Japanische Kanzashi-Haarnadeln

November 10, 2014

von Seiran Nagao

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Geschichte

Japanische Schmuckhaarnadeln (Kanzashi) gibt es bereits seit über zweitausend Jahren. Früher steckte man sich die Nadeln zur Abwehr böser Geister ins Haar. Diese Gewohnheit veraltete ab Mitte der Heian-Zeit (794-1185). In der Edo-Zeit (1603-1868) kamen die Haarnadeln als Schmuck oder Spange wieder in Mode. Die Frauen benutzen sie, aber die Männer benutzen keine Haarnadeln.
Die Haarnadeln wurden aus Gold, Schildpatt, Elfenbein, Holz und so weiter hergestellt. Geschmückt waren sie mit Glaskugeln, Jadekugeln oder Stoffblumen. Nach der Meiji-Zeit (1868-1912) trugen die Japaner und Japanerinnen westliche Kleidung und benutzen die Haarnadeln kaum mehr.

Haarnadeln heute

ein Haarnadel stecken und twei Haarnadeln steckenDie heutigen Haarnadeln sind modisch und leicht ins Haar zu stecken. Mittlerweile gibt es moderne Haarnadeln, die nicht nur zum Kimono passen,  sondern auch zu westlicher Kleidung. Sie werden mit Perlen verziert und verzichten auf traditionelle japanische Figuren oder Motive. Die Haarnadel-Liebhaber werden immer zahlreicher.
Zum Fest der Volljährigkeit stecken die Mädchen sich Haarnadeln mit großen Blumen ins Haar, die aus Stoffen in frischen Farben gemacht sind. Ähnliche Haarnadeln werden auch von Maiko benutzt und jeden Monat gewechselt.

 

Haarnadel-Fachgeschäfte „Wargo“

Haarnadeln neben dem KopfIn Kyoto gibt es eine Kette von Haarnadel-Fachgeschäften namens WARGO, deren Filialen meist in der Nähe von bekannten Tempeln liegen. Haarnadeln von WARGO sind modern, haben aber japanische Motive. Manchmal kooperiert Wargo mit traditionellen japanischen Herstellern. Zum Beispiel für Lackarbeiten mit Cloisonné oder mit Kutaniyaki, das ist japanisches Porzellan. WARGO kooperiert auch mit anderen Firmen wie etwa „STUDIO GHIBLI“, „HELLO KITTY“, und anderen japanischen Animationen und Manga. Diese Haarnadeln sind sehr beliebt.
Nur nicht Frauen mit langem Haar, sondern auch Frauen mit kurzen Haaren können sich Haarnadeln ins Haar stecken. Wargo stellt im Internet vor, wie man die Haarnadeln benutzen kann.

 

Wargo vor dem Kinkakuji-Tempel

Adresse:
30-6 Kinugasa-baba-cho
Kita-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten: 10:00~18:00

Wargo in Shinkyogoku

Adresse:
541-4 Nakano-cho
Nakagyo-ku Kyoto

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Öffnungszeiten:12:00-20:00

Wargo am Kiyomizu-zaka

Adresse:
6-583-104 Gojohashihigashi
Higashiyama-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten:10:00-18:00

Wargo am Ninen-zaka

Adresse:
351 Masuya-cho
Higashiyama-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten:10:00-18:00

Der Kyoto-Turm

by Shunji Umetani; Ei Endo
Der Kyoto-Turm steht vor dem Kyotoer Hauptbahnhof. Der Kyoto-Turm ist 131 Meter hoch und wurde am 28.Dezember 1964 in Betrieb genommen.


Die Zahlenfolge 131 für die Höhe des Turmes in Metern steht in Beziehung zur damaligen Zahl der Einwohner der Stadt Kyoto von 1,31 Millionen Menschen.

Die Konstruktion des Kyoto-Turmes wurde von Studenten an der technischen Fakultät der Universität Kyoto entworfen. Der Turm ist sehr stabil gegenüber Erdbeben oder starkem Wind.
Der Turm steht da wie ein Leuchtturm, obwohl es kein Meer gibt. Aber oft nennt man ihn auch „die Kerze von Kyoto“.
Um den Bau des Kyoto-Turmes gab es heftige Diskussionen. Die Gegner meinten, ein moderner Turm harmoniere nicht mit der alten Stadt Kyoto. Aber nach dem Bau des Turmes gibt es Leute, die finden, der eigentümliche Turm passe gut zu Kyoto. Das ist ein sehr interessantes Resultat.

Die Angebote im Kyoto-Turm


Es gibt hier in der Gegend nur wenige Leute und nur wenige Besucher, die den Kyoto-Turm nicht kennen. Es ist aber nicht so bekannt,dass es im Kyoto-Turm-Gebäude einige interessante Angebote gibt. Daher habe ich gedacht, dass es schön wäre, wenn viele Touristen, die nach Kyoto kommen, davon wüssten.
Es gibt zum Beispiel im ersten Stock verschiedene berühmte Süßigkeiten wie Nama-Yatsuhashi (Kleine Teigplatten aus mit Zimt und Zucker gemischtem Pulverreis, in die süße Bohnen eingeschlagen sind) oder Kyoto-Süßigkeiten (Kyo-Gashi) oder kunstgewerblich-volkskundliche Waren wie Nishijin-Brokat (Nishijin-Ori), oder Kiyomizu-Keramik (Kiyomizu-Yaki). Man kann dort jedenfalls gut Souveniers kaufen, weil es dort viel Auswahl gibt und auch direkt vor dem Hauptbahnhof liegt. Aber eine besonders interesanteste Anlage ist das Großbad im dritten Tiefgeschoss. Das Bad ist sehr geräumig und man kann sich dort gut entspannen und von der Müdigkeit der Reise erholen.
Außerdem ist es schon morgens ab 7 Uhr geöffnet, das ist für Leute schön,die mit dem Nachtbus nach Kyoto gekommen sind, sodass sie nach dem Bad ausgeruht Sehenswürdigkeiten besichtigen können. Es gibt auch eine Sauna.