Issen Youshoku

April 5, 2018

Das Okonomiyaki-Restaurant „Issen Yôshoku“

von Karen Imura, Miu Okazaki und Motoki Ueno

Mögen Sie Okonomiyaki? Okonomiyaki und Takoyaki sind Spezialitäten aus der Kansai-Region. Okonomiyaki ist eine Art deftiger japanischer Pfannkuchen. Die Zutaten sind Eier, Kohl und anderes Gemüse. Häufig benutzt man auch noch Soßen, um dem Ganzen extra Geschmack zu geben.
In Kyoto gibt es ein Okonomiyaki-Restaurant namens Issen Yôshoku, das eine besondere Abwandlung des gleichnamigen Gerichts anbietet. Der Laden wurde 1971 aufgemacht. Er ist vor zwanzig Jahren nach Gion umzogen.

In der japanischen Taishô-Zeit (1912-1926) haben die Frauen aus der Nachbarschaft Issen Yôshoku an die Kinder aus der Umgebung verkauft. Das war sehr billig.

 

Issen Yôshoku enthält Weizenmehl, Eier und Garnelen, deshalb müssen Allergiker ein bisschen aufpassen. Auf jedem Tisch stehen süße und scharfe Soßen, mit denen man den Geschmack variieren kann. Das Issen Yôshoku verkauft pro Tag ungefähr 1000 Portionen des besonderen Gerichts für je 700 Yen.

 

 

 

 

Auf der Speisekarte des Ladens steht nur ein einziges Gericht. Am Wochenende sind dort viele Japaner und viele Ausländer an Wochentagen. Aber in letzter Zeit kommen an allen Tagen viele Ausländer. Weil die Speisekarte in diesem Restaurant sowohl auf Japanisch als auch auf Englisch ist, können sie auch ausländische Touristen leicht verstehen.

 

Das Geschäft strahlt eine fröhliche Atmosphäre aus, weil vor dem Laden eine im japanischen Stil gekleidete Schaufensterpuppe sitzt und die Wände mit Ema-Wunschtafeln mit lustigen japanischen Gemälden darauf geschmückt sind. Diese speziell japanische Dekoration ist für Ausländer sehr attraktiv. Das Gericht Issen Yôshoku ist etwas anderes als Takoyaki und Okonomiyaki. Es ist eine der seltenen Spezialitäten, die nur in Kyoto gegessen werden können. Bitte probieren Sie es mal, wenn Sie nach Kyoto kommen.

Das Restaurant Issen Yôshoku befindet sich in der Nähe der Station Kawaramachi und ist einzigartig in Kyoto. In der Umgebung des Restaurants gibt es viele Tempel und Schreine.

Webseite: www.issen-yosyoku.co.jp

Telefonnummer: 075-533-0001

Öffnungszeiten: Am Wochenende 10:30~22:00, an Wochentagen 11:00~3:00

 

 

Candy Show Time

Mao Okada, Naomi Shirai

Ein außergewöhnlicher Bonbon-Laden

Kennen Sie „Kintarô-Bonbons“? Das sind Stücke aus einer länglichen Bonbonrolle, die überall das gleiche Bild zeigt, egal wo man sie durchschneidet. Kintarô ist der Name einer Figur aus einem japanischen Märchen. Der förmliche Name ist kumiame  (Knetbonbon). Das ist ein Verfahren zur Herstellung von Bonbons.

 

das Schild

Das Schild des Bonbon-Ladens

In letzter Zeit gibt es Bonbonrollen mit Kirschmuster und anderen Bildern, mit Comicfiguren oder Schriftzeichen. Aber alle werden Kintarô-Bonbons genannt, auch wenn sie nicht die Kintarô-Figur zeigen.

Bevor die Bonbonmasse in die Länge gezogen wird, hat sie einen Durchmesser von 35 cm, eine Länge von 70 cm und ein Gewicht von 40 – 50 Kilo. Das ergibt bei einem Produkt von ca. 2 cm Durchmesser eine Länge von etwa 250 Metern und etwa 7000 Bonbons.

Zur Herstellung wird Sirup mit Zucker in einen Kessel gegeben, verrührt und eingedickt. Dann kühlt man die heiße Bonbonmasse auf 60 Grad ab und knetet sie mit der Maschine. Man färbt die Masse ein und teilt sie in die verschiedenen Teile des Gesichts auf. Man legt die Teile aufeinander und macht daraus das Gesicht. Die Reihenfolge ist Kinn, Mund, Backen, Hände, Augen, Augenbrauen und Stirn.

das Verfahren 1

Schritt 1 der Herstellung

 

das Verfahren 2

Schritt 2

das Verfahren 3

Schritt 3

das Verfahren 4

Schritt 4

das Verfahren 5

Schritt 5

das Verfahren 6

Schritt 6

 

das Verfahren 7

Fertige Bonbons

Im Candy Show Time kann man aus nächster Nähe besichtigen, wie Zuckerbäcker die Bonbons herstellen. Man kann auch frisch produzierte Bonbons gleich probieren. Außerdem gibt es gibt dort Ohrringe, Schlüsselanhänger und Haarspangen zu kaufen, die wie Bonbons aussehen. Sie kosten etwa 1000 – 2000 Yen. Im oberen Stockwerk befindet sich ein Café, in dem man Kaffee trinken und Süßigkeiten essen kann.

Der Schmuck aussieht wie den Bonbon.

Bonbon-Schmuck

 

Öffnungszeiten : 10:00-20:00 Uhr

1F Candy Show Time 075-532-2055

2F Candy Show Time Café 075-532-2066

 

Adresse : 573-5 Minamigawa, Gion-cho, Higashiyama-ku, Kyoto 605-0074

Anfahrt : ① 30 Minuten mit der Buslinie 17 vom JR-Bahnhof Kyoto bis Shijo-Kawaramachi

② 10 Minuten Fußweg  von der Haltestelle Shijo-Kawaramachi

 

URL : http://candy-showtime.com/

 

Das Lied der Straßen von Kyoto

Die Geschichte der Straßen von Kyoto

von Seiran Nagao

Die Straßen im Zentrum von Kyoto sind wie ein Schachbrett angeordnet. Fast alle Straßen verlaufen gerade vom Norden nach Süden oder vom Westen nach Osten. Im Jahr 794 wurde dort, wo die jetzige Stadt Kyoto steht, die Hauptstadt und Kaiserresidenz Heian-kyo errichtet. Heian-kyo war eine Nachahmung der Stadt Chang’an, einer alten Stadt in China, dem jetzigen Si’an. Daher ist die Form der beiden Städte ähnlich.
Die Breite der größten Straßen betrug etwa 50 Meter. Damals wurde die Stadt am nördlichen Ende begrenzt durch die „Ichijo Straße“, am südlichen Ende lag die „Kujo Straße“, am östlichen Ende war die „Higashikyogoku Straße“, und am westlichen Ende die „Nishikyogoku Straße“. Im Mittelalter wurden die Straßen dann langsam schmaler gebaut. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts baute Toyotomi Hideyoshi, der Minister war, neue Straßen. Vom Ende von Meiji-Zeit (1868-1912) bis Anfang der Taisho-Zeit (1912-1926) wurden die Straßen hauptsächlich vergrößert.

der Kleis von Heikankyo

der Kleis von Heikankyo

Das Lied der Straßen von Kyoto

Es gibt mehrere Lieder, um die Namen der Straßen in Kyoto auswendig zu lernen. Am bekanntesten ist das Lied „Marutakeebisu“. Namen der Straßen, die vom Norden nach Süden liegen, werden in dem Lied besungen. Das Lied der Straßennamen vom Osten nach Westen heißt „Teragoko“. „Marutakeebisu“ wurde von Mund zu Mund überliefert, aber „Teragoko“ wurde aufgrund geschichtlicher Informationen aus der Edo-Zeit (1603-1868) neu geschrieben. Im Text besungen werden auch nicht alle Straßennamen, sondern nur die wichtigsten.

Straßen in Kyoto

Straßen in Kyoto

 

Marutakeebisu (Das Lied der Straßen von Osten nach Westen)

Maru take ebisu ni oshi oike

(Marutamachi Takeyacho Ebisugawa Nijo Oshikōji Oike)

Ane san rokkaku tako nishiki

(Anekōji Sanjo Rokkaku Takoyakushi Nishiki)

Shi aya bu-ttaka matsu man gojo

(Shijo Ayanokōji Bukkōji Takatsuji Matsubara Manjuji Gojo)

Setta charachara uonotana

(Settayacho(*1) Kagiyacho(*2) Uonotana(*3))

Rokujo shiccho tōrisugi

(An der Rokujo und Shichijo vorübergehen)

Haccho koereba Tōjimichi

(Die Hachijo überqueren zur Tojimichi)

Kujo-Ōji de todome sasu

(An der Kujo Straße ist das Ende)

*1 Die Settayacho Straße ist die jetzige Yobai Straße

*2 „Chara Chara“ ist der Klang, mit dem Schlüssel klingeln.

*3 Die Uonotana Straße wurde eins mit der Rokujo Straße.

 

Teragoko (Das Lied der Straßen vom Norden nach Süden)

Tera goko huya tomi yanagi sakai

(Teramachi Gokōcho Huyacho Tominokōji Yanaginobanba Sakaimachi)

Taka ai higashi kurumayachō

(Takakura Ainomachi Higashinotōin Kurumayacho)

Karasu ryōgae muro koromo

(Karasuma Ryōgae Muromachi Koromodana)

Shinmachi kamanza nishi ogawa

(Shinmachi Kamanza Nishinotōin Ogawa)

Abura samegai de horikawa no mizu

(Aburakōji Samegai Wasser des Horikawa(*4))

Yoshiya ino kuro ōmiya e

(Yoshiyamachi Inokuma Kuromon und Omiya)

Matsu higurashi ni chiekōin

(Matsuyacho Higurashi Chiekōin)

Jōfuku senbon hateha nishijin

(Jōfukuji Senbon und dann Nishijin)

*4 Neben der Horikawa Straße liegt ein kleiner Fluss.