Bunte Süßigkeiten: Konpeitô

February 8, 2017

von Rin Sakai und Moe Murakami

Konpeitô, eine Süßigkeit aus Japan

Haben Sie schon einmal von einer Süßigkeit namens „Konpeitô“ gehört?

Die Konpeitô sind im Jahr 1546 von Portugal nach Japan gekommen. Sie werden aus Zucker und parfümiertem Wasser hergestellt. Da es sie in verschiedenen Farben gibt, ist allein schon der Anblick eine Freude. Die Bezeichnung Konpeitô kommt von dem portugiesischen confeito ( „Zuckerwaren“) und wird auf Japanisch wie Konpeitô ausgesprochen.

In Hyakumanben im Osten von Kyoto gibt es ein Fachgeschäft für Konpeitô namens „Ryokujuan-shimizu“. Es ist das einzige Fachgeschäft für Konpeitô in Japan. Seit seiner Gründung im Jahr 1847 hat es verschiedene Preise erhalten.

1480924721853

Das Geschäft von der Seite

1480924731394

Das Ladenschild

 

Es gibt dort Konpeitô in vielen Geschmacksrichtungen und das Aussehen der Bonbons ist sehr niedlich. Jeden Monat werden neue Geschmacksrichtungen verkauft, z.B. Schokolade, Zitrone, Banane, Erdbeere oder auch Pflaumenwein.

1480924749951

Banane und Schwarzzucker

1480924741030

Die Empfehlungen des Tages

Man kann die saisonalen Konpeitô dort auch probieren. Deshalb macht jeder Besuch dort von Neuem Spaß.

Außerdem kann man spezielle Konpeitô als Glückwunschgeschenk zu Anlässen wie der Geburt eines Babys oder zu einer bestandenen Prüfung kaufen. Doch man sollte rechtzeitig vorbestellen, denn es kann sein, dass Konpeitô, die aus Pflaumenwein oder Weinbrand hergestellt werden, über ein Jahr im Voraus ausverkauft sind.

Für Konpeitô gibt es kein Rezept. Man lernt die Zubereitung mit seinen fünf Sinnen, zum Beispiel durch Klima und Wetter, oder durch die Temperatur und den Klang des Kessels. Diese untersucht man gründlich. Man sagt, dass es 20 Jahre braucht, um aus Zucker Konpeitô herstellen zu können. In diesem Geschäft kann man einen Geschmack genießen, der eine lange Tradition in sich trägt. Die Konpeitô halten sich gut, wenn man sie in einem Behälter mit verschließbarem Deckel aufbewahrt.

 

Das Ryokujuan-shimizu ist von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Waren am Abend ausverkauft sind. Daher wird ein früher Besuch empfohlen.

Ruhetag: Mittwoch und der vierte Dienstag des Monats.

Anfahrt:

1. Mit der Keihan-Bahn nach Demachiyanagi

2. Mit dem Bus Nr. 17 von der Bushaltestelle am Bahnhof Kyoto nach Hyakumanben

3. Mit dem Bus 206 nach Hyakumanben

 

Adresse: 38-2, Yoshida Izumidono-cho, Sakyo-ku, Kyoto-shi, Kyoto, Japan 606-8301

Telefonnummer: 075-771-0755

URL: http://www.konpeito.co.jp/

1480924742686

Das Geschäft von vorn

Das Kanjimuseum

February 6, 2017

von Rin Sakai und Moe Murakami

 

Interessieren Sie sich für Japanisch? Japanisch besteht aus den Silbenschriften Hiragana und Katakana und aus den chinesischen Schriftzeichen Kanji. Diesmal stellen wir Ihnen ein Museum vor, dessen Thema Schriftzeichen sind.

Es ist das erste Kanjimuseum in Japan und wurde am 29. Juni 2016 in Gion in Kyoto errichtet. Von Groß bis Klein können alle in diesem Museum etwas Interessantes entdecken.

1482665756628

Das Museum von außen

An der Anmeldung bekommt man einen Prospekt und zum Andenken einen Bleistift. Im Erdgeschoss kann man das „Kanji des Jahres“ sehen, das jedes Jahr am 12. Dezember am Kiyomizu-Tempel feierlich verkündet wird.

1482666036619

„Kanji des Jahres“

Und es gibt eine Wand mit einer langen Schriftrolle, welche die Geschichte der Kanji erläutert. Ebenfalls im Erdgeschoss gibt es Kanji zum Sehen, Hören und Berühren, und ein Theater, das die Bedeutung der Kanji erklärt. Die Schreibweise der Kanji in verschiedenen Ländern wird anhand von Stempeln erklärt.

1482666029902

Die Wand mit der Schriftrolle

In der Mitte des Gebäudes gibt es einen Turm, auf dem etwa 50.000 Kanji zu sehen sind.

1482665817919

der Turm

1482665815165

Im ersten Stock gibt es verschiedene Erlebnisstationen. Zum Beispiel gibt es eine Station, an der man durch Quizfragen die eher unbekannten Schriftzeichen für verschiedene Pflanzen und Insekten lernen kann. An weiteren Stationen kann man Kanji in einem Wörterbuch nachschlagen oder sie mit dem eigenen Körper nachstellen. Manche Stationen sind eher für Kinder gedacht und manche eher für Erwachsene. Daher lohnt sich der Besuch im Kanji-Museum für die ganze Familie.

1482665926448

die Erlebnisstationen

Je nach Jahreszeit gibt es verschiedene Workshops und Sonderausstellungen, etwa eine Ausstellung mit altem chinesischem und japanischem Geld (in Nachbildungen). Eine andere Ausstellung zeigt Kôkotsu-moji, welches die älteste Kanji-Schrift ist.

1482665854805

Chinesische Geldmünzen

 

Vor dem Empfang gibt es ein Café mit einem typischen Kyotoer Speiseangebot. Es ist auch möglich, nur das Café zu besuchen, ohne ins Museum zu gehen.

1482665765474

das Café

Und gegenüber dem Café gibt es eine Galerie für Bilder vom Gionfest.

Die Galerie bietet sich auch für den Einkauf von Souvenirs an, weil es dort verschiedene Waren zu kaufen gibt.

1482665779596

Galerie für Bilder vom Gionfest

 

 

Öffnungszeiten: 9:30-17:00

Das Museum ist montags und zum Jahreswechsel geschlossen.

Eintritt:             Erwachsene 800 Yen, Studierende/Oberschüler 500 Yen,

Mittelschüler/Grundschüler 300 Yen, Kleinkinder kostenlos

Adresse:      551 Minamigawa Gion-cho Higashiyama Kyoto 605-0074

TEL:                   075-757-8686

Anfahrt:           Mit den Buslinien 12, 3, 46, 80, 100, 201, 202, 203, 206 oder 207 bis zur Haltestelle ‚Gion‘

Mit der Keihan-Bahn bis zur Station Gionshijo

Mit der Hankyu-Bahn Kyoto-Linie bis zur Station Kawaramachi

Mit der U-Bahn Tozai-Linie bis zur Station Higashiyama

URL http://www.kanjimuseum.kyoto/

Ukiyo-e

October 31, 2016

von Iori Sho und Riho Kubota

Wenn Sie einmal Kyoto besuchen, möchten wir Ihnen ein ganz besonderes Museum empfehlen. Das Museum stellt japanische Bilder im Ukiyo-e-Stil aus und ist das kleinste Ukiyo-e-Museum der Welt. Wir sind also dort hingegangen.

Information über das Ukiyo-e

Ukiyo-e ist ein Malereistil, der in der Edo-Zeit begründet wurde. Ukiyo bedeutet „gegenwärtige und moderne Zeit“. Das heißt, Ukiyo-e ist auch eine Genremalerei, die den damaligen Alltag der japanischen Menschen zeigt. Die Ukiyo-e-Künstler schnitzten hauptsächlich auf Holzplatten mit einem Grabstichel als Werkzeug. Es gibt keine Schatten im Ukiyo-e, deshalb wirken sie sehr scharf. Man fühlt sich auch von der kühnen Struktur und der Schönheit angezogen. Es gibt viele berümte Ukiyo-e.  “見返り美人図 (Mikaeri bijinzu)” wurde 1948 von Moronobu Hishikawa gemalt. Es zeigt eine schöne Frau im Kimono, die sich nach hinten umsieht. Moronobu hat zum ersten Mal Buch-Illustrationen als offizielle Kunststücke gemalt, deshalb nennt man ihn den Vater des Ukiyo-e. “東海道五十三次 (tokaido-gojusantsugi)” wurde 1832 von Hiroshige Utagawa gemalt.  Das Bild zeigt eine Landschaft in Tōkaidō, im südöstlichen Teil von Japan, zu dem er gereist war. Ukiyo-e ist eine der stärksten japanischen Malereistilrichtungen.

1024px-Hiroshige39_okazaki              210px-Beauty_looking_back

 

Das Ukiyo-e Museum in Kyoto

Das Museum ist eigentlich ein renoviertes Wohnhaus mit vielen Ukiyo-e, die der Direktor gemalt hat. Sie sind sehr schön und geben dem Betrachter ein Gefühl japanischer Tradition. Außerdem ist es interessant, dass der Besitzer sein Museum frei nach Laune öffnet oder schließt. Zudem gibt es in der Nähe des Museums berühmte Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Yasaka-Schrein, den Kiyomizu-Tempel usw. und schöne Restaurants. Und die Verkehrsverbindungen sind auch gut.

Also, besuchen Sie einmal Kyoto, wo es so viele schöne Sehenswürdigkeiten gibt!

           

Verkehrsverbindung

Keihan Linie: Gionshijo

Wegbeschreibung

Vom Ausgang Nr. 3 nach rechts und geradeaus bis zur 2. Straße (Yamatooji-dori), dort rechts und geradeaus bis zur 3. Straße (Yasaka-dori) und dann links.  Es dauert ca. 15 min zu Fuß.

Information

Tel:075-561-7355

Adresse:京都府京都市東山区八坂通大和大路東入 (建仁寺南門前)

        Kyoto-fu Kyoto-shi higashiyama-ku yasaka-dori yamato-oji higashi-hairu.             

      (Kenninji-minami-mon-mae)

   Eintritt: Kostenlos

 

 

 

 

 

Yasuikonpiragu

September 21, 2016

Rin Sakai, Mao Okada und Naomi Shirai

Gibt es für Sie einen Menschen, zu dem Sie die Verbindung abbrechen möchten?

Es gibt viele Schreine in Kyoto, an denen man für Glück in der Liebe beten kann. Aber es gibt auch einen Schrein, an dem man für die Auflösung einer Verbindung beten kann. Besonders der Yasuikonpiragu Schrein ist bekannt dafür, dass man dort alle schlechten Verbindungen abbrechen und gute Verbindungen neu knüpfen kann.

無題9

Am Yasuikonpiragu kann man nicht nur um die Auflösung einer Verbindung zu anderen Menschen bitten, sondern auch um die Ablösung von allerlei schlechten Einflüssen, zum Beispiel von Krankheit, Alkohol, Zigaretten und Glücksspielen.

Geschichte

Der Tempel wurde im Jahr 671 vom Fujiwara-Fürsten Kamatari erbaut. Er pflanzte dort Glyzinien an und nannte ihn den „Glyzinien-Tempel“ (jp. Fujidera).

Der damalige Kaiser Sutoku entsagte dem Weltlichen und zog sich in den Yasuikonpiragu zurück. Das ist der Grund dafür, dass der Yasuikonpiragu als ein Schrein bekannt wurde, der die Auflösung einer Verbindung zu anderen Menschen bewirken kann. Wenn jedoch Eheleute und Liebespaare zum Yasuikonpiragu gehen, wird ihre Beziehung nicht getrennt, sondern noch umso stärker und tiefer verbunden. Außerdem hat der Yasuikonpiragu nicht nur Wirkung für die Auflösung einer Verbindung zu anderen Menschen, sondern auch für die Sicherheit auf dem Meer und die Verkehrssicherheit.

Wie man um die Auflösung einer Beziehung bittet

Es gibt einen Felsstein am Yasuikonpiragu, an dem man um die Trennung oder den Beginn einer Beziehung bitten kann. Der Stein ist 1,5 Meter hoch und 3 Meter breit.

無題3無題2

Zur Vorbereitung muss man Folgendes tun:

1.Man besucht das Hauptgebäude.

無題4無題5

2.Man schreibt ein Anliegen auf ein „Katashiro“-Wunschpapier. Zum Beispiel „Ich möchte die Uni bestehen“, „Ich möchte meine Krankheit heilen“, „Ich möchte die Verbindung zu einem Freund oder einer Freundin abbrechen“, und so weiter. Das Wunschpapier ersetzt die Person. Man lässt seine Gedanken in das Papier hineinfließen.

無題7

3.Man muss das Papier in der Hand halten und an seinen Wunsch denken. Dann geht man durch die Öffnung im Stein von der Vorderseite zu der Rückseite hindurch. Dadurch wird die schlechte Verbindung abgebrochen.

無題6

4.Als Nächstes geht man von der Rückseite zur Vorderseite des Steins. So wird eine neue Verbindung geschaffen.

無題

5.Am Ende klebt man das Papier auf den Stein.

Der Yasuikonpiragu befindet sich im Stadteil Higashiyama. Dort in der Nähe sind auch der Kiyomizu-Tempel, der Yasaka-Schrein und der Maruyama-Park.

Verkehrsverbindungen:

Mit der Keihan-Bahn bis zur Station Gion-Shijo.

Mit der Hankyu-Bahn bis zur Station Kawaramachi.

Mit dem Bus Nr. 206 bis zur Haltestelle Higashiyama-yasui.

 

Adresse: Shimo-benten-cho, Higashiyama, Kyoto

Homepage: http://www.yasui-konpiragu.or.jp/

Noryodoko (Sommerterrassen am Fluss Kamogawa)

November 7, 2014

von Saya Ohnishi

Norzodoko In Kyoto ist es im Sommer sehr heiß und schwül. Um der Sommerhitze zu entfliehen, geht man an den Fluss und verbringt dort die Zeit bis zur Nacht. Der Kamo Fluss (Kamogawa) ist einer der bekanntesten Flüsse dafür. Hier kann man in Restaurants am Fluss essen und trinken. Manche Restaurants haben eine spezielle Terrasse, die „Noryodoko“ genannt wird. Diese Terrassen dienen der Abkühlung im Sommer. Es gibt sie auch an anderen Flüssen, z.B. in Kifune und Takao, aber nur die am Kamo Fluss heißen „Noryodoko“. Die Geschichte der Sommerterrassen beginnt etwa im 17. Jahrhundert. Zuerst wurden am Kamo Fluss Teeläden für Kabuki-Aufführungen gebaut. Reiche Händler errichteten im Sommer Sitzplätze am Fluss, um Gäste aus der Ferne zu empfangen. Anlässlich des Gion-Fests reinigte man tragbare Schreine („Mikoshi“) am Fluss, weshalb sich dort viele Leute versammelten. In den Teeläden wurden dann verschiedene Dinge an sie verkauft. Schon in der Mitte Edo-Zeit zählte man mehr als 400 solcher Teeläden. Ursprünglich gab es die Terrassen nicht nur am rechten Ufer des Flusses, sondern auch auf der Sandbank im Fluss und am linken Ufer des Flusses. Mittlerweile sind nur noch die Sommerterrassen am rechten Ufer übrig. Der Kamo Fluss überflutete seine Ufer sehr oft und wurde jedes Mal in seinem Lauf korrigiert. Infolgedessen änderte sich die Lage des Flusses und die zwei anderen Terrassen konnte man nicht mehr benutzen. Bis 1929 konnte man jederzeit einen schönen Abend am Fluss genießen, unabhängig von der Jahreszeit. Aber danach wurden die Terrassen nur noch während des Sommers errichtet. 1934 wurde Kyoto von einem großen Taifun heimgesucht und im darauffolgenden Jahr regnete es sehr stark. Die beiden Unglücke zerstörten die „Noryodoko.“ Im 2. Weltkrieg sah man keine Terrassen mehr. Nach dem Krieg belebten sich die Sommerterrassen wieder. Man erließ ein Gesetz, um den Standard der „Noryodoko“ zu erhalten. Gegenwärtig kontrolliert der „Verein zum Schutz der Kamogawa-Terrassen“ (Kyoto Kamogawa Noryodoko Kyodokumiai) die Errichtung von „Noryodoko“. Auf diese Weise überliefert man die traditionelle Kultur der Sommerterrassen. image (2) Mittlerweile kann man die „Noryodoko“ von Mai bis September benutzen. Nur im Mai und September sind die Terrassen auch am Mittag geöffnet. Der Bezirk, in dem man die „Noryodoko“ errichtete, besteht aus 4 Straßen (Kamikiya, Ponto, Saiseki und Shimokiya). Die Anzahl der Terrassen beträgt etwa 80. Heute sind die Sommerterrassen des Kamogawa eine ebenso bekannte Touristenattraktion wie das „Gion-Fest“.

Kamoppul

November 6, 2014

Kamoppul, die Pärchen am Kamogawa

von Tomomi Yamamoto und Fumiko Wakabayashi

In Kyoto gibt es ein Stadtviertel namens Kawaramachi, in das viele junge Leute kommen, um einzukaufen und Essen zu gehen. In der Nähe fließt der große Fluss Kamogawa. Der Kamogawa fließt von Norden nach Süden und ist 33 Kilometer lang. In der Umgebung vom Kamogawa gibt es viele berühmte Sehenswürdigkeiten.

Man kennt diesen Ort als Oase der Ruhe. An Feiertagen kommen viele Leute dorthin, um mit dem Rad am Fluss entlangzufahren, am Ufer zu sitzen oder im Wasser zu  planschen. Und oft sieht man Leute, die in gleichmäßigen Abständen dort sitzen. Die meisten sind Pärchen oder Gruppen. Man nennt sie “Kamoppul”, eine Wortschöpfung aus Kamo (der Name des Flusses) und Kappul (“Pärchen” vom englischen couple). Hauptsächlich sitzen sie zwischen den Brücken Shijo Ohashi und Sanjo Ohashi. Für den Sitzabstand gibt es die ungeschriebene Regel, dass man sich in gleichen Intervallen hinsetzen muss. Wenn jemand die Regel bricht, fühlen die anderen sich schlecht, aber direkt sagen würde man es dem Regelbrecher nicht.

image (2)Nachmitttag am Fluss Kamogawa

Wir sind einmal selbst hingegangen. Wie immer waren dort viele Leute. Wir haben ein Interview mit einigen Kamoppul gemacht und gefragt, wieso sie hierher kommen und ob sie oft kommen. Sie antworteten, dass es dort schön sei und sie sich wohl fühlten. Und dass sie es einmal ausprobieren wollten, weil die Kamoppul berühmt sind. Aus diesen Gründen kommen sie dorthin. Einer sagte, dass er den Blick vom Fluss aus auf den Stadtteil Kitayama schätze.

Die Besucher kommen nicht nur aus Kyoto, sondern auch aus Osaka und Kobe, und sogar aus Gifu. Hier treffen sich verschiedene Altersgruppen von Schülern bis zu Erwachsen. Man sagt oft “Kamogawa ist gleich Kamoppul”. In letzter Zeit ist aus den Pärchen am Fluss eine Sehenswürdigkeit geworden. Manche Leute fotografieren diesen Anblick oder sie setzen sich selbst dort hin und genießen eine schöne Zeit. Der Kamogawa ist ein populärer Ort, an dem viele Leute zusammenkommen, und trotzdem ist dort eine Oase der Ruhe für alle, die einen Besuch wert ist. Und wie wäre es, wenn Sie während Ihrer Zeit in Kyoto entspannende Momente am Kamogawa verbringen?

image (1) Am Abend

 

Kabuki -Minamiza-

March 19, 2014

Kabuki  Minamiza

von Rina Watanabe

-Kabuki-

Kennen Sie das Kabuki? Es ist ein traditionelles japanisches Theater. Im Jahr 1603, also während der Edo-Zeit, wurde das Kabuki von einer Frau, Izumo-no-Okuni, in Kyoto uraufgeführt. Es verbreitete sich sehr schnell im ganzen Land. Doch im Jahr 1629 verbot die Regierung der Edo-Zeit den Frauen, Kabuki zu spielen. Seit dem Verbot des Frauen-Kabuki treten bis heute nur Männer im Kabuki auf. Sie tragen Kimonos und tanzen zu traditioneller japanischer Musik. Die Kunstform des Kabuki wurde 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen und im Jahr 2008 als Immaterielles Weltkulturerbe anerkannt. In Japan gibt es insgesamt vier Kabuki-Theater: das Minamiza in Kyoto, das Kabukiza und das Shinbashi-Enbujo in Tokyo und das Shochikuza in Osaka.

-Kyoto Shijo Minamiza-

Das Kyoto Shijo Minamiza ist das älteste Kabuki-Theater in Japan. Man nennt es Kyoto Shijo Minamiza, weil es an der Südseite der Shijo-Straße in Kyoto liegt. Auf dem Weg zum Kiyomizu-Tempel oder Yasaka-Schrein kann man es sehen. Normalerweise sagen wir nur „Minamiza”. Früher gab es insgesamt sieben Kabuki-Theater in Kyoto. Wegen wiederholter Brände und eines Neubaus in Osaka im Jahr 1923 haben die anderen sechs Kabuki-Theater jedoch geschlossen. Deshalb ist das Minamiza das einzige Kabuki-Theater, das seit der Edo-Zeit existiert.

Im Jahr 1929 wurde das Gebäude des Minamiza ausgebaut und am 25. November 1929 fand die Eröffnungsfeier des neuen Minamiza statt. Jetzt gibt es dort 1078 Sitzplätze. Heutzutage finden dort nicht nur Kabuki-Aufführungen statt, sondern auch Theateraufführungen und Konzerte japanischer Volksmusik (enka). Hier gibt es japanische Tradition für alle Sinne. Viel Spaß in Kyoto!

-Information-

Adresse:

Ostseite der Shijō-ōhashi-Brücke, Higashiyama-ku, Kyoto City

Verkehrsanbindung:

3 Minuten Fußweg von der Station Kawaramachi (Hankyu Linie)

1 Minute Fußweg von der Station Gionshijo Ausgang Nummer 6 (Keihan Linie)

Foto: Shochiku (2013)

Internet Adresse: http://www.shochiku.com/

Gespensterlutscher aus Kyoto

September 19, 2013

Gespensterlutscher aus Kyoto

von Seiran Nagao

Einer alten Legende zufolge starb im Jahre 1599 in der Nähe des Kiyomizu-Tempels eine Schwangere, die in Toribeyama begraben wurde. In der Folgezeit tauchte in einem Bonbongeschäft in Toribeyama jede Nacht eine Frau auf, um Bonbons zu kaufen. Als der Geschäftsinhaber des Ladens ihr eines Abends folgte, verschwand die Frau in dem Friedhof in Toribeyama und unter einem Grab hervor hörte er das Schreien eines Babys. Es war das Grab der Schwangeren. Der Geschäftsinhaber hob das Grab aus und entdeckte ein schreiendes Baby mit einem Lutscher im Mund. Nachdem der Mann das Baby aus dem Grab befreit hatte, kam die Frau nicht mehr zum Bonbongeschäft. Offenbar war es der Geist der Mutter gewesen, der Bonbons für das Baby eingekauft hatte. Die Bonbons des Ladens wurden als „Gespensterbonbons“ bekannt.

Gespensterbonbons

Gespensterbonbons

Gespensterbonbons

Die damaligen Bonbons waren aus einer Zuckermasse hergestellt, die nach Art eines Lutschers um ein Stäbchen gewickelt verkauft wurde. Heute werden die Gespensterbonbons aus Malzzucker und Süßstoff gemacht. Sie sind von zarter Bernsteinfarbe und schmecken nicht zu süß. Große Packung: 500 Yen Kleine Packung: 300 Yen

 

 

Die Legende der Gespensterbonbons als Vorlage für einen Comic

Der von Mizuki Shigeru gezeichnete Comic „Gegege no Kitaro“, der in Japan sehr bekannt ist, entstand nach der Legende des Bonbonladens. Hakaba Kitarō, der Held des Comics, wird aus dem toten Leib seiner Mutter geboren, nachdem diese begraben wurde. Sein Familienname Hakaba bedeutet „Friedhof“.

 

Der Bonbonladen (Minatoya Yūrei Kosodate Ame Hompo)

Bonbonladen

Bonbonladen

 

im Laden

im Laden

 

Adresse:
Rokurocho 80-1
Higashiyama-ku Kyoto

 

Wegbeschreibung:
Man steigt am Hauptbahnhof (Kyoto-eki) in die Buslinie 206 oder 100 und fährt in Fahrtrichtung Hyakumanben bis zur Haltestelle „Kiyomizumichi“.

Öffnungszeiten:
10:00-16:00

Ruhetag:
Montag

 

Kyôto Gakusei Saiten

April 26, 2009

by Miho Goriki
Das Kyôtoer Studentenfestival „Kyôto Gakusei Saiten“

In Kyôto gibt es nicht nur viele Sehenswürdigkeiten, sondern auch viele Studenten! Besuchen Sie unbedingt einmal das große Studentenfestival „Kyôto Gakusei Saiten“. Dort werden Sie erleben, wie heißblütig japanische Studenten sein können!

Jedes Jahr im Oktober

Seit 2003 findet das „Kyôto Gakusei Saiten“ jedes Jahr im Oktober statt. Es dauert zwei Tage und wird an verschiedenen Orten veranstaltet: am ersten Tag im Kyôtoer Hauptbahnhof (Kyôto eki) und im Shopping-Center Shinpûkan, und am zweiten Tag im Heianjingû-Schrein und in der Umgebung des Okazaki-Bezirks. 2008 hatte das Festival 224.600 Besucher.
Die Organisation des „Kyôto Gakusei Saiten“ liegt ausnahmslos in Studentenhand. Alle Studenten, die sich dort engagieren, studieren in Kyôto oder in den Nachbarprovinzen. Ursprünglich wurde das Festival im Jahr 2000 von einer Vereinigung Kyôtoer Universitäten namens Consortium Kyoto als „Kyôtoer Studenten Festival“ (Kyoto gakusei festival) begonnen.



↑Tanzende Studenten. Die kastagnettenartigen Bambushölzer an ihren Fingern heißen yotsutake.

↑Kyôen-Mikoshi

Große Fülle an Events

Im Rahmen des Festivals veranstalten die Studenten viele Events. Zum Beispiel gibt es einen großen Tanzwettbewerb namens „Kyôen Sodefure! Zenkoku Odori Contest“. „Kyôen Sodefure!“ ist der Name eines Tanzes, der von Studenten, dem Organisationskomitee und einer Tanzlehrerin gemeinsam entwickelt wurde. Eine weitere große Attraktion des Festivals ist der Musikwettbewerb „Kyôto Student Music Award“, dessem Sieger ein Plattenvertrag winkt. Bei der Abschlussveranstaltung Grand Finale treten jeweils die Sieger der Wettbewerbe nochmals auf, und am Ende tanzen alle Besucher gemeinsam den Kyôen Sodefure. Außerdem beim Finale zu sehen ist der Kyôen-Mikoshi (ein tragbarer, sänftenartiger Schrein), in dem sich jedoch keine Menschen befinden, sondern ein Lampion mit der Aufschrift Kyôen.

Do you Kyôto?

Kennen Sie den Satz “Do you Kyôto“? Er bedeutet so viel wie: „Leben Sie umweltfreundlich?“. Gerüchten zufolge soll der Satz von dem US-amerikanischen Filmschauspieler Leonardo DiCaprio verbreitet worden und von Bundeskanzlerin Merkel dem Bürgermeister von Kyôto vorgestellt worden sein. Der Satz ist eine Parole der Stadt Kyôto, die sich stärker im Umweltschutz engagieren will. Ein Teil der Organisatoren des Festivals, der sich „Kyo-sense Project“ nennt, bemüht sich um die Umweltfreundlichkeit des Festivals. „Kyo“ steht nicht nur für „Kyôto“, sondern auch für „heute“ (auf Japanisch kyô) und „Kooperation“ (auf Japanisch kyôryoku), und sense kommt von dem englischen Wort für „Sinn“. In den Buden wird wiederverwendbares Geschirr benutzt und selbstverständlich auch der Müll getrennt. Die Helfer benutzen zum Transportieren von Dingen Furoshiki-Einwickeltücher, die vielfach und immer wieder verwendet werden können. Der Eintritt zum Festival ist umsonst. Wenn Sie eine Japanreise im Herbst planen, kommen Sie doch einmal zu diesem Festival!

Offizielle Website : http://www.kyoto-gakuseisaiten.com/

Der Nanzenji-Tempel

August 1, 2007

von Shiori Nambu
Der Nanzenji-Tempel in Kyōto, als dessen erster Priester der Zen-Meister Mukan Fumon diente, wurde im Jahre 1291 von Kaiser Kameyama gegründet. Unter den japanischen Zen-Tempeln hat er den höchsten Status.
Umgeben von vielen kleinen „Yudōfu“-Restaurants, die Tōfu in heißem Wasser anbieten, gehört er zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Kyōto.

Suirokaku

Das Aquädukt

Das Aquädukt

In der Einfriedigung des Tempels steht eine aus roten Ziegeln erbaute Aquäduktbrücke, die in Japan sehr bekannt ist. Ihr offizieller Name lautet „Suirokaku“. In der Meiji-Ära wurde sie nach dem Vorbild der römischen Aquädukte erbaut, um Wasser aus dem Biwakosee nach Kyōto zu leiten.
Auf der 93 Meter langen und ungefähr 4 Metern breiten Brücke gibt es eine Promenade, auf der man am Wasser entlang gehen kann.Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Kirschblüten im Frühling und auf die prachtvoll gefärbten Blätter im Herbst.

Sanmon

Das große Eingangstor zum Tempel, welches 1295 erbaut wurde, bezeichnet man als „Sanmon“ (Dreier-Tor), doch eigentlich bedeutet dieser Name nur „vor dem Tempel stehendes Tor“. 1447 fiel das 22 Meter hohe Tor einem Brand zum Opfer und wurde erst 1628 neu aufgebaut.

Konchiin

Der Konchiin-Tempel wurde im Jahre 1605 von Konchiin Sûden zum Andenken an den Shōgun Tokugawa Ieyasu aus der Edo-Zeit erneuert. Auf dem Tempelgelände befinden sich viele bekannte Gärten und viele Fusuma- („Schiebetüren“) Gemälde von einem Maler der Kano-Schule.

Tenjuan

Im Herbst ist die Herbstfärbung nachts erleuchtet.

Anfahrt zum Nanzenji-Tempel

Mit dem Bus Nr.5 nach „Iwakura-sōshajō-mae“ vom JR-Bahnhof Kyōto. 15 Minuten Fußweg von der Haltestelle „Nanzenji Eikan-dō“

Öffnungszeiten

8:40~16:30Uhr  (1.12.~28.2.)

8:40~17:00Uhr  (1.3.~30.11.)

Eintrittsgebühr

500 Yen

Telefonnummer

            075-771-0365