Machiya-Café

April 27, 2016

Von Iori Sho und Riho Kubota

Was ist ein Machiya?

In Kyoto gibt es alte Häuser, die “Machiya” heißen. Diese Häuser sind besonders berühmte Sehenswürdigkeiten in Kyoto. Interessant an den Häusern sind die schmalen Eingänge im Gegensatz zur Tiefe der Häuser. Wir bezeichnen sie deshalb als „Schlafzimmer für Aale“. Die Häuser grenzen nach vorne zur Straße und an der Seite direkt an das nächste Haus, damit man mit den Nachbarn sprechen kann. Ihre Geschichte ist alt; es gibt sie schon seit der Heianzeit (794-1185), aber viele Gebäude fielen 1864 einem Brand zum Opfer, der Bakumatsu no Kinmon no Hen genannt wird. Also wurden die Häuser, die man jetzt in Kyoto sehen kann, erst danach in der Taisho- bis Showazeit gebaut. Momentan beträgt die Zahl der Machiya-Häuser in Kyoto etwa 50.000. Aber in 10% davon wohnt niemand mehr. Außerdem sind 30 % der Machiya-Bewohner über 60 Jahre alt. Die Kosten für Reparaturen und das Instandhalten der Häuser sind hoch. Deshalb ist es problematisch, so ein Haus an die eigenen Kinder zu vererben. Noch dazu sind die Machiya bei Erdbeben und Feuer gefährdeter als moderne Häuser. Deswegen schrumpft die Zahl der Häuser um 2% pro Jahr. Also, was kann man machen, um die Probleme zu lösen?

Wissen Sie, was ein “Machiya-Café” ist?

In Kyoto gibt es viele alte Bürgerhäuser oder Machiya, die über 100 Jahre alt sind. Und einige Häuser oder Machiya sind als Cafés wieder aufgebaut worden. Diese Häuser nennt man “Machiya-Café”. In den Cafés kann man in angenehmer Atmosphäre Kuchen essen und Tee oder Kaffee trinken, als ob man dort selbst zu Hause wäre. Dort ist es sehr ruhig und entspannend. In vielen der Cafés gibt es alte japanische Möbel, die in der Vergangenheit tatsächlich benutzt wurden, und interessante Bücher oder Zeitschriften. Deshalb bleibt man oft lange Zeit im Café, ohne es zu merken. In Gokōmachi-Sanjō gibt es auch ein umgebautes Café, das jetzt 120 Jahre alt ist und eigentlich ein Hotel war. In dem Café gibt es altmodische Stühle und Tische. Im Erdgeschoss ist ein Café und im ersten Stock ist ein Hotel, deshalb kann man dort auch übernachten. Auf der Speisekarte sind viele Gerichte mit saisonalem Gemüse oder Fleisch, und man genießt das Essen. Das Machiya, das Kyotoer Gebäude aus alten Zeiten, wird immer noch als Café von vielen Leuten geliebt.   Wir haben einmal das Machiya-Café “Umezono CAFÉ & GALLERY“ besucht, das an der Takoyakushi-Straße ist. Das Innere des Cafés ist im westlichen Stil renoviert, aber teilweise ist auch noch der alte Stil der Machiya erhalten geblieben. Deshalb kann man dort eine schöne Mischung aus Japanischem und Westlichem erleben. Wir haben zwei Gerichte bestellt, einen Pfannkuchen, der nach Grüntee aus Uji (eine Stadt bei Kyoto) schmeckt, und Mitarashi-Knödel mit süßer Sojasoße. Beides war sehr lecker und wir waren damit ganz zufrieden. Ein Kellner hat gesagt, dass viele Gäste sich über den Garten freuen, der eine Besonderheit des Machiya-Cafés ist, und den es in normalen Cafés nicht gibt. Wer in einem historischen Gebäude in Kyoto japanisches Essen genießen möchte, dem sei ein Besuch im Machiya-Café wärmstens empfohlen.

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※Wussten Sie das?

„町屋“ (machiya) bedeutet „Geschäft“, aber „町家“ (chouka) bedeutet „Haus“.

 

Verkehrsverbindung

Hankyu-Karasuma oder U-Bahn-Station Shijo

Wegbeschreibung

Vom Ausgang Nr. 22 nach links und geradeaus bis zur 2. Straße (Takoyakushi-dori), dort links und dann geradeaus bis zum Café. Es dauert ca.15 min zu Fuß.

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Noryodoko (Sommerterrassen am Fluss Kamogawa)

November 7, 2014

von Saya Ohnishi

Norzodoko In Kyoto ist es im Sommer sehr heiß und schwül. Um der Sommerhitze zu entfliehen, geht man an den Fluss und verbringt dort die Zeit bis zur Nacht. Der Kamo Fluss (Kamogawa) ist einer der bekanntesten Flüsse dafür. Hier kann man in Restaurants am Fluss essen und trinken. Manche Restaurants haben eine spezielle Terrasse, die „Noryodoko“ genannt wird. Diese Terrassen dienen der Abkühlung im Sommer. Es gibt sie auch an anderen Flüssen, z.B. in Kifune und Takao, aber nur die am Kamo Fluss heißen „Noryodoko“. Die Geschichte der Sommerterrassen beginnt etwa im 17. Jahrhundert. Zuerst wurden am Kamo Fluss Teeläden für Kabuki-Aufführungen gebaut. Reiche Händler errichteten im Sommer Sitzplätze am Fluss, um Gäste aus der Ferne zu empfangen. Anlässlich des Gion-Fests reinigte man tragbare Schreine („Mikoshi“) am Fluss, weshalb sich dort viele Leute versammelten. In den Teeläden wurden dann verschiedene Dinge an sie verkauft. Schon in der Mitte Edo-Zeit zählte man mehr als 400 solcher Teeläden. Ursprünglich gab es die Terrassen nicht nur am rechten Ufer des Flusses, sondern auch auf der Sandbank im Fluss und am linken Ufer des Flusses. Mittlerweile sind nur noch die Sommerterrassen am rechten Ufer übrig. Der Kamo Fluss überflutete seine Ufer sehr oft und wurde jedes Mal in seinem Lauf korrigiert. Infolgedessen änderte sich die Lage des Flusses und die zwei anderen Terrassen konnte man nicht mehr benutzen. Bis 1929 konnte man jederzeit einen schönen Abend am Fluss genießen, unabhängig von der Jahreszeit. Aber danach wurden die Terrassen nur noch während des Sommers errichtet. 1934 wurde Kyoto von einem großen Taifun heimgesucht und im darauffolgenden Jahr regnete es sehr stark. Die beiden Unglücke zerstörten die „Noryodoko.“ Im 2. Weltkrieg sah man keine Terrassen mehr. Nach dem Krieg belebten sich die Sommerterrassen wieder. Man erließ ein Gesetz, um den Standard der „Noryodoko“ zu erhalten. Gegenwärtig kontrolliert der „Verein zum Schutz der Kamogawa-Terrassen“ (Kyoto Kamogawa Noryodoko Kyodokumiai) die Errichtung von „Noryodoko“. Auf diese Weise überliefert man die traditionelle Kultur der Sommerterrassen. image (2) Mittlerweile kann man die „Noryodoko“ von Mai bis September benutzen. Nur im Mai und September sind die Terrassen auch am Mittag geöffnet. Der Bezirk, in dem man die „Noryodoko“ errichtete, besteht aus 4 Straßen (Kamikiya, Ponto, Saiseki und Shimokiya). Die Anzahl der Terrassen beträgt etwa 80. Heute sind die Sommerterrassen des Kamogawa eine ebenso bekannte Touristenattraktion wie das „Gion-Fest“.

Fahrradverleih

November 6, 2014

                                                                                                                                    Fumiko Wakabayashi

Tomomi Yamamoto

Kyoto ist eine Stadt, in der es viele Sehenswürdigkeiten gibt und die von vielen Touristen besucht wird. Aber die Sehenswürdigkeiten liegen oft weit voneinander entfernt, und deswegen benutzt man öffentliche Verkehrsmittel, z.B. Züge, U-Bahnen und Busse. Besonders wenn im Frühling die Kirschblüten und im Herbst die Laubfärbung Saison haben, besuchen Scharen von Touristen die Stadt und es kommt zu vielen Verkehrsstauungen. Für diesen Fall ist ein Fahrradverleih vielleicht eine gute Idee.

Fahrradverleihstationen gibt es in der Nähe des Bahnhofs oder der Sehenswürdigkeiten. Die Gebühren sind je nach Geschäft unterschiedlich, aber es gibt auch sehr günstigste Läden. Durchschnittlich zahlt man ab 1000 Yen pro Tag. Normalerweise leiht man die Räder zum Tagessatz und bringt sie innerhalb der Öffnungszeiten wieder zurück. Manche Läden verleihen jedoch auch für eine feste Zeit, z.B. 3 Stunden oder 6 Stunden ab 800 Yen. Außerdem gibt es Läden, die ihre Räder für zwei Tage verleihen.

Falls Sie ein Fahrrad leihen wollen, müssen Sie unbedingt beachten, dass auf großen und belebten Straßen wie der Shijo-Straße oder der Kawaramachi-Straße manchmal ein Fahrverbot herrscht. Deswegen müssen Sie genau überlegen, wenn Sie das Fahrrad nutzen wollen. Sonst wird Ihr Fahrrad Ihnen bestimmt hinderlich.

 

   Fahrräder

 

Wir empfehlen Ihnen Sehenswürdigkeiten, die Sie mit dem Fahrrad besuchen zu können. Zum Beispiel in Sakyo-ku: Sie können den Shimogamo-Schrein, den Kamigamo-Schrein, den Kaiserpalast (Kyoto Gosho), den Heian-Schrein (Heian-Jingu),  den Ginkakuji-Temple usw. besuchen. Diese Sehenswürdigkeiten liegen außerdem jeweils nicht mehr als 10 oder 20 Minuten mit dem Fahrrad auseinander. Das ist besser, als den Bus zu nehemen. Und das Radfahren hat noch einen Vorteil: Normalerweise besuchen Touristen die Hauptstraße, aber die Nebenstraße bergen manchmal auch geheime Stellen, die sehenswert sind. Es ist ganz ruhig dort, nur wenige Leute sind unterwegs und es gibt schöne Läden zu entdecken. Dieses “verborgene Kyoto” kann man durch das Radfahren auf den Nebenstraßen finden.

 

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Kamoppul

Kamoppul, die Pärchen am Kamogawa

von Tomomi Yamamoto und Fumiko Wakabayashi

In Kyoto gibt es ein Stadtviertel namens Kawaramachi, in das viele junge Leute kommen, um einzukaufen und Essen zu gehen. In der Nähe fließt der große Fluss Kamogawa. Der Kamogawa fließt von Norden nach Süden und ist 33 Kilometer lang. In der Umgebung vom Kamogawa gibt es viele berühmte Sehenswürdigkeiten.

Man kennt diesen Ort als Oase der Ruhe. An Feiertagen kommen viele Leute dorthin, um mit dem Rad am Fluss entlangzufahren, am Ufer zu sitzen oder im Wasser zu  planschen. Und oft sieht man Leute, die in gleichmäßigen Abständen dort sitzen. Die meisten sind Pärchen oder Gruppen. Man nennt sie “Kamoppul”, eine Wortschöpfung aus Kamo (der Name des Flusses) und Kappul (“Pärchen” vom englischen couple). Hauptsächlich sitzen sie zwischen den Brücken Shijo Ohashi und Sanjo Ohashi. Für den Sitzabstand gibt es die ungeschriebene Regel, dass man sich in gleichen Intervallen hinsetzen muss. Wenn jemand die Regel bricht, fühlen die anderen sich schlecht, aber direkt sagen würde man es dem Regelbrecher nicht.

image (2)Nachmitttag am Fluss Kamogawa

Wir sind einmal selbst hingegangen. Wie immer waren dort viele Leute. Wir haben ein Interview mit einigen Kamoppul gemacht und gefragt, wieso sie hierher kommen und ob sie oft kommen. Sie antworteten, dass es dort schön sei und sie sich wohl fühlten. Und dass sie es einmal ausprobieren wollten, weil die Kamoppul berühmt sind. Aus diesen Gründen kommen sie dorthin. Einer sagte, dass er den Blick vom Fluss aus auf den Stadtteil Kitayama schätze.

Die Besucher kommen nicht nur aus Kyoto, sondern auch aus Osaka und Kobe, und sogar aus Gifu. Hier treffen sich verschiedene Altersgruppen von Schülern bis zu Erwachsen. Man sagt oft “Kamogawa ist gleich Kamoppul”. In letzter Zeit ist aus den Pärchen am Fluss eine Sehenswürdigkeit geworden. Manche Leute fotografieren diesen Anblick oder sie setzen sich selbst dort hin und genießen eine schöne Zeit. Der Kamogawa ist ein populärer Ort, an dem viele Leute zusammenkommen, und trotzdem ist dort eine Oase der Ruhe für alle, die einen Besuch wert ist. Und wie wäre es, wenn Sie während Ihrer Zeit in Kyoto entspannende Momente am Kamogawa verbringen?

image (1) Am Abend

 

Die Gokomachi-dori

September 19, 2012

Foto der Gokomachi-dori in Kyoto

Die Gokomachi-dori

Eine faszinierende Straße

von Eriko Nishi und Tomomi Fukuizumi

Gokomachi-dori

Die Gokômachi-dôri liegt in der Nähe der Kawaramachi-Straße (Kawaramachi-dôri). Die Straße ist belebt und von bescheidener Eleganz. Sie gefällt den jungen Leuten gut. Dort gibt es geschichtlich interessante Gebäude, Geschäfte, Cafés, Geschenkartikelläden, ein Museum und eine Kirche. Das Hochhaus „1928“ bildet das Zentrum der Kyotoer Kunstszene. Man kann einen ganzen Tag damit verbringen, auf dieser Straße von Norden nach Süden zu laufen. Lesen Sie hier, was es dort alles zu erleben gibt.

Das Hochhaus „1928”

Foto des Hochhauses 1928 in Kyoto

Das Hochhaus 1928

Dieses Hochhaus wurde 1928 gebaut. Es heiβt „Art Complex 1928“ und ist auch heute noch unverändert erhalten. Im Laufe der Zeit hat es ein ganz spezielles kulturelles Flair entwickelt. Dort gibt es eine Halle, in der schon seit Jahrzehnten Aufführungen und Vortragsveranstaltungen stattfinden, die bei den Bürgern stets viel Anklang fanden.

Im „Art Complex 1928“ kann man verschiedene Kunst erleben. Man kann auch die Vorstellung „GEAR“ sehen, die als „Complex entertainment“ bezeichnet wird. Die Akteure führen Performances auf, die ohne Worte auskommen, wie etwa Breakdance, Pantomime oder Zaubertricks. Das ist nicht nur für Erwachsene unterhaltsam, sondern auch für Kinder. Die 60-minütige Vorstellung ist auf 100 Zuschauer beschränkt.

Das Schulhistorische Museum von Kyoto

Foto des Schulhistorischen Museums in Kyoto

Schulhistorisches Museum

Das Schulhistorische Museum von Kyoto befindet sich ebenfalls in der Straße. Es hat eine lange Geschichte hinter sich. 1869 wurden in Kyoto die ersten 64 Grundschulen Japans gegründet, die man damals als „Bangumi-Grundschulen“ bezeichnete. Um die Lernleidenschaft in das ganze Land zu tragen, widmeten die Leute der Stadt der Ausbildung und der Schulleitung ihre ganze Kraft. In diesem Museum gibt es nicht nur Ausstellungsmaterial über die Schulen zu sehen, sondern es blieben auch etwa 11.000 Schulbücher und etwa 2.000 Kunstgegenstände erhalten. Man kann Kyoto also als Entstehungsort der neuzeitlichen Grundschulbildung bezeichnen.

Eintrittspreis

Erwachsene: 200 Yen, Schüler: 100 Yen

Öffnungszeiten:  9:00 – 17:00 (mittwochs geschlossen)

Die Cafés in der Straße

Foto mumokuteki cafe & foods

Das mumokuteki cafe & foods

Es gibt auch zwei Cafés in der Straße, in denen man Gemüse aus Kyoto essen kann. Eines davon ist das Café „mumokuteki cafe & foods“. Die Angestellten bauen das Gemüse für die Gerichte selbst an oder kaufen es auf dem Markt ein. Daher ist alles sehr frisch und gesund. Man kann beispielsweise ein Hacksteak ohne Fleisch, Eier und Milch bekommen. Es werden nur gesunde Zutaten benutzt. Trotzdem ist die Auswahl auf der Speisekarte reichhaltig. Besonders gefragt ist das Mittagsmenü für etwa 1.000 Yen. Hier kann man das Gemüse aus der Region auch ohne großen Geldbeutel genießen.

Foto vom KOKORAYA in Kyoto

Das KOKORAYA

Das zweite Café heißt „KOKORAYA”. Hier kann man „OBANZAI“ essen. „OBANZAI“ ist ein Menü mit verschiedenen Gemüsesorten aus Kyoto. Das Wahrzeichen des Geschäfts sind die Körbe mit vielen regionalen Gemüsesorten, die vor dem Geschäft aufgereiht stehen. Das Gebäude ist alt und man kann traditionelle Speisen bestellen. Für das Mittagsmenü kann man aus vielen Gerichten von der Speisekarte auswählen. Beliebt ist besonders das Gemüse, das jeden Tag vom Bauern geliefert wird. Die Speisen schmecken natürlich und der Reis schmeckt süß. Auch die Farbzusammenstellung des bunten Gemüses und des weißen Reises ist ansprechend. Hier wird man wirklich satt!

Zeichnung Wegbeschreibung Gokomachi-dori

Wegbeschreibung Gokomachi-dori

Es gibt also viele interessante Geschäfte und Einrichtungen in der Straße und man kann sich dort den ganzen Tag gut unterhalten. Wenn Sie nach Kyoto fahren, kommen Sie doch einmal dort vorbei. Sicher können Sie ein Geschäft nach Ihrem Geschmack entdecken!

 

 

 

 

 

Die Hanamikôji-Straße

February 1, 2011

von  Chihiro Kato und Enami Sekiya
Die Hanamikôji-Straße liegt südlich von Gion, einem Stadtviertel von Kyôto, in dessen Zentrum der Yasaka-Schrein liegt.
In Gion gibt es ein Kabuki-Theater namens „Minamiza“ und berühmte Cafés wie das „Tsujiri“ oder „Gion-Koishi“.
Auch das „Gion-Fest“ im Juli ist sehr beliebt. Man kann in Gion traditionelle Kyôtoer Küche essen und das Yûzen-Stofffärben ausprobieren.

Die Hanamikoji Straße

Die Hanamikoji Straße

Die Hanamikôji-Straße verläuft zwischen der Sanjô-Straße und dem Kenninji-Tempel und ist etwa 1.4 km lang.

Es ist eine Straße mit ganz typischem Kyôtoer Flair. Der Teil der Straße, der nördlich von der Shijô-Straße liegt, besitzt eine andere Atmosphäre als der südliche Teil. Im Norden gibt es viele Gebäude, zum Beispiel Pubs, Bars und Bürogebäude.
Im Süden gibt es Teehäuser und Restaurants. Hier kann man alte Häuserreihen sehen, obwohl die Geschichte der Straße nicht so weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Es ist sehr entspannend, die Hanamikôji-Straße zu Fuß entlang zu laufen. Des Öfteren trifft man dabei auf „Maikos“, also Kabuki-Schauspielerinnen, die sich noch in der Ausbildung befinden. Nicht jeder kann eine Maiko werden, sondern nur Mädchen unter 20 Jahren. Mittags kann man auch Maikos sehen, jedoch sind viele dieser Maikos keine wirklichen Geisha-Schülerinnen, sondern nur junge Mädchen im Maiko-Kostüm, welche den Besuch in Gion für Schüler aus anderen Teilen Japans, die nach Kyôto auf Klassenfahrt kommen, zu einem Erlebnis machen sollen. Wenn man echte Maikos sehen möchte, sollte man am Abend in die Hanamikôji-Straße kommen.
Das „Naruya“ ist ein berühmtes Teehaus. Hier kann man „Warabimochi“ essen, eine japanische Süßigkeit, die aus Wasser, Zucker und japanischem Mochi-Reiskuchen besteht. „Warabimochi“ verderben schnell, und der Geschmack verliert sich bald nach der Zubereitung. Deshalb ist es am besten, frische Warabimochi sofort gekühlt zu verzehren. Man isst sie mit „Kuromitsu-Sirup“ oder bestreut mit „Kinako“, einem gezuckerten Pulver aus Sojabohnen. Bei Japanern ist diese Süßigkeit sehr beliebt.

Historische Gebäude auf der Sanjô-Straße

August 1, 2010

von Mai Ohgita

 

Historische Gebäude auf der Sanjô-Straße

Backsteingebäude

Backsteingebäude

ehemalige Bank of Japan

ehemalige Bank of Japan

Auf der Sanjôstraße in der Innenstadt von Kyôto gibt es historische Gebäude aus der Meiji- und Taisho-Zeit (1868 ~1926) Während dieser Zeit wurden in ganz Japan viele moderne Backsteingebäude errichtet.

Das Nebengebäude des Kyôto-Museums (Museum of Kyoto, Bekkan), ein ehemaliges Zweiggeschäft der Bank of Japan in Kyôto wurde 1906 gebaut.
Es erhielt 1969 die offizielle Anerkennung als kulturhistorisch bedeutsames Erbe Japans.
Dieses Gebäude ist ein typisches Bauwerk der japanschen Backsteinarchitektur und wurde von Kingo Tatsuno entworfen. Er war einer der bekanntesten modernen Architekten seiner Zeit. Der Stil des Gebäudes ist eine Mischung aus Gotik und Renaissancestil.
Heute kann man das Innere kostenlos besichtigen. Wenn Sie hineingehen, merken Sie, dass hier von 1906 bis 1965 ein Zweiggeschäft der Bank of Japan war.

Adresse: Sanjô-Takakura, Nakagyô-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: Di.-So. 10 bis 19.30 Uhr (wenn der Montag ein Feiertag ist, ist das Museum am Di. geschlossen)

Eintritt: frei

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Das ehemalige Postamt

Das ehemalige Postamt

Offizielle Webpage:http://www.bunpaku.or.jp/info_english.html

Das Nakagyô-Postamt, ein ehemaliges Zentralpostamt in Kyôto, wurde 1902 erbaut.
Bis heute wird das Gebäude von den Einwohnern Kyôtos als Postamt benuzt. Das Innere wurde modern und funktional umgebaut, aber das Aussehen blieb im ursprünglichen Zustand. Die Backsteinarchitektur ist im Renaissancestil gehalten. Auf den ersten Blick merken Touristen nicht unbedingt, dass das Gebäude ein Postamt ist, denn dort gibt es kein grosses Schild, nur einen kleinen Briefkasten. Das Postamt steht gleich neben dem Kyôto-Museum und wird oft für ein weiteres Museum oder anderes historisches Denkmal gehalten. Man kann hier jedoch ganz normal Briefmarken kaufen, Pakete abschicken und so weiter.

Adresse: Hishiya-chô 30, Nakagyo-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: täglich 0 bis 24 Uhr

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Das Shinpuhkan

Das Shinpuhkan

Offizielle Webpage:http://map.japanpost.jp/pc/syousai.php?id=300144153000

Das Shinpuhkan , eine ehemaige Fernsprechzentrale, wurde 1926 gebaut. Auf den ersten Blick sieht das Gebäude wie ein normales Burogebäude aus. Beim Nähertreten wird der Betrachter jedoch von Schönheit der dekorativen Fassadenfliesen überrascht.
Das Shinpuhkan wurde als kulturhistorische Stätte Kyôtos anerkannt.
Es wird heute als ein Handelsgebäude benutzt und ist beliebter Treffpunkt für junge Leute. Es hat zwei Stockwerke und ca. 30 Geschäfte. Hier kann man z.B. Kleidung kaufen, gemütlich im Cafe oder Restaurant sitzen und sogar Hochzeiten veranstalten.

Adresse: Bano-chô 586-2, Nakagyô-ku, Kyôto

Öffnungszeiten: Läden: So.-Do. 11.00-20.00
Fr., Sa., vor Feiertagen 11.00-21.00
Restaurants: täglich 11.00-23.00 (letzte Bestellung 22.00)

Verkehrsverbindungen: 3 Minuten zu Fuß vom Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Ausgang 5 des Bhf. Karasuma-Oike (U-Bahn Tozai Linie)

Offizielle Webpage: http://www.shin-puh-kan.com/

Viel Spaß und schöne Tage in Kyôto!

Der Kyoto-Turm

April 26, 2010

by Shunji Umetani; Ei Endo
Der Kyoto-Turm steht vor dem Kyotoer Hauptbahnhof. Der Kyoto-Turm ist 131 Meter hoch und wurde am 28.Dezember 1964 in Betrieb genommen.


Die Zahlenfolge 131 für die Höhe des Turmes in Metern steht in Beziehung zur damaligen Zahl der Einwohner der Stadt Kyoto von 1,31 Millionen Menschen.

Die Konstruktion des Kyoto-Turmes wurde von Studenten an der technischen Fakultät der Universität Kyoto entworfen. Der Turm ist sehr stabil gegenüber Erdbeben oder starkem Wind.
Der Turm steht da wie ein Leuchtturm, obwohl es kein Meer gibt. Aber oft nennt man ihn auch „die Kerze von Kyoto“.
Um den Bau des Kyoto-Turmes gab es heftige Diskussionen. Die Gegner meinten, ein moderner Turm harmoniere nicht mit der alten Stadt Kyoto. Aber nach dem Bau des Turmes gibt es Leute, die finden, der eigentümliche Turm passe gut zu Kyoto. Das ist ein sehr interessantes Resultat.

Die Angebote im Kyoto-Turm


Es gibt hier in der Gegend nur wenige Leute und nur wenige Besucher, die den Kyoto-Turm nicht kennen. Es ist aber nicht so bekannt,dass es im Kyoto-Turm-Gebäude einige interessante Angebote gibt. Daher habe ich gedacht, dass es schön wäre, wenn viele Touristen, die nach Kyoto kommen, davon wüssten.
Es gibt zum Beispiel im ersten Stock verschiedene berühmte Süßigkeiten wie Nama-Yatsuhashi (Kleine Teigplatten aus mit Zimt und Zucker gemischtem Pulverreis, in die süße Bohnen eingeschlagen sind) oder Kyoto-Süßigkeiten (Kyo-Gashi) oder kunstgewerblich-volkskundliche Waren wie Nishijin-Brokat (Nishijin-Ori), oder Kiyomizu-Keramik (Kiyomizu-Yaki). Man kann dort jedenfalls gut Souveniers kaufen, weil es dort viel Auswahl gibt und auch direkt vor dem Hauptbahnhof liegt. Aber eine besonders interesanteste Anlage ist das Großbad im dritten Tiefgeschoss. Das Bad ist sehr geräumig und man kann sich dort gut entspannen und von der Müdigkeit der Reise erholen.
Außerdem ist es schon morgens ab 7 Uhr geöffnet, das ist für Leute schön,die mit dem Nachtbus nach Kyoto gekommen sind, sodass sie nach dem Bad ausgeruht Sehenswürdigkeiten besichtigen können. Es gibt auch eine Sauna.

Der Kameyama Park

by Ai Ishida; Yôko Takaku

Der “Kameyama Park” ist in Arashiyama. Sein formeller Name lautet “Arashiyama-Park der Kyôto-Präfektur”. Es ist eine Sehenswürdigkeit, bei der man sich an der typischen Atmosphäre Arashiyamas erfreuen kann. Im Frühling kann man Kirschbäume und im Herbst die Herbstfärbung sehen. Das Farbenspiel ist eindruckend. Es gibt viele Grabsteine im Kameyama Park. Am bekanntesten ist der Gedenkstein für Fujiwara no Teika, der die Gedichtsammlung “Hyakunin-Isshu” zusammenstellte, aus der später ein populäres japanisches Kartenspiel entstand.

Der Park ist in der Nähe des Bahnhofs der Nostalgiezüge (“Romantic Train”) in Arashiyama. Von der Aussichtsplattform kann man die Nostalgiezüge und den Hozufluss sehen.

Es gibt dort viel freie Fläche und einen Kinderspielplatz, deshalb ist der Park sehr geeignet für einen Ausflug mit der Familie. Wenn man hinabsteigt von der Aussichtsplattform, kann man durch einen Bambuswald gehen. Es ist der bekannteste Bambuswald in Kyôto und etwa 300m lang.

Wir empfehlen Ihnen eine Bootsfahrt auf dem Hozufluss, wenn Sie den Kameyama Park besuchen. Man kann vom Boot aus eine sehr schöne Aussicht genießen. Um eine Bootsfahrt zu machen, muss man mit dem Zug oder dem “Romantic Train” (“Nostalgiezug”) nach Kameoka fahren. Dort kann man die Schiffsfahrkarten kaufen. Die Bootsfahrt dauert 2 Stunden von Kameoka bis Arashiyama und kostet 3.900 Yen (Erwachsene) bzw. 2.500 Yen (Kinder).

*INFORMATION

Anfahrt

Zu Fuß 9 Minuten von Arashiyama (Keifuku-Linie)

Zu Fuß 15 Minuten von Saga-Arashiyama (JRSagano-Linie)

Zu Fuß 11 Minuten von Arashiyama (Hankyu-Linie)

Zu Fuß 3 Minuten von der Station des “Romantic Train” (torokko ressha)

Arashiyama (Sagano-Kanko-Linie)

Mit den Buslinien 11, 28, 93 (Stadtbusse)

Mit den Linien 61, 62, 63, 71, 72, 73 (Kyôto Busse)

*Nach Kameoka

Saga 9.07 10.07 11.07 12.07 13.07 14.07 15.07 16.07
Arashiyama 9.10 10.10 11.10 12.10 13.10 14.10 15.10 16.10
Hozukyô 9.18 10.18 11.18 12.18 13.18 14.18 15.18 16.18
Kameoka 9.30 10.30 11.30 12.30 13.30 14.30 15.30 16.30

*Nach Saga

Kameyama 9.35 10.35 11.35 12.35 13.35 14.35 15.35 16.35
Hozukyô 9.46 10.46 11.46 12.46 13.46 14.46 15.46 16.46
Arashiyama 9.58. 10.58 11.58 12.58 13.58 14.58 15.58 16.58
Saga 10.01 11.01 12.01 13.01 14.01 15.01 16.01 17.01

☆Wenn Sie den “Romantic Train” im Frühling oder Herbst benutzen, sollten Sie einen Platz im Voraus reservieren, um lange Wartezeiten zu vermeiden.(TEL: 075-861-7444 )

Die Suntory-Bierbrauerei in Kyoto

by Ei Endo,Shunji Umetani
Haben Sie gewusst, dass es in Kyoto eine Bierbrauerei gibt?
Wir interessieren uns für Bier, und wir haben diesmal die Suntory-Brauerei in Kyoto besichtigt und stellen sie hier vor.
Die Brauerei wurde im Jahre 1969 in Kyoto-Nagaokakyo gegründet, als eine der größten Brauereien in West-Japan.

Man benutzt hier das Wasser von den Bergen Nishiyama und Tennozan, das als ganz besonders gut gilt. Die Brauerei engagiert sich auch intensiv im Umweltschutz für die Berge.

Wir haben eine Angestellte interviewt:

F: Welche Fragestellungen sind hier bei der Bier-Herstellung besonderes bedeutend?
A : Besonderes wichtig ist die Hygiene! Dann spielt die Temperaturkontrolle während der Gärung eine sehr wichtige Rolle.

F: Exportieren Sie auch Bier ins Ausland?
A: Ja, aber im Moment nur in einige asiatische Länder.

F: Wie lange dauert der Brauprozess für ein Bier?
A: Es dauert etwa einen Monat.

F: Zum Schluss: Können Sie noch ein bisschen Werbung machen?
A: Wir wünschen Ihnen ein freudiges Leben mit unserem Bier!

Verkehrsanbindung:
Die Suntory-Bierbrauerei erreicht man über die Bahnhöfe
JR Nagaokakyo oder Hankyu Nagaokatenjin,
von beiden aus gibt es einen kostenlosen Shuttlebus.