Abe no Seimei und der Seimei-Schrein

September 17, 2012

Ein ganz  besonderer Schrein

von Kosuke Mitani und Takuya Tamba

Im Stadtbezirk Kamigyo-ku in Kyoto befindet sich der berühmte Seimei-Schrein (Seimei-jinja), in dem der in der Heian-Zeit (794 – 1192) als Onmyoji bekannte Abe no Seimei (921-1005) verehrt wird. Als Onmyoji bezeichnete man damals Zauberer und Wahrsager. Außerdem bekannt war er für seine Kenntnisse in der Astronomie. Um seine Person ranken sich verschiedene Legenden, zum Beispiel sagt eine Legende, dass seine Mutter ein Fuchs gewesen sei.
Erbaut wurde der Seimei-Schrein auf dem Gelände von Abe no Seimeis ehemaliger Villa. In vielen Teilen Japans gibt es Schreine mit dem gleichen Namen, denn Abe no Seimei ist in Japan besonders bekannt und beliebt. Er erschien in einer Vielzahl von Filmen und Romanen.

Foto der Statue von Abe-no-seimei am Seimei-Schrein in Kyoto

Statue von Abe-no-seimei

Foto der Frontansicht Statue Abe-no-seimei am Seimei-Schrein

Frontansicht Statue Abe-no-seimei

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Seimei-Schrein gibt es verschiedene Stellen, die mit der Geschichte von Abe no Seimei verknüpft sind. Die Haupthalle des Schreins ist seiner Person gewidmet. Eine Statue Abe no Seimeis wurde nach einem Portät von ihm gestaltet.
Außerdem gibt es den berühmten „Seimei-Brunnen“ (seimei-i),  dessen Wasser aus  Seimeis Willenskraft hervorgesprudelt sein soll. Man glaubt, dass das Wasser dieses Brunnens die Macht haben soll, Krankheiten zu heilen. Besucher haben die Möglichkeit, das Wasser aus dem Brunnen zu trinken.

Foto des Seimei-Brunnens

Der Seimei-Brunnen

Foto des erstes Tores (ichi-no-torii)

Das erste Tor (ichi-no-torii)

Ebenfalls berühmt ist das „Erste Tor“ (ichi-no-torii) des Tempels. Daran hängt eine Eisentafel mit einem goldenen Wappen.
Am Handwaschbecken chozuya kann man seinen Körper von Sünde und Unreinheit befreien. Bevor man den Heiligen Bezirk betritt, sollte man sich hier reinigen.
Eine weitere Besonderheit ist der Glückspfirsich (yakuyoke-momo), der im Schrein aufgestellt ist. Er ist aus Metall. Wenn man mit der Hand darüber streicht, soll das Glück bringen, da von dem Pfirsich geglaubt wird, dass er nach dem Gesetz von Yin und Yang von dem Bösen befreien könne.
Natürlich gibt es am Schrein auch noch Amulette und Glücksbringer zu kaufen.
Neben den hier vorgestellten Besonderheiten gibt es im Seimei-Schrein noch viele weitere interessante Orte und Dinge zu sehen. Ein Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall.

 

Anfahrt:
Vom Hauptbahnhof Kyoto: Am besten nimmt man die Buslinie 9 und steigt an der Haltestelle Seimei-jinja-mae aus.  Von dort aus etwa 2 Minuten zu Fuß. Der Seimei-Schrein befindet sich 12 Minuten zu Fuß von der U-Bahnstation „Karasuma-Imadegawa“ entfernt. Der Eintritt ist frei.

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