Eingelegtes Gemüse von Nishiri

September 21, 2016

von Karen Arimoto und Moe Murakami

 

Wussten Sie, dass Kyoto nicht nur für Matcha (grünen Tee) bekannt ist, sondern auch für eingelegtes Gemüse? Das „Nishiri” ist ein Spezialgeschäft, das verschiedene Sorten von eingelegtem Gemüse verkauft. Natürlich ist das eingelegte Gemüse, das man dafür benutzt, Gemüse aus Kyoto.

die Eingang von Nishiri

Seit das Geschäft 1940 gegründet wurde, hat es verschiedene Preise erhalten.
Das „Nishiri“ hat außerdem viele Zweiggeschäfte, nicht nur in Gion, Kiyomizu und Arashiyama, also an Orten, die von vielen Touristen besucht werden, sondern auch in der B-Ebene am Bahnhof Kyoto. Deshalb kann man das Geschäft einfach erreichen. Zudem unterscheiden sich die verschiedenen Geschäfte in ihrem Angebot und ihrer Ladenatmosphäre. Es macht Spaß, das Geschäft zu suchen, das dem eigenen Geschmack am meisten entspricht. In dem Geschäft in Gion kann man im 1. Stock Speisen mit eingelegtem Gemüse bestellen. Und im 2. und 3. Stock kann man viele Fotos, Bilder und Keramik bewundern.

Speisekarte von der Restaurant

Das Nishiri hat eine sehr lange Tradition und hat viele verschiedene Produkte entwickelt, zum Beispiel „Senmaizuke“, das man eigentlich im tiefen Winter isst.

Aber das Nishiri verkauft sein „Senmaizuke“ auf dem Höhepunkt des Gion-Fests, das im Juli stattfindet, wenn es in Kyoto von Touristen wimmelt. Das zeigt den großen Fleiß des Geschäftes bei der Produktentwicklung. Auch für den Verzehr macht das Nishiri neue Vorschläge. Zum Beispiel, in dem es zu dem seit vergangenen Zeiten beliebten Reis mit eingelegtem Gemüse auch Wein anbietet, kombiniert es japanische und europäische Küchentraditionen.

Interessant ist auch, dass passend zu jeder Jahreszeit andere Gemüsesorten angeboten werden. Zum Beispiel gibt es zwischen Mai und September Auberginen, Tomaten, Gurken und Zwiebeln als eingelegtes Gemüse. Das vermittelt beim Essen ein schönes Gefühl für die Jahreszeiten. Da es außerdem noch sehr gesund für den Körper ist, mögen es viele Japaner.
Wollen Sie nicht auch durch den Genuss von eingelegtem Gemüse gesund wie ein Japaner werden?

 

verschiedene eingelegtes Gemüsealles eingelegtes GemüseGemüse für die Sommer

Wegbeschreibung zum „Nishiri“
Von der Station Kawaramachi der Hankyu-Linie braucht man zum „Nishiri“ nur 6 Minuten zu Fuß in Richtung Osten zu gehen.

Öffnungszeiten
Von 10 Uhr bis 21 Uhr geöffnet (kein Ruhetag)

 

 

Traditionelles Gemüse aus Kyoto (von Satomi Nitta)

Mizu-Na (l.) und Nasu (r.)

Die Bezeichnung Kyo-Gemüse ist eine Bezeichnung für Namen von Gemüse, die normalerweise keinen Markennamen tragen und in Kyoto produziert werden.

Außerdem bezeichnen sie im Allgemeinen seit 1987  das traditionelle Kyo-Gemüse.

Es gibt 41 verschiedene Arten von traditionellem Kyo-Gemüse. Davon tragen im Gebiet Kyoto 21 Arten den Markennamen Kyono, das hier Kyotos traditionelles Gemüse bedeutet.

Eine kleine Einführung in die Gemüsegeschichte

 

Kyoto, die alte Kaiserstadt, war das Zentrum von Politik und Kultur und stand lange in höchster Blüte.

Durch die große Entfernung zum Meer war der Erwerb der Fischereizonenprodukte schwierig. Daher entwickelte sich die vegetarische Küche

dort früh in buddhistischen Tempeln und schintoistischen Schreinen. Gemüse wurde so vor mehr als 1,000 Jahren ein Ersatz von Fleisch- und Fisch

auch am kaiserlichen Hof.  Und das Kyo-Gemüse gehört bis heute zu den teuersten und köstlichsten Zutaten in der Kyoto-Küche. Das Gemüse konnte durch

das angenehme Klima in Kyoto leicht von den ortsansässigen Bauern produziert werden.

Tag der offenen Tür des Kyoto-Gemüses

 

Im örtlichen Kyoto gibt es einmal im Monat immer am 15. einen Tag, an dem die Kyo-Gemüsefelder besucht werden können.

Kyoto lässt an diesem Tag viele Leute nah zu dem Kyo-Gemüse. Alle Leute können kommen, um das Gemüse anzuschauen und zu probieren.

 

Einige Repräsentanten des Kyo-Gemüses

  Im Folgenden werden drei sehr beliebte Kyo-Gemüse vorgestellt. Ich empfehle Ihnen, diese drei Gemüse bei Ihrem Besuch in Kyoto zu essen.

みず菜(Mizu-Na: Blattgemüse)

みず菜(Mizu-Na: Blattgemüse)

Das Gemüse, namens Mizu-Na, kann man das Jahr hindurch essen.

Seine Besonderheit ist, dass die Blätter einen tiefen Schnitt haben.

Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass es am Tō-ji -Tempel und am 9-jō Weg angebaut wurde.

Man nimmt an, dass es hauptsächlich in der Gegend von Kyoto während der Edo-Zeit (crica im Jahr 1600) gepflanzt wurde.

Es ist knackig und weich, wenn man darauf beißt.

Man kann es als Salat oder als Gemüse in japanischen Topfgerichten genießen.

Mizu-Na schmeckt immer frisch.

九条ネギ(Kujō-Negi: grünes Schnittlauch)

Das Kujō-Negi-Schnittlauch

Kujō-Negi ist ein grünes Schnittlauch, das sich durch Süße und Weichheit auszeichnet.

Das Kujō-Negi-Schnittlauch hat eine sehr lange Geschichte in Kyoto.

Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass es seit rund 1300 Jahren angebaut wird.

Es hat diesen Namen, weil es im Bereich des Minami-ku, dem Stadtviertel, namens Kujō, angebaut wurde.

In Japan wird über Frühlingsschnittlauch gesagt, dass es das Wunderheilmittel bei Erkältungen sei.

Das grüne Schnittlauch kann man in vielen Gerichten verwenden.

賀茂ナス(Kamo-Nasu: Aubergine)

Die Kamo-Nasu-Aubergine

In Japan wurde die Aubergine für eine lange Zeit als Glücksgemüse angesehen.

Über die Aubergine wird gesagt, dass, wenn man sie isst, seine Wünsche wahr werden.

Dass es die Kamo-Nasu-Aubergine heute so gibt, ist den Bauern aus Kyoto, besonders aus Kamigamo, zu verdanken.

Man kann sie “Königin-Aubergine”nennen, weil ihr Geschmack und Stil ein Gaumen- Juwel sind.

Man isst sie gebacken, gegrillt oder mit Miso.