Süßwarenläden in Kyoto

April 27, 2008

by Shiori NAMBU

Haben Sie schon einmal japanische Süßigkeiten gegessen? Wenn nicht – wie stellen Sie sich japanische Süßigkeiten vor?
Heutzutage sind die japanischen Süßigkeiten ein bisschen dem westlichen Gaumen angepasst. So sind sie für ausländische Touristen leichter zu essen. Hier will ich Ihnen drei bekannte japanische Cafés vorstellen.

Saryō Tsujiri

Das Saryō Tsujiri ist ein traditionelles japanisches Café mit insgesamt drei Niederlassungen in Kyoto. Das Café wurde im Jahre 1978 gegründet, um möglichst vielen Menschen neue und schmackhafte Verwendungsmöglichkeiten des japanischen Tees nahezubringen. Im Sairyō Tsujiri kann man Eis-Parfaits, Anmitsu (Gelee mit süßen Bohnen und Sirup), Kuchen und andere japanische Süßigkeiten essen. Dazu gibt es den berühmten japanischen Matcha aus grünem Pulvertee. Auch die meisten der Süßigkeiten selbst werden aus japanischem Tee hergestellt. Samstags, sonntags und feiertags muss man einige Zeit warten, weil viele Menschen vor dem Geschäft Schlange stehen. Unter den Wartenden sind auch viele Ausländer, besonders aus Europa. Offenbar hat sich herumgesprochen, dass sich bei diesen Köstlichkeiten das Schlangestehen lohnt.

Saryō Hōsen

In diesem Café kann man im Tatamizimmer mit Blick auf den Garten sehr gemütlich japanische Süßigkeiten essen. Die beliebteste Spezialität des Geschäfts ist Warabimochi – eine Art von Gelee, das aus den Wurzeln des Adlerfarns hergestellt wird. Es ist durchscheinend und sieht sehr erfrischend aus. Traditionell isst man Warabimochi mit süßem Kinako-Sojamehl und Kuromitsu-Sirup. Die Warabimochi im Saryō Hōsen haben eine angenehm feste und doch nachgiebige Konsistenz und sind stets sehr frisch, weil für jede Bestellung neues Gelee angerührt wird.

Umezono

Dieses Kyotoer Geschäft ist sehr berühmt für seine Spezialität Mitarashi-dango. Das sind kleine Reisklöße, die auf Holzspieße aufgereiht mit einem Sirup aus Sojasoße, Zucker und Stärke verzehrt werden. Ihren Namen haben die Klöße von einem Teich, den es früher einmal in Kyoto gab, dem Mitarashi-Teich. Die Klöße symbolisieren die Schaumtupfer des Teiches. Daher ist ihre Form auch stets rund, doch im Umezono sind sie seltsamerweise viereckig. Aber sehr lecker!
Drinnen im Café ist es ein bisschen eng, aber die Innenausstattung ist traditionell und hat sehr viel japanisches Flair, sodass Ausländer hier wahrscheinlich richtig auf ihre Kosten kommen.

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