Creative Studio & Shop OOO

January 31, 2019

Creative Studio & Shop OOO

von Yuma Kishimoto,  Masaharu Ishikawa und Yamato Okamoto

Kennen Sie ein geheimnisvolles Gebäude, das in Kyoto als „Haus mit Gesicht“ bekannt ist und sich in der Nähe vom Schloss Nijo befindet? Wie der Name schon sagt, sieht dieses interessante Bauwerk wie ein Gesicht aus. Zwei runde Augen sind die Fenster, die Balkone sind Ohren und die schöne Nase ist eine Lüftung. Im September 2015 ist ein Laden namens „Creative Studio & Shop OOO” in diesem Gebäude eröffnet worden. Auf der linken Seite des Eingangs gibt es einen Laden und auf der rechten Seite einen Workshop.

Laden

Im Laden gibt es nicht nur Ware, die der Besitzer in Übersee bestellt hat, sondern auch Artikel, die im Workshop hergestellt wurden. Es gibt viele Waren, die der Besitzer aus England, Frankreich, Amerika und so weiter importiert hat. Wenn jemand aus dem Ausland das Haus mit Gesicht besucht, spricht der Besitzer mit ihm über die Produkte, die aus dem Heimatland desjenigen kommen. Es gibt dort weder Produkte aus Kyoto noch ein japanisches Ambiente. Es wird offenbar, dass dies wohl die eigene starke Neigung des Besitzers ist.

Workshop

Im Workshop kann man selbst Sonnenschirme, Lampenschirme, Hocker, Stoff oder Garn herstellen, aber man braucht dafür eine Reservierung. Die Reservierung kann man auf der Webseite erledigen. Es gibt unter den Teilnehmern im Workshop meistens Eltern mit kleinen Kindern. Sogar die Kinder produzieren leichte Dinge, zum Beispiel einen kleinen Stuhl oder einen Lampenschirm. Der Besitzer bereitet das Material für die Stühle und Lampenschirme vor, und die Workshopteilnehmer kleben die Stoffe an. Man braucht etwa 1 – 2 Stunden dafür. Die Preise sind je nach Größe des Produkts unterschiedlich.

        

Sonnenschirm ab 4600 Yen

Lampenschirm ab 2600 Yen

Hocker ab 3500 Yen

Stoff 2600 Yen

Garn 1600 Yen

 

Adresse: 740-1 Tatedaionji-cho, Nakagyo-ku, 604-0012 Kyoto.

https://goo.gl/maps/EECDaeoms7w

Öffnungszeiten: Laden von 11 bis 18 Uhr

Studio von 10 bis 19 Uhr

Ruhetag: Mittwoch (manchmal vorübergehend geschlossen)

Telefonnummer: 075-203-9259

E-Mail: info@creativeooo.com

Website: http://creativeooo.com/

Die Ladengalerie „kara-S“

von Yurika Miura

 

Im Laden

Eine gute Adresse für Leute, die ein originelles Produkt kaufen möchten, ist das kara-S in Kyoto.

In der Galerie, in der Ausstellungen und Workshops stattfinden, und in dem Laden, in dem Kunstgegenstände verkauft werden, erfreuen und überraschen die Künstler durch ihre kreativen Tätigkeiten. Alle im kara-S ausgestellten Kunstwerke sind im Alltagsleben zwar weder unbedingt nötig noch nützlich, aber sie bereichern die Herzen der Leute mit Humor und Ideen.

 

Das Ladenlogo von RYU MIENO, Absolvent der Kyoto Seika Universität

 

In Zusammenarbeit mit der Kyoto Seika Universität entstand das kara-S als ein Raum, an dem die Künstler vielen Leuten ihre Werke in Reichweite bringen können. Die Universität bildet darstellende Künstler aus, die eine neue Kultur und eine bessere Gesellschaft schaffen können. Zurzeit wird das kara-S von der Alumniorganisation betrieben und als Ladenchefin arbeitet dort eine Absolventin. 

 

 

Im Laden

Hier kann man Kunstgegenstände finden, die von Studierenden und Absolventen der Universität sowie von unbekannten Künstlern hergestellt wurden, z.B. Accessoires, Textilien, Töpferwaren usw. Alle Werke werden von den Mitarbeitern selbst ausgesucht. Es sind alles Werke, die voller Kreativität sind und in Handarbeit hergestellt werden. Man kann durch diese Werke neue Anregung und Inspiration erhalten. 

 

 

Der Laden

Die Galerie

Der Name „kara-S“ stammt nicht nur von dem Ortsnamen Karasuma her, sondern kara bedeutet auf Japanisch auch „von“ und „S“ steht für start auf Englisch oder für Seika. Als Konzept begreift sich das kara-S als Startpunkt für den Erfolg angehender Künstler.

Wenn man zu einem Werk etwas sagen möchte, kann man seine Meinung dem Künstler mit Hilfe der Mitarbeiter mitteilen. So helfen die Kunden gemeinsam mit den Mitarbeitern der Entwicklung der Künstler. Man kann seine Fragen zu einem Gegenstand und einem Künstler auf Englisch oder Japanisch stellen.

 

Das kara-S befindet sich im zweiten Stock (jp. 3F) von COCON KARASUMA in der Nähe der Karasuma-Station.

TEL&FAX : 075-352-0844

Öffnungszeiten : 11:00~20:00

Webseite (Japanisch) : http://www.kara-s.jp 

Candy Show Time

Mao Okada, Naomi Shirai

Ein außergewöhnlicher Bonbon-Laden

Kennen Sie „Kintarô-Bonbons“? Das sind Stücke aus einer länglichen Bonbonrolle, die überall das gleiche Bild zeigt, egal wo man sie durchschneidet. Kintarô ist der Name einer Figur aus einem japanischen Märchen. Der förmliche Name ist kumiame  (Knetbonbon). Das ist ein Verfahren zur Herstellung von Bonbons.

 

das Schild

Das Schild des Bonbon-Ladens

In letzter Zeit gibt es Bonbonrollen mit Kirschmuster und anderen Bildern, mit Comicfiguren oder Schriftzeichen. Aber alle werden Kintarô-Bonbons genannt, auch wenn sie nicht die Kintarô-Figur zeigen.

Bevor die Bonbonmasse in die Länge gezogen wird, hat sie einen Durchmesser von 35 cm, eine Länge von 70 cm und ein Gewicht von 40 – 50 Kilo. Das ergibt bei einem Produkt von ca. 2 cm Durchmesser eine Länge von etwa 250 Metern und etwa 7000 Bonbons.

Zur Herstellung wird Sirup mit Zucker in einen Kessel gegeben, verrührt und eingedickt. Dann kühlt man die heiße Bonbonmasse auf 60 Grad ab und knetet sie mit der Maschine. Man färbt die Masse ein und teilt sie in die verschiedenen Teile des Gesichts auf. Man legt die Teile aufeinander und macht daraus das Gesicht. Die Reihenfolge ist Kinn, Mund, Backen, Hände, Augen, Augenbrauen und Stirn.

das Verfahren 1

Schritt 1 der Herstellung

 

das Verfahren 2

Schritt 2

das Verfahren 3

Schritt 3

das Verfahren 4

Schritt 4

das Verfahren 5

Schritt 5

das Verfahren 6

Schritt 6

 

das Verfahren 7

Fertige Bonbons

Im Candy Show Time kann man aus nächster Nähe besichtigen, wie Zuckerbäcker die Bonbons herstellen. Man kann auch frisch produzierte Bonbons gleich probieren. Außerdem gibt es gibt dort Ohrringe, Schlüsselanhänger und Haarspangen zu kaufen, die wie Bonbons aussehen. Sie kosten etwa 1000 – 2000 Yen. Im oberen Stockwerk befindet sich ein Café, in dem man Kaffee trinken und Süßigkeiten essen kann.

Der Schmuck aussieht wie den Bonbon.

Bonbon-Schmuck

 

Öffnungszeiten : 10:00-20:00 Uhr

1F Candy Show Time 075-532-2055

2F Candy Show Time Café 075-532-2066

 

Adresse : 573-5 Minamigawa, Gion-cho, Higashiyama-ku, Kyoto 605-0074

Anfahrt : ① 30 Minuten mit der Buslinie 17 vom JR-Bahnhof Kyoto bis Shijo-Kawaramachi

② 10 Minuten Fußweg  von der Haltestelle Shijo-Kawaramachi

 

URL : http://candy-showtime.com/

 

Ukiyo-e

von Iori Sho und Riho Kubota

Wenn Sie einmal Kyoto besuchen, möchten wir Ihnen ein ganz besonderes Museum empfehlen. Das Museum stellt japanische Bilder im Ukiyo-e-Stil aus und ist das kleinste Ukiyo-e-Museum der Welt. Wir sind also dort hingegangen.

Information über das Ukiyo-e

Ukiyo-e ist ein Malereistil, der in der Edo-Zeit begründet wurde. Ukiyo bedeutet „gegenwärtige und moderne Zeit“. Das heißt, Ukiyo-e ist auch eine Genremalerei, die den damaligen Alltag der japanischen Menschen zeigt. Die Ukiyo-e-Künstler schnitzten hauptsächlich auf Holzplatten mit einem Grabstichel als Werkzeug. Es gibt keine Schatten im Ukiyo-e, deshalb wirken sie sehr scharf. Man fühlt sich auch von der kühnen Struktur und der Schönheit angezogen. Es gibt viele berümte Ukiyo-e.  “見返り美人図 (Mikaeri bijinzu)” wurde 1948 von Moronobu Hishikawa gemalt. Es zeigt eine schöne Frau im Kimono, die sich nach hinten umsieht. Moronobu hat zum ersten Mal Buch-Illustrationen als offizielle Kunststücke gemalt, deshalb nennt man ihn den Vater des Ukiyo-e. “東海道五十三次 (tokaido-gojusantsugi)” wurde 1832 von Hiroshige Utagawa gemalt.  Das Bild zeigt eine Landschaft in Tōkaidō, im südöstlichen Teil von Japan, zu dem er gereist war. Ukiyo-e ist eine der stärksten japanischen Malereistilrichtungen.

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Das Ukiyo-e Museum in Kyoto

Das Museum ist eigentlich ein renoviertes Wohnhaus mit vielen Ukiyo-e, die der Direktor gemalt hat. Sie sind sehr schön und geben dem Betrachter ein Gefühl japanischer Tradition. Außerdem ist es interessant, dass der Besitzer sein Museum frei nach Laune öffnet oder schließt. Zudem gibt es in der Nähe des Museums berühmte Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Yasaka-Schrein, den Kiyomizu-Tempel usw. und schöne Restaurants. Und die Verkehrsverbindungen sind auch gut.

Also, besuchen Sie einmal Kyoto, wo es so viele schöne Sehenswürdigkeiten gibt!

           

Verkehrsverbindung

Keihan Linie: Gionshijo

Wegbeschreibung

Vom Ausgang Nr. 3 nach rechts und geradeaus bis zur 2. Straße (Yamatooji-dori), dort rechts und geradeaus bis zur 3. Straße (Yasaka-dori) und dann links.  Es dauert ca. 15 min zu Fuß.

Information

Tel:075-561-7355

Adresse:京都府京都市東山区八坂通大和大路東入 (建仁寺南門前)

        Kyoto-fu Kyoto-shi higashiyama-ku yasaka-dori yamato-oji higashi-hairu.             

      (Kenninji-minami-mon-mae)

   Eintritt: Kostenlos

 

 

 

 

 

o-ko

   von Yuka Sakaguchi

minen eigenen Weihrauch

Einen ganz persönlichen Weihrauch kreieren

Das japanische Räucherwerk (o-kô) ist etwas anderes als ein Parfüm. Die Japaner erfreuen sich an dem Duft in ihrem Haus oder in der Tasche. Er duftet so wie ihre Heimat oder die Natur, zum Beispiel nach Regen, Blumen, der Sonne und so weiter.

Der Weihrauch kam circa im Jahr 538 nach Japan. Damals wurde er benutzt, um böse Geister zu vertreiben. Besonders der Adel benutzte ihn gern. Ab dem 9. Jahrhundert begann man seine Kleidung, also die Kimonos, zu parfümieren. Im Volk soll sich der Weihrauch erst ab dem 17. Jahrhundert verbreitet haben.

Es gibt zwei Wege, sich am o-kô zu erfreuen. Entweder als Pulver  in einem Duftsäckchen oder als Pulver, das verbrannt wird. Als Beutel legt man den Weihrauch in eine Tasche, einen Geldbeutel, ein Auto, einen Brief oder einen Schrank. Einem Brief beigefügt, kann man den Empfänger erfreuen oder ihm seinen eigenen Lieblingsduft vorstellen. Als Pulver zum Verbrennen nutzt man den Weihrauch im Haus oder am Eingang, zum Beispiel, wenn Freunde zu Besuch kommen oder man sich durch den Duft erfrischen will.

mit einem Mörser zerreiben

Das Pulver mit einem Mörser zerreiben

In einem Geschäft namens „Shoyeido“ in Arashiyama kann man seinen eigenen Weihrauch herstellen. Es gibt 8 Duftsorten als kleine Stücke aus gepresstem Pulver, zum Beispiel Lavendel, Zimt und Gewürznelke. Man wählt 10 davon aus. Sie werden mit einem Mörser zerrieben und in zwei halbmondförmige Beutel gefüllt. Diese legt man einem Brief bei oder benutzt sie als Lesezeichen. Das restliche Pulver wird in ein großes Blatt Papier eingepackt. Man tut es in die Tasche oder Handtasche. Der Duft hält für etwa drei Monate an. Wenn man seine eigene Duftmischung in Arashiyama herstellen will, muss man im Voraus dort reservieren. Das kostet 1296 Yen für 30 Minuten.

Ich hoffe, dass Sie Ihren Lieblingsweihrauch in Kyoto finden werden.

die Landkarte

die Landkarte

 

Furoshiki (viereckige japanische Tuchtasche)

von Seiran Nagao

Ein Furoshiki ist ein viereckiges Tuch, in das man etwas einwickeln kann. Zum Beispiel, um Essen oder Kleidung zu bringen, wenn man ein Geschenk übergibt oder als gewöhnliche Tasche. Als weitere Verwendungsmöglichkeit deckt man ein Furoshiki über einen Tisch.
Furoshiki bedeutet „am Bad auslegen“. Im Mittelalter waren viele Bäder errichtet. Die Leute wickelten ihre eigene Kleidung in ein großes Tuch, um sie nicht mit der Kleidung anderer Leute zu verwechseln. Wenn man seine Kleidung nach dem Bad anzog, stellte man sich auf das Tuch, in das die Kleidung gewickelt war. Es wird gesagt, dass dies der Ursprung des Wort „Furoshiki“ sei.

Materialen, Form, Farbe und Muster

   Traditionelle Materialien sind Seide oder Baumwolle. Furoshiki aus Krepp sind auch beliebt. In letzter Zeit gibt es Furoshiki aus Polyester oder Rayon. Es gibt verschiedene Größen für Furoshiki. Die grõßten Furoshiki messen etwa 2,40 m. Sie werden verwendet, um Bettzeug einzuwickeln. Die kleinsten sind nur 45 cm groß. Sie werden verwendet, um Essensbehälter oder kleine Sachen einzuwickeln. Früher waren als Farben Rostrot, Lila oder Senfgelb üblich, aber heute gibt es verschiedene Farben und auch Muster wie zum Beispiel Blumen, Tiere, Figuren oder Landschaften.

Die grõßten Furoshiki messen etwa 1,50 m.

Verwendung

   Es ist eigentlich unhöflich und zeugt von schlechten Manieren, dass man ein Geschenken mit Furoshiki übergibt. Man übergibt daher nur das Geschenk, aber nicht das Furoshiki. Aber in letzter Zeit wird vorgeschlagen, dass man das Furoshiki als Verpackung benutzt, also ohne Rückgabe.

eine Flasche Wein einwicklen

eine Flasche Wein einwickeln

 zwei Flaschen Wein einwicklen

zwei Flaschen Wein einwickeln

 

 

 

 

 

einen Kasten einwicklen

einen Kasten einwicklen

einen Kasten einwicklen 2

einen Kasten einwicklen 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Japanische Kanzashi-Haarnadeln

von Seiran Nagao

top

Geschichte

Japanische Schmuckhaarnadeln (Kanzashi) gibt es bereits seit über zweitausend Jahren. Früher steckte man sich die Nadeln zur Abwehr böser Geister ins Haar. Diese Gewohnheit veraltete ab Mitte der Heian-Zeit (794-1185). In der Edo-Zeit (1603-1868) kamen die Haarnadeln als Schmuck oder Spange wieder in Mode. Die Frauen benutzen sie, aber die Männer benutzen keine Haarnadeln.
Die Haarnadeln wurden aus Gold, Schildpatt, Elfenbein, Holz und so weiter hergestellt. Geschmückt waren sie mit Glaskugeln, Jadekugeln oder Stoffblumen. Nach der Meiji-Zeit (1868-1912) trugen die Japaner und Japanerinnen westliche Kleidung und benutzen die Haarnadeln kaum mehr.

Haarnadeln heute

ein Haarnadel stecken und twei Haarnadeln steckenDie heutigen Haarnadeln sind modisch und leicht ins Haar zu stecken. Mittlerweile gibt es moderne Haarnadeln, die nicht nur zum Kimono passen,  sondern auch zu westlicher Kleidung. Sie werden mit Perlen verziert und verzichten auf traditionelle japanische Figuren oder Motive. Die Haarnadel-Liebhaber werden immer zahlreicher.
Zum Fest der Volljährigkeit stecken die Mädchen sich Haarnadeln mit großen Blumen ins Haar, die aus Stoffen in frischen Farben gemacht sind. Ähnliche Haarnadeln werden auch von Maiko benutzt und jeden Monat gewechselt.

 

Haarnadel-Fachgeschäfte „Wargo“

Haarnadeln neben dem KopfIn Kyoto gibt es eine Kette von Haarnadel-Fachgeschäften namens WARGO, deren Filialen meist in der Nähe von bekannten Tempeln liegen. Haarnadeln von WARGO sind modern, haben aber japanische Motive. Manchmal kooperiert Wargo mit traditionellen japanischen Herstellern. Zum Beispiel für Lackarbeiten mit Cloisonné oder mit Kutaniyaki, das ist japanisches Porzellan. WARGO kooperiert auch mit anderen Firmen wie etwa „STUDIO GHIBLI“, „HELLO KITTY“, und anderen japanischen Animationen und Manga. Diese Haarnadeln sind sehr beliebt.
Nur nicht Frauen mit langem Haar, sondern auch Frauen mit kurzen Haaren können sich Haarnadeln ins Haar stecken. Wargo stellt im Internet vor, wie man die Haarnadeln benutzen kann.

 

Wargo vor dem Kinkakuji-Tempel

Adresse:
30-6 Kinugasa-baba-cho
Kita-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten: 10:00~18:00

Wargo in Shinkyogoku

Adresse:
541-4 Nakano-cho
Nakagyo-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten:12:00-20:00

Wargo am Kiyomizu-zaka

Adresse:
6-583-104 Gojohashihigashi
Higashiyama-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten:10:00-18:00

Wargo am Ninen-zaka

Adresse:
351 Masuya-cho
Higashiyama-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten:10:00-18:00

Schrein-Stempel

von Seiran Nagao

Schrein-Stempel

Schrein-Stempel

Schrein-Stempel sind rote Stempel, die man in Schreinen oder Tempeln bekommt kann. Darauf stehen das Datum und der Name des Tempels. Ursprünglich dienten die roten Stempel als Beweis dafür, dass man sich mit handschriftlichen Sutren in einem Tempel eingefunden hatte, aber heute bekommt man sie ganz leicht. Man geht nur in einen Tempel und zahlt ein wenig Geld.
Schrein-Stempel haben ein schönes Design und auch der Kontrast des roten Stempels und der schwarzen Schrift ist schön. Schrein-Stempel sind berühmt bei Japanern und Ausländern. Es gibt immer mehr Ausländer, die Schrein-Stempel als Andenken sammeln. Es glauben sogar viele Menschen, dass das Sammeln von Schrein-Stempeln eine Art Schnitzeljagd sei. Es gibt aber auch den Gedanken, dass wir die Stempel schonen müssen, weil die Götter darin wohnen.

 

Wie bekommt man einen Schrein-Stempel?

Erst betet man in der Haupthalle des Schreins vor der Buddha-Statue. Es wäre unhöflich, nicht zu beten. Danach bekommt man den Schrein-Stempel am Büro. Dazu öffnet man eine Seite seines Schrein-Stempel-Buches, damit die Schrein-Mitarbeiter dort stempeln können. Während für einen gestempelt und geschrieben wird, sollte man geduldig warten. Nachdem der Stempel fertig ist, gibt man dem Schreiber ein wenig Geld, meist um die 300 bis 500 Yen. Man sollte besser ein paar 100-Yen-Münzen dabei haben, weil es nicht gut ist, wenn Wechselgeld zurückgeben wird. Denn eigentlich sind die Stempel ein Geschenk und kein käufliches Produkt.

 

Schrein-Stempel-Buch

Die Stempelbücher kann man in fast jedem Tempel kaufen. Die bekannsten Tempel Kyotos wie zum Beispiel der Kinkakuji-Tempel, der Tenryuji-Tempel oder der Ninnaji-Tempel haben ihre eigenen Stempelbücher. Man kann auch normale Schrein-Stempel-Bücher an jedem Tempel kaufen. Die meisten Stempelbücher sind gefaltet wie ein Blasebalg. Man kann die Vorder- und Rückseiten bestempeln, aber besser nicht die Rückseite, weil der Umschlagstoff dann durchweichen könnte.

 

Nishijinori

von Kaori Takahashi, Yuki Hosokawa und Riho Mizue

Nishijinnori

Als wir einmal einen Furisode-Kimono bei den Feierlichkeiten zur Volljährigkeit (Seijinshiki) angezogen haben, begannen wir uns für die Schönheit von Kimonos zu interessieren. Daher möchten wir in diesem Artikel die Tradition des Kyotoer Seidenbrokats (Nishijinori) vorstellen.

Das Nishijin-Weberviertel

Nishijin ist eigentlich kein richtiger Ortsname, doch die Bewohner, die in dem Kyotoer Stadtteil Kamigyo-ku wohnen, nennen ihr Viertel Nishijin. In Nishijin wird Brokat gewebt, der Nishijin-Brokat genannt wird (Nishijinori).

Schon vor der Heian-Zeit war Nishijin ein Hauptort der Seidenbrokatproduktion. Der Name Nishijinori bezeichnet die Luxusseidenstoffe, die im Nishijin-Weberviertel in Kyoto gewebt werden, jedoch keine spezielle Art von Brokat. Es gibt viel Brokatarten, die hier produziert werden. Insofern genießt  das Viertel weltweite Bekanntheit, ähnlich wie Lyon in Frankreich und Mailand in Italien.

Die Preise für Nishijinbrokat sind sehr unterschiedlich und hängen von der Qualität der Stoffe ab. Maschinengewebter Brokat ist natürlich billiger als handgewebter. Beispielsweise kostet allein schon ein handgewebter Kimonogürtel (obi) über eine Million Yen (ca. 13.000 Euro), wohingegen man einen maschinengewebten schon für weniger als hunderttausend Yen bekommt.

In Kyoto gibt es 10 Nishijinori-Fachgeschäfte.  Diese Fachgeschäfte verkaufen nicht nur, sondern man kann dort auch Kimonos ausleihen. In letzter Zeit kann man Nishijinbrokat auch im Internet kaufen. Es ist jedoch fraglich, ob das wirklich gute Qualität ist. Wir empfehlen, selbst ein Geschäft zu besuchen und sich die Waren direkt anzusehen.

Heute kennt Nishijinori keine Grenzen. Es gibt nicht nur die traditionellen Gürtelschärpen (obiji) und Kimonos, sondern auch Krawatten, Tücher und andere japanische Kleidungsstücke. Sogar elegante Wandbehänge für die Innenausstattung sind zu finden. Neu in Mode sind auch westliche Kleidungsstücke aus Kimonostoff.

Adresse:

Nishijinori-kaikan

414 Tatemonzencho Kamigyo-ku Kyoto  602-8216

Kyobashi

Kyobashi (Essstäbchen)

 von Kaori Takahashi, Yuki Hosokawa und Riho Mizue

Für Japaner sind Essstäbchen sehr wichtig. Wenn man isst, benutzt man sie immer. Für Japaner sind Essstäbchen so wichtig wie der Löffel und die Gabel für Amerikaner und Europäer. Man sagt, dass die Chinesen sie schon vor 3000 Jahren benutzt haben. Etwa zwischen dem 4. bis 7. Jahrhundert kamen sie aus China nach Japan.

Es gibt viele Essstäbchenfachgeschäfte in Kyoto. Die Stäbchen aus Kyoto nennt man Kyobashi. Unserer Meinung nach gibt es zwischen den Essstäbchen und Kyoto eine tiefe Beziehung. In Kyoto sind viele Essstäbchen aus Bambus, weil man hier gern leichtes Essgerät benutzt. Aber in der Kanto-Gegend um Tokyo, wo es viel schweres Essgerät gibt, benutzt man eher Stäbchen aus Holz.

Die bekanntesten Kyotoer Essstäbchen (Kyobashi) sind Miyakobashi, Heianbashi und Moritsukebashi. Alle drei Arten sind sehr bekannt in Kyoto.

In letzter Zeit werden jedoch nicht nur diese Essstäbchen verkauft, sondern auch hölzerne Gabeln und Löffel, die im Design auf die Stäbchen abgestimmt sind.

Es gibt 3 Sorten von Essstäbchen: Bambusstäbchen, Holzstäbchen und Lackstäbchen.

Stäbchen aus Bambus sind leicht und haben eine sehr feine Spitze. Da sie rutschfest sind, können auch Anfänger sie benutzen.

Sie verlieren jedoch ihre schöne Farbe, wenn man sie zu lang benutzt.

Holzstäbchen sind schwerer als andere Stäbchen. Da sie sehr haltbar sind, kann man sie lange Zeit benutzen. Sie sind praktisch, da sie rutschfest sind, verlieren jedoch durch langen Gebrauch ebenfalls ihre Farbe.

Lackstäbchen (Nuribashi) sehen sehr schön aus, weil der Lack Muschelschale und Eierschale enthält. Der Lack gibt den Stäbchen eine besondere Tiefe und macht sie haltbar, sodass man sie lange in Gebrauch haben kann.

In letzter Zeit sind ein simples Design, einfache Materialien und haptische Eigenschaften populär. Alle Essstäbchen haben ihre eigene Bedeutung und Rolle. Zum Beispiel gibt es extra Stäbchen für ein Gericht namens Tempura und Stäbchen zum Servieren von Essen und so weiter.

Das chinesische Schriftzeichen für Essstäbchen 箸 (hashi) beinhaltet das Zeichen für Bambus 竹 (take) und viele Essstäbchen sind aus Bambus. In Kyoto gibt es viel Bambus und deshalb auch viel Bambuskunsthandwerk. Viele Bambusstäbchen werden in Kyoto produziert. Holzstäbchen oder Lackstäbchen werden kaum in Kyoto produziert. Wir empfehlen ein Essstäbchenfachgeschäft namens „Ichikaraheibeishoten “, das seit 1764 Essstäbchen verkauft.

Adresse:

Sakaimachi-dori, Shijo-sagaru, Shimogyo-ku, Kyoto, Japan