Creative Studio & Shop OOO

January 31, 2019

Creative Studio & Shop OOO

von Yuma Kishimoto,  Masaharu Ishikawa und Yamato Okamoto

Kennen Sie ein geheimnisvolles Gebäude, das in Kyoto als „Haus mit Gesicht“ bekannt ist und sich in der Nähe vom Schloss Nijo befindet? Wie der Name schon sagt, sieht dieses interessante Bauwerk wie ein Gesicht aus. Zwei runde Augen sind die Fenster, die Balkone sind Ohren und die schöne Nase ist eine Lüftung. Im September 2015 ist ein Laden namens „Creative Studio & Shop OOO” in diesem Gebäude eröffnet worden. Auf der linken Seite des Eingangs gibt es einen Laden und auf der rechten Seite einen Workshop.

Laden

Im Laden gibt es nicht nur Ware, die der Besitzer in Übersee bestellt hat, sondern auch Artikel, die im Workshop hergestellt wurden. Es gibt viele Waren, die der Besitzer aus England, Frankreich, Amerika und so weiter importiert hat. Wenn jemand aus dem Ausland das Haus mit Gesicht besucht, spricht der Besitzer mit ihm über die Produkte, die aus dem Heimatland desjenigen kommen. Es gibt dort weder Produkte aus Kyoto noch ein japanisches Ambiente. Es wird offenbar, dass dies wohl die eigene starke Neigung des Besitzers ist.

Workshop

Im Workshop kann man selbst Sonnenschirme, Lampenschirme, Hocker, Stoff oder Garn herstellen, aber man braucht dafür eine Reservierung. Die Reservierung kann man auf der Webseite erledigen. Es gibt unter den Teilnehmern im Workshop meistens Eltern mit kleinen Kindern. Sogar die Kinder produzieren leichte Dinge, zum Beispiel einen kleinen Stuhl oder einen Lampenschirm. Der Besitzer bereitet das Material für die Stühle und Lampenschirme vor, und die Workshopteilnehmer kleben die Stoffe an. Man braucht etwa 1 – 2 Stunden dafür. Die Preise sind je nach Größe des Produkts unterschiedlich.

        

Sonnenschirm ab 4600 Yen

Lampenschirm ab 2600 Yen

Hocker ab 3500 Yen

Stoff 2600 Yen

Garn 1600 Yen

 

Adresse: 740-1 Tatedaionji-cho, Nakagyo-ku, 604-0012 Kyoto.

https://goo.gl/maps/EECDaeoms7w

Öffnungszeiten: Laden von 11 bis 18 Uhr

Studio von 10 bis 19 Uhr

Ruhetag: Mittwoch (manchmal vorübergehend geschlossen)

Telefonnummer: 075-203-9259

E-Mail: info@creativeooo.com

Website: http://creativeooo.com/

Die Ladengalerie „kara-S“

von Yurika Miura

 

Im Laden

Eine gute Adresse für Leute, die ein originelles Produkt kaufen möchten, ist das kara-S in Kyoto.

In der Galerie, in der Ausstellungen und Workshops stattfinden, und in dem Laden, in dem Kunstgegenstände verkauft werden, erfreuen und überraschen die Künstler durch ihre kreativen Tätigkeiten. Alle im kara-S ausgestellten Kunstwerke sind im Alltagsleben zwar weder unbedingt nötig noch nützlich, aber sie bereichern die Herzen der Leute mit Humor und Ideen.

 

Das Ladenlogo von RYU MIENO, Absolvent der Kyoto Seika Universität

 

In Zusammenarbeit mit der Kyoto Seika Universität entstand das kara-S als ein Raum, an dem die Künstler vielen Leuten ihre Werke in Reichweite bringen können. Die Universität bildet darstellende Künstler aus, die eine neue Kultur und eine bessere Gesellschaft schaffen können. Zurzeit wird das kara-S von der Alumniorganisation betrieben und als Ladenchefin arbeitet dort eine Absolventin. 

 

 

Im Laden

Hier kann man Kunstgegenstände finden, die von Studierenden und Absolventen der Universität sowie von unbekannten Künstlern hergestellt wurden, z.B. Accessoires, Textilien, Töpferwaren usw. Alle Werke werden von den Mitarbeitern selbst ausgesucht. Es sind alles Werke, die voller Kreativität sind und in Handarbeit hergestellt werden. Man kann durch diese Werke neue Anregung und Inspiration erhalten. 

 

 

Der Laden

Die Galerie

Der Name „kara-S“ stammt nicht nur von dem Ortsnamen Karasuma her, sondern kara bedeutet auf Japanisch auch „von“ und „S“ steht für start auf Englisch oder für Seika. Als Konzept begreift sich das kara-S als Startpunkt für den Erfolg angehender Künstler.

Wenn man zu einem Werk etwas sagen möchte, kann man seine Meinung dem Künstler mit Hilfe der Mitarbeiter mitteilen. So helfen die Kunden gemeinsam mit den Mitarbeitern der Entwicklung der Künstler. Man kann seine Fragen zu einem Gegenstand und einem Künstler auf Englisch oder Japanisch stellen.

 

Das kara-S befindet sich im zweiten Stock (jp. 3F) von COCON KARASUMA in der Nähe der Karasuma-Station.

TEL&FAX : 075-352-0844

Öffnungszeiten : 11:00~20:00

Webseite (Japanisch) : http://www.kara-s.jp 

Ukiyo-e

von Iori Sho und Riho Kubota

Wenn Sie einmal Kyoto besuchen, möchten wir Ihnen ein ganz besonderes Museum empfehlen. Das Museum stellt japanische Bilder im Ukiyo-e-Stil aus und ist das kleinste Ukiyo-e-Museum der Welt. Wir sind also dort hingegangen.

Information über das Ukiyo-e

Ukiyo-e ist ein Malereistil, der in der Edo-Zeit begründet wurde. Ukiyo bedeutet „gegenwärtige und moderne Zeit“. Das heißt, Ukiyo-e ist auch eine Genremalerei, die den damaligen Alltag der japanischen Menschen zeigt. Die Ukiyo-e-Künstler schnitzten hauptsächlich auf Holzplatten mit einem Grabstichel als Werkzeug. Es gibt keine Schatten im Ukiyo-e, deshalb wirken sie sehr scharf. Man fühlt sich auch von der kühnen Struktur und der Schönheit angezogen. Es gibt viele berümte Ukiyo-e.  “見返り美人図 (Mikaeri bijinzu)” wurde 1948 von Moronobu Hishikawa gemalt. Es zeigt eine schöne Frau im Kimono, die sich nach hinten umsieht. Moronobu hat zum ersten Mal Buch-Illustrationen als offizielle Kunststücke gemalt, deshalb nennt man ihn den Vater des Ukiyo-e. “東海道五十三次 (tokaido-gojusantsugi)” wurde 1832 von Hiroshige Utagawa gemalt.  Das Bild zeigt eine Landschaft in Tōkaidō, im südöstlichen Teil von Japan, zu dem er gereist war. Ukiyo-e ist eine der stärksten japanischen Malereistilrichtungen.

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Das Ukiyo-e Museum in Kyoto

Das Museum ist eigentlich ein renoviertes Wohnhaus mit vielen Ukiyo-e, die der Direktor gemalt hat. Sie sind sehr schön und geben dem Betrachter ein Gefühl japanischer Tradition. Außerdem ist es interessant, dass der Besitzer sein Museum frei nach Laune öffnet oder schließt. Zudem gibt es in der Nähe des Museums berühmte Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Yasaka-Schrein, den Kiyomizu-Tempel usw. und schöne Restaurants. Und die Verkehrsverbindungen sind auch gut.

Also, besuchen Sie einmal Kyoto, wo es so viele schöne Sehenswürdigkeiten gibt!

           

Verkehrsverbindung

Keihan Linie: Gionshijo

Wegbeschreibung

Vom Ausgang Nr. 3 nach rechts und geradeaus bis zur 2. Straße (Yamatooji-dori), dort rechts und geradeaus bis zur 3. Straße (Yasaka-dori) und dann links.  Es dauert ca. 15 min zu Fuß.

Information

Tel:075-561-7355

Adresse:京都府京都市東山区八坂通大和大路東入 (建仁寺南門前)

        Kyoto-fu Kyoto-shi higashiyama-ku yasaka-dori yamato-oji higashi-hairu.             

      (Kenninji-minami-mon-mae)

   Eintritt: Kostenlos

 

 

 

 

 

Furoshiki (viereckige japanische Tuchtasche)

von Seiran Nagao

Ein Furoshiki ist ein viereckiges Tuch, in das man etwas einwickeln kann. Zum Beispiel, um Essen oder Kleidung zu bringen, wenn man ein Geschenk übergibt oder als gewöhnliche Tasche. Als weitere Verwendungsmöglichkeit deckt man ein Furoshiki über einen Tisch.
Furoshiki bedeutet „am Bad auslegen“. Im Mittelalter waren viele Bäder errichtet. Die Leute wickelten ihre eigene Kleidung in ein großes Tuch, um sie nicht mit der Kleidung anderer Leute zu verwechseln. Wenn man seine Kleidung nach dem Bad anzog, stellte man sich auf das Tuch, in das die Kleidung gewickelt war. Es wird gesagt, dass dies der Ursprung des Wort „Furoshiki“ sei.

Materialen, Form, Farbe und Muster

   Traditionelle Materialien sind Seide oder Baumwolle. Furoshiki aus Krepp sind auch beliebt. In letzter Zeit gibt es Furoshiki aus Polyester oder Rayon. Es gibt verschiedene Größen für Furoshiki. Die grõßten Furoshiki messen etwa 2,40 m. Sie werden verwendet, um Bettzeug einzuwickeln. Die kleinsten sind nur 45 cm groß. Sie werden verwendet, um Essensbehälter oder kleine Sachen einzuwickeln. Früher waren als Farben Rostrot, Lila oder Senfgelb üblich, aber heute gibt es verschiedene Farben und auch Muster wie zum Beispiel Blumen, Tiere, Figuren oder Landschaften.

Die grõßten Furoshiki messen etwa 1,50 m.

Verwendung

   Es ist eigentlich unhöflich und zeugt von schlechten Manieren, dass man ein Geschenken mit Furoshiki übergibt. Man übergibt daher nur das Geschenk, aber nicht das Furoshiki. Aber in letzter Zeit wird vorgeschlagen, dass man das Furoshiki als Verpackung benutzt, also ohne Rückgabe.

eine Flasche Wein einwicklen

eine Flasche Wein einwickeln

 zwei Flaschen Wein einwicklen

zwei Flaschen Wein einwickeln

 

 

 

 

 

einen Kasten einwicklen

einen Kasten einwicklen

einen Kasten einwicklen 2

einen Kasten einwicklen 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Japanische Kanzashi-Haarnadeln

von Seiran Nagao

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Geschichte

Japanische Schmuckhaarnadeln (Kanzashi) gibt es bereits seit über zweitausend Jahren. Früher steckte man sich die Nadeln zur Abwehr böser Geister ins Haar. Diese Gewohnheit veraltete ab Mitte der Heian-Zeit (794-1185). In der Edo-Zeit (1603-1868) kamen die Haarnadeln als Schmuck oder Spange wieder in Mode. Die Frauen benutzen sie, aber die Männer benutzen keine Haarnadeln.
Die Haarnadeln wurden aus Gold, Schildpatt, Elfenbein, Holz und so weiter hergestellt. Geschmückt waren sie mit Glaskugeln, Jadekugeln oder Stoffblumen. Nach der Meiji-Zeit (1868-1912) trugen die Japaner und Japanerinnen westliche Kleidung und benutzen die Haarnadeln kaum mehr.

Haarnadeln heute

ein Haarnadel stecken und twei Haarnadeln steckenDie heutigen Haarnadeln sind modisch und leicht ins Haar zu stecken. Mittlerweile gibt es moderne Haarnadeln, die nicht nur zum Kimono passen,  sondern auch zu westlicher Kleidung. Sie werden mit Perlen verziert und verzichten auf traditionelle japanische Figuren oder Motive. Die Haarnadel-Liebhaber werden immer zahlreicher.
Zum Fest der Volljährigkeit stecken die Mädchen sich Haarnadeln mit großen Blumen ins Haar, die aus Stoffen in frischen Farben gemacht sind. Ähnliche Haarnadeln werden auch von Maiko benutzt und jeden Monat gewechselt.

 

Haarnadel-Fachgeschäfte „Wargo“

Haarnadeln neben dem KopfIn Kyoto gibt es eine Kette von Haarnadel-Fachgeschäften namens WARGO, deren Filialen meist in der Nähe von bekannten Tempeln liegen. Haarnadeln von WARGO sind modern, haben aber japanische Motive. Manchmal kooperiert Wargo mit traditionellen japanischen Herstellern. Zum Beispiel für Lackarbeiten mit Cloisonné oder mit Kutaniyaki, das ist japanisches Porzellan. WARGO kooperiert auch mit anderen Firmen wie etwa „STUDIO GHIBLI“, „HELLO KITTY“, und anderen japanischen Animationen und Manga. Diese Haarnadeln sind sehr beliebt.
Nur nicht Frauen mit langem Haar, sondern auch Frauen mit kurzen Haaren können sich Haarnadeln ins Haar stecken. Wargo stellt im Internet vor, wie man die Haarnadeln benutzen kann.

 

Wargo vor dem Kinkakuji-Tempel

Adresse:
30-6 Kinugasa-baba-cho
Kita-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten: 10:00~18:00

Wargo in Shinkyogoku

Adresse:
541-4 Nakano-cho
Nakagyo-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten:12:00-20:00

Wargo am Kiyomizu-zaka

Adresse:
6-583-104 Gojohashihigashi
Higashiyama-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten:10:00-18:00

Wargo am Ninen-zaka

Adresse:
351 Masuya-cho
Higashiyama-ku Kyoto

Karte
Öffnungszeiten:10:00-18:00

Furoshiki-Einschlagtücher

 Die Geschichte der Einschlagtücher

Von Akane Takada, Misako Uchida und Chisato Takahashi

Furoshiki-Einschlagtücher aus Kyoto haben eine lange Geschichte, die von der Nara-Zeit bis heute reicht. In der Nara-Zeit nannte man die Tücher nicht furoshiki, sondern tsutsumi. Das bedeutet „einwickeln“, und so wurden die Tücher auch benutzt, indem man etwas darin einwickelte. In der Heian-Zeit gebrauchte man außerdem noch die Bezeichnung koromozutsumi.Das heißt, man benutzte die Tücher, um die eigene Kleidung (koromo) darin einzuwickeln.

In der Muromachi-Zeit wurden in Kyoto viele elegante Villen gebaut. Das Innere einer Villa hatte auch ein großes Bad (furo). Die Fürsten, die damals dorthin zum Baden kamen, brachten Einschlagtücher mit ihren Familienwappen mit, um nicht den Fehler zu machen, die Kleidung eines anderen mitzunehmen. Und sie zogen sich auch auf dem Einschlagtuch um, das sie auf dem Boden wie einen Teppich ausbreiteten (shiku). Das ist der Grund, dass man die Tücher schließlich als furoshiki bezeichnete.

Doch in Edo-Zeit war dieser Name noch weniger verbreitet, sondern man sagte je nach Art der Stoffe hiratsutsumi, furoshikitsutsumi oder fukusa. Im Laufe der Zeit wurde es auch unter normalen Bürgern üblich, beim Gang zum Badehaus seine Kleidung in Tücher zu wickeln oder sein Waschzeug darin zu transportieren. Da endlich wurden die Tücher von allen furoshiki genannt. Heute ist das Einschlagtuch als Ökotasche, als Kimonotasche, elegante Tischdecke oder als ganz besonderes Geschenk beliebt.

Zum Gebrauch der Tücher

Für ein furoshiki-Tuch gibt es viele Arten es zu benutzen. Man kann daraus nicht nur eine normale Tasche, sondern auch einen Rucksack knüpfen (man braucht für einen Rucksack zwei furoshiki-Tücher). Es funktioniert so:

einmal in der Mitte falten

einmal in der Mitte falten

von der Mitte aus hochdrehen

von der Mitte aus hochdrehen

fertig ist das Schulterband

fertig ist das Schulterband

Dann faltet man das zweite Tuch zu einem Dreieck und verbindet es oben.

 

 

 

 

 

Dann fädelt man das Schulterband durch die Schleife und verbindet so das zweite Tuch mit dem Schulterband.

fertig!

fertig!

Eine furoshiki-Tasche ist anders als normale Taschen, weil man je nach Inhalt die Größe der Tasche einstellen kann. Außerdem haben die Tücher auch noch viele andere Verwendungszwecke. Zum Beispiel als Kniedecke oder Dekostoff und so weiter.

Es gibt noch eine besondere Knüpfmethode, mit der man eine „Wassermelonentasche“ herstellen kann. Sie ist besonders leicht im Gleichgewicht zu halten. Es ist damit auch möglich, einen Karton mit Kuchen zu transportieren.

Neuerdings hat jedermann eine Ökotasche. Eigentlich kann man auch mit einem furoshiki-Tuch eine Ökotasche herstellen, und zwar so:

einmal quer falten

einmal quer falten

Die zwei Schlaufen werden die Griffe.

Die zwei Schlaufen werden die Griffe.

 

 

 

 

 

 

 

Verschiedenartige Stoffe

Wenn man aus einem furoshiki-Tuch in seinem Lieblingsmuster eine Tasche herstellt, freut man sich umso mehr, diese zu benutzen.
Für furoshiki-Einschlagtücher gibt es verschiedenartige Stoffe. Die meisten sind aus Seide oder Baumwolle. Die Seide ist weich und luxuriös. Baumwolle ist praktisch und wird viel verwendet. Daneben gibt es Stoffe aus Rayon, also Kunstseide, oder Polyester, das man mit der Maschine zuhause waschen kann.

Es gibt auch viele verschiedenartige Muster. Anfänger benutzen jedoch häufig einen ungemusterten, lilafarbenen Stoff, da er zu den meisten Gelegenheiten passt, wie etwa um darin Geschenke für Freunde oder Vorgesetzte einzuschlagen.

Und es gibt gestickte Stoffe (shishu-furoshiki) mit schönen Mustern, die mannigfaltig verwendet werden können, doch wenn man nicht ausführlich über die Regeln des Einschlagens und Schenkens Bescheid weiß, sollte man sich sicherheitshalber an den ungemusterten, lilafarbenen Stoff halten.