Die Steinfiguren vom Adashino-Nenbutsu-Tempel

February 8, 2017

Karen Arimoto und Mayu Shimizu

 

Der Ort Arashiyama in Kyoto ist sehr berühmt wegen seines Bambuswalds, aber es gibt auch noch andere Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besuchen muss, wenn man in Arashiyama ist. Kennen Sie zum Beispiel den Adashino-Nenbutsu-Tempel? Dorthin kann man vom Bambuswald aus in etwa 30 Minuten laufen. Es gibt in diesem Tempel viele Schutzgottheiten und man kann dort zu jeder Jahreszeit verschiedene Naturansichten genießen.

 

Der Adashino Tempel wurde vor 1100 Jahren erbaut. Im Tempelbezirk gibt es mehr als 8000 Buddhastatuen, die alle Gräber von Verstorbenen waren. Vor langer Zeit standen diese Buddhastatuen überall in diesem Gebiet. Sie wurden von den Bewohnern der Gegend nach und nach gesammelt und in den Tempel gebracht. Im August hält man dort eine Feier zur Totenmesse ab.

 

Man kann den Tempel von der Bahnstation Arashiyama aus zu Fuß erreichen. Wir sind einmal zu Fuß gegangen, aber es war ein bisschen anstrengend und hat ungefähr 30-40 Minuten gedauert. Also raten wir Ihnen, mit dem Bus zum Adashino Tempel zu fahren. Man kann von der Arashiyama Station bis zur Haltestelle „Toriimoto“ einen Bus nehmen. Die Fahrt kostet 230 Yen und dauert 20 Minuten.

 

Öffnungszeiten: 9:00 – 16:30 Uhr (von Dezember – Februar nur bis 15:30)

Eintritt: Erwachsene 500 Yen

Mittelschüler / Oberschüler 400 Yen

Kinder unter 12 Jahren kostenlos

 

durch den Eingang

durch den Eingang

Buddhastauen

Buddhastauen

der Weg

der Weg

Und ganz in der Nähe befindet sich ein weiterer Tempel namens Otagi-Tempel.

Dort muss man nur 300 Yen Eintritt bezahlen. Bei unserem Besuch waren wir sehr überrascht von den vielen Steinfiguren, die dort waren, denn wir hatten nicht erwartet, dass diese so groß sein würden. Sie waren etwa 80 cm groß und hatten alle verschiedene Gesichter. Die Steinfiguren haben die Tempelbesucher in der Showazeit gemeißelt, um den Wiederaufbau des Tempels  zu fördern.

 

Steinfiguren

Steinfiguren

Steinfiguren

Steinfiguren

hinter von Steinfiguren

Steinfiguren Rückansicht

 

Wir empfehlen den Otagino-Tempel, weil wir die verschiedenen Gesichter der Steinfiguren sehr interessant fanden. Der Adashino-Nenbutsu-Tempel hat uns ein bisschen Angst gemacht, weil es dort so viele Grabsteine gab. Beide Tempel sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

URL:Adashino-Nenbutsu-Tempel http://www.nenbutsuji.jp/

URL : Otagino-Tempel                           http://www.otagiji.com/

 

Der Tempel der Glöckchenzikaden

Naomi Shirai, Mao Okada

 

Kennen Sie den „Tempel der Glöckchenzikaden“ in Kyoto? Dort kann man den Gesang der Glöckchenzikaden hören, und zwar nicht nur im Herbst, sondern auch das ganze Jahr hindurch. Deshalb nennt man ihn den „Tempel der Glöckchenzikaden“. Der formelle Name lautet „Myotokuzan Kegonji“.

der Eingang der „Tempel der Glöckhenzikaden“

Der Eingang des Tempels

 

Der Tempel wurde im Jahr 1723 von dem Mönch Hôtanshônin erbaut.

Hôtanshônin war als Tempelbauer bekannt. Er wurde auch Kegon-no-Hotan genannt. Hôtanshônin war auch der erste Gelehrte, der eine Weltkarte schuf, in deren Zentrum der Buddhismus steht. Damals hatte er Weltkarten aus Europa gesehen, in deren Zentrum der Westen steht, und daraufhin eine Karte geschaffen, in deren Zentrum Indien zu sehen war.

 

Viele Leute kommen aus dem ganzen Land, um in diesem Tempel zu beten, vielmals auch um für Glück in der Liebe zu beten. In der Touristensaison müssen die Besucher ein paar Stunden am Eingang warten. Der Tempel der Glöckchenzikaden ist so beliebt, weil dort viele Wünsche in Erfüllung gehen sollen. Besonders die Gebete für Glück in der Liebe sollen mit 80%iger Wahrscheinlichkeit in Erfüllung gehen. Der Priester spricht über die Lehre des Tempels. Begrüßt werden die Besucher mit einer Tasse grünen Tees und einer Süßigkeit.

ein Tasse grünen Tees und eine Süßigkeit

Ein Tasse grüner Tee und eine Süßigkeit

 

Man kann im Tempel auch gelbe Glücksbringer kaufen, die man „Glücks-Talismane“ nennt. Sie sind sehr berühmt. Ein Talisman kostet 300 Yen. Wenn man den Glücksbringer immer bei sich trägt, steigert sich dessen Wirksamkeit. Und es gibt viele Leute, die den Talisman als Souvenir für Freunde oder Bekannte kaufen.

gelbe Glücksbringer

gelbe Glücksbringer

 

Bevor die Besucher den Tempel verlassen, beten sie zur Schutzgottheit der Kinder, einer Jizôfigur, die Strohsandalen trägt, was es in Japan nur bei dieser einen Figur gibt. Sie kommt zu Fuß in die Häuser der Leute, um Wünsche zu erfüllen. Beim Beten nimmt man den Talisman in die Hand und sagt seinen Wunsch, seinen Namen und seine Adresse. Dann kann der Wunsch erfüllt werden.

ein Jizôfigur, die Strohsandalen trägt

Eine Jizôfigur, die Strohsandalen trägt

 

Es gibt in diesem Tempel außerdem viel schöne Natur. Man kann im Tempelbereich typische Kyotoer Landschaften und die Blumen der vier Jahreszeiten entdecken.

Man kann Herbstfärbung wie diese Fotos sehen.(1)

Der Tempel mit buntem Herbstlaub

(2)

 

Öffnungszeiten : 9:00-17:00

Preise : Erwachsene 500 Yen   /   Kinder (bis 15 Jahre) 300 Yen

Anfahrt : (1) Mit dem Bus Nr. 28 vom JR-Bahnhof Kyoto. Dann 15 Minuten Fußweg von der Haltestelle “Matsuotaisha”

(2) Mit dem Bus Nr. 73 und 83 vom JR-Bahnhof Kyoto. Dann Etwa 3 Minuten Fußweg von der Endhaltestelle

 

Telefonnummer : 075-381-3830

Homepage : http:/www.suzutera.or.jp/

Der Omuro Ninna-ji Tempel

Der Ninna-ji Tempel

Yoosa Soe

Die Geschichte des Ninna-ji Tempels

Der Bau des Ninna-ji Tempels wurde im Jahre 888 auf Anweisung des Kaisers Kōkō begonnen, doch leider verstarb der Kaiser im darauffolgenden Jahr. Im Jahre 889 wurde der Tempel deshalb für dessen Nachfolger Kaiser Uda fertiggestellt. Der Name des Tempels „Ninna“ war der Name der damaligen Ära (885-889) in Japan. Kaiser Uda wurde Priester und erster Hohepriester im Ninna-ji Tempel, bis er im Jahre 889 abdankte. Seitdem führte die kaiserliche Familie Monseki über dreißig Generationen den höchsten Titel. Der Monseki ist ein Oberpriester, den die kaiserliche und adlige Familie stellte. Im Jahre 1468 wurde das Gebäude des Ninna-ji Tempels beim Ōnin-Krieg (1467 -1477) verbrannt. Auf den Vorschlag des 21. Hohepriesters Kakushin-Hoshinnō wurde das Gebäude des Tempels im Jahr 1646 von Tokugawa Iemitsu endlich wiederaufgebaut. Als der Sohn des Kaisers Priester wurde, erhielt er Hoshinnō als Titel. Im Jahre 1867 wurde die tausendjährige Geschichte des Monseki-Clans dadurch beendet, dass Junnin als der dreißigste Hoshinnō sich als Monseki laisieren ließ, also seinen Titel ablegte und in ein bürgerliches Leben zurückkehrte. Heute gilt der Ninna-ji Tempel als Omuro Schule, die eine Konfession der Shingon Schule ist, und das Hauptimage ist der Amida-Nyorai. Die Shingon Schule wurde im 9. Jahrhundert von dem buddhistischen Mönch Kukai aus China eingeführt. 1994 wurde der Temple als Teil des UNESCO Welterbe „Historisches Kyoto“ anerkannt.

Omuro Ninna-ji

Omuro Ninna-ji

Eingang zum Palast  für einen Bote des Kaisers

Eingang zum Palast für einen Boten des Kaisers

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Ein Raum im Palast

 

OMURO ist der Name der Residenz von Kaiser Uda als Priester im Ninna-ji. Man nannte die Residenz Omuro Gosho und im Lauf der Zeit dann Ninna-ji Omuroninna-ji, und im Bereich des Ninna-ji auch Omuro. Übrigens, kennen Sie das weltweit tätige japanische Unternehmen OMRON? Die OMRON-Filialen gibt es in Stuttgart, Mannheim, Langenfeld und so weiter. Als OMRON gegründet wurde, stand das Hauptgeschäft im Omuro Bereich. Der Name des Unternehmens OMRON stammt daher vom Omuroninna-ji. Noch heute gibt es in der alten Hauptgeschäftsstelle von OMRON einen Gedenkstein, der darauf hinweist.

Sehenswürdigkeiten

Der Tempelbereich ist 90.000 Quadratmeter groß und darin erheben sich mehrere Gebäude als wichtiges Kulturgut und Teil des Nationalschatzes. Der Tempel steht in enger Beziehung zur kaiserlichen Familie. Er ist deshalb sowohl würdevoll als auch prächtig. Das Innere des Gebäudes ist mehr ein Schloss als ein buddhistischer Tempel. Zuerst geht man durch das Niō-mon Eingangstor, an dem Kongo-rikishizou (1603-1867) als Genius des Tempels aufgebahrt wurde. Dann findet man an der linken Seite den Eingang zum Palast, wo die Residenz von Kaiser Uda stand. Hier kann man zwei gegensätzliche japanische Gärten bestaunen. Der südliche Garten ist ein Trockengarten. Er besteht lediglich aus Steinen, Felsblöcken und Kies, durch dessen wellenförmig geharkte Strukturen Wasser dargestellt wird. Der nördliche Garten besteht aus einem Teich und einem Wasserfall und beim Teehaus am Hang und durch den Garten sieht man die fünfstöckige Pagode. Ohne Zweifel wird man hier einer typischen Landschaft von Kyoto ansichtig.

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Eingang zum Palast

Der nördliche Garten

Der nördliche Garten

Der südliche Garten

Der südliche Garten

 

Die Schatzkammer Reihou-kan liegt auf der rechten Seite. Vom Eingangstor sieht man geradeaus auf das rote Tor (Mittleres Tor) und geht dort hindurch. Vor sich sieht man dann die Kondo Haupthalle (1613), in der die Amida-Trias aufgebahrt wurde, und auf der rechten Seite die fünfstöckige Pagode (1644).

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Mittleres Tor

die fünfstöckige Pagode

Die fünfstöckige Pagode

Kondo als Haupthalle

Kondo als Haupthalle

 

Auf der linken Seite wurden 200 Kirschbäume als Symbol des beginnenden Frühlings eingepflanzt. Im April ist die beste  Saison für die Kirschblüten. Im Frühling gehen meisten Japaner Kirschblüten sehen. Das ist ein japanischer Brauch. Die Kirschblüten im Ninna-ji Tempel sind dafür bekannt, dass die Blumen achtfache Blütenblätter haben und deshalb ist dieser Tempel eine der wichtigen Sehenswürdigkeiten zur Kirschblütenzeit. Die Herbstfärbung und die Winterruhe im Tempel stehen im Gegensatz zum prächtigen Frühling und sind sehr geschmackvoll. Der Ninna-ji Tempel ist jederzeit einen Besuch wert!

Omuro Kirschblüten

Kirschblüten

Yae Kirschblüten

Die achtfachen Kirschblütenblätter

Omuro Kirschbäume

Sehenswert: Der  Baumstamm ist ganz kurz!

 

Die Herbstfärbung

Die Herbstfärbung

Die Herbstfärbung

Die Herbstfärbung

Besichtigung der Kirschblüten

Ein japanischer Brauch im April

Adresse: Omuro Ouchi, Ukyo-ku Kyoto-shi, Kyoto, 616-8092, Japan      Telefonnummer: 075-461-1155

Öffnungszeit: März- November → 9:00 – 17:00 Dezember- Februar → 9:00 – 16:30

Eintritt: 500 Yen

Anfahrt: 1 mit der Randen-Bahn nach Omuro Ninna-ji

2 mit dem Bus 26 von der Bushaltestelle am Bahnhof Kyoto nach Omuro Ninna-ji

3 mit dem Bus 10 oder 59 von der Bushaltestelle Sanjo Keihan nach Omuro Ninna-ji

Der Otagi Nebutsu-ji Tempel

Autorin : Yoosa Soe

 

Der Otagi Nenbutsu-ji Tempel

Die Geschichte des Tempels

Der Tempel steht auf der Atago-Straße, die 2006 als original japanische „Landschaftsstraße“ ausgezeichnet wurde, und ist als Abfahrtspunkt der Sagano-Besichtigungstour bekannt. Eigentlich wurde der Tempel auf König Shotokus Befehl in der Mitte des 8. Jahrhunderts als Otagi-Tempel in Kyoto Higashiyama gebaut. Aber am Anfang der Heian-Zeit wurde das Gebäude des Tempels bei einem Hochwasser des Kamogawa-Flusses zerstört und deshalb später auf König Daigos Befehl von Senkan Naigu wiederaufgebaut. Senkan gehörte zur Tendai-Schule, einem der beiden wichtigsten Ableger des Mahayana Buddhismus. Sie wurde im Jahr 806 von China durch den buddhistischen Mönch Saicho nach Japan überliefert. Das Sutra ist das Lotos-Sutra, das predigt, dass alle zu Buddha werden. Senkan rief den Namen Buddhas auf Lebenszeit an. Aufgrund seines buddhistischen Glaubens war er überzeugt, dass durch die Erlösung alle zu Buddha werden und in Frieden ruhen. Daher nannte man ihn Priester “Nenbutsu“ (der den Namen Buddhas anruft und preist) und deshalb wird der Tempel auch Otagi Nenbutsu-ji genannt. Leider wurde der Tempel wiederholt überflutet und deshalb im Jahr 1922 zur Atago-Straße umgesiedelt und dort wiederaufgebaut, um die Gebäude des Tempels zu erhalten. Im Tempelbereich liegt das Hauptgebäude, das in der Mitte der Kamakura-Zeit (1185 bis 1333) wiederaufgebaut wurde. Darin steht eine tausendarmige Kannon-Bodhisattwa als Schutz gegen das Böse und auch als Hauptsymbol des Tempels. Das ist einer der wichtigsten Kulturschätze Japans. Am Eingang des Tempels steht das Ninno Tor aus der Mitte der Edo-Zeit (1603 bis 1867). Darin aufgebahrt befindet sich die Kongorikishi Statue als ein Genius des Tempels aus der Kamakura-Zeit. Sie gehört zum offiziellen Kulturerbe Kyotos.

 

Ich bin der Genius des Tempels!

Ich bin der Genius des Tempels!

Drei Glocken klingeln harmonisch!

Drei Glocken läuten harmonisch!

Hondo als Hauptgebäude

Hondo als Hauptgebäude

 

Der Tempel als Sehenswürdigkeit    

Die meisten Besucher laufen in Arashiyama bis zum Daikakuji Tempel oder zum Seiryouji Tempel in Sagano, der auf der Karte für Touristen steht. Doch nur wenige Besucher bemerken den kleinen Tempel, der nicht auf der Karte für Touristen verzeichnet ist. In diesem Tempelbereich stehen 1200 Rakan-Figuren aus Stein. Rakan war ein Schüler von Buddha und verbreitete den Buddhismus als Mönch. Merkwürdigerweise gibt es keinen einzigen Rakan mehrmals, weil all diese Rakan von Besuchern des Tempels angefertigt wurden. Außerdem waren sie alle keine Handwerker, sondern blutige Laien.

Wer bin ich ?

Wer bin ich ?

Hörst du mich?  - Was?

Hörst du mich? – Was?

Prost!

Prost!

 

Warum gibt es 1200 Rakan in diesem Tempelbereich? Die Zahl 1200 setzt sich aus 500 und 700 zusammen. Die 500 symbolisiert die Anzahl der Mönche, die beim Tod Buddhas anwesend waren. Die 700 symbolisiert die Anzahl von Mönchen, die 100 Jahre nach dem Tod Buddhas eine große Versammlung abhielten und die buddhistische Lehre prüften, um zu verhindern, dass ein Glaubenssatz versehentlich eingeführt wird. 1955 wurde Kôcho Nishimura, der sich mit der Rekonstruktion von 600 Statuen der Tausendarmigen Kannon im Sanjusangen-do in Kyoto beschäftigt hat, als Oberpriester des Tempels eingesetzt. Damals war der Tempel als tristester Tempel in Kyoto bekannt. Der kleine Tempel hatte nur wenig Besucher oder Auftraggeber für Trauerfeiern und andere buddhistische Bräuche, sodass der Tempel immer mehr verfiel.

Kôcho Nishimura wünschte sich, den heutigen Menschen die Buddhistische Lehre irgendwie näher zu bringen. Er war davon überzeugt, dass jeder, der zumindest den Wunsch zu beten im Herzen hatte, auch in der Lage sei, eine Buddha-Statue aus einem Stein zu hauen. Daher appellierte er beim Gebet zum Wiederaufbau des Tempels 1981 an die Besucher: „Wollen wir zusammen eine Statue als Rakan anfertigen?“ Diesem Ruf folgten viele Teilnehmer aus allen Regionen Japans. Durch seine gute Anleitung schaffen sie es, die Statuen aus den Steinen zu hauen. 10 Jahre später, also 1991, war der Wunsch des Priesters endlich erfüllt und 1200 Rakan füllten das Tempelinnere. Lassen auch Sie sich von den humoristischen und ausdrucksvollen Rakan im Tempelbereich empfangen und für die Mühen Ihrer Reise belohnen.

 

Wollen wir boxen?

Wollen wir boxen?

Sehr lustig Musik zu hören!

Sehr lustig Musik zu hören!

Lächeln!

Lächeln!

 

Information

Adresse: 2 – 5 Fukatani – cho, Saga Toriimoto, Ukyo – ku, Kyoto 616 – 8439

Telefonnummer: 075 – 865 – 1231

Eintritt: 300 Yen

Öffnungszeit : 8:00 – 17:00 (ohne Ruhetag)

Anfahrt: mit dem KYOTO-BUS nach KIYOTAKI (Nr.62・64・72・74・94)

von der Bushaltestelle HANKYU-ARASHIYAMAEKIMAE od. ARASHIYAMA-

TENRYUJIMAE bis zur Bushaltestelle OTAGIDERAMAE

Schrein-Stempel

von Seiran Nagao

Schrein-Stempel

Schrein-Stempel

Schrein-Stempel sind rote Stempel, die man in Schreinen oder Tempeln bekommt kann. Darauf stehen das Datum und der Name des Tempels. Ursprünglich dienten die roten Stempel als Beweis dafür, dass man sich mit handschriftlichen Sutren in einem Tempel eingefunden hatte, aber heute bekommt man sie ganz leicht. Man geht nur in einen Tempel und zahlt ein wenig Geld.
Schrein-Stempel haben ein schönes Design und auch der Kontrast des roten Stempels und der schwarzen Schrift ist schön. Schrein-Stempel sind berühmt bei Japanern und Ausländern. Es gibt immer mehr Ausländer, die Schrein-Stempel als Andenken sammeln. Es glauben sogar viele Menschen, dass das Sammeln von Schrein-Stempeln eine Art Schnitzeljagd sei. Es gibt aber auch den Gedanken, dass wir die Stempel schonen müssen, weil die Götter darin wohnen.

 

Wie bekommt man einen Schrein-Stempel?

Erst betet man in der Haupthalle des Schreins vor der Buddha-Statue. Es wäre unhöflich, nicht zu beten. Danach bekommt man den Schrein-Stempel am Büro. Dazu öffnet man eine Seite seines Schrein-Stempel-Buches, damit die Schrein-Mitarbeiter dort stempeln können. Während für einen gestempelt und geschrieben wird, sollte man geduldig warten. Nachdem der Stempel fertig ist, gibt man dem Schreiber ein wenig Geld, meist um die 300 bis 500 Yen. Man sollte besser ein paar 100-Yen-Münzen dabei haben, weil es nicht gut ist, wenn Wechselgeld zurückgeben wird. Denn eigentlich sind die Stempel ein Geschenk und kein käufliches Produkt.

 

Schrein-Stempel-Buch

Die Stempelbücher kann man in fast jedem Tempel kaufen. Die bekannsten Tempel Kyotos wie zum Beispiel der Kinkakuji-Tempel, der Tenryuji-Tempel oder der Ninnaji-Tempel haben ihre eigenen Stempelbücher. Man kann auch normale Schrein-Stempel-Bücher an jedem Tempel kaufen. Die meisten Stempelbücher sind gefaltet wie ein Blasebalg. Man kann die Vorder- und Rückseiten bestempeln, aber besser nicht die Rückseite, weil der Umschlagstoff dann durchweichen könnte.

 

Der Tōji-in Tempel

Der Tōji-in Tempel

von Seiran Nagao

Tojiin Tempeltor

Tojiin Tempeltor

Der Tōji-in Tempel steht im Nordwesten der Stadt Kyoto. Vom JR-Kyoto-Bahnhof aus nimmt man die JR-Sagano-Linie bis Saga-Arashiyama und geht dann zum Randen-Arashiyama-Bahnhof. Man nimmt die Randen-Kitano-Linie und steigt an der Station Toji-in  aus. Wenn man von dort aus 10 Minuten nach Norden läuft, sieht man das Tor des Tōji-in. Der Tōji-in Tempel steht in einem ruhigen Wohnviertel. Man kann sich den Tempel samt Garten ganz in Ruhe ansehen.

 

Die Geschichte des Tempels

Im Jahre 1341 errichtete Ashikaga Takauji (1305-1358) den buddhistischen Tempel unter dem Namen Kita-Tojiji. Ashikaga Takauji war der Großvater von Ashikaga Yoshimitsu, der den Kinkakuji-Tempel errichtete. Er war einer derjenigen, die das Kamakura-Shognat stürzten und war ersten Muromachi-Shōgun. Als Takauji im Jahre 1358 starb, wurde sein Grab im Kita-Tojiji errichtet. Nach dem Totennamen von Takauji  erhielt der Tempel den neuen Namen Toji-in. Der Toji-in-Tempel brannte bereits dreimal nieder. Das jetzige Gebäude wurde im Jahre 1616 aus dem Myōshinji-Tempel rekonstruiert.

Reikō-den und der Garten

Terrasse

Terrasse

Tempelgarten

Tempelgarten

In der  Reiko-den sind Figuren der Muromachi-Shōgune und eine Figur des ersten Edo-Shōguns Tokugawa Ieyasu (1543-1616) an der linken und rechten Wand aufgestellt. Ganz hinten in der Halle steht in der Mitte eine Jizō-Bosatsu Figur; zur Linken der Daruma-Taishi, der den Zen-Buddhismus begründete, und zur Rechten eine Figur von Musō Soseki. Musō Soseki (1275-1351) war ein Priester, der viele buddhistische Tempel und Gärten in ganz Japan erbaute, wie zum Beispiel den Tōji-in Tempel, den Kokedera (Saihō-ji Tempel) und Tenryū-ji Tempel. In der Mitte des Gartens, steht das Grab von Ashikaga Takauji. Der Teezeremonieraum Seirentei steht an der Nordseite des Gartens. An der Rezeption kann man für 500 Yen Matcha und eine Süßigkeit bestellen. Man kann diese im Tatami-Zimmer mit Blick auf den Garten genießen. Besonders von der linken Seite des Zimmers aus kann man den Garten wie ein Bild in einem Rahmen sehen.

Blick auf den Garten

Blick auf den Garten

 

 

Matcha und Konfekt

Matcha und Konfekt

 

Adresse:
To-jiinkita-machi 63
Kita-ku Kyoto

Landkarte:

Öffnungszeiten:
9:00 – 17:00

Eintrittsgebühr:
500 Yen

 

Der Nanzenji-Tempel

von Shiori Nambu
Der Nanzenji-Tempel in Kyōto, als dessen erster Priester der Zen-Meister Mukan Fumon diente, wurde im Jahre 1291 von Kaiser Kameyama gegründet. Unter den japanischen Zen-Tempeln hat er den höchsten Status.
Umgeben von vielen kleinen „Yudōfu“-Restaurants, die Tōfu in heißem Wasser anbieten, gehört er zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Kyōto.

Suirokaku

Das Aquädukt

Das Aquädukt

In der Einfriedigung des Tempels steht eine aus roten Ziegeln erbaute Aquäduktbrücke, die in Japan sehr bekannt ist. Ihr offizieller Name lautet „Suirokaku“. In der Meiji-Ära wurde sie nach dem Vorbild der römischen Aquädukte erbaut, um Wasser aus dem Biwakosee nach Kyōto zu leiten.
Auf der 93 Meter langen und ungefähr 4 Metern breiten Brücke gibt es eine Promenade, auf der man am Wasser entlang gehen kann.Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Kirschblüten im Frühling und auf die prachtvoll gefärbten Blätter im Herbst.

Sanmon

Das große Eingangstor zum Tempel, welches 1295 erbaut wurde, bezeichnet man als „Sanmon“ (Dreier-Tor), doch eigentlich bedeutet dieser Name nur „vor dem Tempel stehendes Tor“. 1447 fiel das 22 Meter hohe Tor einem Brand zum Opfer und wurde erst 1628 neu aufgebaut.

Konchiin

Der Konchiin-Tempel wurde im Jahre 1605 von Konchiin Sûden zum Andenken an den Shōgun Tokugawa Ieyasu aus der Edo-Zeit erneuert. Auf dem Tempelgelände befinden sich viele bekannte Gärten und viele Fusuma- („Schiebetüren“) Gemälde von einem Maler der Kano-Schule.

Tenjuan

Im Herbst ist die Herbstfärbung nachts erleuchtet.

Anfahrt zum Nanzenji-Tempel

Mit dem Bus Nr.5 nach „Iwakura-sōshajō-mae“ vom JR-Bahnhof Kyōto. 15 Minuten Fußweg von der Haltestelle „Nanzenji Eikan-dō“

Öffnungszeiten

8:40~16:30Uhr  (1.12.~28.2.)

8:40~17:00Uhr  (1.3.~30.11.)

Eintrittsgebühr

500 Yen

Telefonnummer

            075-771-0365      

Sanjūsangendō-Tempel

by Shiori NAMBU

Sanjūsangendō-Tempel (Renge-Ō-In)

Der Sanjūsangendō-Tempel wurde im Jahre 1164 auf Befehl des Jōkō (eine Person,die über dem Rang eines Tennō steht)
Goshirakawa durch Taira-no-Kiyomori gegründet.
Er heißt offiziell „Renge-Ō-In“.
Damals war er ein vollständig ausgestatteter Tempel mit Haupthalle, fünfstöckiger Pagode und weiteren Nebengebäuden.
Im Jahre 1249 sind der Tempel und die Pagode abgebrannt.
Im Jahre 1266 wurde nur der Haupttempel neu aufgebaut.

In dem Tempel ist eine Figur des Senjukannon-Buddhas, dem der Tempel geweiht ist.
Die Figur wurde von dem berühmten Holzschnitzer Tankeï geschaffen.
Der Tempel wird „Sanjūsangendō“ (33-Pfeiler-Halle) genannt, weil er auf 33 Pfeilern aufgebaut ist.
Dieser Bau ist in nord-südlicher Richtung 25 Meter lang und soll der längste Holzbau der Welt sein.

Jedes Jahr an dem Sonntag zwischen dem 12. und 18. Januar findet „Tōshiya“ statt, das ist ein Bogenschützen-Wettbewerb.
Es wird auf eine Zielscheibe von etwa 1 Meter Durchmesser in einer Entfernung von ungefähr 60 Metern geschossen.

 So kommt man zum Sanjūsangendō-Tempel Mit dem Bus Nr.206  zu dem Kitaōji-Busterminal vom JR-Bahnhof Kyoto.
Von der Haltestelle „Hakubutsukan Sanj
ūsangendō-mae 3 Minuten zuFuß.
Öffnungszeiten 8:00 – 17:00 Uhr
Eintrittsgebühr 600 Yen

Unterwegs mit der Keifuku-Bahn

by Fumi Abe

 

Unterwegs mit der Keifuku-Bahn und ein kleines Onsen-Erlebnis

„In Kyoto ist es am besten mit dem Bus unterwegs zu sein. Man kann mit der Bus-Tageskarte, die 500 Yen kostet, in fast alle Stadtbereiche fahren.“, sagt man oft. Aber ist das wirklich so? Die Busse sind oft verspätet, auch in Japan. An Wochenenden oder in der Hauptreisezeit sind die Verkehrsstaus oft schrecklich.

Deshalb empfehle ich Ihnen, die Keifuku-Bahn zu nehmen, die im Westen von Kyoto fährt. Es gibt zwei Linien, die Arashiyama-Linie (von Shijō-Ōmiya bis Arashiyama) und die Kitano-Linie (von Katabiranotsuji bis Kitanohakubaichō). Sie hat den Spitznamen „Randen“. Es ist eine sehr kleine Bahn. Normalerweise fährt sie mit nur einem Wagen, aber in der Saison, im Frühling und im Herbst, wird noch ein Wagen angehängt.

Wie fährt man mit der Keifuku-Bahn?

An den Endstationen jeder Linie kann man die Fahrkarten kaufen. Sie kosten immer 200 Yen Einheitspreis. Es gibt auch eine Tageskarte, die kostet 500 Yen. Wenn man an einer Station unterwegs einsteigt, kann man einfach ohne Karte einsteigen. Der Einstieg ist die hintere Wagentür. Natürlich kann man nicht schwarzfahren. Wenn man aussteigt, muss man die 200 Yen an der Kasse vorne beim Fahrer bezahlen.


Wohin kann man fahren?

Mit der Keifuku-Bahn kann man zum Ryōanji-Tempel (Station Ryōanji), zum Myōshinji-Tempel (Station Myōshinji), zum Ninnaji-Tempel (Station Omuro-Ninnaji ), zum Kōryūji-Tempel (Station Uzumasa-Kōryūji) und nach Arashiyama fahren.

Fußbad in der Station Arashiyama

An der Station Arashiyama gibt es noch einen besonderen Grund, warum ich Ihnen „Randen“empfehle. Dort gibt es ein Fußbad auf dem Bahnsteig! Das Bad wurde 2004 gebaut und ist jetzt eine sehr beliebte Attraktion. Die Benutzung kostet 150 Yen, ein Handtuch ist im Preis inbegriffen. Wer eine Tageskarte für die Keifuku-Bahn hat, muss nur 100 Yen bezahlen.

Wie badet man seine Füße im Fußbad?

Zuerst ziehen Sie die Schuhe aus und stellen sie in das dafür vorgesehene Regal. Dann waschen Sie sich die Füße. Danach baden Sie die Füße im Fußbad! In etwa 10 Minuten können Sie Ihre Füße erfrischen und sich von den Stapazen des Ausflugs erholen.


Rokuharamitsuji-Tempel

by Shiori Nanbu
Der Rokuharamitsuji-Tempel wurde im Jahre 951 von Kūya-Shōnin gegründet.

Wer ist Kūya-Shōnin?

Kūya-Shōnin wurde im Jahre 903 geboren, aber das genaue Datum ist nicht bekannt.
Er war mehrere Jahre zusammen mit einigen Schülern auf Wanderschaft und sie haben unterwegs bei längeren Aufenthalten eine Straße und eine Brücke repariert und Kranke gepflegt.
Viele Leute haben ihn „Amidahijiri“ oder „Ichinohijiri“ (einen Heiligen) genannt und ihn besonders verehrt.

Im Rokuharamitsuji-Tempel stehen viele hölzernen Buddhas aus der Fujiwara-Kamakura- Ära,die verschiedene Kriege überdauert haben.
Die „Kūya-Shōnin-Zō“,eine Statue des Heiligen, ist sehr berühmt.
Sie charakteristisch sind die 6 daumenlangen „Amida“-Figuren,die aus seinem Mund kommen.

Der gegenwärtige Tempel wurde im Jahre 1363 grundlegend repariert und neu aufgebaut.

So kommt man zum Rokuharamitsu-ji-Tempel Mit dem Bus Nr.206 vom JR-Bahnhof Kyoto.Steigen Sie aus an der Haltestelle „Kiyomizu-dō“ und gehen Sie zu Fuß
7 Minuten
Öffnungszeiten                  8:00~17:00 Uhr
Eintrittsgebühr                  500 Yen