Die Steinfiguren vom Adashino-Nenbutsu-Tempel

February 8, 2017

Karen Arimoto und Mayu Shimizu

 

Der Ort Arashiyama in Kyoto ist sehr berühmt wegen seines Bambuswalds, aber es gibt auch noch andere Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besuchen muss, wenn man in Arashiyama ist. Kennen Sie zum Beispiel den Adashino-Nenbutsu-Tempel? Dorthin kann man vom Bambuswald aus in etwa 30 Minuten laufen. Es gibt in diesem Tempel viele Schutzgottheiten und man kann dort zu jeder Jahreszeit verschiedene Naturansichten genießen.

 

Der Adashino Tempel wurde vor 1100 Jahren erbaut. Im Tempelbezirk gibt es mehr als 8000 Buddhastatuen, die alle Gräber von Verstorbenen waren. Vor langer Zeit standen diese Buddhastatuen überall in diesem Gebiet. Sie wurden von den Bewohnern der Gegend nach und nach gesammelt und in den Tempel gebracht. Im August hält man dort eine Feier zur Totenmesse ab.

 

Man kann den Tempel von der Bahnstation Arashiyama aus zu Fuß erreichen. Wir sind einmal zu Fuß gegangen, aber es war ein bisschen anstrengend und hat ungefähr 30-40 Minuten gedauert. Also raten wir Ihnen, mit dem Bus zum Adashino Tempel zu fahren. Man kann von der Arashiyama Station bis zur Haltestelle „Toriimoto“ einen Bus nehmen. Die Fahrt kostet 230 Yen und dauert 20 Minuten.

 

Öffnungszeiten: 9:00 – 16:30 Uhr (von Dezember – Februar nur bis 15:30)

Eintritt: Erwachsene 500 Yen

Mittelschüler / Oberschüler 400 Yen

Kinder unter 12 Jahren kostenlos

 

durch den Eingang

durch den Eingang

Buddhastauen

Buddhastauen

der Weg

der Weg

Und ganz in der Nähe befindet sich ein weiterer Tempel namens Otagi-Tempel.

Dort muss man nur 300 Yen Eintritt bezahlen. Bei unserem Besuch waren wir sehr überrascht von den vielen Steinfiguren, die dort waren, denn wir hatten nicht erwartet, dass diese so groß sein würden. Sie waren etwa 80 cm groß und hatten alle verschiedene Gesichter. Die Steinfiguren haben die Tempelbesucher in der Showazeit gemeißelt, um den Wiederaufbau des Tempels  zu fördern.

 

Steinfiguren

Steinfiguren

Steinfiguren

Steinfiguren

hinter von Steinfiguren

Steinfiguren Rückansicht

 

Wir empfehlen den Otagino-Tempel, weil wir die verschiedenen Gesichter der Steinfiguren sehr interessant fanden. Der Adashino-Nenbutsu-Tempel hat uns ein bisschen Angst gemacht, weil es dort so viele Grabsteine gab. Beide Tempel sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

URL:Adashino-Nenbutsu-Tempel http://www.nenbutsuji.jp/

URL : Otagino-Tempel                           http://www.otagiji.com/

 

Das Asahi Heilbad an der Saiin−Station

Karen and Mayu

Interessieren Sie sich für Badehäuser? Wir möchten Ihnen das traditionelle Badehaus Asahi-Yu neben der Saiin-Station vorstellen. Es ist zu Fuß nur 5 Minuten von der Station entfernt. Das Asahi-Yu gibt es etwa seit einhundert Jahren. Es ist ein beliebtes Bad bei Ortseinwohnern.

Eingang von Asahiyu

Eingang des Asahiyu

Hier muss man die Schuhe ausziehen.

Das Asahi-Yu ist das einzige Badehaus in Saiin. Dort kann man Handtücher, Duschgel, Shampoo und Spülung kostenlos ausleihen. Im Asahi-Yu gibt es auch eine Sauna und Massagestühle. Nach dem Bad kann man dort billig Getränke kaufen, zum Beispiel Milch mit Kaffeegeschmack, wie man sie in Japan oft nach dem Besuch im Badehaus trinkt.

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Alles für das Bad

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Getränke

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Getränkeauswahl

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Milch mit Kaffeegeschmack

Die Duschen und Wasserhähne funktionieren anders als in einem normalen Bad. Da es auch für uns der erste Besuch in einem traditionellen Badehaus war, wussten wir zuerst nicht, wie man sie benutzt.

Hier einige Regeln:

  • Im Bad muss man sich vollständig entkleiden.
  • Bevor man ins heiße Wasser steigt, wäscht man sich.
  • Mit dem Handtuch kann man seinen Körper waschen. Im Bad legt man das Handtuch auf den Kopf.
  • Beim Waschen sitzt man auf einem kleinen Hocker und stoppt die Dusche, während man sich wäscht.
  • Das Waschtuch taucht man nicht ins Gemeinschaftsbad.
  • Man wäscht dort keine Privatkleidung.
  • Bevor man in den Umkleideraum zurückgeht, wischt man seinen Körper trocken.

 

Achtung: Wenn man irgendwo Tattoos hat, kann man nicht ins Onsen, Spa oder Badehaus gehen, weil das der japanischen Tradition widerspricht. Die anderen Leute denken dann, dass man zur Mafia gehört. Es ist ein Problem, dass jetzt auch einige junge Leute in Japan kleine Tattoos als Modeaccessoire tragen. Dadurch können weniger Leute die Badehäuser besuchen. Welchen Einfluss könnte das auf unsere japanische Badekultur haben? Wir wollen diese Tradition bewahren und Ihnen den Besuch eines Badehauses empfehlen, und im Besonderen den des Badehauses in Saiin.

 

Öffnungszeiten: 14:30 – 0:30

Ruhetag: Freitag

Gebühren: Erwachsene 430 Yen

Grundschüler 150 Yen

Kinder unter 6 Jahre kostenlos

 

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Massagestühle

 

 

 

Der Affen-Park auf dem Iwata Berg

von Karen Arimoto und Moe Murakami

Möchten Sie einmal wilde japanische Affen in Kyoto sehen? Das kann man in Arashiyama machen. Arashiyama ist berühmt für die Togetsu-Brücke und den Bambuswald, aber außer diesen gibt es noch weitere Attraktionen dort, die nicht so bekannt sind. Eine davon ist der Affenpark auf dem Berg Iwata.

Dort leben momentan etwa 120 wilde Affen. Wenn Sie Glück haben, können Sie auch noch anderen wilden Tieren begegnen.

der EIngang      die Mappe

 

Zuerst sollten Sie über die Regeln Bescheid wissen.

  1. Man sollte sich bequeme Kleidung anziehen. Vom Eingang bis zur Aussichtsplattform und zum Futterplatz führt ein sanft ansteigender Bergweg von etwa 15 bis 20 Minuten Wanderzeit. Für Frauen empfehlen wir, bequeme Schuhe anzuziehen!
  2. Für Besichtigungen mit Kinderwagen: Es gibt nicht genug asphaltierte Wege, deshalb ist es besser, wenn man den Kinderwagen am Eingang beim Büro abgibt.
  3. Essen und Futter: Da man nie weiß, wann ein Affe auftaucht, darf man während der Wanderung kein Essen auspacken. Futter darf man den Affen nur im Warteraum auf dem Berg geben. Dort kann man auch Äpfel oder Nüsse kaufen.
  4. Blickkontakt mit den Affen: Wenn man einem Affen aus der Nähe in die Augen sieht, kann es passieren, dass der Affe sich bedroht fühlt und aggressiv wird. Daher vermeiden Sie direkten Blickkontakt, wenn Sie auf dem Berg oder auf dem Weg einen Affen treffen.
  5. Gepäck: Die Affen interessieren sich für Tüten und Beutel. Stecken Sie diese deshalb bitte in Ihre Taschen oder geben Sie sie im Büro ab.

 

Wenn Sie diese Regeln beachten, steht Ihrem Besuch beim Affenberg nichts im Weg. An der Kasse müssen Sie bezahlen.

Erwachsene und Schüler über 16 Jahre ¥550

Kinder und Schüler (4 – 15 Jahre) ¥250

die Eintrittskarte(die rechte Seite)die Eintrittskarte(Rück Seite)

Auf dem Weg zum Gipfel gibt es hier und dort Quizstationen. Bitte versuchen Sie doch mal Ihr Glück. Der Weg teilt sich in links und rechts. Der linke Weg zeigt im Herbst eine schöne Herbstfärbung, die man wie durch einen Tunnel durchschreiten kann. Auf der anderen Seite ist es schattig und deshalb am besten geeignet für die Sommerzeit. In der Nähe des Gipfels gibt es einen kleinen Spielplatz, auf dem die Kinder Spaß haben können.

Der Gipfel ist etwa 160 Meter hoch. Sie können von dort aus sogar den Kyoto-Tower sehen.

das Quizunterwegs

 

*Kommentar der Autorinnen*

Uns hat es dort Spaß gemacht. Obwohl wir es unterwegs ein bissen steil gefunden haben, konnten wir auf dem Gipfel eine sehr schöne Aussicht genießen und wilde Affen kennenlernen. Daher empfehlen wir Ihnen, den „Affenberg“ auch einmal zu besichtigen.

vor dem Warteraumder Affeder Affeder Affe(mit six pack)

Hier ist die Homepage.

http://monkeypark.jp/en/

 

Der Omuro Ninna-ji Tempel

Der Ninna-ji Tempel

Yoosa Soe

Die Geschichte des Ninna-ji Tempels

Der Bau des Ninna-ji Tempels wurde im Jahre 888 auf Anweisung des Kaisers Kōkō begonnen, doch leider verstarb der Kaiser im darauffolgenden Jahr. Im Jahre 889 wurde der Tempel deshalb für dessen Nachfolger Kaiser Uda fertiggestellt. Der Name des Tempels „Ninna“ war der Name der damaligen Ära (885-889) in Japan. Kaiser Uda wurde Priester und erster Hohepriester im Ninna-ji Tempel, bis er im Jahre 889 abdankte. Seitdem führte die kaiserliche Familie Monseki über dreißig Generationen den höchsten Titel. Der Monseki ist ein Oberpriester, den die kaiserliche und adlige Familie stellte. Im Jahre 1468 wurde das Gebäude des Ninna-ji Tempels beim Ōnin-Krieg (1467 -1477) verbrannt. Auf den Vorschlag des 21. Hohepriesters Kakushin-Hoshinnō wurde das Gebäude des Tempels im Jahr 1646 von Tokugawa Iemitsu endlich wiederaufgebaut. Als der Sohn des Kaisers Priester wurde, erhielt er Hoshinnō als Titel. Im Jahre 1867 wurde die tausendjährige Geschichte des Monseki-Clans dadurch beendet, dass Junnin als der dreißigste Hoshinnō sich als Monseki laisieren ließ, also seinen Titel ablegte und in ein bürgerliches Leben zurückkehrte. Heute gilt der Ninna-ji Tempel als Omuro Schule, die eine Konfession der Shingon Schule ist, und das Hauptimage ist der Amida-Nyorai. Die Shingon Schule wurde im 9. Jahrhundert von dem buddhistischen Mönch Kukai aus China eingeführt. 1994 wurde der Temple als Teil des UNESCO Welterbe „Historisches Kyoto“ anerkannt.

Omuro Ninna-ji

Omuro Ninna-ji

Eingang zum Palast  für einen Bote des Kaisers

Eingang zum Palast für einen Boten des Kaisers

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Ein Raum im Palast

 

OMURO ist der Name der Residenz von Kaiser Uda als Priester im Ninna-ji. Man nannte die Residenz Omuro Gosho und im Lauf der Zeit dann Ninna-ji Omuroninna-ji, und im Bereich des Ninna-ji auch Omuro. Übrigens, kennen Sie das weltweit tätige japanische Unternehmen OMRON? Die OMRON-Filialen gibt es in Stuttgart, Mannheim, Langenfeld und so weiter. Als OMRON gegründet wurde, stand das Hauptgeschäft im Omuro Bereich. Der Name des Unternehmens OMRON stammt daher vom Omuroninna-ji. Noch heute gibt es in der alten Hauptgeschäftsstelle von OMRON einen Gedenkstein, der darauf hinweist.

Sehenswürdigkeiten

Der Tempelbereich ist 90.000 Quadratmeter groß und darin erheben sich mehrere Gebäude als wichtiges Kulturgut und Teil des Nationalschatzes. Der Tempel steht in enger Beziehung zur kaiserlichen Familie. Er ist deshalb sowohl würdevoll als auch prächtig. Das Innere des Gebäudes ist mehr ein Schloss als ein buddhistischer Tempel. Zuerst geht man durch das Niō-mon Eingangstor, an dem Kongo-rikishizou (1603-1867) als Genius des Tempels aufgebahrt wurde. Dann findet man an der linken Seite den Eingang zum Palast, wo die Residenz von Kaiser Uda stand. Hier kann man zwei gegensätzliche japanische Gärten bestaunen. Der südliche Garten ist ein Trockengarten. Er besteht lediglich aus Steinen, Felsblöcken und Kies, durch dessen wellenförmig geharkte Strukturen Wasser dargestellt wird. Der nördliche Garten besteht aus einem Teich und einem Wasserfall und beim Teehaus am Hang und durch den Garten sieht man die fünfstöckige Pagode. Ohne Zweifel wird man hier einer typischen Landschaft von Kyoto ansichtig.

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Eingang zum Palast

Der nördliche Garten

Der nördliche Garten

Der südliche Garten

Der südliche Garten

 

Die Schatzkammer Reihou-kan liegt auf der rechten Seite. Vom Eingangstor sieht man geradeaus auf das rote Tor (Mittleres Tor) und geht dort hindurch. Vor sich sieht man dann die Kondo Haupthalle (1613), in der die Amida-Trias aufgebahrt wurde, und auf der rechten Seite die fünfstöckige Pagode (1644).

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Mittleres Tor

die fünfstöckige Pagode

Die fünfstöckige Pagode

Kondo als Haupthalle

Kondo als Haupthalle

 

Auf der linken Seite wurden 200 Kirschbäume als Symbol des beginnenden Frühlings eingepflanzt. Im April ist die beste  Saison für die Kirschblüten. Im Frühling gehen meisten Japaner Kirschblüten sehen. Das ist ein japanischer Brauch. Die Kirschblüten im Ninna-ji Tempel sind dafür bekannt, dass die Blumen achtfache Blütenblätter haben und deshalb ist dieser Tempel eine der wichtigen Sehenswürdigkeiten zur Kirschblütenzeit. Die Herbstfärbung und die Winterruhe im Tempel stehen im Gegensatz zum prächtigen Frühling und sind sehr geschmackvoll. Der Ninna-ji Tempel ist jederzeit einen Besuch wert!

Omuro Kirschblüten

Kirschblüten

Yae Kirschblüten

Die achtfachen Kirschblütenblätter

Omuro Kirschbäume

Sehenswert: Der  Baumstamm ist ganz kurz!

 

Die Herbstfärbung

Die Herbstfärbung

Die Herbstfärbung

Die Herbstfärbung

Besichtigung der Kirschblüten

Ein japanischer Brauch im April

Adresse: Omuro Ouchi, Ukyo-ku Kyoto-shi, Kyoto, 616-8092, Japan      Telefonnummer: 075-461-1155

Öffnungszeit: März- November → 9:00 – 17:00 Dezember- Februar → 9:00 – 16:30

Eintritt: 500 Yen

Anfahrt: 1 mit der Randen-Bahn nach Omuro Ninna-ji

2 mit dem Bus 26 von der Bushaltestelle am Bahnhof Kyoto nach Omuro Ninna-ji

3 mit dem Bus 10 oder 59 von der Bushaltestelle Sanjo Keihan nach Omuro Ninna-ji

Der Otagi Nebutsu-ji Tempel

Autorin : Yoosa Soe

 

Der Otagi Nenbutsu-ji Tempel

Die Geschichte des Tempels

Der Tempel steht auf der Atago-Straße, die 2006 als original japanische „Landschaftsstraße“ ausgezeichnet wurde, und ist als Abfahrtspunkt der Sagano-Besichtigungstour bekannt. Eigentlich wurde der Tempel auf König Shotokus Befehl in der Mitte des 8. Jahrhunderts als Otagi-Tempel in Kyoto Higashiyama gebaut. Aber am Anfang der Heian-Zeit wurde das Gebäude des Tempels bei einem Hochwasser des Kamogawa-Flusses zerstört und deshalb später auf König Daigos Befehl von Senkan Naigu wiederaufgebaut. Senkan gehörte zur Tendai-Schule, einem der beiden wichtigsten Ableger des Mahayana Buddhismus. Sie wurde im Jahr 806 von China durch den buddhistischen Mönch Saicho nach Japan überliefert. Das Sutra ist das Lotos-Sutra, das predigt, dass alle zu Buddha werden. Senkan rief den Namen Buddhas auf Lebenszeit an. Aufgrund seines buddhistischen Glaubens war er überzeugt, dass durch die Erlösung alle zu Buddha werden und in Frieden ruhen. Daher nannte man ihn Priester “Nenbutsu“ (der den Namen Buddhas anruft und preist) und deshalb wird der Tempel auch Otagi Nenbutsu-ji genannt. Leider wurde der Tempel wiederholt überflutet und deshalb im Jahr 1922 zur Atago-Straße umgesiedelt und dort wiederaufgebaut, um die Gebäude des Tempels zu erhalten. Im Tempelbereich liegt das Hauptgebäude, das in der Mitte der Kamakura-Zeit (1185 bis 1333) wiederaufgebaut wurde. Darin steht eine tausendarmige Kannon-Bodhisattwa als Schutz gegen das Böse und auch als Hauptsymbol des Tempels. Das ist einer der wichtigsten Kulturschätze Japans. Am Eingang des Tempels steht das Ninno Tor aus der Mitte der Edo-Zeit (1603 bis 1867). Darin aufgebahrt befindet sich die Kongorikishi Statue als ein Genius des Tempels aus der Kamakura-Zeit. Sie gehört zum offiziellen Kulturerbe Kyotos.

 

Ich bin der Genius des Tempels!

Ich bin der Genius des Tempels!

Drei Glocken klingeln harmonisch!

Drei Glocken läuten harmonisch!

Hondo als Hauptgebäude

Hondo als Hauptgebäude

 

Der Tempel als Sehenswürdigkeit    

Die meisten Besucher laufen in Arashiyama bis zum Daikakuji Tempel oder zum Seiryouji Tempel in Sagano, der auf der Karte für Touristen steht. Doch nur wenige Besucher bemerken den kleinen Tempel, der nicht auf der Karte für Touristen verzeichnet ist. In diesem Tempelbereich stehen 1200 Rakan-Figuren aus Stein. Rakan war ein Schüler von Buddha und verbreitete den Buddhismus als Mönch. Merkwürdigerweise gibt es keinen einzigen Rakan mehrmals, weil all diese Rakan von Besuchern des Tempels angefertigt wurden. Außerdem waren sie alle keine Handwerker, sondern blutige Laien.

Wer bin ich ?

Wer bin ich ?

Hörst du mich?  - Was?

Hörst du mich? – Was?

Prost!

Prost!

 

Warum gibt es 1200 Rakan in diesem Tempelbereich? Die Zahl 1200 setzt sich aus 500 und 700 zusammen. Die 500 symbolisiert die Anzahl der Mönche, die beim Tod Buddhas anwesend waren. Die 700 symbolisiert die Anzahl von Mönchen, die 100 Jahre nach dem Tod Buddhas eine große Versammlung abhielten und die buddhistische Lehre prüften, um zu verhindern, dass ein Glaubenssatz versehentlich eingeführt wird. 1955 wurde Kôcho Nishimura, der sich mit der Rekonstruktion von 600 Statuen der Tausendarmigen Kannon im Sanjusangen-do in Kyoto beschäftigt hat, als Oberpriester des Tempels eingesetzt. Damals war der Tempel als tristester Tempel in Kyoto bekannt. Der kleine Tempel hatte nur wenig Besucher oder Auftraggeber für Trauerfeiern und andere buddhistische Bräuche, sodass der Tempel immer mehr verfiel.

Kôcho Nishimura wünschte sich, den heutigen Menschen die Buddhistische Lehre irgendwie näher zu bringen. Er war davon überzeugt, dass jeder, der zumindest den Wunsch zu beten im Herzen hatte, auch in der Lage sei, eine Buddha-Statue aus einem Stein zu hauen. Daher appellierte er beim Gebet zum Wiederaufbau des Tempels 1981 an die Besucher: „Wollen wir zusammen eine Statue als Rakan anfertigen?“ Diesem Ruf folgten viele Teilnehmer aus allen Regionen Japans. Durch seine gute Anleitung schaffen sie es, die Statuen aus den Steinen zu hauen. 10 Jahre später, also 1991, war der Wunsch des Priesters endlich erfüllt und 1200 Rakan füllten das Tempelinnere. Lassen auch Sie sich von den humoristischen und ausdrucksvollen Rakan im Tempelbereich empfangen und für die Mühen Ihrer Reise belohnen.

 

Wollen wir boxen?

Wollen wir boxen?

Sehr lustig Musik zu hören!

Sehr lustig Musik zu hören!

Lächeln!

Lächeln!

 

Information

Adresse: 2 – 5 Fukatani – cho, Saga Toriimoto, Ukyo – ku, Kyoto 616 – 8439

Telefonnummer: 075 – 865 – 1231

Eintritt: 300 Yen

Öffnungszeit : 8:00 – 17:00 (ohne Ruhetag)

Anfahrt: mit dem KYOTO-BUS nach KIYOTAKI (Nr.62・64・72・74・94)

von der Bushaltestelle HANKYU-ARASHIYAMAEKIMAE od. ARASHIYAMA-

TENRYUJIMAE bis zur Bushaltestelle OTAGIDERAMAE

Der Daihikaku Senkouji Tempel

von Yoosa Soe

Die Geschichte des Tempels

Daihikaku Senkouji

Der Daihikaku Senkouji Tempel ist ein Zen Tempel. Er wurde 1614 von Ryoui Suminokura erbaut. Wer war Ryoui Suminokura? Ryoui Suminokura war ein Großkaufmann. Er ist der Begründer einer privaten Handelsgesellschaft in Japan und handelte mit südlichen Ländern, hauptsächlich mit Vietnam, und erwarb sich große Verdienste bei der Einfuhr fremder Kulturen. 1609 fing er an, die Hozu-Schlucht zu erweitern, um viele Agrarprodukte von Tango nach Kyoto transportieren zu können. Das dabei wegzuräumende Geröll machte viele Probleme. Der reißende Strom Hozu, riesige Steine und Felsbrocken brachten die Menschen in Lebensgefahr. Deshalb wurde hier von Ryoui Suminokura der Daihikaku Senkouji Tempel erbaut, um für die Seelen der geopferten Menschenleben zu beten. Von der Terrasse des Tempels aus kann man in die Tiefe des Hozu-Flusses sehen und man hat einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt Kyoto. Noch heute beschützt die im Tempel stehende Holzfigur von Ryoui Suminokura den Fluß.

 

Ryoui Suminokura

 

Wanderweg

Wo ist der versteckte Tempel in Arashiyama?

Gehen Sie zuerst die Hauptstraße in Arashiyama geradeaus, wo es von Touristen wimmelt, und dann über die Togetsu – Brücke. Dann gehen Sie entlang des Hozu-Flusses   in Richtung Oberlauf (Gebirgsseite).  In der Nähe vom Arashiyama Monkey Park Iwatayama und einer kleinen Bootsanlegestelle finden Sie ein Schild mit einem Hinweis auf den Tempel. Auf dem Schild steht”1 km Wanderweg bis zum Daihikaku Senkouji Tempel mit einem wunderschönen Ausblick  auf die herrliche Landschaft”.  Die meisten Touristen gehen aber nicht weiter. Schade!  Aber es ist nicht so weit wie Sie vielleicht vermuten. Halten Sie durch! Wenn Sie auf der linken Seite die Steintreppe sehen,  sind Sie am Daihikaku Senkoji Tempel angekommen.

Die Steintreppe

 

Der Hozu-Fluss

 

Der Ausblick

Besucherterrasse des Tempels

Von der Besucherterrasse des Tempels können Sie im Hintergrund den Hie Berg und davor den Kinugasa Berg sehen. Die fünfstöckige Pagode von Ninnaji  ist Weltkulturerbe  und steht rechts daneben.

Die Aussicht vom Tempel

Wenn Sie  Ihren Blick weiter nach rechts richten, so können Sie dann den Daimonji Berg und die 36 Berggipfel von Higashiyama sehen. Sie haben auch einen herrlichen Ausblick  auf die Stadt Kyoto. Diese Aussicht vom Tempel ist nicht nur während der Herbstfärbung sehr schön, sondern auch im Frühsommer, wenn alles grünt, oder auch im Winter. Das Schönste aber ist, daß man, weit entfernt vom Alltag in der Stadt, sich in der wunderschönen Natur und ruhigen Landschaft erholen kann.

 

 

Information                   

 Adresse : 62 Arashiyama Nakaoshitacho, Nishikyo-ku Kyoto-shi, Kyoto 616-0004

 TEL: (075)861—2913

  Öffnungszeiten : täglich  9-17

 Eintritt : 400  Yen    ( Die Benutzung des Fernrohrs ist kostenlos.)

Shoki-der Schutzgott der Bürger von Kyoto

von Yukako Sakamoto

        Nodoka Furubayashi

        Akira Tanaka

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In China gab es in der To-Zeit einen Jungen namens Shoki.

Er hatte eine Prüfung für Beamte gemacht. Aber er war durch die Prüfung gefallen, weil er ein grimmiges Gesicht hatte. Deshalb hatte er sich umgebracht und der Kaiser hatte ihn liebevoll begraben. Danach träumte der Kaiser, dass er von einem Teufel geholfen wurde, als er krank war. Der Kaiser fragte ihn : “Wer sind Sie ? ” und der Teufel antwortete : “Ich bin Shoki, der von Ihnen liebevoll begraben wurde. Ich möchte zum Dank dieses Land vom Unheil befreien. ” Der Kaiser wurde nach diesem Traum wieder gesund und er ließ die Gestalt des Teufels von einem Maler malen. Und so wurde er für die Japaner zum Talismann und zum Gott für diejenigen, die sich einer Prüfung unterziehen müssen.

 

IMG_5366 Altjapanische Gesandtschaften, die zwischen 630 und 894 nach China fuhren, brachten Shoki nach Japan mit. Sein Bildnis wurde gegen Ende der Heian-Zeit gemalt. In der Edo-Zeit um 1810 wurde Shoki in Kyoto auf die Dächer der Bürgerhäuser aufgestellt, um den Teufel auszutreiben. Besonders in der Nähe von Tempeln und Schreinen findet man Shoki auf den Dächern der Bürgerhäuser, weil die Tempel und Schreine den Teufel und die Dämone vertreiben. Um zu verhindern, das diese nicht zurückkommen und in die umliegenden Brügerhäuser der Tempel und Schreine nicht hereinkommen, hatte man Shoki auf die Dächer der Bürgerhäuser aufgestellt, um die Häuser davor zu schützen.

 

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Shoki sieht zwar fürchterlich aus, aber er ist ein Freund der Kinder und er ist sehr freundlich zu ihnen. In der rechten Hand hat er ein Schwert und in der linken Hand die acht Leiden. Sein Gesichtsausdruck ist ängstlich, aber er musste schwere Arbeiten machen und er ist klug. Beim Fest der Jungen wurde Shoki verehrt, der ein Baby vor einer Krankheit schützt. In Kyoto sitzt Shoki als Gott auf den Dachziegeln des Vorderdachs der Bürgerhäuser und schützt die Familie vor bösen Dämonen.

 

 

 

Die Riksha- eine japanische Erfindung

von Yukako Sakamoto

        Nodoka Furubayashi

        Akira Tanaka

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eine Sänfte

Jinrikscha heißt auf Deutsch “Rikscha” und sie wird von einem Menschen gezogen. Sie wurde in der Meiji-Zeit im Jahre 3 (1870) erfunden. Damals war sie ein neues modernes Verkehrsmittel, mit dem man sich schneller als mit der bis dahin benutzten Sänfte (Kago) fortbewegen konnte.

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eine Riksha mit Lackmalerei

Im Laufe der Zeit hat sich die Rikscha in Japan verbreitet und wurde weiter entwickelt. Im Jahre Meiji 8 (1875) hat sie ihre jetztige Form erhalten und wurde nach England, Frankreich, Singapur oder Indien exportiert. Rikscha mit Lackmalereien waren ungefähr bis zum Jahre Meiji 20 (1883) in Mode.

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eine Riksha und ein Rikshamann

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eine Riksha

Als dann die Eisenbahn und etwas später das Auto als Verkehrsmittel weite Verbreitung fanden, hat die Rikscha ihre Bedeutung als Verkehrsmittel verloren und wurde nicht mehr benutzt. Den Mann, der die Rikscha zieht, nennt man”shafu”(Rikschamann). Zu den Höhepunkten in jeder Jahreszeit bietet er den Touristen eine angenehme Unterhaltung. Ich interviewte eine Touristin, die in Arashiyama mit einer Rikscha gefahren ist. Sie sagte mir, dass die Fahrt mit der Rikscha sehr angenehm war, die Erklärungen des “shafu” sehr interessant waren und sie vieles z.B. über die Kultur von Kyoto und Umgebung erfahren konnte. Der “shafu” in Arashiyama wird der Touristin in guter Erinnerung bleiben.

P1030259In Arashiyama kann man sich mit der Rikscha herumfahren lassen. Das macht viel Spaß. Im Frühling kann man die Kirschblüten bewundern, im Sommer das frische Grün der Bäume, im Herbst das rote Laub und im Winter die unberührte Schneelandschaft in den Bergen. Wir empfehlen den Herbst. Die rote Laubfärbung ist wirklich wunderschön. Sie werden sicher begeistert sein, wenn Sie Arashiyama besuchen und mit der Rikscha durch die Gegend fahren. Außerdem gibt es auch einige englisch sprechende “shafu”.

Das Café Shinpachi (Shinpachi Chaya)

von Seiran Nagao

In Kyoto ist es im Sommer sehr heiß. Die Sonne scheint stark und im Freien es ist schwül. Da bietet es sich an, in Arashiyama etwas Kaltes zu essen, zum Beispiel im Café Shinpachi.

Was ist das Café Shinpachi?

   Das Café Shinpachi befindet sich im Nordosten der Togetsukyō-Brücke in Arashiyama. Es ist gleichzeitig Café, Souvenirladen, Fahrradverleih und Eisstand. Im ersten Stock des Cafés kann man Matcha trinken und dazu japanische Süßigkeiten essen, wie etwa Dango (Reismehlklöße) oder Maronen-Manjū, während man die Aussicht auf die Togetsukyō-Brücke und den Katsura-Fluss genießt.
Im Jahr 1986 wurde in diesem Café zum ersten Mal in ganz Japan Matcha-Softeis hergestellt. Auch heute ist es dort noch eine beliebte Sorte. Bei der 31. Internationalen „Fachmesse für Gelato, Konditoren- und Bäckerhandwerk“ (SIGEP) gewann das Café Shinpachi 2010 den dritten Preis in der Sparte der Eisprodukte. Es war das erste Mal, dass dieser Preis an ein japanisches Einzelhandelsgeschäft verliehen wurde.

Das Eis im Café Shinpachi

   Im Café Shinpachi gibt es viele Geschmacksrichtungen von Eis und Softeis, zum Beispiel Matcha-, Yuzu- (jp. Zitrusfrucht) und Bancha- (eine Art Grüner Tee) Softeis, Kirschblüte und Joghurt, Kinako (Sojabohnenmehl) und Sakuramochi (Reiskuchen mit Bohnenpaste in ein Kirschblatt gewickelt) und Tofu-Eis. Für die hausgemachten Fruchteissorten werden nur zusatzfreie Obstsäfte und Früchte der Saison verwendet.

Geschmack der Pistazie , Sakuramochi und Tofu

Pistazie , Sakuramochi und Tofu Eis

 

Das empfehlenswerteste Eis ist das Tofu-Eis, das nicht aus Sojamilch, sondern direkt aus verrührtem Tofu hergestellt wird. Wenn man einige Tropfen der auf der Theke bereitgestellten Sojasoße darüber gibt, ergibt das eine sehr schmackhafte Mischung zwischen süßem und salzigem Aroma.

Tofu-Eis mit Sojasoße

Shinpachi Chaya
Adresse:
Tenryūji Tsukurimichichō 37-17
Ukyo-ku Kyoto

Landkarte:

 

Öffnungszeiten:
9:00 – 18:00

Der Tōji-in Tempel

Der Tōji-in Tempel

von Seiran Nagao

Tojiin Tempeltor

Tojiin Tempeltor

Der Tōji-in Tempel steht im Nordwesten der Stadt Kyoto. Vom JR-Kyoto-Bahnhof aus nimmt man die JR-Sagano-Linie bis Saga-Arashiyama und geht dann zum Randen-Arashiyama-Bahnhof. Man nimmt die Randen-Kitano-Linie und steigt an der Station Toji-in  aus. Wenn man von dort aus 10 Minuten nach Norden läuft, sieht man das Tor des Tōji-in. Der Tōji-in Tempel steht in einem ruhigen Wohnviertel. Man kann sich den Tempel samt Garten ganz in Ruhe ansehen.

 

Die Geschichte des Tempels

Im Jahre 1341 errichtete Ashikaga Takauji (1305-1358) den buddhistischen Tempel unter dem Namen Kita-Tojiji. Ashikaga Takauji war der Großvater von Ashikaga Yoshimitsu, der den Kinkakuji-Tempel errichtete. Er war einer derjenigen, die das Kamakura-Shognat stürzten und war ersten Muromachi-Shōgun. Als Takauji im Jahre 1358 starb, wurde sein Grab im Kita-Tojiji errichtet. Nach dem Totennamen von Takauji  erhielt der Tempel den neuen Namen Toji-in. Der Toji-in-Tempel brannte bereits dreimal nieder. Das jetzige Gebäude wurde im Jahre 1616 aus dem Myōshinji-Tempel rekonstruiert.

Reikō-den und der Garten

Terrasse

Terrasse

Tempelgarten

Tempelgarten

In der  Reiko-den sind Figuren der Muromachi-Shōgune und eine Figur des ersten Edo-Shōguns Tokugawa Ieyasu (1543-1616) an der linken und rechten Wand aufgestellt. Ganz hinten in der Halle steht in der Mitte eine Jizō-Bosatsu Figur; zur Linken der Daruma-Taishi, der den Zen-Buddhismus begründete, und zur Rechten eine Figur von Musō Soseki. Musō Soseki (1275-1351) war ein Priester, der viele buddhistische Tempel und Gärten in ganz Japan erbaute, wie zum Beispiel den Tōji-in Tempel, den Kokedera (Saihō-ji Tempel) und Tenryū-ji Tempel. In der Mitte des Gartens, steht das Grab von Ashikaga Takauji. Der Teezeremonieraum Seirentei steht an der Nordseite des Gartens. An der Rezeption kann man für 500 Yen Matcha und eine Süßigkeit bestellen. Man kann diese im Tatami-Zimmer mit Blick auf den Garten genießen. Besonders von der linken Seite des Zimmers aus kann man den Garten wie ein Bild in einem Rahmen sehen.

Blick auf den Garten

Blick auf den Garten

 

 

Matcha und Konfekt

Matcha und Konfekt

 

Adresse:
To-jiinkita-machi 63
Kita-ku Kyoto

Landkarte:

Öffnungszeiten:
9:00 – 17:00

Eintrittsgebühr:
500 Yen