Der Tempel der Glöckchenzikaden

February 8, 2017

Naomi Shirai, Mao Okada

 

Kennen Sie den „Tempel der Glöckchenzikaden“ in Kyoto? Dort kann man den Gesang der Glöckchenzikaden hören, und zwar nicht nur im Herbst, sondern auch das ganze Jahr hindurch. Deshalb nennt man ihn den „Tempel der Glöckchenzikaden“. Der formelle Name lautet „Myotokuzan Kegonji“.

der Eingang der „Tempel der Glöckhenzikaden“

Der Eingang des Tempels

 

Der Tempel wurde im Jahr 1723 von dem Mönch Hôtanshônin erbaut.

Hôtanshônin war als Tempelbauer bekannt. Er wurde auch Kegon-no-Hotan genannt. Hôtanshônin war auch der erste Gelehrte, der eine Weltkarte schuf, in deren Zentrum der Buddhismus steht. Damals hatte er Weltkarten aus Europa gesehen, in deren Zentrum der Westen steht, und daraufhin eine Karte geschaffen, in deren Zentrum Indien zu sehen war.

 

Viele Leute kommen aus dem ganzen Land, um in diesem Tempel zu beten, vielmals auch um für Glück in der Liebe zu beten. In der Touristensaison müssen die Besucher ein paar Stunden am Eingang warten. Der Tempel der Glöckchenzikaden ist so beliebt, weil dort viele Wünsche in Erfüllung gehen sollen. Besonders die Gebete für Glück in der Liebe sollen mit 80%iger Wahrscheinlichkeit in Erfüllung gehen. Der Priester spricht über die Lehre des Tempels. Begrüßt werden die Besucher mit einer Tasse grünen Tees und einer Süßigkeit.

ein Tasse grünen Tees und eine Süßigkeit

Ein Tasse grüner Tee und eine Süßigkeit

 

Man kann im Tempel auch gelbe Glücksbringer kaufen, die man „Glücks-Talismane“ nennt. Sie sind sehr berühmt. Ein Talisman kostet 300 Yen. Wenn man den Glücksbringer immer bei sich trägt, steigert sich dessen Wirksamkeit. Und es gibt viele Leute, die den Talisman als Souvenir für Freunde oder Bekannte kaufen.

gelbe Glücksbringer

gelbe Glücksbringer

 

Bevor die Besucher den Tempel verlassen, beten sie zur Schutzgottheit der Kinder, einer Jizôfigur, die Strohsandalen trägt, was es in Japan nur bei dieser einen Figur gibt. Sie kommt zu Fuß in die Häuser der Leute, um Wünsche zu erfüllen. Beim Beten nimmt man den Talisman in die Hand und sagt seinen Wunsch, seinen Namen und seine Adresse. Dann kann der Wunsch erfüllt werden.

ein Jizôfigur, die Strohsandalen trägt

Eine Jizôfigur, die Strohsandalen trägt

 

Es gibt in diesem Tempel außerdem viel schöne Natur. Man kann im Tempelbereich typische Kyotoer Landschaften und die Blumen der vier Jahreszeiten entdecken.

Man kann Herbstfärbung wie diese Fotos sehen.(1)

Der Tempel mit buntem Herbstlaub

(2)

 

Öffnungszeiten : 9:00-17:00

Preise : Erwachsene 500 Yen   /   Kinder (bis 15 Jahre) 300 Yen

Anfahrt : (1) Mit dem Bus Nr. 28 vom JR-Bahnhof Kyoto. Dann 15 Minuten Fußweg von der Haltestelle “Matsuotaisha”

(2) Mit dem Bus Nr. 73 und 83 vom JR-Bahnhof Kyoto. Dann Etwa 3 Minuten Fußweg von der Endhaltestelle

 

Telefonnummer : 075-381-3830

Homepage : http:/www.suzutera.or.jp/

Yasuikonpiragu

Rin Sakai, Mao Okada und Naomi Shirai

Gibt es für Sie einen Menschen, zu dem Sie die Verbindung abbrechen möchten?

Es gibt viele Schreine in Kyoto, an denen man für Glück in der Liebe beten kann. Aber es gibt auch einen Schrein, an dem man für die Auflösung einer Verbindung beten kann. Besonders der Yasuikonpiragu Schrein ist bekannt dafür, dass man dort alle schlechten Verbindungen abbrechen und gute Verbindungen neu knüpfen kann.

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Am Yasuikonpiragu kann man nicht nur um die Auflösung einer Verbindung zu anderen Menschen bitten, sondern auch um die Ablösung von allerlei schlechten Einflüssen, zum Beispiel von Krankheit, Alkohol, Zigaretten und Glücksspielen.

Geschichte

Der Tempel wurde im Jahr 671 vom Fujiwara-Fürsten Kamatari erbaut. Er pflanzte dort Glyzinien an und nannte ihn den „Glyzinien-Tempel“ (jp. Fujidera).

Der damalige Kaiser Sutoku entsagte dem Weltlichen und zog sich in den Yasuikonpiragu zurück. Das ist der Grund dafür, dass der Yasuikonpiragu als ein Schrein bekannt wurde, der die Auflösung einer Verbindung zu anderen Menschen bewirken kann. Wenn jedoch Eheleute und Liebespaare zum Yasuikonpiragu gehen, wird ihre Beziehung nicht getrennt, sondern noch umso stärker und tiefer verbunden. Außerdem hat der Yasuikonpiragu nicht nur Wirkung für die Auflösung einer Verbindung zu anderen Menschen, sondern auch für die Sicherheit auf dem Meer und die Verkehrssicherheit.

Wie man um die Auflösung einer Beziehung bittet

Es gibt einen Felsstein am Yasuikonpiragu, an dem man um die Trennung oder den Beginn einer Beziehung bitten kann. Der Stein ist 1,5 Meter hoch und 3 Meter breit.

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Zur Vorbereitung muss man Folgendes tun:

1.Man besucht das Hauptgebäude.

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2.Man schreibt ein Anliegen auf ein „Katashiro“-Wunschpapier. Zum Beispiel „Ich möchte die Uni bestehen“, „Ich möchte meine Krankheit heilen“, „Ich möchte die Verbindung zu einem Freund oder einer Freundin abbrechen“, und so weiter. Das Wunschpapier ersetzt die Person. Man lässt seine Gedanken in das Papier hineinfließen.

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3.Man muss das Papier in der Hand halten und an seinen Wunsch denken. Dann geht man durch die Öffnung im Stein von der Vorderseite zu der Rückseite hindurch. Dadurch wird die schlechte Verbindung abgebrochen.

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4.Als Nächstes geht man von der Rückseite zur Vorderseite des Steins. So wird eine neue Verbindung geschaffen.

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5.Am Ende klebt man das Papier auf den Stein.

Der Yasuikonpiragu befindet sich im Stadteil Higashiyama. Dort in der Nähe sind auch der Kiyomizu-Tempel, der Yasaka-Schrein und der Maruyama-Park.

Verkehrsverbindungen:

Mit der Keihan-Bahn bis zur Station Gion-Shijo.

Mit der Hankyu-Bahn bis zur Station Kawaramachi.

Mit dem Bus Nr. 206 bis zur Haltestelle Higashiyama-yasui.

 

Adresse: Shimo-benten-cho, Higashiyama, Kyoto

Homepage: http://www.yasui-konpiragu.or.jp/