Die Steinfiguren vom Adashino-Nenbutsu-Tempel

February 8, 2017

Karen Arimoto und Mayu Shimizu

 

Der Ort Arashiyama in Kyoto ist sehr berühmt wegen seines Bambuswalds, aber es gibt auch noch andere Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besuchen muss, wenn man in Arashiyama ist. Kennen Sie zum Beispiel den Adashino-Nenbutsu-Tempel? Dorthin kann man vom Bambuswald aus in etwa 30 Minuten laufen. Es gibt in diesem Tempel viele Schutzgottheiten und man kann dort zu jeder Jahreszeit verschiedene Naturansichten genießen.

 

Der Adashino Tempel wurde vor 1100 Jahren erbaut. Im Tempelbezirk gibt es mehr als 8000 Buddhastatuen, die alle Gräber von Verstorbenen waren. Vor langer Zeit standen diese Buddhastatuen überall in diesem Gebiet. Sie wurden von den Bewohnern der Gegend nach und nach gesammelt und in den Tempel gebracht. Im August hält man dort eine Feier zur Totenmesse ab.

 

Man kann den Tempel von der Bahnstation Arashiyama aus zu Fuß erreichen. Wir sind einmal zu Fuß gegangen, aber es war ein bisschen anstrengend und hat ungefähr 30-40 Minuten gedauert. Also raten wir Ihnen, mit dem Bus zum Adashino Tempel zu fahren. Man kann von der Arashiyama Station bis zur Haltestelle „Toriimoto“ einen Bus nehmen. Die Fahrt kostet 230 Yen und dauert 20 Minuten.

 

Öffnungszeiten: 9:00 – 16:30 Uhr (von Dezember – Februar nur bis 15:30)

Eintritt: Erwachsene 500 Yen

Mittelschüler / Oberschüler 400 Yen

Kinder unter 12 Jahren kostenlos

 

durch den Eingang

durch den Eingang

Buddhastauen

Buddhastauen

der Weg

der Weg

Und ganz in der Nähe befindet sich ein weiterer Tempel namens Otagi-Tempel.

Dort muss man nur 300 Yen Eintritt bezahlen. Bei unserem Besuch waren wir sehr überrascht von den vielen Steinfiguren, die dort waren, denn wir hatten nicht erwartet, dass diese so groß sein würden. Sie waren etwa 80 cm groß und hatten alle verschiedene Gesichter. Die Steinfiguren haben die Tempelbesucher in der Showazeit gemeißelt, um den Wiederaufbau des Tempels  zu fördern.

 

Steinfiguren

Steinfiguren

Steinfiguren

Steinfiguren

hinter von Steinfiguren

Steinfiguren Rückansicht

 

Wir empfehlen den Otagino-Tempel, weil wir die verschiedenen Gesichter der Steinfiguren sehr interessant fanden. Der Adashino-Nenbutsu-Tempel hat uns ein bisschen Angst gemacht, weil es dort so viele Grabsteine gab. Beide Tempel sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

URL:Adashino-Nenbutsu-Tempel http://www.nenbutsuji.jp/

URL : Otagino-Tempel                           http://www.otagiji.com/

 

Der Otagi Nebutsu-ji Tempel

Autorin : Yoosa Soe

 

Der Otagi Nenbutsu-ji Tempel

Die Geschichte des Tempels

Der Tempel steht auf der Atago-Straße, die 2006 als original japanische „Landschaftsstraße“ ausgezeichnet wurde, und ist als Abfahrtspunkt der Sagano-Besichtigungstour bekannt. Eigentlich wurde der Tempel auf König Shotokus Befehl in der Mitte des 8. Jahrhunderts als Otagi-Tempel in Kyoto Higashiyama gebaut. Aber am Anfang der Heian-Zeit wurde das Gebäude des Tempels bei einem Hochwasser des Kamogawa-Flusses zerstört und deshalb später auf König Daigos Befehl von Senkan Naigu wiederaufgebaut. Senkan gehörte zur Tendai-Schule, einem der beiden wichtigsten Ableger des Mahayana Buddhismus. Sie wurde im Jahr 806 von China durch den buddhistischen Mönch Saicho nach Japan überliefert. Das Sutra ist das Lotos-Sutra, das predigt, dass alle zu Buddha werden. Senkan rief den Namen Buddhas auf Lebenszeit an. Aufgrund seines buddhistischen Glaubens war er überzeugt, dass durch die Erlösung alle zu Buddha werden und in Frieden ruhen. Daher nannte man ihn Priester “Nenbutsu“ (der den Namen Buddhas anruft und preist) und deshalb wird der Tempel auch Otagi Nenbutsu-ji genannt. Leider wurde der Tempel wiederholt überflutet und deshalb im Jahr 1922 zur Atago-Straße umgesiedelt und dort wiederaufgebaut, um die Gebäude des Tempels zu erhalten. Im Tempelbereich liegt das Hauptgebäude, das in der Mitte der Kamakura-Zeit (1185 bis 1333) wiederaufgebaut wurde. Darin steht eine tausendarmige Kannon-Bodhisattwa als Schutz gegen das Böse und auch als Hauptsymbol des Tempels. Das ist einer der wichtigsten Kulturschätze Japans. Am Eingang des Tempels steht das Ninno Tor aus der Mitte der Edo-Zeit (1603 bis 1867). Darin aufgebahrt befindet sich die Kongorikishi Statue als ein Genius des Tempels aus der Kamakura-Zeit. Sie gehört zum offiziellen Kulturerbe Kyotos.

 

Ich bin der Genius des Tempels!

Ich bin der Genius des Tempels!

Drei Glocken klingeln harmonisch!

Drei Glocken läuten harmonisch!

Hondo als Hauptgebäude

Hondo als Hauptgebäude

 

Der Tempel als Sehenswürdigkeit    

Die meisten Besucher laufen in Arashiyama bis zum Daikakuji Tempel oder zum Seiryouji Tempel in Sagano, der auf der Karte für Touristen steht. Doch nur wenige Besucher bemerken den kleinen Tempel, der nicht auf der Karte für Touristen verzeichnet ist. In diesem Tempelbereich stehen 1200 Rakan-Figuren aus Stein. Rakan war ein Schüler von Buddha und verbreitete den Buddhismus als Mönch. Merkwürdigerweise gibt es keinen einzigen Rakan mehrmals, weil all diese Rakan von Besuchern des Tempels angefertigt wurden. Außerdem waren sie alle keine Handwerker, sondern blutige Laien.

Wer bin ich ?

Wer bin ich ?

Hörst du mich?  - Was?

Hörst du mich? – Was?

Prost!

Prost!

 

Warum gibt es 1200 Rakan in diesem Tempelbereich? Die Zahl 1200 setzt sich aus 500 und 700 zusammen. Die 500 symbolisiert die Anzahl der Mönche, die beim Tod Buddhas anwesend waren. Die 700 symbolisiert die Anzahl von Mönchen, die 100 Jahre nach dem Tod Buddhas eine große Versammlung abhielten und die buddhistische Lehre prüften, um zu verhindern, dass ein Glaubenssatz versehentlich eingeführt wird. 1955 wurde Kôcho Nishimura, der sich mit der Rekonstruktion von 600 Statuen der Tausendarmigen Kannon im Sanjusangen-do in Kyoto beschäftigt hat, als Oberpriester des Tempels eingesetzt. Damals war der Tempel als tristester Tempel in Kyoto bekannt. Der kleine Tempel hatte nur wenig Besucher oder Auftraggeber für Trauerfeiern und andere buddhistische Bräuche, sodass der Tempel immer mehr verfiel.

Kôcho Nishimura wünschte sich, den heutigen Menschen die Buddhistische Lehre irgendwie näher zu bringen. Er war davon überzeugt, dass jeder, der zumindest den Wunsch zu beten im Herzen hatte, auch in der Lage sei, eine Buddha-Statue aus einem Stein zu hauen. Daher appellierte er beim Gebet zum Wiederaufbau des Tempels 1981 an die Besucher: „Wollen wir zusammen eine Statue als Rakan anfertigen?“ Diesem Ruf folgten viele Teilnehmer aus allen Regionen Japans. Durch seine gute Anleitung schaffen sie es, die Statuen aus den Steinen zu hauen. 10 Jahre später, also 1991, war der Wunsch des Priesters endlich erfüllt und 1200 Rakan füllten das Tempelinnere. Lassen auch Sie sich von den humoristischen und ausdrucksvollen Rakan im Tempelbereich empfangen und für die Mühen Ihrer Reise belohnen.

 

Wollen wir boxen?

Wollen wir boxen?

Sehr lustig Musik zu hören!

Sehr lustig Musik zu hören!

Lächeln!

Lächeln!

 

Information

Adresse: 2 – 5 Fukatani – cho, Saga Toriimoto, Ukyo – ku, Kyoto 616 – 8439

Telefonnummer: 075 – 865 – 1231

Eintritt: 300 Yen

Öffnungszeit : 8:00 – 17:00 (ohne Ruhetag)

Anfahrt: mit dem KYOTO-BUS nach KIYOTAKI (Nr.62・64・72・74・94)

von der Bushaltestelle HANKYU-ARASHIYAMAEKIMAE od. ARASHIYAMA-

TENRYUJIMAE bis zur Bushaltestelle OTAGIDERAMAE