine große Auswahl an Getränken, zum Beispiel Apfelsaft, Bananensaft, Kaffee, Tee, grüner Tee oder Wein.

 

Besonderheiten

Die Toilette

Im ersten Stock gibt es eine ganz spezielle Toilette. Wenn man die Tür öffnet, gehen ein Radio und die Lichter in der Toilette an. Viele Poster und Spielzeuge sind an den Wänden zu sehen. Hier kann man sich die Wartezeit nach dem Bestellen der Speisen gut vertreiben, denn es braucht etwas Zeit, bis das Essen kommt, besonders am Mittag. Serviert wird das Essen unter anderem auf zwei japanischen Schultischen. Eine besondere Sitzgelegenheit bietet etwa ein alter Massagesessel.

 

 

 

 

 

Adresse:

Ryoanji Nishinokawacho 3-31
Ukyo-ku Kyoto

Karte:

Wegbeschreibung:

Man steigt am Hauptbahnhof (Kyoto-eki) in die Buslinie 26 und fährt in Fahrtrichtung Kitanohakubaicho bis zur Haltestelle „Myoshinji Kiramon mae“. Außerdem erreicht man das Café mit der Straßenbahn (Randen-Linie) von der Station Omiya oder Arashiyama, wenn man an der Haltestelle Myoshinji aussteigt und dann 70 Meter nach rechts geht.

Öffnungszeiten:
11:00-22:00

Ruhetag:
Dienstag

Jizo-bon – ein Brauch in den japanischen Sommerferien

September 20, 2013

Jizo-bon – ein Brauch in den japanischen Sommerferien

Jizo Figuren mit Opfergaben

Jizo Figuren mit Opfergaben

  Von Akane Takada, Misako Uchida und Chisato Takahashi

In Kyoto gibt es einen Brauch, der Jizo-bon genannt wird. Haben Sie davon schon    einmal gehört?

Es ist ein Fest, das veranstaltet wird, um dem Jizo zu danken. Der Jizo ist einen Gott, an den die meisten Japaner glauben. Es gibt in Japan viele Bronzestatuen der Jizo-Gottheiten. Man findet sie an vielen Straßenecken. Dort kann man einfach ein kurzes Dankesgebet sprechen.

Die Hauptpersonen beim Jizo-bon sind die Kinder in der Nachbarschaft. Man bittet den  Jizo darum, dass die Kinder gesund aufwachsen mögen. Normalerweise dauert das Fest zwei Tage, und zwar vom 23. bis 24. August. Diese Tage nennt man “Jizo-bon”. Aber wenn es nur wenige Kinder im Viertel sind, feiern die Leute nur einen Tag.

Beim Jizo-bon geht man zum Nachbarschaftsschrein (Jizo-do) und macht die Jizo-Figur sauber. Manchmal schminkt man sie auch, entzündet eine Papierlaterne und opfert dem Jizo Süßigkeiten oder anderes Essen. Die Kinder sitzen um den Jizo und bekommen auch Süßigkeiten, singen und machen Quiz- oder andere Spiele. Der Jizo beschützt die Menschen das ganze Jahr vor Krankheiten, Unfällen und anderem Unglück. Deshalb ist es für uns Japaner wichtig, dass es diesen Tag gibt, an dem wir ihm einmal im Jahr danken können.

Jizo Figuren mit roten Schürzchen

Jizo Figuren mit roten Schürzchen

 Den Jizo-bon Brauch gibt es nicht nur in Kyoto, sondern auch in der Hokuriku-Gegend und in Niigata, sowie in Nagano und Umgebung. In der Tokai- oder Kanto-Gegend jedoch gibt es den Brauch nicht. Warum wurde er nicht in diese Gegenden überliefert? Wahrscheinlich liegt es am unterschiedlichen Glauben an den Jizo.

In Kyoto war das Jizo-bon bereits in der Muromachi-Zeit in Mode. Aber in Tokyo dauerte es bis zur Edo-Zeit, bis die ersten Jizo-Figuren aufgestellt wurden, denn hier glaubte man nicht an den Jizo, sondern an die Gottheit des Oinarisan.

festlich geschminkt

festlich geschminkt

  Heutzutage ist das Problem des Jizo-bon, dass Kinder zwar die Hauptrolle bei diesem Fest spielen, es jedoch in Japan immer weniger Kinder gibt. In Vierteln, in denen nur wenige Kinder wohnen, kommt es ab und zu vor, dass nicht die Kinder, sondern nur die Älteren das Jizo-bon veranstalten. Doch müssten es eigentlich die Kinder sein, denn der Jizo beschützt besonders die Kinder, in dieser Welt und auch in der Welt des Jenseits. Er weist den Kindern den rechten Weg. Durch das Jizo-bon sollen die Kinder lernen, dass diese Gottheit sie beschützt und man ihr daher am Jizo-bon Fest dankt.
Also halten die Kinder eine Totenmesse für den Jizo, der sie beschützt. Es ist auch ein schöner Brauch, dass sich Jung und Alt am Jizo-bon austauschen können.

Abend am Jizo-bon

Abend am Jizo-bon

gemeinsames Spielen und Abendessen

gemeinsames Spielen und Abendessen

地蔵堂(Jizo-do)

地蔵堂(Jizo-do)

Traditionelles Gemüse aus Kyoto (von Satomi Nitta)

June 5, 2013

Mizu-Na (l.) und Nasu (r.)

Die Bezeichnung Kyo-Gemüse ist eine Bezeichnung für Namen von Gemüse, die normalerweise keinen Markennamen tragen und in Kyoto produziert werden.

Außerdem bezeichnen sie im Allgemeinen seit 1987  das traditionelle Kyo-Gemüse.

Es gibt 41 verschiedene Arten von traditionellem Kyo-Gemüse. Davon tragen im Gebiet Kyoto 21 Arten den Markennamen Kyono, das hier Kyotos traditionelles Gemüse bedeutet.

Eine kleine Einführung in die Gemüsegeschichte

 

Kyoto, die alte Kaiserstadt, war das Zentrum von Politik und Kultur und stand lange in höchster Blüte.

Durch die große Entfernung zum Meer war der Erwerb der Fischereizonenprodukte schwierig. Daher entwickelte sich die vegetarische Küche

dort früh in buddhistischen Tempeln und schintoistischen Schreinen. Gemüse wurde so vor mehr als 1,000 Jahren ein Ersatz von Fleisch- und Fisch

auch am kaiserlichen Hof.  Und das Kyo-Gemüse gehört bis heute zu den teuersten und köstlichsten Zutaten in der Kyoto-Küche. Das Gemüse konnte durch

das angenehme Klima in Kyoto leicht von den ortsansässigen Bauern produziert werden.

Tag der offenen Tür des Kyoto-Gemüses

 

Im örtlichen Kyoto gibt es einmal im Monat immer am 15. einen Tag, an dem die Kyo-Gemüsefelder besucht werden können.

Kyoto lässt an diesem Tag viele Leute nah zu dem Kyo-Gemüse. Alle Leute können kommen, um das Gemüse anzuschauen und zu probieren.

 

Einige Repräsentanten des Kyo-Gemüses

  Im Folgenden werden drei sehr beliebte Kyo-Gemüse vorgestellt. Ich empfehle Ihnen, diese drei Gemüse bei Ihrem Besuch in Kyoto zu essen.

みず菜(Mizu-Na: Blattgemüse)

みず菜(Mizu-Na: Blattgemüse)

Das Gemüse, namens Mizu-Na, kann man das Jahr hindurch essen.

Seine Besonderheit ist, dass die Blätter einen tiefen Schnitt haben.

Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass es am Tō-ji -Tempel und am 9-jō Weg angebaut wurde.

Man nimmt an, dass es hauptsächlich in der Gegend von Kyoto während der Edo-Zeit (crica im Jahr 1600) gepflanzt wurde.

Es ist knackig und weich, wenn man darauf beißt.

Man kann es als Salat oder als Gemüse in japanischen Topfgerichten genießen.

Mizu-Na schmeckt immer frisch.

九条ネギ(Kujō-Negi: grünes Schnittlauch)

Das Kujō-Negi-Schnittlauch

Kujō-Negi ist ein grünes Schnittlauch, das sich durch Süße und Weichheit auszeichnet.

Das Kujō-Negi-Schnittlauch hat eine sehr lange Geschichte in Kyoto.

Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass es seit rund 1300 Jahren angebaut wird.

Es hat diesen Namen, weil es im Bereich des Minami-ku, dem Stadtviertel, namens Kujō, angebaut wurde.

In Japan wird über Frühlingsschnittlauch gesagt, dass es das Wunderheilmittel bei Erkältungen sei.

Das grüne Schnittlauch kann man in vielen Gerichten verwenden.

賀茂ナス(Kamo-Nasu: Aubergine)

Die Kamo-Nasu-Aubergine

In Japan wurde die Aubergine für eine lange Zeit als Glücksgemüse angesehen.

Über die Aubergine wird gesagt, dass, wenn man sie isst, seine Wünsche wahr werden.

Dass es die Kamo-Nasu-Aubergine heute so gibt, ist den Bauern aus Kyoto, besonders aus Kamigamo, zu verdanken.

Man kann sie “Königin-Aubergine”nennen, weil ihr Geschmack und Stil ein Gaumen- Juwel sind.

Man isst sie gebacken, gegrillt oder mit Miso.

Kyoto-Puppen (von Eva Dobra)

February 21, 2013

Kyoto-Puppen in Kimonos

Kyoto-Puppen in Kimonos

Was sind Kyoto-Puppen?

 Kyoto-Puppen sind Puppen, wie sie in der Umgebung von Kyoto hergestellt werden.

Diese Puppen, mit denen in der Edo-Zeit Prinzessinen und Töchter von Aristokraten gespielt haben, wurden von Kyotoer Handwerkern gestaltet.
In der Edo-Zeit (aber auch gegenwärtig) wurde die Hiina-Puppe als Geschenk sehr geschätzt.

In der heutigen Zeit werden die Puppen in Fließband-Arbeit hergestellt.
Der Minister des Ministeriums für Wirtschaft hat die Kyoto-Puppe als künstlerisch-traditionelles Spielzeug unter einer Schutzmarke eintragen lassen.

Die Hiina-Puppe

Die Hiina-Puppe

Geschichte
Die Geschichte der Kyoto-Puppen hat als Geschichte der Hiina-Puppen in der Heian-Zeit angefangen.
Die Hiina-Puppen sind in aristokratischen Familien gebraucht worden.
Die Kinder haben mit ihrer Lieblingspuppe, der Hiina-Puppe, im Haus gespielt.

Im Hof gab es Geräte. Dort haben die Kinder die Hiina-Puppen angezogen und die Ankunft am Kaiserhof gespielt.
Diese Hiina-Puppen sind der Ursprung für die Schwester-Puppen, die auch gegenwärtig im Gebrauch sind.
Es ist ein einfaches Spiel, das jedoch der Ursprung einer Tradition ist.
Die Hiina-Puppen sind im Gegensatz zu den herkömmlichen Puppen, die nach Naturkatastrophen oder nachdem sie verschmutzt waren, verbrannt wurden, die Lieblingspuppen der Kleinkinder.

Sie werden gepflegt und bewahrt. Die Hiina-Puppe war damals das Neueste.
Mit Beginn der Edo-Zeit wurden die Kyotoer von den Aristokraten dazu angehalten, das Hiina-Spiel aus der Heian-Zeit zu spielen.
Die nächste Entwicklung ist durch das Puppenfest markiert.
Jedes Jahr am 3. März feiern die Japaner das Puppenfest.
Familien mit Töchtern haben stellen zum Puppenfest die Puppen auf.
Im Laufe der Zeit hat sich die Hiina-Puppe zu einer ausgezeichneten Puppe entwickelt.

In der Edo-Zeit wurden viele Arten von Puppen zum Beispiel Festtags-Puppen hergestellt.

Durch die kontinuierliche Produktion und Gestaltung von Puppen hat sich in Kyoto die Puppenkultur zu voller Blüte entwickelt.
Außerdem gibt es die Kostüm-Puppe, die vorwiegend aus Stoff angefertigt wurde, in verschiedenen Variationen: die Hina-Puppe, auch die Krieger-Puppe, die Alltags-Puppe, die Ichimatsu-Puppe, und so weiter.

Tanz zum Ausdruck ihrer Eleganz

Tanz zum Ausdruck ihrer Eleganz

In Kyoto gibt es den Ort Nishijin, das Produktionsgebiet der Luxustextilwaren.
Für das Produktionsgebiet um Kyoto ist es typisch, den Kostümen einen speziellen Ausdruck zu geben.
Die zahllosen, würdevollen und ausgezeichneten Puppen wurden alle in Kyoto hergestellt. Also haben die Puppen, die in der Edo-Zeit in Kyoto hergestellt wurden, ein Grundsystem der japanischen Puppen-Gestaltung aufgestellt.
Kyoto ist für japanische Puppen wie eine Heimat geworden.
Die traditionelle Technik und Kunst sind seit der Meiji-Zeit erhalten, und
sie werden auch in der heutigen Zeit immer noch geliebt.

Tanzende Puppe bei einer Festlichkeit

Tanzende Puppe bei einer Festlichkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie nach Kyoto kommen…
dann müssen Sie sich die Puppen ansehen.
Ich empfehle Ihnen Kimura Oushi Do (木村桜士堂).
Hier gibt es viele schöne Puppen, sonst gibt es auch Gemischtwaren wie beispielsweise Schlüsselanhänger, Puderpapier, Fächer, Geldbeutel und viele andere.
Das Geschäft liegt in der Nähe vom Kyoto Bahnhof.
Wie wäre es als Reiseandenken für Sie?

Wegbeschreibung zum Puppengeschäft KimuraOushi Do

Wegbeschreibung zum Puppengeschäft KimuraOushi Do

Das Café Karafuneya

von Shimpei Shigemizu

Es gibt viele Cafés in Kyoto. Eines davon ist das Café Karafuneya, das in diesem Artikel vorgestellt werden soll. Es ist in der Nähe der Kreuzung der Kawaramachi-Straße und der Sanjo-Straße. Der am nächsten gelegene U-Bahnhof ist „Kyoto-shiyakusho-mae“. Geöffnet hat das Café von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts. Es wurde 1972 eröffnet und hat damit für ein japanisches Café bereits eine lange Geschichte hinter sich. 

Eis-Parfait

Eis-Parfait

 Das Karafuneya bietet dem Gast aufmerksame Bedienung und eine ruhige Atmosphäre. In angenehmem Ambiente kann man dort einen guten Kaffee, leckere Eis-Parfaits und weitere Spezialitäten genießen.

 Die Kunden des Cafés haben entschieden, dass sie folgende Getränke und Speisen dort am liebsten genießen:

Platz 1 Getränke: Cappucino à la Karafuneya

Platz 2 Getränke: Caramel Latte

Platz 1 Speisen: Demiglace-Omelette

Platz 2 Speisen: Japanisches Lokomoko

Platz 1 Parfaits: Waffel-Schoko-Parfait

Platz 2 Parfaits: Sirup-Matcha-Warabimochi-Parfait

Wenn einem dabei nicht das Wasser im Munde zusammenläuft!

 

Lokomoko

Lokomoko

Es gibt viele Speisen auf der Karte, und eine besondere Empfehlung sind die Sandwiches. Sie sind köstlich und sehr sättigend. Besonders die Schinken-Tomaten-Salat-Sandwiches sind sehr lecker.

 Außerdem bietet das Café Karafuneya saisonale Spezialitäten an, wie etwa Erdbeeren im Frühling, oder Maronen und Kürbis im Herbst. Neu auf der Speisekarte sind American Pancakes. Da sie hübsch aussehen, sind sie vor allem bei weiblichen Cafébesuchern beliebt. Man hat die Wahl unter verschiedenen Toppings und kann so seinen ganz eigenen Pancake kreieren. Zum Beispiel mit Vanilleeis, Sirup und Schlagsahne. Besonders Mutige wagen sich vielleicht auch an die „Heiklen Kombinationen“, die zurzeit die Speisekarte bereichern, zum Beispiel Eisparfaits, die mit frittierten Garnelen oder Pommes frites garniert sind. Wäre das auch etwas für Sie? Die heißen Garnelen passen vielleicht wider Erwarten gut zu dem kühlen Eis. Finden Sie es am besten selbst heraus!

 Zuletzt stelle ich Ihnen die Riesenparfaits aus der Hauptfiliale des Cafés vor. Es gibt viele verschiedene Größen. Die größte Portion reicht für 20-25 Personen und kostet 50.000 Yen. Sie heißt Le Reve. Das bedeutet Traumauf Französisch. Vielleicht möchten Sie so ein Riesenparfait einmal probieren?

Wegbeschreibung zum Cafe Karafuneya

Wegbeschreibung Cafe Karafuneya

Das Karafunya ist ein lustiger Ort und ideal für einen Besuch mit Freunden.

 

Telefonnummer  075-254-8774

Die Gokomachi-dori

September 19, 2012

Foto der Gokomachi-dori in Kyoto

Die Gokomachi-dori

Eine faszinierende Straße

von Eriko Nishi und Tomomi Fukuizumi

Gokomachi-dori

Die Gokômachi-dôri liegt in der Nähe der Kawaramachi-Straße (Kawaramachi-dôri). Die Straße ist belebt und von bescheidener Eleganz. Sie gefällt den jungen Leuten gut. Dort gibt es geschichtlich interessante Gebäude, Geschäfte, Cafés, Geschenkartikelläden, ein Museum und eine Kirche. Das Hochhaus „1928“ bildet das Zentrum der Kyotoer Kunstszene. Man kann einen ganzen Tag damit verbringen, auf dieser Straße von Norden nach Süden zu laufen. Lesen Sie hier, was es dort alles zu erleben gibt.

Das Hochhaus „1928”

Foto des Hochhauses 1928 in Kyoto

Das Hochhaus 1928

Dieses Hochhaus wurde 1928 gebaut. Es heiβt „Art Complex 1928“ und ist auch heute noch unverändert erhalten. Im Laufe der Zeit hat es ein ganz spezielles kulturelles Flair entwickelt. Dort gibt es eine Halle, in der schon seit Jahrzehnten Aufführungen und Vortragsveranstaltungen stattfinden, die bei den Bürgern stets viel Anklang fanden.

Im „Art Complex 1928“ kann man verschiedene Kunst erleben. Man kann auch die Vorstellung „GEAR“ sehen, die als „Complex entertainment“ bezeichnet wird. Die Akteure führen Performances auf, die ohne Worte auskommen, wie etwa Breakdance, Pantomime oder Zaubertricks. Das ist nicht nur für Erwachsene unterhaltsam, sondern auch für Kinder. Die 60-minütige Vorstellung ist auf 100 Zuschauer beschränkt.

Das Schulhistorische Museum von Kyoto

Foto des Schulhistorischen Museums in Kyoto

Schulhistorisches Museum

Das Schulhistorische Museum von Kyoto befindet sich ebenfalls in der Straße. Es hat eine lange Geschichte hinter sich. 1869 wurden in Kyoto die ersten 64 Grundschulen Japans gegründet, die man damals als „Bangumi-Grundschulen“ bezeichnete. Um die Lernleidenschaft in das ganze Land zu tragen, widmeten die Leute der Stadt der Ausbildung und der Schulleitung ihre ganze Kraft. In diesem Museum gibt es nicht nur Ausstellungsmaterial über die Schulen zu sehen, sondern es blieben auch etwa 11.000 Schulbücher und etwa 2.000 Kunstgegenstände erhalten. Man kann Kyoto also als Entstehungsort der neuzeitlichen Grundschulbildung bezeichnen.

Eintrittspreis

Erwachsene: 200 Yen, Schüler: 100 Yen

Öffnungszeiten:  9:00 – 17:00 (mittwochs geschlossen)

Die Cafés in der Straße

Foto mumokuteki cafe & foods

Das mumokuteki cafe & foods

Es gibt auch zwei Cafés in der Straße, in denen man Gemüse aus Kyoto essen kann. Eines davon ist das Café „mumokuteki cafe & foods“. Die Angestellten bauen das Gemüse für die Gerichte selbst an oder kaufen es auf dem Markt ein. Daher ist alles sehr frisch und gesund. Man kann beispielsweise ein Hacksteak ohne Fleisch, Eier und Milch bekommen. Es werden nur gesunde Zutaten benutzt. Trotzdem ist die Auswahl auf der Speisekarte reichhaltig. Besonders gefragt ist das Mittagsmenü für etwa 1.000 Yen. Hier kann man das Gemüse aus der Region auch ohne großen Geldbeutel genießen.

Foto vom KOKORAYA in Kyoto

Das KOKORAYA

Das zweite Café heißt „KOKORAYA”. Hier kann man „OBANZAI“ essen. „OBANZAI“ ist ein Menü mit verschiedenen Gemüsesorten aus Kyoto. Das Wahrzeichen des Geschäfts sind die Körbe mit vielen regionalen Gemüsesorten, die vor dem Geschäft aufgereiht stehen. Das Gebäude ist alt und man kann traditionelle Speisen bestellen. Für das Mittagsmenü kann man aus vielen Gerichten von der Speisekarte auswählen. Beliebt ist besonders das Gemüse, das jeden Tag vom Bauern geliefert wird. Die Speisen schmecken natürlich und der Reis schmeckt süß. Auch die Farbzusammenstellung des bunten Gemüses und des weißen Reises ist ansprechend. Hier wird man wirklich satt!

Zeichnung Wegbeschreibung Gokomachi-dori

Wegbeschreibung Gokomachi-dori

Es gibt also viele interessante Geschäfte und Einrichtungen in der Straße und man kann sich dort den ganzen Tag gut unterhalten. Wenn Sie nach Kyoto fahren, kommen Sie doch einmal dort vorbei. Sicher können Sie ein Geschäft nach Ihrem Geschmack entdecken!