Furoshiki (viereckige japanische Tuchtasche)

February 4, 2015

von Seiran Nagao

Ein Furoshiki ist ein viereckiges Tuch, in das man etwas einwickeln kann. Zum Beispiel, um Essen oder Kleidung zu bringen, wenn man ein Geschenk übergibt oder als gewöhnliche Tasche. Als weitere Verwendungsmöglichkeit deckt man ein Furoshiki über einen Tisch.
Furoshiki bedeutet „am Bad auslegen“. Im Mittelalter waren viele Bäder errichtet. Die Leute wickelten ihre eigene Kleidung in ein großes Tuch, um sie nicht mit der Kleidung anderer Leute zu verwechseln. Wenn man seine Kleidung nach dem Bad anzog, stellte man sich auf das Tuch, in das die Kleidung gewickelt war. Es wird gesagt, dass dies der Ursprung des Wort „Furoshiki“ sei.

Materialen, Form, Farbe und Muster

   Traditionelle Materialien sind Seide oder Baumwolle. Furoshiki aus Krepp sind auch beliebt. In letzter Zeit gibt es Furoshiki aus Polyester oder Rayon. Es gibt verschiedene Größen für Furoshiki. Die grõßten Furoshiki messen etwa 2,40 m. Sie werden verwendet, um Bettzeug einzuwickeln. Die kleinsten sind nur 45 cm groß. Sie werden verwendet, um Essensbehälter oder kleine Sachen einzuwickeln. Früher waren als Farben Rostrot, Lila oder Senfgelb üblich, aber heute gibt es verschiedene Farben und auch Muster wie zum Beispiel Blumen, Tiere, Figuren oder Landschaften.

Die grõßten Furoshiki messen etwa 1,50 m.

Verwendung

   Es ist eigentlich unhöflich und zeugt von schlechten Manieren, dass man ein Geschenken mit Furoshiki übergibt. Man übergibt daher nur das Geschenk, aber nicht das Furoshiki. Aber in letzter Zeit wird vorgeschlagen, dass man das Furoshiki als Verpackung benutzt, also ohne Rückgabe.

eine Flasche Wein einwicklen

eine Flasche Wein einwickeln

 zwei Flaschen Wein einwicklen

zwei Flaschen Wein einwickeln

 

 

 

 

 

einen Kasten einwicklen

einen Kasten einwicklen

einen Kasten einwicklen 2

einen Kasten einwicklen 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nishijinori

von Kaori Takahashi, Yuki Hosokawa und Riho Mizue

Nishijinnori

Als wir einmal einen Furisode-Kimono bei den Feierlichkeiten zur Volljährigkeit (Seijinshiki) angezogen haben, begannen wir uns für die Schönheit von Kimonos zu interessieren. Daher möchten wir in diesem Artikel die Tradition des Kyotoer Seidenbrokats (Nishijinori) vorstellen.

Das Nishijin-Weberviertel

Nishijin ist eigentlich kein richtiger Ortsname, doch die Bewohner, die in dem Kyotoer Stadtteil Kamigyo-ku wohnen, nennen ihr Viertel Nishijin. In Nishijin wird Brokat gewebt, der Nishijin-Brokat genannt wird (Nishijinori).

Schon vor der Heian-Zeit war Nishijin ein Hauptort der Seidenbrokatproduktion. Der Name Nishijinori bezeichnet die Luxusseidenstoffe, die im Nishijin-Weberviertel in Kyoto gewebt werden, jedoch keine spezielle Art von Brokat. Es gibt viel Brokatarten, die hier produziert werden. Insofern genießt  das Viertel weltweite Bekanntheit, ähnlich wie Lyon in Frankreich und Mailand in Italien.

Die Preise für Nishijinbrokat sind sehr unterschiedlich und hängen von der Qualität der Stoffe ab. Maschinengewebter Brokat ist natürlich billiger als handgewebter. Beispielsweise kostet allein schon ein handgewebter Kimonogürtel (obi) über eine Million Yen (ca. 13.000 Euro), wohingegen man einen maschinengewebten schon für weniger als hunderttausend Yen bekommt.

In Kyoto gibt es 10 Nishijinori-Fachgeschäfte.  Diese Fachgeschäfte verkaufen nicht nur, sondern man kann dort auch Kimonos ausleihen. In letzter Zeit kann man Nishijinbrokat auch im Internet kaufen. Es ist jedoch fraglich, ob das wirklich gute Qualität ist. Wir empfehlen, selbst ein Geschäft zu besuchen und sich die Waren direkt anzusehen.

Heute kennt Nishijinori keine Grenzen. Es gibt nicht nur die traditionellen Gürtelschärpen (obiji) und Kimonos, sondern auch Krawatten, Tücher und andere japanische Kleidungsstücke. Sogar elegante Wandbehänge für die Innenausstattung sind zu finden. Neu in Mode sind auch westliche Kleidungsstücke aus Kimonostoff.

Adresse:

Nishijinori-kaikan

414 Tatemonzencho Kamigyo-ku Kyoto  602-8216