Das Café Wife and Husband

January 31, 2019

von Reini Doi und Seiji Kotoku

Obwohl schönes Wetter ist, hat man nichts zu essen mitgenommen. Wenn man etwas dabei hätte, könnte man picknicken. Sicher kennt jeder diese Situation. Wenn man das Café Wife and Husband kennt, ist das kein Problem mehr. Das Café verleiht schicke Picknicksets, mit denen man am Flussufer picknicken und dabei schicke Bilder machen kann.

 

Das Café Wife and Husband befindet sich in einem alten Einfamilienhaus und wird, wie der Name schon sagt, von einem Ehepaar betrieben. Der nächste Bahnhof ist Kitaoji. Von dort kann man das Café in circa 5 Gehminuten erreichen.

Das Haus ist zwar klein, aber trotzdem einfach zu finden, weil es ganz charakteristisch aussieht. An manchen Tagen steht dort eine kleine Schlange an. Viele erkennt man als ausländische Touristen, aber auch Ortsansässige kommen immer wieder dorthin.

Wenn man das Café betritt, spürt man gleich, dass der Kaffee (500 Yen) und die Speisen hier mit Sorgfalt ausgesucht werden. Der im Café geröstete Kaffee trägt den liebevollen Namen “daughter”. Neben dieser Originalröstung gibt es auch noch Kaffee, der aus Guatemala, Brasilien und Kolumbien kommt. Die Auswahl an Speisen ist zwar limitiert aber dennoch ausreichend. Besonders zu empfehlen ist ein Kuchen aus Nüssen und Trockenobst (300 Yen), der sehr gut zum Kaffee und oder zum Tee (600 Yen) schmeckt. Man sollte auch den Honigkäsekuchen probieren. Sogar das Geschirr, das im Café benutzt wird, ist sehr geschmackvoll.

Auch die Einrichtung ist mit Sorgfalt ausgesucht. Im Café gibt es antike Möbel und Geschirr, auch Vasen mit schönen Blumen, und alles ist sehr stylish. Inmitten der antiken Möbel fühlt man sich überaus behaglich. Wie bereits beschrieben, sind die ausleihbaren Picknicksets ganz beliebt. Zu einem Set gehören eine Thermosflasche voll mit Kaffee, kleine Süßigkeiten, Kaffeebecher und eine Tischdecke. Gegen einen zusätzlichen Aufpreis bekommt man noch antike Hocker, eine Bank und einen Tisch. In der Thermosflasche gibt es viel Kaffee; damit kann man lange Zeit am Flussufer verbringen.

Webseite: http://www.wifeandhusband.jp/-shopinfo

Location: 106-6, Shimouchikawara-cho,Koyama, Kita-ku, Kyoto-shi, Kyoto, 603-8132, Japan

​Öffnungzeiten: 10:00 – 17:00

Die Küche schließt um 15:00 (für Picknick-Sets) bzw. 16:30 im Café

 

Creative Studio & Shop OOO

Creative Studio & Shop OOO

von Yuma Kishimoto,  Masaharu Ishikawa und Yamato Okamoto

Kennen Sie ein geheimnisvolles Gebäude, das in Kyoto als „Haus mit Gesicht“ bekannt ist und sich in der Nähe vom Schloss Nijo befindet? Wie der Name schon sagt, sieht dieses interessante Bauwerk wie ein Gesicht aus. Zwei runde Augen sind die Fenster, die Balkone sind Ohren und die schöne Nase ist eine Lüftung. Im September 2015 ist ein Laden namens „Creative Studio & Shop OOO” in diesem Gebäude eröffnet worden. Auf der linken Seite des Eingangs gibt es einen Laden und auf der rechten Seite einen Workshop.

Laden

Im Laden gibt es nicht nur Ware, die der Besitzer in Übersee bestellt hat, sondern auch Artikel, die im Workshop hergestellt wurden. Es gibt viele Waren, die der Besitzer aus England, Frankreich, Amerika und so weiter importiert hat. Wenn jemand aus dem Ausland das Haus mit Gesicht besucht, spricht der Besitzer mit ihm über die Produkte, die aus dem Heimatland desjenigen kommen. Es gibt dort weder Produkte aus Kyoto noch ein japanisches Ambiente. Es wird offenbar, dass dies wohl die eigene starke Neigung des Besitzers ist.

Workshop

Im Workshop kann man selbst Sonnenschirme, Lampenschirme, Hocker, Stoff oder Garn herstellen, aber man braucht dafür eine Reservierung. Die Reservierung kann man auf der Webseite erledigen. Es gibt unter den Teilnehmern im Workshop meistens Eltern mit kleinen Kindern. Sogar die Kinder produzieren leichte Dinge, zum Beispiel einen kleinen Stuhl oder einen Lampenschirm. Der Besitzer bereitet das Material für die Stühle und Lampenschirme vor, und die Workshopteilnehmer kleben die Stoffe an. Man braucht etwa 1 – 2 Stunden dafür. Die Preise sind je nach Größe des Produkts unterschiedlich.

        

Sonnenschirm ab 4600 Yen

Lampenschirm ab 2600 Yen

Hocker ab 3500 Yen

Stoff 2600 Yen

Garn 1600 Yen

 

Adresse: 740-1 Tatedaionji-cho, Nakagyo-ku, 604-0012 Kyoto.

https://goo.gl/maps/EECDaeoms7w

Öffnungszeiten: Laden von 11 bis 18 Uhr

Studio von 10 bis 19 Uhr

Ruhetag: Mittwoch (manchmal vorübergehend geschlossen)

Telefonnummer: 075-203-9259

E-Mail: info@creativeooo.com

Website: http://creativeooo.com/

Traveling Coffee

Traveling Coffee – Café in einer japanischen Schule

Reini Doi und Seiji Kotoku

Es ist sicher unbestritten, dass die Deutschen sehr gern Kaffee trinken. Man kann sagen, dass das Kaffeetrinken eine Form der Kommunikation ist. Wer gern mal einen Kaffee in einem besonders schönen Ambiente trinken möchte, dem sei das Traveling Coffee empfohlen, das sich in einer stillgelegten Schule befindet. Dort kann man einen Kaffee in der ehemaligen Schulbücherei trinken, doch das ist nicht das Einzige.

 

Nachdem die Schule stillgelegt wurde, fanden im ehemaligen Schulgebäude verschiedene Events und Kinovorführungen statt. Dort begann 2015 das Traveling Coffee mit der Einrichtung eines Cafés im ehemaligen Lehrerzimmer, doch das gibt es seit 2018 nicht mehr. Jetzt befindet sich das Café in der ehemaligen Schulbücherei. Man kann dort verschiedene Kaffeesorten, Café Latte oder auch Alkohol bestellen. Außerdem findet sich auf der Getränkekarte auch traditioneller japanischer Sake aus Kyoto. Natürlich gibt es auch Snacks und weitere aktuelle Angebote.

 

Wenn man in Kyoto Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den berühmten Fushimi-Schrein besichtigt, liegt auf dem Rückweg nach Kawaramachi ein Besuch in diesem Café nahe, das sich in der Nähe des Yasaka-Schreins befindet. Das Café ist sehr zu empfehlen, um zwischendurch eine Pause einzulegen. Man kann das Traveling Coffee von der Station Kawaramachi Shijo aus in ungefähr 5 Minuten zu Fuß erreichen.

 

Adresse: 310-2 Bizenjimacho, Nakagyo-ku, Kyoto 604-8023

Telefonnummer: 080-3853-2068

Öffnungszeiten: täglich 11- 20 Uhr

https://www.google.de/amp/s/andcoffee.net/shop/traveling-coffee-kyoto/%3famp

Traditioneller japanischer Sake: Sasaki Shuzô

von Yuma Kishimoto, Masaharu Ishikawa und Yamato Okamoto

In der Brauerei Sasaki Shuzô wird japanischer Sake produziert, also traditioneller japanischer Reiswein. Diese Brauerei ist berühmt in Japan. Sie ist die einzig existierende Brauerei in Rakuchu, Kyoto, wo sie im Jahr 1893 von Jirokichi Sasaki im Elternhaus des japanischen Schauspielers Kuranosuke Sasaki gegründet wurde. Es ist interessant zu untersuchen, welche Art von Sake in dieser Brauerei hergestellt wird und welche Art von Geschichte es gibt.

Rakuchu ist der Name einer Gegend in Kyoto. Am meisten Sake wird in Kyoto in einer anderen Gegend produziert, und zwar in Fushimi. Aber da die Sasaki-Brauerei die einzige Brauerei in Rakuchu geblieben ist, hat sie eine besondere Bedeutung. Kyoto ist die Stadt in Japan mit der zweithöchsten Sakeproduktion. Dass hier so viel Reiswein produziert wurde, liegt daran, dass man im Japan der Muromachi-Zeit seine Steuern in Reis bezahlte. So entstand zu viel Reis, um alles zu essen. Also wurde der restliche Reis zur Produktion von Reiswein benutzt. Das ist der Grund, warum in Kyoto so viel Reiswein produziert wurde.

Ein Sake, der in der Sasaki-Brauerei produziert wird, ist der Sake „Jurakutei“. Auch Leute, die selbst nicht so gern japanischen Sake mögen, denken, dass dieser Sake einen guten Nachgeschmack hat und erfrischend ist. Daher kann man ihn auch Leuten empfehlen, die noch nie japanischen Sake getrunken haben oder normalerweise keinen Alkohol trinken. Der „Jurakutei“ kann bei der Sasaki-Brauerei bestellt werden. Dieser Reiswein kostet 2700 Yen (1,8 l).

 

Die Brauerei produziert pro Jahr 270.000 l Reiswein pro Jahr. Allerdings wird der Sake nur von Oktober bis April hergestellt, da die Produktion in den wärmeren Jahreszeiten nicht möglich ist. Im November ist der Höhepunkt der Produktion. Laut dem Brauereimeister kann der Sake auf allerlei Weisen getrunken werden. Die Brauerei ist immer einen Besuch wert.

 

Adresse: 727 Kitaiseya-cho, Higurashidori, Sawaragi-cho Kudaru, Kamigyo-ku, Kyoto, 602-8152

Google maps:https://goo.gl/maps/MnU9V7BVcw82

Öffnungszeiten: Mo-Sa von 10 bis 17 Uhr

Telefonnummer: 075-841-8106

Website:http://www.jurakudai.com/

Igel Café

von  Karen Imura, Motoki Ueno und Miu Okazaki

Ladenschild mit Igel

Waren Sie schon mal in einem Tier-Café? Vielleicht gehen Sie gern ins Katzencafé oder ins Hundecafé. Dort kann man mit kleinen Tieren spielen, zum Beispiel beim Tee trinken. Wenn man kein eigenes Haustier halten kann, dann geht man mit Freunden oder der Familie ins Tier-Cafe. Der Besuch kostet 1200 Yen für 60 Minuten. In Kyoto gibt es sogar ein Igel-Café.

Igel-Cafés gibt es nur in Japan. Sie sind beliebt, weil man dort neue Erfahrungen sammeln kann.

 

Wegbeschreibung

 

Das Igel-Café Tom’s Mr Hedgie ist ein wunderbarer Ort für Tierfreunde. Es ist das einzige Igel-Café in Kyoto und befindet sich in der Nähe des berühmten Kiyomizu Tempels und des Yasaka Schreins. Der Besuch kostet 700 Yen für 20 Minuten , 1.400 Yen für 40 Minuten und 2.100 Yen für 60 Minuten.

 

 

 

Der Igel

 

Im Igelcafé gibt es viele Igel in etwa 10 verschiedenen Farben. Sie sind manchmal ruhig und manchmal lebendig. Grundsätzlich schlafen sie am Morgen und Mittag, weil sie nachtaktive Tiere sind. Man kann die Igel mit Regenwürmern füttern. Wenn man sich vor den Stacheln fürchtet oder eine Tierallergie hat, kann man Handschuhe anziehen. Man muss auch ein bisschen aufpassen, dass die Igel den Finger nicht mit Futter verwechseln, denn ihr Sehvermögen ist schlecht.

 

 

Es gibt im Igelcafé weibliche Mitarbeiter zwischen 20 und 25 Jahren und einige können Fremdsprachen sprechen. Auch für ausländische Gäste ist ein Besuch unproblematisch, weil es auf Englisch eine Erklärung gibt, wie man die Igel behandeln soll. Der Laden ist klein und hat eine heimelige Atmosphäre. Viele Kunden sind Studenten, viele davon kommen mit Freunden. Einige kommen auch, um Igel zu kaufen. In letzter Zeit sind viele Kunden Ausländer, die auch allein kommen.

Das Igel-Cafe ist immer voll, besonders am Wochenende zwischen 13 und 17 Uhr. Es ist besser, vor dem Besuch dort zu reservieren.

http://tomsmrhedgie.com/#zone1

 

 

Issen Youshoku

Das Okonomiyaki-Restaurant „Issen Yôshoku“

von Karen Imura, Miu Okazaki und Motoki Ueno

Mögen Sie Okonomiyaki? Okonomiyaki und Takoyaki sind Spezialitäten aus der Kansai-Region. Okonomiyaki ist eine Art deftiger japanischer Pfannkuchen. Die Zutaten sind Eier, Kohl und anderes Gemüse. Häufig benutzt man auch noch Soßen, um dem Ganzen extra Geschmack zu geben.
In Kyoto gibt es ein Okonomiyaki-Restaurant namens Issen Yôshoku, das eine besondere Abwandlung des gleichnamigen Gerichts anbietet. Der Laden wurde 1971 aufgemacht. Er ist vor zwanzig Jahren nach Gion umzogen.

In der japanischen Taishô-Zeit (1912-1926) haben die Frauen aus der Nachbarschaft Issen Yôshoku an die Kinder aus der Umgebung verkauft. Das war sehr billig.

 

Issen Yôshoku enthält Weizenmehl, Eier und Garnelen, deshalb müssen Allergiker ein bisschen aufpassen. Auf jedem Tisch stehen süße und scharfe Soßen, mit denen man den Geschmack variieren kann. Das Issen Yôshoku verkauft pro Tag ungefähr 1000 Portionen des besonderen Gerichts für je 700 Yen.

 

 

 

 

Auf der Speisekarte des Ladens steht nur ein einziges Gericht. Am Wochenende sind dort viele Japaner und viele Ausländer an Wochentagen. Aber in letzter Zeit kommen an allen Tagen viele Ausländer. Weil die Speisekarte in diesem Restaurant sowohl auf Japanisch als auch auf Englisch ist, können sie auch ausländische Touristen leicht verstehen.

 

Das Geschäft strahlt eine fröhliche Atmosphäre aus, weil vor dem Laden eine im japanischen Stil gekleidete Schaufensterpuppe sitzt und die Wände mit Ema-Wunschtafeln mit lustigen japanischen Gemälden darauf geschmückt sind. Diese speziell japanische Dekoration ist für Ausländer sehr attraktiv. Das Gericht Issen Yôshoku ist etwas anderes als Takoyaki und Okonomiyaki. Es ist eine der seltenen Spezialitäten, die nur in Kyoto gegessen werden können. Bitte probieren Sie es mal, wenn Sie nach Kyoto kommen.

Das Restaurant Issen Yôshoku befindet sich in der Nähe der Station Kawaramachi und ist einzigartig in Kyoto. In der Umgebung des Restaurants gibt es viele Tempel und Schreine.

Webseite: www.issen-yosyoku.co.jp

Telefonnummer: 075-533-0001

Öffnungszeiten: Am Wochenende 10:30~22:00, an Wochentagen 11:00~3:00

 

 

Die Steinfiguren vom Adashino-Nenbutsu-Tempel

Karen Arimoto und Mayu Shimizu

 

Der Ort Arashiyama in Kyoto ist sehr berühmt wegen seines Bambuswalds, aber es gibt auch noch andere Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besuchen muss, wenn man in Arashiyama ist. Kennen Sie zum Beispiel den Adashino-Nenbutsu-Tempel? Dorthin kann man vom Bambuswald aus in etwa 30 Minuten laufen. Es gibt in diesem Tempel viele Schutzgottheiten und man kann dort zu jeder Jahreszeit verschiedene Naturansichten genießen.

 

Der Adashino Tempel wurde vor 1100 Jahren erbaut. Im Tempelbezirk gibt es mehr als 8000 Buddhastatuen, die alle Gräber von Verstorbenen waren. Vor langer Zeit standen diese Buddhastatuen überall in diesem Gebiet. Sie wurden von den Bewohnern der Gegend nach und nach gesammelt und in den Tempel gebracht. Im August hält man dort eine Feier zur Totenmesse ab.

 

Man kann den Tempel von der Bahnstation Arashiyama aus zu Fuß erreichen. Wir sind einmal zu Fuß gegangen, aber es war ein bisschen anstrengend und hat ungefähr 30-40 Minuten gedauert. Also raten wir Ihnen, mit dem Bus zum Adashino Tempel zu fahren. Man kann von der Arashiyama Station bis zur Haltestelle „Toriimoto“ einen Bus nehmen. Die Fahrt kostet 230 Yen und dauert 20 Minuten.

 

Öffnungszeiten: 9:00 – 16:30 Uhr (von Dezember – Februar nur bis 15:30)

Eintritt: Erwachsene 500 Yen

Mittelschüler / Oberschüler 400 Yen

Kinder unter 12 Jahren kostenlos

 

durch den Eingang

durch den Eingang

Buddhastauen

Buddhastauen

der Weg

der Weg

Und ganz in der Nähe befindet sich ein weiterer Tempel namens Otagi-Tempel.

Dort muss man nur 300 Yen Eintritt bezahlen. Bei unserem Besuch waren wir sehr überrascht von den vielen Steinfiguren, die dort waren, denn wir hatten nicht erwartet, dass diese so groß sein würden. Sie waren etwa 80 cm groß und hatten alle verschiedene Gesichter. Die Steinfiguren haben die Tempelbesucher in der Showazeit gemeißelt, um den Wiederaufbau des Tempels  zu fördern.

 

Steinfiguren

Steinfiguren

Steinfiguren

Steinfiguren

hinter von Steinfiguren

Steinfiguren Rückansicht

 

Wir empfehlen den Otagino-Tempel, weil wir die verschiedenen Gesichter der Steinfiguren sehr interessant fanden. Der Adashino-Nenbutsu-Tempel hat uns ein bisschen Angst gemacht, weil es dort so viele Grabsteine gab. Beide Tempel sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

URL:Adashino-Nenbutsu-Tempel http://www.nenbutsuji.jp/

URL : Otagino-Tempel                           http://www.otagiji.com/

 

Bunte Süßigkeiten: Konpeitô

von Rin Sakai und Moe Murakami

Konpeitô, eine Süßigkeit aus Japan

Haben Sie schon einmal von einer Süßigkeit namens „Konpeitô“ gehört?

Die Konpeitô sind im Jahr 1546 von Portugal nach Japan gekommen. Sie werden aus Zucker und parfümiertem Wasser hergestellt. Da es sie in verschiedenen Farben gibt, ist allein schon der Anblick eine Freude. Die Bezeichnung Konpeitô kommt von dem portugiesischen confeito ( „Zuckerwaren“) und wird auf Japanisch wie Konpeitô ausgesprochen.

In Hyakumanben im Osten von Kyoto gibt es ein Fachgeschäft für Konpeitô namens „Ryokujuan-shimizu“. Es ist das einzige Fachgeschäft für Konpeitô in Japan. Seit seiner Gründung im Jahr 1847 hat es verschiedene Preise erhalten.

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Das Geschäft von der Seite

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Das Ladenschild

 

Es gibt dort Konpeitô in vielen Geschmacksrichtungen und das Aussehen der Bonbons ist sehr niedlich. Jeden Monat werden neue Geschmacksrichtungen verkauft, z.B. Schokolade, Zitrone, Banane, Erdbeere oder auch Pflaumenwein.

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Banane und Schwarzzucker

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Die Empfehlungen des Tages

Man kann die saisonalen Konpeitô dort auch probieren. Deshalb macht jeder Besuch dort von Neuem Spaß.

Außerdem kann man spezielle Konpeitô als Glückwunschgeschenk zu Anlässen wie der Geburt eines Babys oder zu einer bestandenen Prüfung kaufen. Doch man sollte rechtzeitig vorbestellen, denn es kann sein, dass Konpeitô, die aus Pflaumenwein oder Weinbrand hergestellt werden, über ein Jahr im Voraus ausverkauft sind.

Für Konpeitô gibt es kein Rezept. Man lernt die Zubereitung mit seinen fünf Sinnen, zum Beispiel durch Klima und Wetter, oder durch die Temperatur und den Klang des Kessels. Diese untersucht man gründlich. Man sagt, dass es 20 Jahre braucht, um aus Zucker Konpeitô herstellen zu können. In diesem Geschäft kann man einen Geschmack genießen, der eine lange Tradition in sich trägt. Die Konpeitô halten sich gut, wenn man sie in einem Behälter mit verschließbarem Deckel aufbewahrt.

 

Das Ryokujuan-shimizu ist von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Waren am Abend ausverkauft sind. Daher wird ein früher Besuch empfohlen.

Ruhetag: Mittwoch und der vierte Dienstag des Monats.

Anfahrt:

1. Mit der Keihan-Bahn nach Demachiyanagi

2. Mit dem Bus Nr. 17 von der Bushaltestelle am Bahnhof Kyoto nach Hyakumanben

3. Mit dem Bus 206 nach Hyakumanben

 

Adresse: 38-2, Yoshida Izumidono-cho, Sakyo-ku, Kyoto-shi, Kyoto, Japan 606-8301

Telefonnummer: 075-771-0755

URL: http://www.konpeito.co.jp/

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Das Geschäft von vorn

Das Asahi Heilbad an der Saiin−Station

Karen and Mayu

Interessieren Sie sich für Badehäuser? Wir möchten Ihnen das traditionelle Badehaus Asahi-Yu neben der Saiin-Station vorstellen. Es ist zu Fuß nur 5 Minuten von der Station entfernt. Das Asahi-Yu gibt es etwa seit einhundert Jahren. Es ist ein beliebtes Bad bei Ortseinwohnern.

Eingang von Asahiyu

Eingang des Asahiyu

Hier muss man die Schuhe ausziehen.

Das Asahi-Yu ist das einzige Badehaus in Saiin. Dort kann man Handtücher, Duschgel, Shampoo und Spülung kostenlos ausleihen. Im Asahi-Yu gibt es auch eine Sauna und Massagestühle. Nach dem Bad kann man dort billig Getränke kaufen, zum Beispiel Milch mit Kaffeegeschmack, wie man sie in Japan oft nach dem Besuch im Badehaus trinkt.

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Alles für das Bad

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Getränke

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Getränkeauswahl

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Milch mit Kaffeegeschmack

Die Duschen und Wasserhähne funktionieren anders als in einem normalen Bad. Da es auch für uns der erste Besuch in einem traditionellen Badehaus war, wussten wir zuerst nicht, wie man sie benutzt.

Hier einige Regeln:

  • Im Bad muss man sich vollständig entkleiden.
  • Bevor man ins heiße Wasser steigt, wäscht man sich.
  • Mit dem Handtuch kann man seinen Körper waschen. Im Bad legt man das Handtuch auf den Kopf.
  • Beim Waschen sitzt man auf einem kleinen Hocker und stoppt die Dusche, während man sich wäscht.
  • Das Waschtuch taucht man nicht ins Gemeinschaftsbad.
  • Man wäscht dort keine Privatkleidung.
  • Bevor man in den Umkleideraum zurückgeht, wischt man seinen Körper trocken.

 

Achtung: Wenn man irgendwo Tattoos hat, kann man nicht ins Onsen, Spa oder Badehaus gehen, weil das der japanischen Tradition widerspricht. Die anderen Leute denken dann, dass man zur Mafia gehört. Es ist ein Problem, dass jetzt auch einige junge Leute in Japan kleine Tattoos als Modeaccessoire tragen. Dadurch können weniger Leute die Badehäuser besuchen. Welchen Einfluss könnte das auf unsere japanische Badekultur haben? Wir wollen diese Tradition bewahren und Ihnen den Besuch eines Badehauses empfehlen, und im Besonderen den des Badehauses in Saiin.

 

Öffnungszeiten: 14:30 – 0:30

Ruhetag: Freitag

Gebühren: Erwachsene 430 Yen

Grundschüler 150 Yen

Kinder unter 6 Jahre kostenlos

 

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Massagestühle

 

 

 

Candy Show Time

Mao Okada, Naomi Shirai

Ein außergewöhnlicher Bonbon-Laden

Kennen Sie „Kintarô-Bonbons“? Das sind Stücke aus einer länglichen Bonbonrolle, die überall das gleiche Bild zeigt, egal wo man sie durchschneidet. Kintarô ist der Name einer Figur aus einem japanischen Märchen. Der förmliche Name ist kumiame  (Knetbonbon). Das ist ein Verfahren zur Herstellung von Bonbons.

 

das Schild

Das Schild des Bonbon-Ladens

In letzter Zeit gibt es Bonbonrollen mit Kirschmuster und anderen Bildern, mit Comicfiguren oder Schriftzeichen. Aber alle werden Kintarô-Bonbons genannt, auch wenn sie nicht die Kintarô-Figur zeigen.

Bevor die Bonbonmasse in die Länge gezogen wird, hat sie einen Durchmesser von 35 cm, eine Länge von 70 cm und ein Gewicht von 40 – 50 Kilo. Das ergibt bei einem Produkt von ca. 2 cm Durchmesser eine Länge von etwa 250 Metern und etwa 7000 Bonbons.

Zur Herstellung wird Sirup mit Zucker in einen Kessel gegeben, verrührt und eingedickt. Dann kühlt man die heiße Bonbonmasse auf 60 Grad ab und knetet sie mit der Maschine. Man färbt die Masse ein und teilt sie in die verschiedenen Teile des Gesichts auf. Man legt die Teile aufeinander und macht daraus das Gesicht. Die Reihenfolge ist Kinn, Mund, Backen, Hände, Augen, Augenbrauen und Stirn.

das Verfahren 1

Schritt 1 der Herstellung

 

das Verfahren 2

Schritt 2

das Verfahren 3

Schritt 3

das Verfahren 4

Schritt 4

das Verfahren 5

Schritt 5

das Verfahren 6

Schritt 6

 

das Verfahren 7

Fertige Bonbons

Im Candy Show Time kann man aus nächster Nähe besichtigen, wie Zuckerbäcker die Bonbons herstellen. Man kann auch frisch produzierte Bonbons gleich probieren. Außerdem gibt es gibt dort Ohrringe, Schlüsselanhänger und Haarspangen zu kaufen, die wie Bonbons aussehen. Sie kosten etwa 1000 – 2000 Yen. Im oberen Stockwerk befindet sich ein Café, in dem man Kaffee trinken und Süßigkeiten essen kann.

Der Schmuck aussieht wie den Bonbon.

Bonbon-Schmuck

 

Öffnungszeiten : 10:00-20:00 Uhr

1F Candy Show Time 075-532-2055

2F Candy Show Time Café 075-532-2066

 

Adresse : 573-5 Minamigawa, Gion-cho, Higashiyama-ku, Kyoto 605-0074

Anfahrt : ① 30 Minuten mit der Buslinie 17 vom JR-Bahnhof Kyoto bis Shijo-Kawaramachi

② 10 Minuten Fußweg  von der Haltestelle Shijo-Kawaramachi

 

URL : http://candy-showtime.com/