o-ko

September 29, 2015

   von Yuka Sakaguchi

minen eigenen Weihrauch

Einen ganz persönlichen Weihrauch kreieren

Das japanische Räucherwerk (o-kô) ist etwas anderes als ein Parfüm. Die Japaner erfreuen sich an dem Duft in ihrem Haus oder in der Tasche. Er duftet so wie ihre Heimat oder die Natur, zum Beispiel nach Regen, Blumen, der Sonne und so weiter.

Der Weihrauch kam circa im Jahr 538 nach Japan. Damals wurde er benutzt, um böse Geister zu vertreiben. Besonders der Adel benutzte ihn gern. Ab dem 9. Jahrhundert begann man seine Kleidung, also die Kimonos, zu parfümieren. Im Volk soll sich der Weihrauch erst ab dem 17. Jahrhundert verbreitet haben.

Es gibt zwei Wege, sich am o-kô zu erfreuen. Entweder als Pulver  in einem Duftsäckchen oder als Pulver, das verbrannt wird. Als Beutel legt man den Weihrauch in eine Tasche, einen Geldbeutel, ein Auto, einen Brief oder einen Schrank. Einem Brief beigefügt, kann man den Empfänger erfreuen oder ihm seinen eigenen Lieblingsduft vorstellen. Als Pulver zum Verbrennen nutzt man den Weihrauch im Haus oder am Eingang, zum Beispiel, wenn Freunde zu Besuch kommen oder man sich durch den Duft erfrischen will.

mit einem Mörser zerreiben

Das Pulver mit einem Mörser zerreiben

In einem Geschäft namens „Shoyeido“ in Arashiyama kann man seinen eigenen Weihrauch herstellen. Es gibt 8 Duftsorten als kleine Stücke aus gepresstem Pulver, zum Beispiel Lavendel, Zimt und Gewürznelke. Man wählt 10 davon aus. Sie werden mit einem Mörser zerrieben und in zwei halbmondförmige Beutel gefüllt. Diese legt man einem Brief bei oder benutzt sie als Lesezeichen. Das restliche Pulver wird in ein großes Blatt Papier eingepackt. Man tut es in die Tasche oder Handtasche. Der Duft hält für etwa drei Monate an. Wenn man seine eigene Duftmischung in Arashiyama herstellen will, muss man im Voraus dort reservieren. Das kostet 1296 Yen für 30 Minuten.

Ich hoffe, dass Sie Ihren Lieblingsweihrauch in Kyoto finden werden.

die Landkarte

die Landkarte

 

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