Der Tōfukuji-Tempel

April 18, 2007

by Shiori NAMBU

Ganz in der Nähe des berühmten Fushimi-Inari-Schreins im Osten Kyōtos erstreckt sich das Gelände des Tōfukuji-Tempels, der für seine herrlich gefärbten Ahornblätter im Herbst berühmt ist. Den besten Blick auf das prächtige Farbenspiel hat man von der Tsūtenkyō-Brücke, die sich neben der Haupthalle befindet.


Der Tōfukuji-Tempel, als dessen erster Priester Enni Benen diente, wurde im Jahr 1236 durch den Samurai Michiie Kujō gegründet. Die Bauarbeiten hatten sich über 19 Jahre erstreckt. Nach seiner Fertigstellung brannte der Haupttempel mitsamt des Hojō-Gartens, der von Gartenarchitekt Mirei Fujimori angelegt wurde, mehrmals nieder.


Dass er jedesmal wieder neu aufgebaut werden konnte, verdankte er der Hilfe der Samuraifamilien Ashikaga, Toyotomi und Tokugawa.
Zu voller Berühmtheit gelangte der Tōfukuji als viertwichtigster Zentempel Japans erst im Mittelalter. Sein Tor, das Sanmon-Tor („vor dem Tempel stehendes Tor“), ist das älteste aller bestehenden Tempel in ganz Japan. Seinen Namen hat der Tōfukuji-Tempel übrigens von zwei anderen Tempeln erhalten: Das Tō („Osten“) vom Tōdaiji-Tempel und das fuku („Glück“) vom Kōfukuji-Tempel. Auch die neuere Geschichte des Tempels ist interessant: Sein Gelände wurde während des russisch-japanischen Krieges (1904-1905) von der Regierung beschlagnahmt und als Gefangenenlager für russische Soldaten benutzt.

Anfahrt zum Tōfukuji-Tempel

Mit den Bussen Nr.202, 207 oder 208  vom JR-Bahnhof Kyoto. 7 Minuten Fußweg von der Haltestelle „Tōfukuji“ .

Öffnungszeiten

9:00~16:00 Uhr

8:30~16:30 Uhr (November)

Eintrittsgebühr

400 Yen

Rokuharamitsuji-Tempel

by Shiori Nanbu
Der Rokuharamitsuji-Tempel wurde im Jahre 951 von Kūya-Shōnin gegründet.

Wer ist Kūya-Shōnin?

Kūya-Shōnin wurde im Jahre 903 geboren, aber das genaue Datum ist nicht bekannt.
Er war mehrere Jahre zusammen mit einigen Schülern auf Wanderschaft und sie haben unterwegs bei längeren Aufenthalten eine Straße und eine Brücke repariert und Kranke gepflegt.
Viele Leute haben ihn „Amidahijiri“ oder „Ichinohijiri“ (einen Heiligen) genannt und ihn besonders verehrt.

Im Rokuharamitsuji-Tempel stehen viele hölzernen Buddhas aus der Fujiwara-Kamakura- Ära,die verschiedene Kriege überdauert haben.
Die „Kūya-Shōnin-Zō“,eine Statue des Heiligen, ist sehr berühmt.
Sie charakteristisch sind die 6 daumenlangen „Amida“-Figuren,die aus seinem Mund kommen.

Der gegenwärtige Tempel wurde im Jahre 1363 grundlegend repariert und neu aufgebaut.

So kommt man zum Rokuharamitsu-ji-Tempel Mit dem Bus Nr.206 vom JR-Bahnhof Kyoto.Steigen Sie aus an der Haltestelle „Kiyomizu-dō“ und gehen Sie zu Fuß
7 Minuten
Öffnungszeiten                  8:00~17:00 Uhr
Eintrittsgebühr                  500 Yen

Yasaka-Schrein

by YAMAZAKI Noriko

Der Schrein soll im Jahr 656 gebaut worden sein.


Es waren unter falscher Anklage mehrere Menschen hingerichtet worden. Die Leute glaubten, dass die Geister dieser unglücklichen Menschen aus Rache eine Seuche entfacht haben. Im Jahr 869 gab es eine große Epidemie. Um die Götter mild zu stimmen, begann man das Gion-Fest zu feiern.
In der Muromachi Ära wurden die Festwagen von den wohlhabenden Bürgern prächtig geschmückt.

Man besucht in der Silvesternacht oder am Neujahrstag den Schrein. Beim Okera-Fest wird nach einer traditionellen Zeremonie ein heiliges Feuer entfacht. Mit dem Feuer wird dann gegen Abend am 31. Dezember in eisernen Laternen Feuer angezündet. Die Besucher im Yasaka-Schrein, zünden sich damit eine Lunte an und nehmen das Feuer mit nach Hause. Dann zünden sie in ihrem Haus-Schrein ein geweihtes Licht an und kochen mit dem Feuer Reiskuchensuppe.


Der Maruyama-Park ist östlich des Yasaka-Tempels. Der Park ist wegen der Kirschblüten berühmt. Und der Park war der Schreinbezirk des Gion-Schreins (früher Yasaka-Schrein). Aber der Park ist jetzt ein städtischer Park der Stadt Kyoto, weil er in der Meiji Ära dem Staat gestiftet worden war.
<参考資料>
http://web.kyoto-inet.or.jp/org/yasaka/
http://raku.city.kyoto.jp/sight/new/menu_small.php
http://www.kyokanko.or.jp/3dai/gion.html

Der Kurama Tempel

by TSUDUKI Rina

Die Energie der Natur in Kurama und Kibune

Was ist der Kurama Tempel? –

Der Kurama-Tempel steht am Fuß des Berges Kurama im Nordosten der Stadt Kyoto. Hier kann man von den Göttern Energie zum Leben bekommen.

„Die Götter“ bedeutet hier die „Kosmische Energie“ und ihre
Wirkung soll sich durch Liebe, Licht und Kraft manifestieren.
Der Kwannon Bodhisattwa mit den eintausend Armen ist für
„Liebe“ zuständig. Der buddhistische Kriegsgott,
„Bischamon-ten“, regiert das „Licht“. Und „Goho-mao-Son“ wird
als der Schutzgott des Buddhismus bezeichnet. Er beherrscht
die „Kraft“. Diesen drei Göttern ist der Kurama-Tempel geweiht.
Dieser Glaube ist auch in Japan ungewöhnlich . Die religiöse Kraft in diesem Tempel ist stärker als in den anderen Tempeln in Kyoto. Er ist sehr heilig und mystisch. Im Kurama-Tempel kann man besonders gut den japanischen religiösen Begriff fühlen. Wer sich für japanische Religion interessiert, der sollte hier herkommen.

– Machen wir einen Ausflug in der Schatzkammer der Natur! –


Aber alle Leute können hier die Schönheit der Natur genießen, wenn
Sie sich auch nicht für die japanische Religion interessieren. In der
Natur des Berges Kurama kann man sich regenerieren. Der ganze
Berg Kurama ist ein Naturschutzgebiet. Genießen Sie in Dankbarkeit die Natur. Sie hören keinen Krach. Sie besuchen einen Tempel, aber fühlen, dass Sie einen heiligen Ausflug machen. Besonders die Bäume mit der bunten Färbung sind im Herbst sehr schön.

Vielleicht haben Sie auf dem Weg Hunger, weil Sie auf den Berg steigen. Nehmen Sie sich Proviant mit! Aber natürlich dürfen Sie in den Bergen keinen Müll hinterlassen.

– Kibune –

Wenn Sie vom Kurama-Tempel eine Weile laufen, erreichen Sie Kibune mit dem Kibune-Schrein. Er ist einem Wassergott geweiht und man betete hier früher um Regen.


– Weissagungszettel –

Es gibt seltsame Weissagungszettel im Kibune Schrein, man nennt sie „Mizuura-Mikuji“, Wasserorakelzettel. Die Weissagung auf den Zetteln wird sichtbar, wenn man sie in das bereitgestellte Gefäß mit heiligem Wasser eintaucht. Nachdem man seine Weissagung zu Ende gelesen hat, bindet man den Zettel an einen Zweig.

– Gaumenfreuden im Sommer und im Winter –

Der Kibune-Fluss fließt durch diesen Bereich und viele japanische Restaurants stehen am Fluss entlang. Im Sommer werden über dem Fluss terrassenartige Böden aufgebaut und Sie können so über dem rauschenden Fluss in der Natur sitzen und essen. Im Sommer isst man Ayu, eine Art Forelle, und Somen, diese japanischen feinen Nudeln sind sehr lecker. Im Winter bekommt man eine Art Wildschwein-Eintopf.

– So kommt man zum Kurama Tempel –

Fahren Sie mit dem Eiden-Zug vom Demachiyanagi-Bahnhof aus. Besonders möchte ich empfehlen, dass Sie mit dem Zug „Kilala“ fahren, weil „Kilala“ speziell so gebaut wurde, dass man die schöne Aussicht vom Wagenfenster aus gut sehen kann.

Heian-Schrein

by TSUDUKI Rina

Heian-Schrein

Im Jahre 794 verlegte der Kaiser Kanmu
die Hauptstadt von Nara nach Kyoto, und
nannte sie „Heian-Kyo“. Der Schrein wurde
im Jahre 1895 zum Andenken an den 1100.
Jahrestag gebaut. Der Schrein ist den Seelen
der Kaiser Kanmu und Komei geweiht. Der
Kaiser Kanmu baute die Hauptstadt
„Heian-Kyo“ und der Kaiser Komei ist der letzte Kaiser, der in Kyoto wohnte. Außerdem gibt es im Schrein einen großen heiligen Garten, den „Shinen

- Warum ist das Torii so weit vom Schrein entfernt? -

Die Entfernung zwischen dem Torii und dem Haupttor wirkt seltsam. Das Torii ist für jeden Schrein ein unentbehrliches Element. Das Torii bezeichnet einen Eingang zur heiligen Welt (Schreinbezirk). Aber das Torii des Heian-Schreins steht mitten auf einer öffentlichen Straße.

Ist die Straße heilig, die zwischen dem Torii und dem Schrein liegt? So ist es nicht. Auch der Platz gehörte bis zum Zweiten Weltkrieg zum Schrein. Aber zum Beginn des Krieges machte der Schrein der Regierung mit dem Platz ein Geschenk. Darauf wurde die Straße gebaut.

- Tiger und Drache -

Am Eingang des Schreinbezirks gibt es rechts und links ein Becken, an dem man sich vor dem Gebet den Mund und die Hände spült um die Seele zu reinigen. Auf jedem Becken steht eine Figur aus Stein, auf dem westlichen steht ein Tiger, auf dem östlichen ein Drache. Die Tiere sind nach altchinesischem Glauben Schutzgötter für je eine Himmelsrichtung.

Tiger

Drache

Norden - schwarze Schildkröte
Süden - roter Spatz
Osten - blauer Drache
Westen - weißer Tiger

- Hochzeit im Schrein -

Man kann im „Kaguraden“ Hochzeit feiern. „Kagura“ bedeutet „die Musik, die Göttern dargebracht wird“. Bei einer Hochzeit im Schrein wird diese Musik intoniert. Manchmal sieht man in der Nähe vom Ausgang des heiligen Gartens Hochzeitsgesellschaften.

Eine Hochzeit

- Drei Gebäude -

„Der Daigokuden“, der Hauptbau im Schrein, besteht aus drei Gebäuden: Der Gaihaiden steht allen Besuchern offen. Die übliche Andacht besteht aus 3 Teilen, auf Japanisch „Nirei, Nihaku, Ichirei“ - „zwei Verbeugungen, zwei mal Klatschen, eine Verbeugung“
Bedeutung:
zwei Verbeugungen: Dank an die Götter
zwei mal Klatschen: Die eigene Existenz den Göttern kundtun
eine Verbeugung: Die Bitte für künftige Wünsche

„Mit den Wölfen muss man heulen“. Komm, machen wir „Nirei, Nihaku, Ichirei“!

Naihaiden → Man kann nur eintreten, wenn man die Götter anruft.
Gohonden → Nur Schinto-Priester können eintreten. Dies ist der heiligste Bau, weil er den Seelen von Kaiser Kanmu und Kaiser Komei geweiht ist.

- Lasst uns Sake mit Bier vergleichen!-

Im Heian-Schrein stehen ein Kirschbaum und ein
Tachibana-Baum (eine Art Mandarine), von dem
man jedes Jahr 100 kg Früchte erntet. Daraus
werden Süßigkeiten (Waffelkuchen mit Marmelade und Gelee) und Sake gemacht. Diese Waren kann man nur am Kiosk im Schrein kaufen, deshalb sind sie etwas ganz Besonderes. Der Tachibana-Sake ist wie ein süßer Wein. Außerdem hält man im Osten die Früchte für Ambrosia. Probieren Sie mal.

- Eine andere Welt? -

Der Heian-Schrein liegt an der Straße, aber man kann eine heilige Ruhe erleben, wenn man in den Garten „Schinen“ eintritt. Zu jeder Jahreszeit sieht der Garten anders aus. Es gibt Tiere und Pflanzen, ein Paradies. Eine Brücke (Taiheikaku) führt über einen großen Teich und lädt dazu ein zu verweilen und die Geschöpfe im Teich zu betrachten.

So kommt man zumHeian-Schrein Vom Kyotobahnhofmit dem Bus Richtung Gion Nr. 206mit dem Bus Richtung Iwakura oder Ginkakuji-Tempel Nr. 5

und zu Fuß ca. 3 Minuten

※Steigen Sie aus an der Haltestelle „Kyoto-Kaikan Bijutsukan

mae” (Vor der Kunsthalle Kyoto)

Öffnungszeiten 6:00 – 18:00 Uhr
Ruhetag Nur am 22. Oktober am Nachmittag(Wegen eines großen Festes)
Eintrittsgebühr Kostenlos (der Eintritt zum Schinen kostet 600 Yen)

Kennin-ji-Tempel

by TSUDUKI Rina
Im Jahre 1202 wurde der Kennin-ji-Tempel von dem Mönch Eisai gegründet. Der Kennin-ji-Tempel ist sehr berühmt als der älteste Zen-Tempel in Japan.

Wer ist Eisai?

Eisai studierte in China den Zen-Buddhismus und verbreitete ihn nach der Heimkehr in Japan. Außerdem brachte er aus China Teesamen mit und führte in Japan die Kunst der Teezeremonie ein.

Was ist Zen-Buddhismus?

Das Zen ist eine alte Richtung im Buddhismus. Durch Meditation versucht man die zerstreuten Gedanken zu bezwingen und durch Konzentration die Täuschung der Welt zu überwinden und seine eigene eigentliche Gestalt zu finden.

Wo ist der Kennin-ji-Tempel?

Der Kennin-ji-Tempel steht in der Nähe von Gion. Wenn man in den Kennin-ji eintritt, spürt man da eine Stille, ganz anders als auf der lebendigen Shijō-Straße. Und man findet einige erhabene Gebäude.

Der Garten eines Zen-Tempels

Gärten von Zen-Tempeln sind oft als „Karesansui“ gestaltet. Ein Karesansui ist ein Garten, in dem kein Wasser und keine Pflanzen verwendet werden. Meinen Sie, dass so ein Garten langweilig ist? Aber das ist eine Art geistige Übung im Zen-Tempel, dass man mit der Vorstellung in der verwelkten Welt Wasser findet. Wenn man sich auf der Veranda auf den Garten konzentriert und auf sich wirken lässt, kann man den Lärm der Stadt vergessen und findet seelisches Gleichgewicht.

Sehenswürdigkeit I

Schauen Sie sich das Foto an.

Haben Sie das Bild schon einmal gesehen? Das ist der berühmte Wandschirm „Windgott und Donnergott“, ein Werk des Malers Tawaraya Sotatsu. Früher befand sich das Bild im Kennin-ji-Tempel, aber es wurde dann zum Nationalschatz erklärt und ist nun im Nationalmuseum in Kyōto. Im Kennin-ji-Tempel gibt es heute nur eine Kopie. Es ist schade, dass im Kennin-ji-Tempel nicht das echte Bild zu sehen ist. Aber wenn das Ihnen gefällt, können Sie im Kennin-ji-Tempel, ─ und nur hier ─ Waren mit Abbildungen kaufen.

Briefordner

Buchumschlag mit Lesezeichen

die Größe für ein kleines japanisches Taschenbuch
Ich benutze so einen Umschlag und der gefällt mir gut.

Sehenswürdigkeit II

Im Gebäude „Hattō“ finden Sie das Deckengemälde „Zwei Drachen“. Das wurde im Jahre 2002 zum Andenken an den 800. Jahrestag gemalt. Es ist so lebendig, dass man denkt, der Drache flöge davon. Das Foto vermittelt nur einen schwachen Eindruck. Sie sollten sich unbedingt das Deckengemälde im Original ansehen!

Sehenswürdigkeit III

Der Kennin-ji ist berühmt auch für seine zahlreichen Bilder auf den Schiebetüren. Im Kennin-ji-Tempel gibt es verschiedene Räume, die man sehen, aber nicht betreten kann. Die Bilder auf den Schiebetüren (Fusuma), die die Räume voneinander abtrennen, sind interessant.
Ungewöhnlich für einen Tempel ist, dass es einen Raum gibt, wo man sich in Ruhe hinsetzen und auf den Garten blicken kann.

So kommt man zum Kennin-ji-Tempel mit dem Bus Richtung Gion Nr. 206 vom JR-Bahnhof KyotoSteigen Sie aus an der Haltestelle Higashiyama-yasuiund gehen Sie zu Fuß ca. 5 Minuten Richtung Westen
Öffnungszeiten 10:00 – 16:00 Uhr
Ruhetage von 28. Dezember bis 31. Dezember
Eintrittsgebühr 500 Yen