Der Iemon-Teesalon

September 19, 2012

von Shimpei Shigemizu

Foto vom Iemon-Salon in Kyoto

Iemon-Teesalon

 „Tee“ ist ein Teil der japanischen Kultur, auf die wir vor aller Welt stolz sein können. Wir trinken ihn am liebsten in schicken Cafés. Am Tee kann sich jedermann erfreuen. Er ist ein Teil unseres täglichen Lebens. Es gibt viele verschiedene Teesorten, die sich im Geschmack sehr voneinander unterscheiden.

 „Iemon-Teesalon“ in der Kyotoer Innenstadt folgt dem Gedanken, Teetrinken zum Lebensstil zu machen. Die bekannte Teemarke „Iemon“ will durch sein Café für einen neuen Lebensstil begeistern.

 Sie finden den Iemon-Teesalon in der Gegend von „Sanjo Karasuma“, in der Nähe vom Starbucks-Café. Im Teesalon gibt es 120 Sitzplätze und auch eine Terrasse. Der Laden ist sehr geräumig. Die Öffnungszeiten sind von 8 Uhr bis 24 Uhr. Die Küche hat bis 23 Uhr geöffnet, Getränke kann man bis 23.30 bestellen.

Foto Tee mit japanischen Süßigkeiten

Tee mit japanischen Süßigkeiten

 Das Gebäude ist ein traditionelles „Machiya“, also ein elegantes Stadthaus. Hier kann man auch ein japanisches Frühstück bekommen, zum Beispiel einen Reistopf mit Ei und Sojasoße (Tamago-kake-gohan) oder mit Grüntee übergossenen Reis (O-cha-zuke) mit Nori-Seetang und Arare-Reisgebäck. Beides sind typische japanische Frühstücksgerichte.

 Außerdem ist ein Besuch zur Kaffeezeit empfehlenswert. Die monatlich wechselnden Parfaits sind nicht nur köstlich, sondern auch berühmt. Besonders gut zum Tee passen Warabimochi. Das sind Reisbällchen, die mit Sojabohnenpulver (Kinako) bestäubt sind. Hier kann man sich richtig entspannen. Der Iemon-Teesalon ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

 So können Sie auch zu Hause einen guten Tee genießen:

Foto von Sencha Teeblättern im Kännchen

Sencha Teeblätter im Kännchen

Gießen Sie heißes Wasser in eine Tasse, bis diese zu einem Zehntel gefüllt ist. Gießen Sie das Wasser in das Kännchen mit den Teeblättern. Warten Sie 30 Sekunden. Gießen Sie den Tee in die Tasse, und zwar bis zum letzten Tropfen. Das ist wichtig.

 Telefonnummer: 075-222-1500

URL/http://iyemonsalon.jp/

Populäre Bäckereien in Kyoto

Die Bäckerei “Flip-up”

von Shimpei Shigemizu

Es gibt viele Bäckereien in Kyoto, darunter auch sehr populäre Läden. Brotliebhaber gehen daher ihr Brot kaufen, bevor die Bäckereien von Angestellten und Schülern der morgendlichen Rushhour bevölkert werden. Es gibt viele Bäckereien, die man nicht so leicht finden kann, weil sie sich in kleinen Gassen verstecken. Sich nach solchen Läden auf die Jagd zu begeben, stellt ebenfalls ein ganz besonderes Vergnügen dar.

Foto der Bäckerei Flip-up in Kyoto

Die Bäckerei "Flip-up"

Eine empfehlenswerte Adresse für Brotfreunde ist die Bäckerei ‘Flip-up’. Sie befindet sich etwa 5 Gehminuten von der U-Bahnstation Karasuma-Oike(Ausgang 2) entfernt. Von dort aus geht man nach Westen in dieOshikôji-dôri. Die Bäckerei ist von 7 Uhr bis 18 Uhr geöffnet (Ruhetag: Sonntag und Montag).

 Besonders populär sind die Bagels, von denen es viele Sorten gibt. Die besonders beliebten Käse-Bagels für 200 Yen das Stück sind innen mit viel Käse gefüllt und auch die Käsekruste obendrauf duftet herrlich.

Foto Käse-Bagel in der Bäckerei Flip-up in Kyoto

Käse-Bagel

Die Pizza-Stückchen mit Aubergine und Manganji-Chilischoten für nur 200 Yen schmecken auch gut. Die Manganji-Chilischote ist eine Gemüsespezialität aus Kyoto, die gut zum Käse passt. Eine weitere Empfehlung sind die mit Frischkäse und schwarzem Pfeffer gefüllten Stückchen für 170 Yen. Der Pfeffer beißt auf der Zunge und der Käse duftet fein. Eine fantastische Kombination, die man unbedingt einmal versuchen sollte.

In Japan gibt es eine Brötchensorte namens Anpan, die sich der Bäcker Kimura Eizaburou in Meiji-Zeit einfallen ließ. Anpan ist zwar ein Bäckereierzeugnis, wird aber hergestellt in der Wagashi-Tradition japanischer Süßigkeiten. Im Innern der Brötchen befindet sich eine Paste aus Mungobohnen, die Tsubuan oder Koshian genannt wird. Anpan-Brötchenpassen gut zu einem Glas Milch. Man kann sie ebenfalls im Flip-up kaufen.

Im Grunde ist nicht nur der Reis, sondern auch Brot mittlerweile ein Hauptnahrungsmittel in Japan. Im Ausland mag es sonderbar erscheinen, doch in Japan erfreuen sich Jung und Alt an Brot und Reis. Sie haben sich an beides gewöhnt. Das Brot ist ebenso populär wie der Reis.

Da es im Flip-up besonders leckeres Brot gibt, ist die Bäckerei auf jeden Fall einen Besuch wert.

Foto Pizzabrot in der Bäckerei Flip-up in Kyoto

Pizzabrot

Telefonnummer    075-213-2833

Kyoto-Animation

Eine japanische Anime-Firma

von Takuya Tamba und Kosuke Mitani

Foto des Anime-Produktionsstudios "Kyoto Animation"

Anime-Produktionsstudio "Kyoto Animation"

Kyoto-Animation ist ein Studio in Kyoto, das Animes produziert. Im Jahr 2000 wurde diesem Produktionsstudio am meisten Aufmerksamkeit zuteil. Das Studio hat viele begeisterte Anhänger. Die Animes sind sehr interessant. Einige Beispiele sollen im Anschluss vorgestellt werden.

Das erste Beispiel ist der Anime Nichijô („Alltag“):

Es gibt eine Menge von Hirschen und geheimnisvollen Dingen rund um die träumerische Oberschülerin „Yukko“, die zu Hirngespinsten neigt. Rund um die Tokisadame-Oberschule ereignet sich Wundersames, wie etwa Lachse und Kokeshi-Puppen, die durch die Luft fliegen, bis der surreale „Alltag“ sich in der ganzen Stadt ausbreitet. Auf der anderen Seite vergehen für die am „Forschungsinstitut“ lebende Roboter-Oberschülerin „Nano“, das Mädchen „Hakase“, das “Nano” erzeugte, und ihre sprechende Katze „Sakamoto“ herrliche und entspannte Tage.
Nun zu dem Anime Keion! („Die Musik-AG“): Im Frühling ihres ersten Jahres an der Oberschule wird die Schülerin Yui Hirasawa Mitglied in der Musik-AG ihrer Schule. Zusammen mit der Leiterin der AG, Ritsu Tainaka, der schüchternen Mio Akiyama, und der sanften Tsumugi Kotobuki verbringt sie eine schöne Zeit im AG-Raum beim Teetrinken, bei Ausflügen, beim Schulfest und bei der Weihnachtsfeier. Im zweiten Jahr der Oberstufe gesellt sich die ernsthafte Azusa Nakano zu ihnen. Zu fünft kann ihre Band “Hokago Teatime” bei der Teilnahme am nächsten Schulfest einen großen Erfolg verbuchen. Dann wartet schon der Frühling ihres dritten Jahres auf Yui und ihre Freundinnen.
Ein dritter interessanter Anime ist Raki☆suta (Der Titel “Raki☆suta” kommt von dem englischen “Lucky Star”: In Raki☆suta geht es um die vier Oberschülerinnen Konata Izumi, Kagami Hiiragi, Tukasa Hiiragi und Miyuki Takara. Die Heldin der Geschichte ist das Mädchen Konata, das Anime und Videospiele mag. Der Film erzählt von den alltäglichen Begebenheiten im Leben der Freundinnen. Raki☆suta ist ein Film, den man sich unbesorgt ansehen kann.

Natürlich gibt es von Kyoto-Animation noch eine Vielzahl weiterer Animes, die alle sehr interessant sind. Sicher werden Sie Ihnen gefallen. Interessierte Filmfans haben auch die Möglichkeit, sich das Produktionsstudio selbst einmal anzusehen: Kyoto-Animation befindet sich im Stadtbezirk Uji-Kowata-Uchihata in Kyoto, etwa eine Minute zu Fuß vom Bahnhof Keihan-Uji-Kowata, und vom Bahnhof JR-Nara-Kowata aus etwa 4 Minuten zu Fuß.

Die Öffnungszeiten sind von 10:00 bis 18:00 Uhr. Weil die Zeichenwerkstatt an Feiertagen nicht geöffnet ist, sollten Sie für Ihren Besuch einen Wochentag wählen. Informationen und Fanartikel zu den Produktionen des Studios können Sie direkt bei Kyoto-Animation bekommen. Sicherlich wird Ihnen Kyoto-Animation gefallen. Das Studio ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Die Hanamikôji-Straße

von  Chihiro Kato und Enami Sekiya
Die Hanamikôji-Straße liegt südlich von Gion, einem Stadtviertel von Kyôto, in dessen Zentrum der Yasaka-Schrein liegt.
In Gion gibt es ein Kabuki-Theater namens „Minamiza“ und berühmte Cafés wie das „Tsujiri“ oder „Gion-Koishi“.
Auch das „Gion-Fest“ im Juli ist sehr beliebt. Man kann in Gion traditionelle Kyôtoer Küche essen und das Yûzen-Stofffärben ausprobieren.

Die Hanamikoji Straße

Die Hanamikoji Straße

Die Hanamikôji-Straße verläuft zwischen der Sanjô-Straße und dem Kenninji-Tempel und ist etwa 1.4 km lang.

Es ist eine Straße mit ganz typischem Kyôtoer Flair. Der Teil der Straße, der nördlich von der Shijô-Straße liegt, besitzt eine andere Atmosphäre als der südliche Teil. Im Norden gibt es viele Gebäude, zum Beispiel Pubs, Bars und Bürogebäude.
Im Süden gibt es Teehäuser und Restaurants. Hier kann man alte Häuserreihen sehen, obwohl die Geschichte der Straße nicht so weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Es ist sehr entspannend, die Hanamikôji-Straße zu Fuß entlang zu laufen. Des Öfteren trifft man dabei auf „Maikos“, also Kabuki-Schauspielerinnen, die sich noch in der Ausbildung befinden. Nicht jeder kann eine Maiko werden, sondern nur Mädchen unter 20 Jahren. Mittags kann man auch Maikos sehen, jedoch sind viele dieser Maikos keine wirklichen Geisha-Schülerinnen, sondern nur junge Mädchen im Maiko-Kostüm, welche den Besuch in Gion für Schüler aus anderen Teilen Japans, die nach Kyôto auf Klassenfahrt kommen, zu einem Erlebnis machen sollen. Wenn man echte Maikos sehen möchte, sollte man am Abend in die Hanamikôji-Straße kommen.
Das „Naruya“ ist ein berühmtes Teehaus. Hier kann man „Warabimochi“ essen, eine japanische Süßigkeit, die aus Wasser, Zucker und japanischem Mochi-Reiskuchen besteht. „Warabimochi“ verderben schnell, und der Geschmack verliert sich bald nach der Zubereitung. Deshalb ist es am besten, frische Warabimochi sofort gekühlt zu verzehren. Man isst sie mit „Kuromitsu-Sirup“ oder bestreut mit „Kinako“, einem gezuckerten Pulver aus Sojabohnen. Bei Japanern ist diese Süßigkeit sehr beliebt.

Nishiki-Ichiba (Nishiki-Einkaufsstraße)

by Kanako Nozoe; Kaori Fujino

 

Nishiki-Ichiba


Man nennt diese Einkaufsstraße hier 〟die Küche von Kyoto〝
Es gibt Fisch, Gemüse, Tofu, Süßigkeiten, getrocknete Lebensmittel, Tsukemono (sauersalzig eingelegtes Gemüse), Banzai (verschiedenste Beilagen).

Alles insgesamt 123 Läden. Die meisten Geschäfte sind Fischhändler … 23 Läden! Es gibt viele Geschäfte, wo man auch kosten kann.

Ausdehnung von Ostern nach Westen: 390m

Die Breite der einzelnen Geschäfte: 3 ‐ 5m

Öffnungszeit: von 9 Uhr bis 17 Uhr

Am Mittwoch und Sonntag und feiertags sind viele Geschäfte geschlossen.

Stadtplan:



„Kyoto Tsukemono “
Was ist Tsukemono?

Das sind mit Salz, Essig, Sojasoße und Miso eingelegte Gemüse, zum Beispiel Auberginen, Kürbisse, japanische Radieschen oder chinesischer Kohl, die man als kleine Beilage mit Reis zusammen isst.

Unsere Empfehlung ist Auberginen!

„Mochijaki-Senbei “

Diese Geschäft heißt Terakoja-Honpo.

Senbei: Reiskeks, der aus einem Mochi gemacht wurde. Mochi sind kleine weiche Klößchen, die aus einer bestimmten Art von Reismehl gemacht sind.

Nureokaki: Ein zarter Reiskeks.

Wir empfehlen Senbei mit rotem Pfeffer.

Öffnungszeit: von 10 Uhr bis 18 Uhr
Das Geschäft hat keinen Ruhetag.

„Ein Fischgeschäft “
Japan ist reich an frischem Fisch. Hier verkauft man Fische der Jahreszeit, Sashimi (Fische, die roh gegessen werden), gegrillter Fisch und so weiter …

Der Ryoanji-Tempel und Tofu

by Tadashi Ashida; Takahiro Arie

 

Der Ryoanji-Tempel ist wegen seines Steingartens berühmt. Dieser Garten wurde in der Muromachi-Ära von einem Priester angelegt.

Diesen Gartenstil nennt man “Karesansui”. “Karesansui” stellt ohne die Verwendung von Wasser und Pflanzen einen Ozean und einen Fluss dar.

Man sieht fünfzehn Steine in fünf Gruppen. Der 15. Stein im Osten drückt die Vollendung aus, weil es 15 Tage dauert, bis der neue Mond der volle Mond wird.

Als die britische Königin Elizabeth 1975 den Tempel besuchte, lobte sie diesen Steingarten. Danach wurde der Ryoanji-Tempel überall auf der Welt berühmt.


Der Ryoanji-Tempel ist 1450 von Shogun Hosokawa-Katsumoto gebaut worden. Das vorhandene Gebäude ist 1799 wiederaufgebaut worden,

nachdem das originale Gebäude und bei inneren Unruhen abgebrannt ist. Der Ryoanji-Tempel gehört zu einer buddhistischen Zen-Sekte.
Der Ryoanji-Tempel wurde 1994 als Weltkulturerbe anerkannt.

Wir stellen ein Tofu Geschäft in dem Ryoanji-Tempel vor.
Das Geschäft heißt “Seigenin” (西源院). Hier kann man “Yudofu” essen, das ist gekochter Tofu.


Es gibt viele Tofu-Geschäfte in Kyoto.

Morika(森嘉)


Das Tofu-Geschäft „Morika“ wurde 1855 gegründet, der jetzige Inhaber stammt aus der fünften Generation.
Der Tofu, der bis zum 2. Weltkrieg in Japan üblich war, hatte eine relativ feste Struktur, er wird auf Japanisch „Momentofu“ genannt, „Baumwoll-Tofu“.
Nach dem Krieg hat man bei Morika eine zartere Variante des Tofus entwickelt die auf Japanisch „Kinugoshitofu“, „Seiden-Tofu“ genannt wird.
Weil „Morika“ seinen Firmensitz in dem Ortsteil „Saga“ der Stadt Kyoto hat, wird der neue zarte Tofu auch „Saga-Tofu“ genannt.
Bei der Herstellung von Tofu muss zuerst Soyabohnen-Milch hergestellt werden, diese muss dann zum Gerinnen gebracht werden und dann muss der Soyabohnenquark geformt und entwässert werden.
Um die Gerinnung zu erreichen, wurde in Japan traditionell „Nigari“ verwendet, aus Meerwasser gewonnenes Magnesiumsulfat.
„Morika“ hat die in China übliche Verwendung von Kalziumsulfat (Gips!) in Japan eingeführt und auch den Entwässerungsvorgang modifiziert,
dadurch ist ihnen die Entwicklung eines besonderen, Kyoto-artigen Tofu-Esserlebnisses gelungen.
Der „Saga-Tofu“ ist schnell in ganz Japan bekannt und beliebt geworden, man verbindet mit dem zarten, fast empfindlichen „Seiden-Tofu“
die Vorstellung an die feine, edle, aber auch fragile Kultur der alten Kaiserstadt Kyoto.
Morika ist ein Geschäft, das wegen seines Tofu berühmt ist .
Morika liegt direkt östlich am Sagashakado-Tempel (Seiryoji). Ortseinwohner kennen es auf jeden Fall.
Wenn Sie Arashiyama besuchen, sollten Sie auch zu Morika gehen, es liegt im Norden von Arashiyama.
Von Mitte Mai bis Mitte September gibt es dort auch Tofu mit Yuzu-Geschmack zu kaufen. Yuzu ist eine der Zitone ähnliche Zitrusfrucht.

Das ist “Karashi-Tofu”(Senf-Tofu) eine originelle Spezialität von Morika, es sind halbrunde Tofu-Stücke mit einer kleinen Portion Senf in der Mitte.

Diese “Karashi-Tofu” gibt es nur im Sommer. “Karashi-Tofu” müssen Sie unbedingt einmal probieren !

Fujino(藤野)


Fujino ist westlich vom Kitanotenman-Schrein. Sie können verschiede Waren bei Fujino finden.

Hier gibt es besonders auch Sojamilch-Produkte , die man als Nachtisch essen kann, z.B. Sojabohnensofteis oder Sojabohnenpfannkuchen.

Natürlich ist der Tofu auch gut.

Wie Tofu hergestellt wird

  1. Die Sojabohnen spülen und in Wasser einweichen (8 bis 20 Stunden, je nach Jahreszeit)
  2.  Sojabohnen zerkleinern
  3. Sojabohnen aufkochen
  4. Die Masse ausdrücken und die Sojamilch und „Okara“ trennen. „Okara“ ist der Sojabohnen-Trester
  5.  „Nigari“ zur Sojamilch hinzufügen und stocken lassen
  6.  Quadrate formen
  7.  Überschüssige Feuchtigkeit ablaufen lassen
  8.  Verpacken und kühlen


Fertig!

Das Tofu-Geschäft Kyuzaya(久在屋)

Dieses Geschäft benutzt nur natürliche Zutaten für seinen Tofu: Sojabohnen, Wasser, Nigari und Öl, aber keine anderen Zusatzstoffe oder auch keine Konservierungsmittel.
„Nigari“ ist ein natürliches Gerinnungsmittel für Sojamilch, hergestellt aus Meereswasser.
Tofu enthält viele wichtige Nahrungselemente wie Eiweiß, Kalzium und Vitamine. Tofu sollte man schon um der Gesundheit willen essen!
Der Tofu von Kyuzaya schmeckt, wie Tofu eigentlich schmecken soll!

Yojiya-Cafe

by Kanako Nozue; Kaori Fujino

Das Yojiya-Café

Das Logo von Yojiya

Yojiya ist eigentlich eine Firma, die 〟Abwischpapier〝 herstellt. (〟Abwischpapiere〝 sind kleine Papierblättchen, mit deren man (frau?) Fett auf der Haut im Gesicht entfernt.)
Aber Yojiya betreibt auch 3 Cafés in Kyoto, und zwar in der Sanjo-Straße, in Arashiyama und beim Ginkakuji. ( Siberner Pavillon)

Die Cafés haben eine helle und lässige Atmosphäre.

Wir haben das Café in Arashiyama besucht, das möchten wir hier vorstellen.
( Die Öffnungszeiten der einzelnen Cafes sind unterschiedlich. )
Frühstück: von 9 Uhr bis 11 Uhr
Es gibt 2 Frühstücksmenüs: – Sandwich mit Speck und Ei und Salat
– Japanisches Omlett mit Salat

Mittagessen: von 11 Uhr bis 15 Uhr
・Hähnchen-Curryreis mit Kyo-Gemüse (Gemüse aus Kyoto) mit Salat
・Pasta, die sich jeden Monat ändern und Salat. ( Man kann von 2 Pasta-Menüs auswählen.)
・japanisches Omlett mit Salat

Wir haben Pasta mit weißer Zitronensoße und Wurst und Brokkoli und Omlett gegessen.
↓Erst kommt der Salat!

Salat mit Croûton und Kürbissalat

Endlich kommen die Hauptgerichte!

Pasta

Omlett

Reis mit Hijiki (eine essbare braune Meeresalge) ist drin und geraspelter Rettich und geschnittener Meerrettich sind drauf.
Die Soße ist 〟An〝 aus Pfeilwurzel. Und vor dem Omlett sieht man etwas grünes, das ist Fu. Fu ist aus Weizenmehl und Gluten. Das ist sehr weich.

Wir haben ein Parfait und einen Cappuccino dazu bestellt.

Das braune Eis oben ist aus Kinako. Um Kinako herzustellen, werden Sojabohnen geröstet, geschält und gemahlen.
Unter dem Kinako sind Reismehlknödel und brauner Zuckersirupgelee.

Das Logo von Yojiya ist mit Kakaopulver auf dem Cappuccino abgebildet!

Es gibt noch Tofu-Tiramisu, Biskuitrolle, Schokoladenkuchen und so weiter.
Das Tofu-Tiramisu ist besonders typisch für dieses Café.
Es ist ein bisschen Alkohol drin und es ist nicht so süß.

Tatsächlich ist das Logo überall abgebildet, auf den Tellern, Gläsern, Löffeln …♪

Neben dem Laden ist ein Imbissstand, damit man Spaß hat, in Arashiyama spazieren zu gehen.

Öffnungszeit: 10~18 Uhr
Wie kommt man dorthin?

-Stadtbus (Nummer 28). vom Kyoto-Bahnhof bis zur Haltestelle Nonomiya
-Kyotobus (Nummer 7, 72 und 80) von Kyoto-Bahnhof bis zur Haltestelle Nonomiya
<mit dem Zug>
-Saga Arashiyama-Bahnhof mit der JR Sanin-Linie, dann nach Westen 10 Minuten zu Fuß
-Keifukuarashiyama-Bahnhof, dann nach Norden 5 Minuten zu Fuß
-Bis zum Arashiyama-Bahnhof mit der Hankyu Arashiyama-Linie, dann nach Norden 10 Minuten zu Fuß

Brötchen in Kyôto

by Miho Goriki

Brot in Japan

Vor ungefähr 470 Jahren wurde von portugiesischen Missionaren erstmals Brot in Japan eingeführt. Aber zu jener Zeit aßen Japaner kaum Brot. Vor ungefähr 140 Jahren dann wurde Anpan erfunden. Das mit süßem Azuki-Bohnenmus gefüllte Brötchen verbreitete sich rasch in ganz Japan. Japanische Brötchen sind ähnlich wie die deutschen Milchbrötchen und weicher als deutsche Brötchen. Heute gibt es in Japan viele Brötchen, die Ausländer wahrscheinlich noch nie gesehen haben. Besonders interessante Brötchen bekommt man in einer Kyôtoer Bäckerei namens „Boulangerie MASH Kyoto“, die in diesem Artikel vorgestellt wird.

Die Boulangerie MASH Kyoto

Die Boulangerie MASH Kyoto liegt in der Nähe vom Bahnhof Karasuma. Dort kann man hausgemachte Brötchen nach Kyôtoer Art kaufen. „MASH“ ist übrigens der Spitzname des Bäckermeisters, Herrn Masuno. Die Bäckerei wurde oft in Büchern und im Fernsehen vorgestellt. Die Brötchen in der Boulangerie MASH sind sehr interessant, aber sie sind nicht einfach herzustellen. Der Bäckermeister hat lange gebraucht, um seine wahren „Kyôtoer Brötchen“ zu vollenden.

Brötchen nach Kyôtoer Art

Herr Masuno ist voller Ideen. Er macht Brötchen aus Reispulver, sowie viele jahreszeitenbeschränkte und einzigartige Brötchen. Zum Beispiel gibt es nur zur Zeit des Gion-Festes das sogenannte „Chimaki-Brötchen“ (Chimaki-pan). Das „Chimaki-Brötchen“ ist ein Weizenbrötchen, das mit feinem Bohnenmus und einem Shiratama-Reismehlkloß gefüllt ist. Das feine Bohnenmus ist glatt und der Kloß ist weich und saftig. Eingewickelt ist das „Chimaki-Brötchen“ in schwach duftende Bambusblätter. Es schmeckt fantastisch.

Ein weiterer Renner im MASH ist ein ganz besonderes „Melonenbrot“ (Melon-pan). Ein „Melonenbrot“ ist ein Bäckerstückchen mit einer süßen, netzartigen Zuckerkruste, die ein wenig an die Schale einer Netzmelone erinnert. Es schmeckt so ähnlich wie der deutsche „Streuselkuchen“. Solche „Melonenbrote“ gibt es in den meisten japanischen Bäckereien, aber das Omatcha Melon-pan aus der Boulangerie MASH sieht viel hübscher aus: Die Oberseite ziert eine Schicht aus Grünteepulver in Form einer Kirschblüte. Das Grünteepulver wird eigens von dem seit 280 Jahren altbewährten Handelshaus Ichiho-dô geliefert. Außerdem enthält das Melonenbrot von Herrn Masuno schwarze Bohnen.

Es gibt auch eine rosa Version. Sie wird mit Kirschhefe gemacht und enthält in Salz eingelegte Kirschblüten. Der Bäckermeister benutzt die Kirschblütenform, Kirschhefe und Salzkirschblüten, weil das Logo der Boulangerie MASH eine Kirschblüte ist.

Eine ganz persönliche Empfehlung ist das Brötchen „Hana no Iroha“. Es ist ein Brötchen, das nicht mit Azuki-Bohnenmus sondern mit Süßkartoffelmus gefüllt ist. Der Bäckermeister macht den Teig mit Tarekuchi (Sake einer berühmten Kyôtoer Brauerei). Dann wird der Teig in einem langwierigen und komplizierten Verfahren gemischt und auf niedriger Temperatur gebacken. Das Brötchen ist mit einem essbaren Veilchen verziert. Der Bäckermeister sagt, dass er sich dabei das flüchtige Herz aus einem bekannten Gedicht der alten japanischen Dichterin Ono no Komachi vorgestellt hat, in dem es um die Vergänglichkeit der Kirschblüten geht.

„Chimakipan“

„Hana no Iroha“

Omatcha melonpan MASH fû (MASHs spezial Omatcha melon-pan)

 
Jedes der Brötchen der Boulangerie MASH Kyoto ist ein wahrer Genuss. Man kann kaum alle beschreiben, weil es zu viele Sorten gibt. Das Beste ist es, selbst einmal die Bäckerei zu besuchen und zu probieren!

Boulangerie MASH Kyoto

Adresse: Tôrô-chô 568, Takatsuji-kudaru, Higashinotôin-dôri, Shimogyô-ku, Kyôto
TEL 075-352-0478
Öffnungszeiten täglich von 8.00 – 19.30
Ruhetag: Dienstag, 1. und 2. Mittwoch des Monats
Anfahrt: 5 Gehminuten vom Bahnhof Karasuma

Das Tofu-Restaurant Hirarintei

by Seiko Obata; Sonomi Shimizu

Das Tofu-Restaurant Hirarintei

Wir gehen heute ins Hirarintei. Hier können wir Tofu essen.
Möchten Sie wissen, warum das Restaurant Hirarintei heißt?
Der Besitzer heißt Hirabayashi. Das bedeutet Hirarin (平林) und tei bedeutet auf Japanisch „Laden“.
Das Restaurant ist im Mina-Hochhaus in Kawaramachi. Es wurde vor einem Jahr eröffnet.

Im Hirarintei gibt es nur Tofu-Gerichte. Tofu ist kalorienarm. Deshalb können Sie am Büfett soviel essen, wie Sie belieben!!

Es gibt etwa 15 Gerichte und 10 Desserts. So, hier sind die Desserts!!
Es versteht sich, dass sie ebenfalls aus Tofu gemacht sind.

Alle sind kalorienarm, weil sie ohne Zucker und nur aus Tofu sind.
Sie sind süß und schmecken gut.
Es gibt Reis, eingelegtes Gemüse, Yuba und Hijiki. Das sind japanische Gerichte. „Yuba“ ist Sojamilch (豆乳). „Hijiki“ ist eine Alge.

Es gibt sehr viele verschiedene Teller. Herr Hirabayashi hat die Teller selbst ausgewählt.




Alle Teller sind aus Plastik, weil das für Kinder sicherer ist. Wenn sie einen Teller fallen lassen, verletzen sie sich nicht.
Wenn man den Laden betritt, wird man von der Bedienung an einen Platz geführt.
Hier ist die Preisliste.
Wenn Sie mittags kommen möchten, bezahlen Sie 1.480 Yen inklusive Getränke. Sie haben 60 Minuten Zeit, um zu essen, soviel Sie können.
Wenn Sie abends kommen möchten, bezahlen Sie 1.480 Yen ohne Getränke, aber inklusive Dessert. Sie haben 90 Minuten Zeit, um zu essen, soviel Sie können.
Wenn Sie auch die Getränkebar nutzen möchten, zahlen Sie 1.980 Yen alles inklusive.
Im Hirarintei gibt es auch Tofu-Eintopf, der am Tisch gekocht wird. Das kann man nur abends essen. Es kostet ohne Getränke 1.280 Yen.
Möchten Sie alle Gerichte probieren? Dann bezahlen Sie 2.980 Yen alles inklusive.

Mittags öffnet das Restaurant von 11 Uhr bis 17 Uhr. Abends öffnet es von 17 Uhr bis 24 Uhr.
Wenn Sie mit der U-Bahn kommen, nehmen Sie bitte die Tôzai -Linie(東西線), und steigen Sie an der Station Kyoto-shiyakusho-mae (京都市役所前) aus. Von dort aus brauchen Sie zu Fuß etwa 5 Minuten.

Wenn Sie mit der S-Bahn Hankyu-dentetsu (阪急電鉄) kommen, nehmen Sie bitte die „Kyoto-Linie”, und steigen Sie in Kawaramachi (河原町) aus. Das ist die Endhaltestelle. Von dort aus brauchen Sie zu Fuß etwa 5 Minuten.

HP(nur Japanisch)

http://hirarintei.com/html/mina.html
Telefonnummer 075-256-3031

Ziehen Sie doch einmal einen Kimono an!

by TSUDUKI Rina

In Japan sind die Jahreszeitenveränderungen deutlicher als in anderen Ländern. Seit alten Zeiten passen die Japaner ihre Kleidung der Hitze und der Kälte an, bei Hofe nannte man das früher „Koromogae“. Im heutigen Japan haben alle eine Klimaanlage und das Gefühl für die Jahreszeiten verschwindet fast. Aber die Tradition des Kimono und des Koromogae, die von dem speziellen Klima geformt wurde, ist bis heute lebendig. Wollen Sie über Kimonos, die spezielle Kleidung in Japan, mehr wissen?

Es gibt viele Arten von Kimonos

Denken Sie, dass die Personen, die in Japan Kimonos tragen, nur Maikos sind? Neuerdings schätzen Japaner die japanische Kultur anders ein. Man sieht in der Stadt viele junge Japanerinnen, die Kimonos tragen. Und wie gesagt, sind es andere Kimonos, je nach Jahreszeit und Situation.
Komon: Das ist eine Art Ausgehanzug. Wenn man sich schön macht und einkaufen geht, zum Mittagessen oder ins Kino geht, zieht man diesen Kimono an. Neuerdings sieht man öfter junge Japanerinnen mit Kimono, die in Kyoto spazieren gehen. Besonders beliebt ist dieses Muster, (Foto) das vor fünfzig oder sechzig Jahren in Mode war und etwas modern arrangiert jetzt bei jungen Leuten Anklang findet ist.


Furisode: Das ist die formelle Kleidung für die ledige Frau. Das Merkmal ist, dass der Ärmel des Furisode viel länger ist als beim Komon. Die Frau zieht Furisode an bei offiziellen Anlässen, zum Beispiel einer Hochzeit. Japaner feiern Seijinshiki, die Feier zur Volljährigkeit. Viele Japanerinnen freuen sich, dabei Furisode anzuziehen.



Tomesode: Das ist die formelle Kleidung für die verheiratete Frau. Die Verwandten (Frauen) der Braut und des Bräutigams ziehen ein schwarzes Tomesode an. Bei einer förmlichen Party zieht man ein farbiges Tomesode an.


Ziehen Sie einen Kimono an und gehen Sie in Kyoto spazieren!

Jetzt wissen Sie ein bisschen etwas über Kimonos, möchten Sie nicht auch einmal einen Kimono anziehen? „Aber ich habe keinen Kimono und Kimonos sind teuer wenn man sie kauft.“ Ihr Traum kann trotzdem in Erfüllung gehen, wenn Sie nach Kyoto kommen. Es gibt in Kyoto viele Geschäfte, die Ihnen Kimonos vermieten. Und ich vergaß, dass es sogar für Japaner schwer ist, einen Kimono korrekt anzuziehen, es gibt dabei viele Regeln zu beachten und man braucht eine gewisse Geschicklichkeit und Übung. Aber wenn Sie in einem Geschäft einen Kimono mieten, können sie das Ankleiden den Angestellten überlassen, so ist alles ganz einfach! Heute empfehle ich Ihnen eins unter vielen Kimonogeschäften.

Sensho KITAMURA
Website:http://web.kyoto-inet.or.jp/people/sensho-k/
Adresse: 418 Koudaiji-omotemonmae Minami-machi Shimokawara-dori
Higashiyama-ku Kyoto-shi Kyoto-fu 605-0824 Japan


Die Mietgebühr beträgt 5250 Yen pro Tag. Weil das Geschäft eine große Auswahl an Kimonos mit vielen Mustern hat, ist die Gebühr sicher billig. Und Kitamura hat viele japanische Dinge, zum Beispiel Taschentücher, Taschen, japanisches Essgeschirr und so weiter. Sie finden dort sicher ein schönes Reiseandenken.

Außerdem konnten Sie ein Taschentuch bekommen, wenn Sie einen Kimono-Pass mitbringen. Im Jahre 2004 lief diese Aktion von 1. Oktober bis 15. Dezember. Wenn Sie einen Kimono tragen und den Pass vorzeigen, können Sie in verschieden Geschäften, Tempeln und Schreinen, die im Kimono-Pass aufgeführt sind, besondere Vergünstigungen erhalten. Sie können den Pass kostenlos bei der Reiseauskunft im Bahnhof Kyoto bekommen. Kommen doch einmal im Herbst mit Kimono nach Kyoto!