Die vier Jahreszeiten

September 25, 2015

von Yuka Sakaguchi

Welche Jahreszeit haben Sie am liebsten? Ich liebe alle Jahreszeiten, aber den Frühling und den Herbst finde ich besonders schön. Es gibt auch in Japan alle vier Jahreszeiten, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. In der Vergangenheit war Kyoto die Hauptstadt Japans. Daher gibt es in Kyoto viele Feste und Veranstaltungen. Die Leute erfreuen sich jedoch nicht nur an den Events, sondern auch an einer schönen Blume, der Herbstfärbung des Laubs oder der Landschaft eines Bergs.

[Der Frühling]

Hirano Schrein

Hirano Schrein

Die Kirschblüte ist berühmt im Frühling in Japan. Wir können die schönsten Kirschblüten im Nijo-Schloss, am Heian-Schrein, am Philosophenpfad und so weiter sehen. Doch die voll erblühte Kirsche verblüht auch schnell. Man kann sie nur für ca. 7 Tage sehen. Ich denke, dass die Leute, die gern die schönsten Kirschblüten sehen wollen, in der ersten Frühlingswoche nach Japan kommen sollten.

 

[Der Sommer]

Es gibt im Sommer zwei große Feste in Kyoto. Zum einen das Gion-Fest und zum anderen das Gosan-no-okuribi. Das Gion-Fest gibt es sei dem 9. Jahrhundert. Es ist eines der drei größten Feste in Japan. Es findet vom 1. Juli bis zum 31. Juli statt. Am 17. Juli findet es aber am meisten Beachtung. Viele große Festwagen, die Yamahoko werden in der Shijo- und Kawaramachi-Straße herumgetragen. Das andere Fest Gosan-no-okuribi findet in den Bergen rund um Kyoto am 16. August statt. Drei Schriftzeichen und zwei Bilder werden mit Feuer geschrieben. Sie sind sehr groß, sodass man sie vom Fluss oder von einem Hochhaus aus sehen kann.

[der Herbst]

Eikando

Eikando

Der Herbst in Kyoto ist sehr schön. Ich stelle Ihnen zwei Highlights vor. Am 22. Oktober gibt es ein Stadtfest namens Jidai-Matsuri. Vom Kaiserpalast bis zum shintoistischen Heian-Schrein läuft eine Parade mit 2.000 Personen in traditionell japanischen Kleidern. Man kann Gewänder aus ca. 1.000 Jahren sehen, und zwar nicht nur die Kleidung des Kaisers oder der Kaiserin, sondern auch die einfacher Bürger. Das andere Highlight ist die Herbstfärbung. Die beste Zeit, um sich die schöne Herbstfärbung in Kyoto anzusehen, ist die zweite bis dritte Woche im November. Es gibt drei Arten und Weisen, die Herbstfärbung zu genießen. Zunächst ist da der Wandel der Farbe. Der Wandel von Grün zu Rot und Gelb ist sehr hübsch. Die zweite Phase sind die Blätter in Rot. Das ist ganz fantastisch anzusehen. Die letzte Phase sind die zu Boden gefallenen Blätter. Das sieht wie ein Teppich aus und ist sehr schön. Man kann das Herbstlaub nicht nur an den bekannteren Tempeln wie dem Kiyomizu-Tempel und dem Heian-Schrein genießen, sondern auch am Shimogamo-Schrein, Eikando, Nanzen-Tempel und so weiter. Man braucht ca. 20 Minuten zu Fuß vom Heian-Schrein bis zum Eikando und Nanzen-Tempel. In der Nacht werden viele Tempel und Schreine erleuchtet, so etwa der Kiyomizu-Tempel, der Nanzen-Tempel, der Kitanotenmangu und viele andere Tempel und Shintoschreine.

Eikando

Eikando

[Der Winter]  Es fällt nicht so viel Schnee. Aber wenn der Schnee in der Nacht fällt, empfehle ich Ihnen am nächsten Tag zum Kinkakuji-Tempel zu zu gehen. Das ist sehr hübsch. Am 1. Januar gehen viele Leute zum Heian-Schrein. Einige Leute ziehen einen Kimono an. Man betet für ein neues Ziel im Leben, für allgemeines Glück, für das Bestehen eines Examens oder für eine leichte Geburt.

Der Kameyama Park

by Ai Ishida; Yôko Takaku

Der “Kameyama Park” ist in Arashiyama. Sein formeller Name lautet “Arashiyama-Park der Kyôto-Präfektur”. Es ist eine Sehenswürdigkeit, bei der man sich an der typischen Atmosphäre Arashiyamas erfreuen kann. Im Frühling kann man Kirschbäume und im Herbst die Herbstfärbung sehen. Das Farbenspiel ist eindruckend. Es gibt viele Grabsteine im Kameyama Park. Am bekanntesten ist der Gedenkstein für Fujiwara no Teika, der die Gedichtsammlung “Hyakunin-Isshu” zusammenstellte, aus der später ein populäres japanisches Kartenspiel entstand.

Der Park ist in der Nähe des Bahnhofs der Nostalgiezüge (“Romantic Train”) in Arashiyama. Von der Aussichtsplattform kann man die Nostalgiezüge und den Hozufluss sehen.

Es gibt dort viel freie Fläche und einen Kinderspielplatz, deshalb ist der Park sehr geeignet für einen Ausflug mit der Familie. Wenn man hinabsteigt von der Aussichtsplattform, kann man durch einen Bambuswald gehen. Es ist der bekannteste Bambuswald in Kyôto und etwa 300m lang.

Wir empfehlen Ihnen eine Bootsfahrt auf dem Hozufluss, wenn Sie den Kameyama Park besuchen. Man kann vom Boot aus eine sehr schöne Aussicht genießen. Um eine Bootsfahrt zu machen, muss man mit dem Zug oder dem “Romantic Train” (“Nostalgiezug”) nach Kameoka fahren. Dort kann man die Schiffsfahrkarten kaufen. Die Bootsfahrt dauert 2 Stunden von Kameoka bis Arashiyama und kostet 3.900 Yen (Erwachsene) bzw. 2.500 Yen (Kinder).

*INFORMATION

Anfahrt

Zu Fuß 9 Minuten von Arashiyama (Keifuku-Linie)

Zu Fuß 15 Minuten von Saga-Arashiyama (JRSagano-Linie)

Zu Fuß 11 Minuten von Arashiyama (Hankyu-Linie)

Zu Fuß 3 Minuten von der Station des “Romantic Train” (torokko ressha)

Arashiyama (Sagano-Kanko-Linie)

Mit den Buslinien 11, 28, 93 (Stadtbusse)

Mit den Linien 61, 62, 63, 71, 72, 73 (Kyôto Busse)

*Nach Kameoka

Saga 9.07 10.07 11.07 12.07 13.07 14.07 15.07 16.07
Arashiyama 9.10 10.10 11.10 12.10 13.10 14.10 15.10 16.10
Hozukyô 9.18 10.18 11.18 12.18 13.18 14.18 15.18 16.18
Kameoka 9.30 10.30 11.30 12.30 13.30 14.30 15.30 16.30

*Nach Saga

Kameyama 9.35 10.35 11.35 12.35 13.35 14.35 15.35 16.35
Hozukyô 9.46 10.46 11.46 12.46 13.46 14.46 15.46 16.46
Arashiyama 9.58. 10.58 11.58 12.58 13.58 14.58 15.58 16.58
Saga 10.01 11.01 12.01 13.01 14.01 15.01 16.01 17.01

☆Wenn Sie den “Romantic Train” im Frühling oder Herbst benutzen, sollten Sie einen Platz im Voraus reservieren, um lange Wartezeiten zu vermeiden.(TEL: 075-861-7444 )

Der Nanzenji-Tempel

von Shiori Nambu
Der Nanzenji-Tempel in Kyōto, als dessen erster Priester der Zen-Meister Mukan Fumon diente, wurde im Jahre 1291 von Kaiser Kameyama gegründet. Unter den japanischen Zen-Tempeln hat er den höchsten Status.
Umgeben von vielen kleinen „Yudōfu“-Restaurants, die Tōfu in heißem Wasser anbieten, gehört er zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Kyōto.

Suirokaku

Das Aquädukt

Das Aquädukt

In der Einfriedigung des Tempels steht eine aus roten Ziegeln erbaute Aquäduktbrücke, die in Japan sehr bekannt ist. Ihr offizieller Name lautet „Suirokaku“. In der Meiji-Ära wurde sie nach dem Vorbild der römischen Aquädukte erbaut, um Wasser aus dem Biwakosee nach Kyōto zu leiten.
Auf der 93 Meter langen und ungefähr 4 Metern breiten Brücke gibt es eine Promenade, auf der man am Wasser entlang gehen kann.Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Kirschblüten im Frühling und auf die prachtvoll gefärbten Blätter im Herbst.

Sanmon

Das große Eingangstor zum Tempel, welches 1295 erbaut wurde, bezeichnet man als „Sanmon“ (Dreier-Tor), doch eigentlich bedeutet dieser Name nur „vor dem Tempel stehendes Tor“. 1447 fiel das 22 Meter hohe Tor einem Brand zum Opfer und wurde erst 1628 neu aufgebaut.

Konchiin

Der Konchiin-Tempel wurde im Jahre 1605 von Konchiin Sûden zum Andenken an den Shōgun Tokugawa Ieyasu aus der Edo-Zeit erneuert. Auf dem Tempelgelände befinden sich viele bekannte Gärten und viele Fusuma- („Schiebetüren“) Gemälde von einem Maler der Kano-Schule.

Tenjuan

Im Herbst ist die Herbstfärbung nachts erleuchtet.

Anfahrt zum Nanzenji-Tempel

Mit dem Bus Nr.5 nach „Iwakura-sōshajō-mae“ vom JR-Bahnhof Kyōto. 15 Minuten Fußweg von der Haltestelle „Nanzenji Eikan-dō“

Öffnungszeiten

8:40~16:30Uhr  (1.12.~28.2.)

8:40~17:00Uhr  (1.3.~30.11.)

Eintrittsgebühr

500 Yen

Telefonnummer

            075-771-0365