Das Eisenbahnmuseum von Kyoto

September 21, 2016

Rin Sakai, Mao Okada und Naomi Shirai

Interessieren Sie sich für die Geschichte der Eisenbahn in Japan? Am 29.4.2016 wurde in Kyoto ein neues Museum gebaut. Es ist das Kyotoer Eisenbahnmuseum. Man kann dort etwas über die Sicherheit und Technik der Eisenbahn lernen, und zwar durch Sehen, Berühren und Erleben. Das Museum ist für alle interessant, sowohl für kleine Kinder als auch für Erwachsene.

Es gibt im Eisenbahnmuseum von Kyoto verschiedene Stände, an denen man etwas erleben kann. Am Stand der Dampflokomotive kann man mit einer richtigen Dampflokomotive fahren. Man muss dafür ein besonderes Ticket kaufen. Es kostet für Erwachsene und Oberschüler 300 Yen, und für Kinder unter 16 Jahren 100 Yen.

der Dampflokomotive

Man kann eine richtige Dampflokomotive fahren.

Am Simulator-Stand für die kann man die Lenkung des Zuges durch den Simulator erleben.

Am Simulator-Stand

Man kann die Lenkung des Zuges durch den Simulator erleben.

Am Diorama-Stand bewegt ein Museumsmitarbeiter eine Modelleisenbahn.

Am Diorama-Srand

Die Modelleisenbahn ist sehr groß.

An einem letzten Stand kann man selbst per Fahrrad eine Bahnlinie überprüfen, und so den Beruf des Bahnmitarbeiters erleben. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere interessante Erlebnisstände.

das Farrad

Man kann den Beruf des Bahnmitarbeiters erleben.

In einer wertvollen  Wagenhalle sind viele Züge ausgestellt, darunter ein Zug mit 53 Waggons. Die Wagenhalle gehört zum geschützten  Kulturgut von Japan. Viele Züge von der Dampflokomotive bis zum Shinkansen geben einen interessanten Einblick in die japanische Eisenbahngeschichte.

eine Wagenhalle

In einer wertvollen Wagenhalle sind viele Züge ausgestellt.

Von einer Aussichtsplattform (Sky-Terrasse) kann man von oben auf die Züge der JR Kyoto Linie und des Tokaido-Shinkansen sehen, die vom Hauptbahnhof ein- und ausfahren.

einer Aussichtsplattform (Sky-Terrasse)

Man kann viele Züge sehen.

Im Museum gibt es natürlich ein normales Restaurant, aber man kann auch in den Zügen  essen, und zwar das Original-Zugmenü aus der Zeit, in der dieser Zug gefahren ist. Weil man so etwas nicht oft erleben kann, möchten wir das Zugmenü empfehlen.

das Restaurant in den Zügen

Man kann das original Zugmenü in den Zügen essen.

Außerdem gibt es einen richtigen Bahnübergang im Museum. Man kann sich in den Führerstand eines Zuges setzen oder den Mechanismus einer Bahnhofssperre kennenlernen, und noch vieles mehr.

Öffnungzeiten: 10:00 ~ 17:30

Preise: Erwachsene 1,200 Yen, Studierende/Oberschüler 1,000 Yen, Mittelschüler/Grundschüler 500 Yen, Kleinkinder 200 Yen

Weg: Mit dem Bus Nr.205 oder 208 bis zur Haltestelle Umekoji-Koenmae

Mit der JR-Bahn Sagano-Linie bis zur Station Tanbaguchi

Mit der JR-Bahn Kyoto-Linie bis zur Station Nishioji

Telefonnummer: 075-323-7334

URL: http://www.kyotorailwaymuseum.jp

 

 

 

 

Jizo-bon – ein Brauch in den japanischen Sommerferien

Jizo-bon – ein Brauch in den japanischen Sommerferien

Jizo Figuren mit Opfergaben

Jizo Figuren mit Opfergaben

  Von Akane Takada, Misako Uchida und Chisato Takahashi

In Kyoto gibt es einen Brauch, der Jizo-bon genannt wird. Haben Sie davon schon    einmal gehört?

Es ist ein Fest, das veranstaltet wird, um dem Jizo zu danken. Der Jizo ist einen Gott, an den die meisten Japaner glauben. Es gibt in Japan viele Bronzestatuen der Jizo-Gottheiten. Man findet sie an vielen Straßenecken. Dort kann man einfach ein kurzes Dankesgebet sprechen.

Die Hauptpersonen beim Jizo-bon sind die Kinder in der Nachbarschaft. Man bittet den  Jizo darum, dass die Kinder gesund aufwachsen mögen. Normalerweise dauert das Fest zwei Tage, und zwar vom 23. bis 24. August. Diese Tage nennt man “Jizo-bon”. Aber wenn es nur wenige Kinder im Viertel sind, feiern die Leute nur einen Tag.

Beim Jizo-bon geht man zum Nachbarschaftsschrein (Jizo-do) und macht die Jizo-Figur sauber. Manchmal schminkt man sie auch, entzündet eine Papierlaterne und opfert dem Jizo Süßigkeiten oder anderes Essen. Die Kinder sitzen um den Jizo und bekommen auch Süßigkeiten, singen und machen Quiz- oder andere Spiele. Der Jizo beschützt die Menschen das ganze Jahr vor Krankheiten, Unfällen und anderem Unglück. Deshalb ist es für uns Japaner wichtig, dass es diesen Tag gibt, an dem wir ihm einmal im Jahr danken können.

Jizo Figuren mit roten Schürzchen

Jizo Figuren mit roten Schürzchen

 Den Jizo-bon Brauch gibt es nicht nur in Kyoto, sondern auch in der Hokuriku-Gegend und in Niigata, sowie in Nagano und Umgebung. In der Tokai- oder Kanto-Gegend jedoch gibt es den Brauch nicht. Warum wurde er nicht in diese Gegenden überliefert? Wahrscheinlich liegt es am unterschiedlichen Glauben an den Jizo.

In Kyoto war das Jizo-bon bereits in der Muromachi-Zeit in Mode. Aber in Tokyo dauerte es bis zur Edo-Zeit, bis die ersten Jizo-Figuren aufgestellt wurden, denn hier glaubte man nicht an den Jizo, sondern an die Gottheit des Oinarisan.

festlich geschminkt

festlich geschminkt

  Heutzutage ist das Problem des Jizo-bon, dass Kinder zwar die Hauptrolle bei diesem Fest spielen, es jedoch in Japan immer weniger Kinder gibt. In Vierteln, in denen nur wenige Kinder wohnen, kommt es ab und zu vor, dass nicht die Kinder, sondern nur die Älteren das Jizo-bon veranstalten. Doch müssten es eigentlich die Kinder sein, denn der Jizo beschützt besonders die Kinder, in dieser Welt und auch in der Welt des Jenseits. Er weist den Kindern den rechten Weg. Durch das Jizo-bon sollen die Kinder lernen, dass diese Gottheit sie beschützt und man ihr daher am Jizo-bon Fest dankt.
Also halten die Kinder eine Totenmesse für den Jizo, der sie beschützt. Es ist auch ein schöner Brauch, dass sich Jung und Alt am Jizo-bon austauschen können.

Abend am Jizo-bon

Abend am Jizo-bon

gemeinsames Spielen und Abendessen

gemeinsames Spielen und Abendessen

地蔵堂(Jizo-do)

地蔵堂(Jizo-do)