Der Hirano-Schrein

September 14, 2019

☺ Von Yamamoto Hiyori und Yanagimoto Yuki ☺

Der Hirano-Schrein ist ein Schrein im Norden der Stadt Kyoto. Er ist im Jahr 794 auf Befehl von Kaiser Kammu aus der Präfektur Nara nach Kyoto umgezogen.

Ja, der Hirano-Schrein hat eine sehr lange Geschichte.  Im Frühling gibt es viele schöne Kirschblüten. Jedes Jahr kommen viele Leute sowohl aus dem Ausland als auch aus verschiedenen Präfekturen in Japan zum Hirano-Schrein, um die Kirschblüte zu sehen.

Dort gibt es einen großen heiligen Kampferbaum. Er ist ungefähr 400 oder 500 Jahre alt. Man kann im Uhrzeigersinn um den Baum herumgehen, dann bekommt man ein Amulett.

Neben dem heiligen Baum gibt es einen besonderen Felsbrocken. In dem Felsbrocken soll eine Gottheit wohnen. Wenn man über den Fels streicht, bekommt man Lebenskraft. So ein Felsbrocken wird „Suehirogane“ genannt, und der Hirano-Schrein besitzt den größten seiner Art.

Am Hirano-Schrein gibt es viele Feste. Eines davon ist besonders bekannt und soll hier vorgestellt werden.

Ôkasai (Kirchblütenfest)

Das Fest hat seinen Ursprung im Jahr 985. Damals hielt Kaiser Hanayama das Kirschblütenfest aus besonderem Anlass zum Wohlergehen der Nachkommen ab. Zu diesem Fest finden eine Reiterprozession und ein Kirschblüten-Konzert statt. Es gibt auch bildergeschmückte Lampions und eine nächtliche Illumination. Außerdem werden dort Sakura-Yu (Kirschblüten in Warmwasser) und Ôkamochi (Reiskuchen mit Sojabohnenmehl) verkauft. Sie sind die Spezialitäten des Fests. Das Fest findet auch bei Regen statt.

Allerdings wurde die Gebetshalle 2018 durch einen Taifun zerstört. Darum sammelt der Schrein jetzt Geld für den Wiederaufbau. Sie können auf der Webseite des Schreins etwas spenden.  Als Spendenaktion findet am Schrein auch Benefizyoga statt.  Bitte besuchen Sie den Hirano-Schrein und entspannen Sie sich in aller Ruhe.

Öffnungszeiten – 06:00~17:00 Uhr

Eintrittspreise – kostenlos

Anfahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

・Vom JR Kyoto Bahnhof mit dem Bus, Linie [205] [50] bis „Kinugasakou-mae“. Danach nach Norden (zu Fuß ca. 3 Minuten).

・Mit der Keifukudentetsu Kitano-Linie vom Kitanohakubaicho Bahnhof. Danach nach Norden (zu Fuß ca. 7 Minuten).

・Vom Keihan Sanjo Bahnhof mit dem Bus, Linie [10] bis „Kitanohakubaicho“. Dann nach Norden (zu Fuß ca. 7 Minuten).

・Vom Hankyu Kawaramachi Bahnhof mit dem Bus, Linie [205] bis „Kinugasakou-mae“. Danach nach Norden (zu Fuß ca. 3 Minuten).

 

Außerdem gibt es einen Parkplatz vor dem östlichen Schreintor.

 

URL, google map link – http://www.hiranojinja.com/

 

Der Kameyama Park

by Ai Ishida; Yôko Takaku

Der “Kameyama Park” ist in Arashiyama. Sein formeller Name lautet “Arashiyama-Park der Kyôto-Präfektur”. Es ist eine Sehenswürdigkeit, bei der man sich an der typischen Atmosphäre Arashiyamas erfreuen kann. Im Frühling kann man Kirschbäume und im Herbst die Herbstfärbung sehen. Das Farbenspiel ist eindruckend. Es gibt viele Grabsteine im Kameyama Park. Am bekanntesten ist der Gedenkstein für Fujiwara no Teika, der die Gedichtsammlung “Hyakunin-Isshu” zusammenstellte, aus der später ein populäres japanisches Kartenspiel entstand.

Der Park ist in der Nähe des Bahnhofs der Nostalgiezüge (“Romantic Train”) in Arashiyama. Von der Aussichtsplattform kann man die Nostalgiezüge und den Hozufluss sehen.

Es gibt dort viel freie Fläche und einen Kinderspielplatz, deshalb ist der Park sehr geeignet für einen Ausflug mit der Familie. Wenn man hinabsteigt von der Aussichtsplattform, kann man durch einen Bambuswald gehen. Es ist der bekannteste Bambuswald in Kyôto und etwa 300m lang.

Wir empfehlen Ihnen eine Bootsfahrt auf dem Hozufluss, wenn Sie den Kameyama Park besuchen. Man kann vom Boot aus eine sehr schöne Aussicht genießen. Um eine Bootsfahrt zu machen, muss man mit dem Zug oder dem “Romantic Train” (“Nostalgiezug”) nach Kameoka fahren. Dort kann man die Schiffsfahrkarten kaufen. Die Bootsfahrt dauert 2 Stunden von Kameoka bis Arashiyama und kostet 3.900 Yen (Erwachsene) bzw. 2.500 Yen (Kinder).

*INFORMATION

Anfahrt

Zu Fuß 9 Minuten von Arashiyama (Keifuku-Linie)

Zu Fuß 15 Minuten von Saga-Arashiyama (JRSagano-Linie)

Zu Fuß 11 Minuten von Arashiyama (Hankyu-Linie)

Zu Fuß 3 Minuten von der Station des “Romantic Train” (torokko ressha)

Arashiyama (Sagano-Kanko-Linie)

Mit den Buslinien 11, 28, 93 (Stadtbusse)

Mit den Linien 61, 62, 63, 71, 72, 73 (Kyôto Busse)

*Nach Kameoka

Saga 9.07 10.07 11.07 12.07 13.07 14.07 15.07 16.07
Arashiyama 9.10 10.10 11.10 12.10 13.10 14.10 15.10 16.10
Hozukyô 9.18 10.18 11.18 12.18 13.18 14.18 15.18 16.18
Kameoka 9.30 10.30 11.30 12.30 13.30 14.30 15.30 16.30

*Nach Saga

Kameyama 9.35 10.35 11.35 12.35 13.35 14.35 15.35 16.35
Hozukyô 9.46 10.46 11.46 12.46 13.46 14.46 15.46 16.46
Arashiyama 9.58. 10.58 11.58 12.58 13.58 14.58 15.58 16.58
Saga 10.01 11.01 12.01 13.01 14.01 15.01 16.01 17.01

☆Wenn Sie den “Romantic Train” im Frühling oder Herbst benutzen, sollten Sie einen Platz im Voraus reservieren, um lange Wartezeiten zu vermeiden.(TEL: 075-861-7444 )

Die „Nostalgiezüge“ von Kyôto

by Ogino Maki
Die historisch hergerichteten Züge (jap. torokko-ressha) fahren auf der Strecke Saga-Arashiyama-Kameoka.
Für ihre 7,3 Kilometer lange Fahrt brauchen sie 25 Minuten, in denen sie 8 Tunnel passieren. Der längste Tunnel ist der „Asahi-Tunnel“ mit 499,1 Metern Länge.
Wer mit einem der Züge fährt, kann eine herrliche Aussicht genießen. Und sooft die Bahn aus einem Tunnel herauskommt, kann man sich wieder auf eine neue Aussicht freuen.

Die historische Strecke

Früher sind die Bahnen von vielen Leuten als Verkehrsmittel genützt worden.
Aber bei Gegenverkehr war die Strecke zu schmal, weil die Bergbahnen sich an der Bergschlucht entlang schlängeln mussten.
Also wechselte man zu der neuen Strecke Saga-Arashiyama-Umahori westlich von Kyôto und legte die alte Strecke still.
Aber dann bemerkte man, dass die ältere Linie eine schönere Aussicht bot, und benutzte fortan die ältere Linie für den Fremdenverkehr als Touristenattraktion.

Die Zugstrecke im Wandel der Jahreszeiten

Im Frühling blühen in Japan viele Kirschbäume, so auch die „Japanische Bergkirsche“, und danach wächst langsam frisches Grün. An warmen Frühlingstagen ist die Fahrt mit den kleinen Zügen sehr angenehm.
Im Sommer sorgen der Fahrtwind und das Geriesel des nahen Flusses für Abkühlung.
Im ersten Wagen, der keine Fenster hat, kann man den Wind auf der Haut spüren.
Im Herbst färben sich die Blätter. Die bunten Blätter und die weite Aussicht sind sehr eindrucksvoll. Am Abend ist die Landschaft durch Scheinwerfer erleuchtet. Das sieht wunderschön aus.
Im Winter, wenn der Schnee die Berge weiß färbt, sind die Fahrgäste in den Abteilen sehr ergriffen. Wer will, kann bei kurzen Fahrtunterbrechungen aussteigen und sich in Ruhe die Schneelandschaft ansehen.

Aufregende Fahrt

Von einem Fotografen, der im Zug mitfährt, kann man sich fotografieren lassen. Auch ein Fremdenführer ist an Bord und erfreut die Fahrgäste mit seinen humorvollen Erklärungen. Er gibt einem Tipps für die schönsten Fotomotive.
Manchmal erscheint in den Abteilen sogar ein „Teufel“, also ein Mann mit Teufelsmaske, der sich mit den Fahrgästen fotografieren lässt.
Man kann von der Bahn aus die Boote sehen, die den Hozugawa-Fluss hinunterfahren. Die 16 Kilometer lange Fahrt von Kameoka bis Saga nennt man auf Japanisch Hozugawakudari. Sie wird jedes Jahr von etwa 30.000 Zuschauern gespannt verfolgt. Auch Wildwasserfahrer kann man dort sehen. Mir kam es vor, als sei ich in einem Film. Die aufregende Fahrt mit dem Nostalgiezug wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Sie kostet übrigens nur 600 Yen. Für den Preis darf man sich dieses besondere Erlebnis nicht entgehen lassen.

Unterwegs halten die Züge an den Bahnhöfen Kameoka, Hozukyô, Arashiyama und Saga. Sie brauchen 20 Minuten vom JR-Bahnhof Kyôto bis zum JR-Bahnhof Saga-Arashiyama, und 30 Minuten vom JR-Bahnhof Kyôto bis zum JR-Bahnhof Umahori.
Die Züge fahren einmal in der Stunde. Die Station in Kameoka liegt zu Fuß nur 5 Minuten vom JR-Bahnhof Umahori entfernt. Die Station in Arashiyama liegt in unmittelbarer Nähe des JR-Bahnhofs Saga-Arashiyama.

 

Verkehr: 1. März bis 29. Dezember (außer mittwochs)
Fahrtkosten: Erwachsene 600 Yen, Kinder 300 Yen

Kamogawa Nōryō-Yuka

by Fumi Abe
Ab Anfang Mai bis Ende September kann man am Kamogawa-Fluss vorgebaute terrassenartige provisorische Balkone sehen. Man nennt sie „Nōryō-Yuka“, was auf Deutsch ungefähr „Erfrischungsbalkon“ heißen würde.
Man kann dort essen und sich an der Atmosphäre am Kamogawa erfreuen. Nicht nur die Aussicht, sondern auch das Rauschen des Flusses ist schön. Das macht den Reiz der Nōryō-Yuka aus.

Kyoto liegt in einem Becken, deshalb ist es hier im Sommer sehr heiß. Auf dem Balkon erleben wir vom Rauschen, der Aussicht und dem Essen ein Gefühl der Erfrischung. Ursprünglich bauten reiche Kaufleuten die Balkone, um Gäste zu bewirten. Um 1660 wurden die Balkone Geschäfte. Jetzt haben etwa 80 Geschäfte solche Balkone. Man kann dort japanisch, chinesisch, koreanisch, italienisch und auch französisch essen. Und einige Bars und Cafés haben auch Balkone. In manchen Restaurants braucht man eine Reservierung.
Nicht nur im Sommer, auch in jeder anderen Jahreszeit hat der Kamogawa-Fluss seinen Reiz. Im Frühling kann man schöne Kirschbäume sehen. In Sommer machen dort viele junge Leute kleine Feuerwerke. Und manchmal gibt es am Kamogawa verschiedene Events und immer sieht man joggende Menschen und viele Pärchen. Besuchen Sie mal den beliebten Kamogawa-Fluss!