Populäre Bäckereien in Kyoto

September 17, 2012

Die Bäckerei “Flip-up”

von Shimpei Shigemizu

Es gibt viele Bäckereien in Kyoto, darunter auch sehr populäre Läden. Brotliebhaber gehen daher ihr Brot kaufen, bevor die Bäckereien von Angestellten und Schülern der morgendlichen Rushhour bevölkert werden. Es gibt viele Bäckereien, die man nicht so leicht finden kann, weil sie sich in kleinen Gassen verstecken. Sich nach solchen Läden auf die Jagd zu begeben, stellt ebenfalls ein ganz besonderes Vergnügen dar.

Foto der Bäckerei Flip-up in Kyoto

Die Bäckerei "Flip-up"

Eine empfehlenswerte Adresse für Brotfreunde ist die Bäckerei ‘Flip-up’. Sie befindet sich etwa 5 Gehminuten von der U-Bahnstation Karasuma-Oike(Ausgang 2) entfernt. Von dort aus geht man nach Westen in dieOshikôji-dôri. Die Bäckerei ist von 7 Uhr bis 18 Uhr geöffnet (Ruhetag: Sonntag und Montag).

 Besonders populär sind die Bagels, von denen es viele Sorten gibt. Die besonders beliebten Käse-Bagels für 200 Yen das Stück sind innen mit viel Käse gefüllt und auch die Käsekruste obendrauf duftet herrlich.

Foto Käse-Bagel in der Bäckerei Flip-up in Kyoto

Käse-Bagel

Die Pizza-Stückchen mit Aubergine und Manganji-Chilischoten für nur 200 Yen schmecken auch gut. Die Manganji-Chilischote ist eine Gemüsespezialität aus Kyoto, die gut zum Käse passt. Eine weitere Empfehlung sind die mit Frischkäse und schwarzem Pfeffer gefüllten Stückchen für 170 Yen. Der Pfeffer beißt auf der Zunge und der Käse duftet fein. Eine fantastische Kombination, die man unbedingt einmal versuchen sollte.

In Japan gibt es eine Brötchensorte namens Anpan, die sich der Bäcker Kimura Eizaburou in Meiji-Zeit einfallen ließ. Anpan ist zwar ein Bäckereierzeugnis, wird aber hergestellt in der Wagashi-Tradition japanischer Süßigkeiten. Im Innern der Brötchen befindet sich eine Paste aus Mungobohnen, die Tsubuan oder Koshian genannt wird. Anpan-Brötchenpassen gut zu einem Glas Milch. Man kann sie ebenfalls im Flip-up kaufen.

Im Grunde ist nicht nur der Reis, sondern auch Brot mittlerweile ein Hauptnahrungsmittel in Japan. Im Ausland mag es sonderbar erscheinen, doch in Japan erfreuen sich Jung und Alt an Brot und Reis. Sie haben sich an beides gewöhnt. Das Brot ist ebenso populär wie der Reis.

Da es im Flip-up besonders leckeres Brot gibt, ist die Bäckerei auf jeden Fall einen Besuch wert.

Foto Pizzabrot in der Bäckerei Flip-up in Kyoto

Pizzabrot

Telefonnummer    075-213-2833

Kyoto Aquarium (von Eva Dobra)

Das Kyoto-Aquarium

Das Kyoto-Aquarium

Das Kyoto Aquarium ist am 11. März 2012 eröffnet worden.
Insgesamt können ungefähr 250 Fischarten und über 15.000 Ausstellungsgegenstände betrachtet werden. In 13 Bereichen kann der Besucher das Meer und die Fische spielerisch entdecken. Ausgestellte Objekte können “betrachtet”, Informationen über diese “erfahren” und die Gegenstände teilweise auch “angefasst” werden.

Kyoto-Fluss-Zone
Einer dieser Bereiche ist die “Kyoto-Fluss-Zone”.
In diesem Bereich findet sich beispielsweise der japanische Pfeffer, welcher nur in sauberem Wasser wächst und unter Naturschutz steht. Außerdem werden die vielen kleinen Fische, welche in dem Kamogawa Kyoto Fluss leben, vorgestellt.

Der Japanische Pfeffer die Attraktion

Umwelt-Pavillion
Ein weiterer interessanter Bereich ist der Umwelt-Pavillon, welcher in vier umweltorientierte Systeme unterteilt ist.
Im ersten System befindet sich der Solarbereich. Hier können die Besucher erleben, wie Elektrizität aus Sonnenenergie gewonnen wird.
Das Thema von nächsten System ist das Regenwasser. In diesem Bereich wird  die Wiederverwendbarkeit von Regenwasser vorgestellt.
Der dritte Bereich widmet sich “EcoCute”, welches die Lufttemperatur mit heißem oder kaltem Wasser reguliert.
Im letzten Bereich wird das Wärmespeicher-Verfahren präsentiert.
Hierbei wird die tagsüber gespeicherte Wärme nachts kontrolliert abgegeben.
Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Delphine, deren Wassertank wegen der hohen Außentemperaturen extra mit kaltem Wasser gespeist wird.

Das Modell vom Kyoto Aquarium Umwelt-Pavillion

 

Das Delphinarium

Das Delphinarium

 

 

  Vom Delphinarium aus kann man
        den Shinkansen und den Toji-Tempel sehen.

 

 

 

Im Aquarium

Im Aquarium

Pause
Wenn Sie eine Pause machen möchten, können Sie auch im Gebäude des Aquariums oder draußen eine Pause machen.
Draußen befinden sich Reisfelder mit fießendem Wasser, und viele Pflanzen sind als Anschauungsmodell gedacht.
In der Natur kann man gut Mittagessen essen!

Besichtigungszeit
Beträgt etwa 3 Stunden.

Öffnungszeiten:
Ganzjährig geöffnet, von 9:00 bis 17:00.Uhr.

Ein kleiner Pinguin

Ein kleiner Pinguin

Eintrittskarten:
Erwachsene: 2,000 Yen (Jahreskarten 4,000 Yen)
Oberschüler: 1,500 Yen (Jahreskarten 3,000 Yen)
Mittelschüler und Grundschüler: 1,000 Yen(Jahreskarten 2,000 Yen)
Kleinkinder: 600 Yen (Jahreskarten 1,200 Yen)
Wenn Sie Jahreskarten kaufen, kostet es das Doppelte.
! Wenn Sie die Tageskarte für den Bus kaufen, wird es 10% billiger !

Wie weit…?
Vom Bahnhof Kyoto mit dem Bus Nr.205 (einfache Fahrt: 220 Yen) eine Tageskarte 500 Yen oder mit dem Shuttelbus (eine Fahrt 220 Yen)
Fahrtdauer: ca.5~7 Min.

Faszination der Wasserwelt

Faszination der Wasserwelt

http://www.kyoto-aquarium.com/

Die Hanamikôji-Straße

von  Chihiro Kato und Enami Sekiya
Die Hanamikôji-Straße liegt südlich von Gion, einem Stadtviertel von Kyôto, in dessen Zentrum der Yasaka-Schrein liegt.
In Gion gibt es ein Kabuki-Theater namens „Minamiza“ und berühmte Cafés wie das „Tsujiri“ oder „Gion-Koishi“.
Auch das „Gion-Fest“ im Juli ist sehr beliebt. Man kann in Gion traditionelle Kyôtoer Küche essen und das Yûzen-Stofffärben ausprobieren.

Die Hanamikoji Straße

Die Hanamikoji Straße

Die Hanamikôji-Straße verläuft zwischen der Sanjô-Straße und dem Kenninji-Tempel und ist etwa 1.4 km lang.

Es ist eine Straße mit ganz typischem Kyôtoer Flair. Der Teil der Straße, der nördlich von der Shijô-Straße liegt, besitzt eine andere Atmosphäre als der südliche Teil. Im Norden gibt es viele Gebäude, zum Beispiel Pubs, Bars und Bürogebäude.
Im Süden gibt es Teehäuser und Restaurants. Hier kann man alte Häuserreihen sehen, obwohl die Geschichte der Straße nicht so weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Es ist sehr entspannend, die Hanamikôji-Straße zu Fuß entlang zu laufen. Des Öfteren trifft man dabei auf „Maikos“, also Kabuki-Schauspielerinnen, die sich noch in der Ausbildung befinden. Nicht jeder kann eine Maiko werden, sondern nur Mädchen unter 20 Jahren. Mittags kann man auch Maikos sehen, jedoch sind viele dieser Maikos keine wirklichen Geisha-Schülerinnen, sondern nur junge Mädchen im Maiko-Kostüm, welche den Besuch in Gion für Schüler aus anderen Teilen Japans, die nach Kyôto auf Klassenfahrt kommen, zu einem Erlebnis machen sollen. Wenn man echte Maikos sehen möchte, sollte man am Abend in die Hanamikôji-Straße kommen.
Das „Naruya“ ist ein berühmtes Teehaus. Hier kann man „Warabimochi“ essen, eine japanische Süßigkeit, die aus Wasser, Zucker und japanischem Mochi-Reiskuchen besteht. „Warabimochi“ verderben schnell, und der Geschmack verliert sich bald nach der Zubereitung. Deshalb ist es am besten, frische Warabimochi sofort gekühlt zu verzehren. Man isst sie mit „Kuromitsu-Sirup“ oder bestreut mit „Kinako“, einem gezuckerten Pulver aus Sojabohnen. Bei Japanern ist diese Süßigkeit sehr beliebt.

Historische Gebäude auf der Sanjô-Straße

von Mai Ohgita

 

Historische Gebäude auf der Sanjô-Straße

Backsteingebäude

Backsteingebäude

ehemalige Bank of Japan

ehemalige Bank of Japan

Auf der Sanjôstraße in der Innenstadt von Kyôto gibt es historische Gebäude aus der Meiji- und Taisho-Zeit (1868 ~1926) Während dieser Zeit wurden in ganz Japan viele moderne Backsteingebäude errichtet.

Das Nebengebäude des Kyôto-Museums (Museum of Kyoto, Bekkan), ein ehemaliges Zweiggeschäft der Bank of Japan in Kyôto wurde 1906 gebaut.
Es erhielt 1969 die offizielle Anerkennung als kulturhistorisch bedeutsames Erbe Japans.
Dieses Gebäude ist ein typisches Bauwerk der japanschen Backsteinarchitektur und wurde von Kingo Tatsuno entworfen. Er war einer der bekanntesten modernen Architekten seiner Zeit. Der Stil des Gebäudes ist eine Mischung aus Gotik und Renaissancestil.
Heute kann man das Innere kostenlos besichtigen. Wenn Sie hineingehen, merken Sie, dass hier von 1906 bis 1965 ein Zweiggeschäft der Bank of Japan war.

Adresse: Sanjô-Takakura, Nakagyô-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: Di.-So. 10 bis 19.30 Uhr (wenn der Montag ein Feiertag ist, ist das Museum am Di. geschlossen)

Eintritt: frei

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Das ehemalige Postamt

Das ehemalige Postamt

Offizielle Webpage:http://www.bunpaku.or.jp/info_english.html

Das Nakagyô-Postamt, ein ehemaliges Zentralpostamt in Kyôto, wurde 1902 erbaut.
Bis heute wird das Gebäude von den Einwohnern Kyôtos als Postamt benuzt. Das Innere wurde modern und funktional umgebaut, aber das Aussehen blieb im ursprünglichen Zustand. Die Backsteinarchitektur ist im Renaissancestil gehalten. Auf den ersten Blick merken Touristen nicht unbedingt, dass das Gebäude ein Postamt ist, denn dort gibt es kein grosses Schild, nur einen kleinen Briefkasten. Das Postamt steht gleich neben dem Kyôto-Museum und wird oft für ein weiteres Museum oder anderes historisches Denkmal gehalten. Man kann hier jedoch ganz normal Briefmarken kaufen, Pakete abschicken und so weiter.

Adresse: Hishiya-chô 30, Nakagyo-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: täglich 0 bis 24 Uhr

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Das Shinpuhkan

Das Shinpuhkan

Offizielle Webpage:http://map.japanpost.jp/pc/syousai.php?id=300144153000

Das Shinpuhkan , eine ehemaige Fernsprechzentrale, wurde 1926 gebaut. Auf den ersten Blick sieht das Gebäude wie ein normales Burogebäude aus. Beim Nähertreten wird der Betrachter jedoch von Schönheit der dekorativen Fassadenfliesen überrascht.
Das Shinpuhkan wurde als kulturhistorische Stätte Kyôtos anerkannt.
Es wird heute als ein Handelsgebäude benutzt und ist beliebter Treffpunkt für junge Leute. Es hat zwei Stockwerke und ca. 30 Geschäfte. Hier kann man z.B. Kleidung kaufen, gemütlich im Cafe oder Restaurant sitzen und sogar Hochzeiten veranstalten.

Adresse: Bano-chô 586-2, Nakagyô-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: Läden: So.-Do. 11.00-20.00
Fr., Sa., vor Feiertagen 11.00-21.00
Restaurants: täglich 11.00-23.00 (letzte Bestellung 22.00)

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Offizielle Webpage: http://www.shin-puh-kan.com/

Viel Spaß und schöne Tage in Kyôto!

Der Kyoto-Turm

by Shunji Umetani; Ei Endo
Der Kyoto-Turm steht vor dem Kyotoer Hauptbahnhof. Der Kyoto-Turm ist 131 Meter hoch und wurde am 28.Dezember 1964 in Betrieb genommen.


Die Zahlenfolge 131 für die Höhe des Turmes in Metern steht in Beziehung zur damaligen Zahl der Einwohner der Stadt Kyoto von 1,31 Millionen Menschen.

Die Konstruktion des Kyoto-Turmes wurde von Studenten an der technischen Fakultät der Universität Kyoto entworfen. Der Turm ist sehr stabil gegenüber Erdbeben oder starkem Wind.
Der Turm steht da wie ein Leuchtturm, obwohl es kein Meer gibt. Aber oft nennt man ihn auch „die Kerze von Kyoto“.
Um den Bau des Kyoto-Turmes gab es heftige Diskussionen. Die Gegner meinten, ein moderner Turm harmoniere nicht mit der alten Stadt Kyoto. Aber nach dem Bau des Turmes gibt es Leute, die finden, der eigentümliche Turm passe gut zu Kyoto. Das ist ein sehr interessantes Resultat.

Die Angebote im Kyoto-Turm


Es gibt hier in der Gegend nur wenige Leute und nur wenige Besucher, die den Kyoto-Turm nicht kennen. Es ist aber nicht so bekannt,dass es im Kyoto-Turm-Gebäude einige interessante Angebote gibt. Daher habe ich gedacht, dass es schön wäre, wenn viele Touristen, die nach Kyoto kommen, davon wüssten.
Es gibt zum Beispiel im ersten Stock verschiedene berühmte Süßigkeiten wie Nama-Yatsuhashi (Kleine Teigplatten aus mit Zimt und Zucker gemischtem Pulverreis, in die süße Bohnen eingeschlagen sind) oder Kyoto-Süßigkeiten (Kyo-Gashi) oder kunstgewerblich-volkskundliche Waren wie Nishijin-Brokat (Nishijin-Ori), oder Kiyomizu-Keramik (Kiyomizu-Yaki). Man kann dort jedenfalls gut Souveniers kaufen, weil es dort viel Auswahl gibt und auch direkt vor dem Hauptbahnhof liegt. Aber eine besonders interesanteste Anlage ist das Großbad im dritten Tiefgeschoss. Das Bad ist sehr geräumig und man kann sich dort gut entspannen und von der Müdigkeit der Reise erholen.
Außerdem ist es schon morgens ab 7 Uhr geöffnet, das ist für Leute schön,die mit dem Nachtbus nach Kyoto gekommen sind, sodass sie nach dem Bad ausgeruht Sehenswürdigkeiten besichtigen können. Es gibt auch eine Sauna.

Sakamoto Ryôma

by Ayumi Nakajima
Eng mit der Geschichte Kyôtos verbunden ist der berühmte Samurai Sakamoto Ryôma, dessen Geschichte in Japan zurzeit sehr populär ist. Viele Schauplätze seines Lebens lassen sich in Kyôto besichtigen.

Sakamoto Ryôma und Nakaoka Shintarô im Maruyama Park

Sakamoto Ryôma wurde in der Edo-Zeit, im Jahre 1836 in Tosa (Kôchi) geboren. Er wohnte mit seinen Eltern, seinem Bruder und seinen drei älteren Schwestern zusammen. Seine Mutter, die er sehr geliebt hatte, starb, als Ryôma 28 Jahre alt war.
Mit 12 Jahren begann er Kendo zu lernen und ging 5 Jahre darauf nach Edo (dem heutigen Tôkyô), um sein Können dort zu vertiefen.
Am 3. Juni 1853 wurde Ryôma dort Zeuge der Ankunft der „Schwarzen Schiffe“ Commander Perrys, welche die westliche Zivilisation nach Japan brachten. Der Anblick ließ ihn viel über die Zukunft Japans nachdenken.
Im Jahre 1862 begann Ryôma ein Dasein als Rônin, also als herrenloser Samurai. Ein Rônin zu sein bedeutete, dass man seine Heimatprovinz ohne Erlaubnis verlassen hatte. Dies wurde als schweres Verbrechen angesehen, doch in Tosa konnte er seine Träume nicht verwirklichen.

Schließlich traf Ryôma in Edo Katsu Kaishû, der nicht an Fremdenhass glaubte, sondern an die Öffnung des Landes zum Westen.
Ryôma wurde sein ergebener Schüler. Zum Dank erbat Kaishû bei Ryômas Lehnsherrn die Begnadigung seines Verbrechens.
Im Jahre 1864 lernte Ryôma in Kyôto seine spätere Frau Narasaki Ryô kennen, deren Namenskanji das selbe wie in Ryômas Namen war. Ein Jahr nach ihrer Heirat gründete Ryôma in Kyôto die erste moderne Übersee-Handelsfirma Japans, die “Kameyama-Shachû“.

Neben seinen geschäftlichen Tätigkeiten plante Ryôma ein provinzübergreifendes Bündnis zum Sturz des Shôguns. Aus diesem Grunde wurde er 1866 im Kyôtoer Stadteil Fushimi in einem Gasthaus namens „Teradaya“ von der shogunatstreuen Polizei gestellt. Seine Frau Ryô, die im Teradaya angestellt war, verhalf dem verletzten Ryôma zur Flucht. Diese Begebenheit ist als „Teradaya-Vorfall“ in die Geschichte Japans eingegangen. Ryôma und Ryô reisten nach Satsuma, bis es Ryôma wieder besser ging. Sie besuchten viele heiße Quellen und gelangten bis nach Kagoshima. Ihre Reise wurde als erste Hochzeitsreise in Japan bekannt. Das auf diese Weise berühmt gewordene „Teradaya“ kann auch heute noch besichtigt werden. (Abgesehen von den Neujahrsfeiertagen täglich geöffnet von 10.00 – 15.40, Eintritt 400 Yen, 6 Gehminuten ab Haltestelle Chûshojima, Buslinien 19 oder 81 bis „Kyôbashi“).

Während Ryôma mit seiner seit 1867 in „Kaientai“ umbenannten Firma wirtschaftlichen Erfolg hatte, sorgten seine politischen Verstrickungen dafür, dass das Shogunat dem Tenno die politische Macht zurückgeben musste. An dieser bedeutenden geschichtlichen Entwicklung war Ryôma maßgeblich beteiligt.

Das Haus von Ryômas ehemaliger Firma “Kaientai”

Das Firmenschild des heutigen Inhabers

Doch die Rache für seine Einflussnahme ließ nicht lange auf sich warten. Einen Monat später, am 15. November 1867 wurde Ryôma im Kyôtoer Kawaramachi-Viertel von einigen Männern überfallen, als er dort mit seinem Firmenpartner Nakaoka Shintarô in einem Zimmer der Sojahandlung „Ômiya“ saß. Ryôma, der an diesem Tag Geburtstag hatte, wurde getötet, sein Freund starb zwei Tage später an seinen Verletzungen. Diese Begebenheit wurde als „Ômiya-Vorfall“ bekannt. Die Identität seiner Mörder wurde nie festgestellt.
Ryôma wurde Seite an Seite mit Nakaoka Shintarô begraben. Sein Grab kann im Kyôto-gokoku-Schrein besichtigt werden.

Gedenkstein und Gedenktafel für den Ort, an dem sich das “Ômiya” befand.

Vergrößerte Gedenktafel

Das Andenken Ryômas, der stets an die Zukunft seines Landes und an seine eigene Vaterlandspflicht dachte, wird auch heute noch hoch geschätzt. In diesem Jahr bildet seine Geschichte das Thema einer sehr populären NHK Historienserie.

Ryômas Grab

Manga-Museum

by Tadashi Ashida; Takahiro Arie

 

Das internationale Comic-Museum Kyoto (Manga-Museum)

Das internationale Comic-Museum Kyoto erregt jetzt großes Aufsehen. Es liegt im Zentrum der Stadt Kyoto, in Karasuma / Oike, und es ist sowohl eine Bibliothek, wie auch ein Museum. Die Ausstellung wendet sich auch bewusst an ausländische Besucher, die Erläuterungen zu den Ausstellungsobjekten sind mehrsprachig abgefasst und es gibt auch viele Objekte ausländischen Ursprungs. Man bemüht sich, ein internationales Zentrum der Comic-Kultur zu sein.
Täglich kommen ungefähr 1000 Besucher, extra auch von weit her, um die Ausstellung oder die Veranstaltungen im Museum anzusehen.
15% der Gäste kommen aus dem Ausland, die meisten aus Europa, aber auch die Zahl der asiatischen Besucher nimmt zu.
Wenn man von Kyoto spricht, denkt man vor allem an buddhistische Tempel und shintoistische Schreine,
aber dieses Comic-Museum scheint anzufangen, eine neue wichtige Touristenattraktion zu werden.


Hier können Sie Manga auf dem Rasen liegend lesen oder draußen spazieren gehen und sich unterhalten, man kann sich hier gut entspannen.
Im Erdgeschoss gibt es Manga für Jungen, im ersten Stock Manga für Mädchen und im zweiten Stock Manga für Erwachsene.
Es gibt hier auch 1340 ausländische Manga Die Universität Leipzig arbeitet an der Sammlung mit.

Das Gebäude war früher eine Grundschule, und man hat versucht, die alte, wunderbare Atmosphäre zu erhalten.
<Information>

Öffnungszeit: 10:00~18:00
Bei besonderen Veranstaltungen gelten andere Öffnungszeiten.

Eintrittsgeld: Erwachsene 500 Yen
Schüler der Mittel- und Oberstufe 300 Yen
Grundschüler 100 Yen

Ruhetag: Jeder Mittwoch und die Zeit um den Jahreswechsel

Nishiki-Ichiba (Nishiki-Einkaufsstraße)

by Kanako Nozoe; Kaori Fujino

 

Nishiki-Ichiba


Man nennt diese Einkaufsstraße hier 〟die Küche von Kyoto〝
Es gibt Fisch, Gemüse, Tofu, Süßigkeiten, getrocknete Lebensmittel, Tsukemono (sauersalzig eingelegtes Gemüse), Banzai (verschiedenste Beilagen).

Alles insgesamt 123 Läden. Die meisten Geschäfte sind Fischhändler … 23 Läden! Es gibt viele Geschäfte, wo man auch kosten kann.

Ausdehnung von Ostern nach Westen: 390m

Die Breite der einzelnen Geschäfte: 3 ‐ 5m

Öffnungszeit: von 9 Uhr bis 17 Uhr

Am Mittwoch und Sonntag und feiertags sind viele Geschäfte geschlossen.

Stadtplan:



„Kyoto Tsukemono “
Was ist Tsukemono?

Das sind mit Salz, Essig, Sojasoße und Miso eingelegte Gemüse, zum Beispiel Auberginen, Kürbisse, japanische Radieschen oder chinesischer Kohl, die man als kleine Beilage mit Reis zusammen isst.

Unsere Empfehlung ist Auberginen!

„Mochijaki-Senbei “

Diese Geschäft heißt Terakoja-Honpo.

Senbei: Reiskeks, der aus einem Mochi gemacht wurde. Mochi sind kleine weiche Klößchen, die aus einer bestimmten Art von Reismehl gemacht sind.

Nureokaki: Ein zarter Reiskeks.

Wir empfehlen Senbei mit rotem Pfeffer.

Öffnungszeit: von 10 Uhr bis 18 Uhr
Das Geschäft hat keinen Ruhetag.

„Ein Fischgeschäft “
Japan ist reich an frischem Fisch. Hier verkauft man Fische der Jahreszeit, Sashimi (Fische, die roh gegessen werden), gegrillter Fisch und so weiter …

Der Ryoanji-Tempel und Tofu

by Tadashi Ashida; Takahiro Arie

 

Der Ryoanji-Tempel ist wegen seines Steingartens berühmt. Dieser Garten wurde in der Muromachi-Ära von einem Priester angelegt.

Diesen Gartenstil nennt man “Karesansui”. “Karesansui” stellt ohne die Verwendung von Wasser und Pflanzen einen Ozean und einen Fluss dar.

Man sieht fünfzehn Steine in fünf Gruppen. Der 15. Stein im Osten drückt die Vollendung aus, weil es 15 Tage dauert, bis der neue Mond der volle Mond wird.

Als die britische Königin Elizabeth 1975 den Tempel besuchte, lobte sie diesen Steingarten. Danach wurde der Ryoanji-Tempel überall auf der Welt berühmt.


Der Ryoanji-Tempel ist 1450 von Shogun Hosokawa-Katsumoto gebaut worden. Das vorhandene Gebäude ist 1799 wiederaufgebaut worden,

nachdem das originale Gebäude und bei inneren Unruhen abgebrannt ist. Der Ryoanji-Tempel gehört zu einer buddhistischen Zen-Sekte.
Der Ryoanji-Tempel wurde 1994 als Weltkulturerbe anerkannt.

Wir stellen ein Tofu Geschäft in dem Ryoanji-Tempel vor.
Das Geschäft heißt “Seigenin” (西源院). Hier kann man “Yudofu” essen, das ist gekochter Tofu.


Es gibt viele Tofu-Geschäfte in Kyoto.

Morika(森嘉)


Das Tofu-Geschäft „Morika“ wurde 1855 gegründet, der jetzige Inhaber stammt aus der fünften Generation.
Der Tofu, der bis zum 2. Weltkrieg in Japan üblich war, hatte eine relativ feste Struktur, er wird auf Japanisch „Momentofu“ genannt, „Baumwoll-Tofu“.
Nach dem Krieg hat man bei Morika eine zartere Variante des Tofus entwickelt die auf Japanisch „Kinugoshitofu“, „Seiden-Tofu“ genannt wird.
Weil „Morika“ seinen Firmensitz in dem Ortsteil „Saga“ der Stadt Kyoto hat, wird der neue zarte Tofu auch „Saga-Tofu“ genannt.
Bei der Herstellung von Tofu muss zuerst Soyabohnen-Milch hergestellt werden, diese muss dann zum Gerinnen gebracht werden und dann muss der Soyabohnenquark geformt und entwässert werden.
Um die Gerinnung zu erreichen, wurde in Japan traditionell „Nigari“ verwendet, aus Meerwasser gewonnenes Magnesiumsulfat.
„Morika“ hat die in China übliche Verwendung von Kalziumsulfat (Gips!) in Japan eingeführt und auch den Entwässerungsvorgang modifiziert,
dadurch ist ihnen die Entwicklung eines besonderen, Kyoto-artigen Tofu-Esserlebnisses gelungen.
Der „Saga-Tofu“ ist schnell in ganz Japan bekannt und beliebt geworden, man verbindet mit dem zarten, fast empfindlichen „Seiden-Tofu“
die Vorstellung an die feine, edle, aber auch fragile Kultur der alten Kaiserstadt Kyoto.
Morika ist ein Geschäft, das wegen seines Tofu berühmt ist .
Morika liegt direkt östlich am Sagashakado-Tempel (Seiryoji). Ortseinwohner kennen es auf jeden Fall.
Wenn Sie Arashiyama besuchen, sollten Sie auch zu Morika gehen, es liegt im Norden von Arashiyama.
Von Mitte Mai bis Mitte September gibt es dort auch Tofu mit Yuzu-Geschmack zu kaufen. Yuzu ist eine der Zitone ähnliche Zitrusfrucht.

Das ist “Karashi-Tofu”(Senf-Tofu) eine originelle Spezialität von Morika, es sind halbrunde Tofu-Stücke mit einer kleinen Portion Senf in der Mitte.

Diese “Karashi-Tofu” gibt es nur im Sommer. “Karashi-Tofu” müssen Sie unbedingt einmal probieren !

Fujino(藤野)


Fujino ist westlich vom Kitanotenman-Schrein. Sie können verschiede Waren bei Fujino finden.

Hier gibt es besonders auch Sojamilch-Produkte , die man als Nachtisch essen kann, z.B. Sojabohnensofteis oder Sojabohnenpfannkuchen.

Natürlich ist der Tofu auch gut.

Wie Tofu hergestellt wird

  1. Die Sojabohnen spülen und in Wasser einweichen (8 bis 20 Stunden, je nach Jahreszeit)
  2.  Sojabohnen zerkleinern
  3. Sojabohnen aufkochen
  4. Die Masse ausdrücken und die Sojamilch und „Okara“ trennen. „Okara“ ist der Sojabohnen-Trester
  5.  „Nigari“ zur Sojamilch hinzufügen und stocken lassen
  6.  Quadrate formen
  7.  Überschüssige Feuchtigkeit ablaufen lassen
  8.  Verpacken und kühlen


Fertig!

Das Tofu-Geschäft Kyuzaya(久在屋)

Dieses Geschäft benutzt nur natürliche Zutaten für seinen Tofu: Sojabohnen, Wasser, Nigari und Öl, aber keine anderen Zusatzstoffe oder auch keine Konservierungsmittel.
„Nigari“ ist ein natürliches Gerinnungsmittel für Sojamilch, hergestellt aus Meereswasser.
Tofu enthält viele wichtige Nahrungselemente wie Eiweiß, Kalzium und Vitamine. Tofu sollte man schon um der Gesundheit willen essen!
Der Tofu von Kyuzaya schmeckt, wie Tofu eigentlich schmecken soll!

Yojiya-Cafe

by Kanako Nozue; Kaori Fujino

Das Yojiya-Café

Das Logo von Yojiya

Yojiya ist eigentlich eine Firma, die 〟Abwischpapier〝 herstellt. (〟Abwischpapiere〝 sind kleine Papierblättchen, mit deren man (frau?) Fett auf der Haut im Gesicht entfernt.)
Aber Yojiya betreibt auch 3 Cafés in Kyoto, und zwar in der Sanjo-Straße, in Arashiyama und beim Ginkakuji. ( Siberner Pavillon)

Die Cafés haben eine helle und lässige Atmosphäre.

Wir haben das Café in Arashiyama besucht, das möchten wir hier vorstellen.
( Die Öffnungszeiten der einzelnen Cafes sind unterschiedlich. )
Frühstück: von 9 Uhr bis 11 Uhr
Es gibt 2 Frühstücksmenüs: – Sandwich mit Speck und Ei und Salat
– Japanisches Omlett mit Salat

Mittagessen: von 11 Uhr bis 15 Uhr
・Hähnchen-Curryreis mit Kyo-Gemüse (Gemüse aus Kyoto) mit Salat
・Pasta, die sich jeden Monat ändern und Salat. ( Man kann von 2 Pasta-Menüs auswählen.)
・japanisches Omlett mit Salat

Wir haben Pasta mit weißer Zitronensoße und Wurst und Brokkoli und Omlett gegessen.
↓Erst kommt der Salat!

Salat mit Croûton und Kürbissalat

Endlich kommen die Hauptgerichte!

Pasta

Omlett

Reis mit Hijiki (eine essbare braune Meeresalge) ist drin und geraspelter Rettich und geschnittener Meerrettich sind drauf.
Die Soße ist 〟An〝 aus Pfeilwurzel. Und vor dem Omlett sieht man etwas grünes, das ist Fu. Fu ist aus Weizenmehl und Gluten. Das ist sehr weich.

Wir haben ein Parfait und einen Cappuccino dazu bestellt.

Das braune Eis oben ist aus Kinako. Um Kinako herzustellen, werden Sojabohnen geröstet, geschält und gemahlen.
Unter dem Kinako sind Reismehlknödel und brauner Zuckersirupgelee.

Das Logo von Yojiya ist mit Kakaopulver auf dem Cappuccino abgebildet!

Es gibt noch Tofu-Tiramisu, Biskuitrolle, Schokoladenkuchen und so weiter.
Das Tofu-Tiramisu ist besonders typisch für dieses Café.
Es ist ein bisschen Alkohol drin und es ist nicht so süß.

Tatsächlich ist das Logo überall abgebildet, auf den Tellern, Gläsern, Löffeln …♪

Neben dem Laden ist ein Imbissstand, damit man Spaß hat, in Arashiyama spazieren zu gehen.

Öffnungszeit: 10~18 Uhr
Wie kommt man dorthin?

-Stadtbus (Nummer 28). vom Kyoto-Bahnhof bis zur Haltestelle Nonomiya
-Kyotobus (Nummer 7, 72 und 80) von Kyoto-Bahnhof bis zur Haltestelle Nonomiya
<mit dem Zug>
-Saga Arashiyama-Bahnhof mit der JR Sanin-Linie, dann nach Westen 10 Minuten zu Fuß
-Keifukuarashiyama-Bahnhof, dann nach Norden 5 Minuten zu Fuß
-Bis zum Arashiyama-Bahnhof mit der Hankyu Arashiyama-Linie, dann nach Norden 10 Minuten zu Fuß