Jizo-bon – ein Brauch in den japanischen Sommerferien

September 20, 2013

Jizo-bon – ein Brauch in den japanischen Sommerferien

Jizo Figuren mit Opfergaben

Jizo Figuren mit Opfergaben

  Von Akane Takada, Misako Uchida und Chisato Takahashi

In Kyoto gibt es einen Brauch, der Jizo-bon genannt wird. Haben Sie davon schon    einmal gehört?

Es ist ein Fest, das veranstaltet wird, um dem Jizo zu danken. Der Jizo ist einen Gott, an den die meisten Japaner glauben. Es gibt in Japan viele Bronzestatuen der Jizo-Gottheiten. Man findet sie an vielen Straßenecken. Dort kann man einfach ein kurzes Dankesgebet sprechen.

Die Hauptpersonen beim Jizo-bon sind die Kinder in der Nachbarschaft. Man bittet den  Jizo darum, dass die Kinder gesund aufwachsen mögen. Normalerweise dauert das Fest zwei Tage, und zwar vom 23. bis 24. August. Diese Tage nennt man “Jizo-bon”. Aber wenn es nur wenige Kinder im Viertel sind, feiern die Leute nur einen Tag.

Beim Jizo-bon geht man zum Nachbarschaftsschrein (Jizo-do) und macht die Jizo-Figur sauber. Manchmal schminkt man sie auch, entzündet eine Papierlaterne und opfert dem Jizo Süßigkeiten oder anderes Essen. Die Kinder sitzen um den Jizo und bekommen auch Süßigkeiten, singen und machen Quiz- oder andere Spiele. Der Jizo beschützt die Menschen das ganze Jahr vor Krankheiten, Unfällen und anderem Unglück. Deshalb ist es für uns Japaner wichtig, dass es diesen Tag gibt, an dem wir ihm einmal im Jahr danken können.

Jizo Figuren mit roten Schürzchen

Jizo Figuren mit roten Schürzchen

 Den Jizo-bon Brauch gibt es nicht nur in Kyoto, sondern auch in der Hokuriku-Gegend und in Niigata, sowie in Nagano und Umgebung. In der Tokai- oder Kanto-Gegend jedoch gibt es den Brauch nicht. Warum wurde er nicht in diese Gegenden überliefert? Wahrscheinlich liegt es am unterschiedlichen Glauben an den Jizo.

In Kyoto war das Jizo-bon bereits in der Muromachi-Zeit in Mode. Aber in Tokyo dauerte es bis zur Edo-Zeit, bis die ersten Jizo-Figuren aufgestellt wurden, denn hier glaubte man nicht an den Jizo, sondern an die Gottheit des Oinarisan.

festlich geschminkt

festlich geschminkt

  Heutzutage ist das Problem des Jizo-bon, dass Kinder zwar die Hauptrolle bei diesem Fest spielen, es jedoch in Japan immer weniger Kinder gibt. In Vierteln, in denen nur wenige Kinder wohnen, kommt es ab und zu vor, dass nicht die Kinder, sondern nur die Älteren das Jizo-bon veranstalten. Doch müssten es eigentlich die Kinder sein, denn der Jizo beschützt besonders die Kinder, in dieser Welt und auch in der Welt des Jenseits. Er weist den Kindern den rechten Weg. Durch das Jizo-bon sollen die Kinder lernen, dass diese Gottheit sie beschützt und man ihr daher am Jizo-bon Fest dankt.
Also halten die Kinder eine Totenmesse für den Jizo, der sie beschützt. Es ist auch ein schöner Brauch, dass sich Jung und Alt am Jizo-bon austauschen können.

Abend am Jizo-bon

Abend am Jizo-bon

gemeinsames Spielen und Abendessen

gemeinsames Spielen und Abendessen

地蔵堂(Jizo-do)

地蔵堂(Jizo-do)

Feiern und Tempelfeste Saga-Arashiyama

by Mai Komatsu

Feiern und Tempelfeste in Saga–Arashiyama

In Saga-Arashiyama gibt es das ganze Jahr hindurch viele verschiedene Feiern und Tempelfeste.
Sie können dort die traditionelle japanische Kultur gut kennenlernen, und sehen, wie es früher in Japan war.

< List der Feste >

Termine

Name des Festes

Veranstaltungsort

10. März

Beten für die Entwicklung der traditionellen japanischen

Künste

Hōrinji-Tempel

15. März

Fackel-Zeremonie

Seiryōji-Tempel

1. und 2. Samstag und Sonntag

im April

buddhistisches Gebetsfest Saga

Seiryōji-Tempel

13. April

Die 13. Pilgerfahrt

Hōrinji-Tempel

dritter Sonntag im Mai

Mifune Fest

Kurumazakijinja-Schrein

dritter Sonntag im Mai

Saga Fest

Nonomiyajinja-Schrein

16. August

Laternen-Feier in Arashiyama

Arashiyama

23. und 24. August

Light up in der Atago-Strasse

Atagojinja-Schrein

23. und 24. August

Totenmesse des heiligen Feuers

Adashino-Nenbutsuji-Tempel

15. September

Mond-Betrachtung

Daikakuji-Tempel

23. September

Hungerleider-Amt

Honnōji-Tempel

dritter Sonntag im Oktober

Saigū-Aufzug

Nonomiyajinja-Schrein

letzter Sonntag im Oktober

Bühnenstück – Gebet zu Buddha

Seiryōji-Tempel

13. November

Urushi-Fest

Hōrinji-Tempel

22. und 23. November

Rettich-Totenmesse

Daikakuji-Tempel

zweiter Sonntag im November

Fest der roten Herbstlaub-Färbung Arashiyama

Alle Schreine und Tempel

zweiter Sonntag im November

Yūgiri-Totenmesse

Seiryōji-Tempel

im Dezember

Hanatōro Arashiyama

(Laternenfest)

Arashiyama, Nonomiya

Ein Beispiel: Der Saigū-Umzug am dritten Sonntag im Oktober

Der Saigū-Umzug findet im Nonomiya-Schrein statt.
Man feiert die Abreise der kaiserlichen Prinzessin Saigū nach Ise.

(Nonomiya-Schrein ↑ →)

 

Hier können Sie den Umzug sehen.
Schüler aus Saga verkleiden sich als Prinzessin oder Offizier und ziehen von Nonomiya-Schrein bis zum Katsuragawa-Fluss.



Am Katsuragawa-Fluss vollziehen sie eine Zeremonie: „Misogi“.
„Misogi“ heisst Abwaschung.

Anderes Beispiel: Arashiyama Hanatōro im Dezember
(Laternenfest)

In Arashiyama gibt es eine sehr schöne Straße mit Bambusgebüsch.
Im Dezember findet dort das Laternenfest „Hanatōro“ statt. Am Abend werden
dort viele Laternen angezündet, das ist sehr mystisch.

Und in Arashiyama gibt es auch die sehr berühmte Brücke „Togetsukyō“.

(Togetsukyō-Brücke)

(Bambusgebüsch)

 

Besuchen Sie einmal Saga-Arashiyama!
Es gibt viel Lustiges und Ungewöhnliches zu sehen und zu erleben.
Viel Spaß mit den Festen!