Die Samuraitruppe Shinsengumi

February 1, 2010

by Ayumi Nakajima

 

Die militärische Schutztruppe Shinsengumi

In Kyôto gibt es einen bekannten Tempel namens Mibudera (Mibu-Tempel). Seine Berühmtheit hängt eng mit den geschichtlichen Ereignissen um die berüchtigte Samuraitruppe Shinsengumi zusammen.

Die Shinsengumi war eine militärische Schutztruppe, die vor ungefähr 157 Jahren in Kyôto aktiv war. Sie bildete die Streitkraft des Shogunats, das in der Edo-Zeit in Japan mehr Macht besaß als der damalige Kaiser. Der Name Shinsengumi bedeutet: Neu gewählte Truppe.
Alle Mitglieder waren Männer, ungefähr 60 Leute an der Zahl, doch zeitweise umfasste die Miliz auch bis zu 300 Krieger.
Ihre Aufgabe war die Bekämpfung der Shogunatsfeinde. Zu Zeiten des Kampfes trugen sie hellblaue Kimonos. Ihre Waffen waren hauptsächlich Schwerter, Speere und Kanonen.

Die Miliz wurde im März 1863 in einem Dorf namens Mibu gebildet. Mibu befand sich damals am äußersten westlichen Stadtrand von Kyôto. Heute liegt Mibu mitten im Herzen Kyôtos, im Stadtteil Nakagyô-ku.
Im Mibu-Tempel trainierten die Samurai das Bedienen der Kanonen und andere kriegerische Künste. Sie wohnten in den Häusern der Samurai Yagi, Maekawa und Nambe. Alle drei Häuser lagen in dichter Nähe des Mibu-Tempels. Übrigens stehen die Häuser von Yagi und Maekawa noch heute dort.
Den Mibu-Tempel kann man täglich von 8:30~16:30 besichtigen. Es gibt dort die Gräber vieler Mitglieder der Truppe zu sehen (Eintritt 100 Yen) und Reiseandenken zu kaufen.
Der Mibu-Tempel

Das Haus Yagis kann man für 1000 Yen Eintritt besichtigen (täglich 9:00~17:00). Serizawa Kamo wurde 1863 hier ermordet.
Der Besuch von Maekawas Haus ist leider nicht möglich. Yamanami Keisuke beging dort 1865 Harakiri.
In der Shinsengumi gab es viele Pflichten. Und es gab viele berühmte Samurai:

Die Kommandanten

・Kondô Isami (近藤 勇)
・Serizawa Kamo (芹沢 鴨)

Der Vizekommandanten

・Hijikata Toshizô (土方 歳三)
・Yamanami Keisuke (山南 敬助)
・Niimi Nishiki (新見 錦)

Der Berater

Itô Kashitarô (伊東 甲子太郎)

Die Truppenkapitäne

  1.  Okita Sôji (沖田 総司)
  2.  Nagakura Shinpachi (永倉 新八)
  3.  Saitô Hajime (斎藤 一)
  4.  Matsubara Chûji (松原 忠司)
  5.  Takeda Kanryûsai (武田 観柳斎)
  6.  Inoue Genzaburô (井上 源三郎)
  7. Tani Sanjûrô (谷 三十郎)
  8.  Tôdô Heisuke (藤堂 平助)
  9.  Suzuki Mikisaburô (鈴木 三樹三郎)
  10.  Harada Sanosuke (原田 左之助)

Stätten der Erinnerung an die Shinsengumi

Auch heute noch gibt es in Kyôto viele Orte, die an die tapferen Kämpfer erinnern. Am Kôenji-Tempel (光縁寺) findet man die Gräber vieler Mitglieder der Truppe. Der Kôdaiji-Tempel (高台寺) diente einer Splittergruppe der Shinsengumi als Unterkunft. 15 Männer um Itô Kashitarô hatten sich einige Jahre nach der Gründung von der Truppe zurückgezogen und die Gruppe Kôdaijitô (高台寺党)“ gebildet. Am Honkôji-Tempel (本光寺) kann man die Stelle besichtigen, an der Itô Kashitarô ermordet wurde. Der Nishihonganji-Tempel (西本願寺) diente der Truppe vorübergehend als Unterkunft. An dem Shintoschrein Kyôto-ryôzengokoku-jinja (京都霊山護国神社) liegen die Gräber der Kriegsgefallenen des „Ikedaya-Zwischenfalls“ (池田屋事変), der als entscheidender Kampf der Shogunatsmiliz gegen die kaisertreuen Patrioten in die Geschichte eingegangen ist. Trotz der Übermacht der Feinde gelang es der Samuraitruppe zu gewinnen. Das Nijô-Schloss (二条城) wurde von der Shinsengumi bewacht. Im Ryôzen Museum (霊山歴史館) sind einige Dokumente über die Truppe ausgestellt.
Jugendlichen gesehen werden.
Der Kôenji-Tempel (光縁寺)
Der Kôdaiji-Tempel (高台寺)
Der Nishihonganji-Tempel (西本願寺)
Der Shintoschrein Kyôto-ryôzengokoku-jinja (京都霊山護国神社)
„Ikedaya-Zwischenfall“ (池田屋事変)
Das Nijô-Schloss (二条城)
Das Ryôzen Museum (霊山歴史館)

Durch zahlreiche Romane, Fernsehserien, Filme, Comics und Animesendungen, die sich mit der Shinsengumi beschäftigen, erfreut sich die Samuraitruppe bei den japanischen Jugendlichen beachtlicher Popularität. Das ist nicht erstaunlich in Japan, wo es traditionell zahlreiche historische Fernsehserien gibt, die viel von

Anfahrt zum Mibu-Tempel
Bus Linien 26 oder 28 bis „Mibuderamichi壬生寺道“
Hankyû Linie bis „Ômiya-eki(大宮駅)“

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