Der Ryoanji-Tempel und Tofu

April 26, 2010

by Tadashi Ashida; Takahiro Arie

 

Der Ryoanji-Tempel ist wegen seines Steingartens berühmt. Dieser Garten wurde in der Muromachi-Ära von einem Priester angelegt.

Diesen Gartenstil nennt man “Karesansui”. “Karesansui” stellt ohne die Verwendung von Wasser und Pflanzen einen Ozean und einen Fluss dar.

Man sieht fünfzehn Steine in fünf Gruppen. Der 15. Stein im Osten drückt die Vollendung aus, weil es 15 Tage dauert, bis der neue Mond der volle Mond wird.

Als die britische Königin Elizabeth 1975 den Tempel besuchte, lobte sie diesen Steingarten. Danach wurde der Ryoanji-Tempel überall auf der Welt berühmt.


Der Ryoanji-Tempel ist 1450 von Shogun Hosokawa-Katsumoto gebaut worden. Das vorhandene Gebäude ist 1799 wiederaufgebaut worden,

nachdem das originale Gebäude und bei inneren Unruhen abgebrannt ist. Der Ryoanji-Tempel gehört zu einer buddhistischen Zen-Sekte.
Der Ryoanji-Tempel wurde 1994 als Weltkulturerbe anerkannt.

Wir stellen ein Tofu Geschäft in dem Ryoanji-Tempel vor.
Das Geschäft heißt “Seigenin” (西源院). Hier kann man “Yudofu” essen, das ist gekochter Tofu.


Es gibt viele Tofu-Geschäfte in Kyoto.

Morika(森嘉)


Das Tofu-Geschäft „Morika“ wurde 1855 gegründet, der jetzige Inhaber stammt aus der fünften Generation.
Der Tofu, der bis zum 2. Weltkrieg in Japan üblich war, hatte eine relativ feste Struktur, er wird auf Japanisch „Momentofu“ genannt, „Baumwoll-Tofu“.
Nach dem Krieg hat man bei Morika eine zartere Variante des Tofus entwickelt die auf Japanisch „Kinugoshitofu“, „Seiden-Tofu“ genannt wird.
Weil „Morika“ seinen Firmensitz in dem Ortsteil „Saga“ der Stadt Kyoto hat, wird der neue zarte Tofu auch „Saga-Tofu“ genannt.
Bei der Herstellung von Tofu muss zuerst Soyabohnen-Milch hergestellt werden, diese muss dann zum Gerinnen gebracht werden und dann muss der Soyabohnenquark geformt und entwässert werden.
Um die Gerinnung zu erreichen, wurde in Japan traditionell „Nigari“ verwendet, aus Meerwasser gewonnenes Magnesiumsulfat.
„Morika“ hat die in China übliche Verwendung von Kalziumsulfat (Gips!) in Japan eingeführt und auch den Entwässerungsvorgang modifiziert,
dadurch ist ihnen die Entwicklung eines besonderen, Kyoto-artigen Tofu-Esserlebnisses gelungen.
Der „Saga-Tofu“ ist schnell in ganz Japan bekannt und beliebt geworden, man verbindet mit dem zarten, fast empfindlichen „Seiden-Tofu“
die Vorstellung an die feine, edle, aber auch fragile Kultur der alten Kaiserstadt Kyoto.
Morika ist ein Geschäft, das wegen seines Tofu berühmt ist .
Morika liegt direkt östlich am Sagashakado-Tempel (Seiryoji). Ortseinwohner kennen es auf jeden Fall.
Wenn Sie Arashiyama besuchen, sollten Sie auch zu Morika gehen, es liegt im Norden von Arashiyama.
Von Mitte Mai bis Mitte September gibt es dort auch Tofu mit Yuzu-Geschmack zu kaufen. Yuzu ist eine der Zitone ähnliche Zitrusfrucht.

Das ist “Karashi-Tofu”(Senf-Tofu) eine originelle Spezialität von Morika, es sind halbrunde Tofu-Stücke mit einer kleinen Portion Senf in der Mitte.

Diese “Karashi-Tofu” gibt es nur im Sommer. “Karashi-Tofu” müssen Sie unbedingt einmal probieren !

Fujino(藤野)


Fujino ist westlich vom Kitanotenman-Schrein. Sie können verschiede Waren bei Fujino finden.

Hier gibt es besonders auch Sojamilch-Produkte , die man als Nachtisch essen kann, z.B. Sojabohnensofteis oder Sojabohnenpfannkuchen.

Natürlich ist der Tofu auch gut.

Wie Tofu hergestellt wird

  1. Die Sojabohnen spülen und in Wasser einweichen (8 bis 20 Stunden, je nach Jahreszeit)
  2.  Sojabohnen zerkleinern
  3. Sojabohnen aufkochen
  4. Die Masse ausdrücken und die Sojamilch und „Okara“ trennen. „Okara“ ist der Sojabohnen-Trester
  5.  „Nigari“ zur Sojamilch hinzufügen und stocken lassen
  6.  Quadrate formen
  7.  Überschüssige Feuchtigkeit ablaufen lassen
  8.  Verpacken und kühlen


Fertig!

Das Tofu-Geschäft Kyuzaya(久在屋)

Dieses Geschäft benutzt nur natürliche Zutaten für seinen Tofu: Sojabohnen, Wasser, Nigari und Öl, aber keine anderen Zusatzstoffe oder auch keine Konservierungsmittel.
„Nigari“ ist ein natürliches Gerinnungsmittel für Sojamilch, hergestellt aus Meereswasser.
Tofu enthält viele wichtige Nahrungselemente wie Eiweiß, Kalzium und Vitamine. Tofu sollte man schon um der Gesundheit willen essen!
Der Tofu von Kyuzaya schmeckt, wie Tofu eigentlich schmecken soll!

Ginkakuji-Tempel

by Eri Uenaka

Der Ginkakuji-Tempel heißt offiziell „Jishōji“. Im Jahre 1994 wurde er als Weltkulturerbe anerkannt. Der achte Shogun der Muromachi-Ära, Ashikaga Yoshimasa, ließ den Tempel im Jahre 1482 als seine Bergvilla bauen. Nach seinem Tod wurde die Villa ein Tempel der Zen-Sekte.

Der Ginkakuji-Tempel bekam seinen Namen als Gegenstück zum berühmten Kinkakuji, den der dritte Shogun Ashikaga Yoshimitsu hatte bauen lassen.

Yoshimasa hat auch eine Lebenshaltung der Ruhe und Stille praktiziert, man nennt sie „Higashiyama-Kultur“ oder auch „Wabi-Sabi“. Darüber hinaus hat sich Yoshimasa allgemein als Förderer von Kunst und Kunstgewerbe hervorgetan.

Im Ginkakuji-Tempel gibt es zwei Nationalschätze, die zwei Gebäude „Kannonden“ und „Tōgudō“. Der Kannonden hat zwei Stockwerke. Das Erdgeschoss heißt „Shinkūden“, das erste Stockwerk heißt im Japanischen „Chō’onkaku“. Der Tōgudō ist berühmt wegen seiner sehr alten Bauart, man nennt sie „Schoinzukuri“. Diese Bauart wird auch heute noch bei Häusern in japanischem Stil angewandt.

Und es gibt einen großartigen Garten, der von dem berühmten Gartenbaukünstler Zen-Ami angelegt worden ist.

Kannonden und Umgebung

Im Garten des Ginkakuji gibt es eine gestaltete Sandfläche mit dem Namen “Gin-sha-dan“ (Silber-Sand-Welle). Das Muster auf der Sandfläche stellt Wellen auf dem Meer dar. Daneben steht ein kleiner Berg aus Sand in der Form des Fujisan (Fujiyama). Die Gestalt der beiden Sandgebilde stammt aus dem Ende der Edo-Ära. Sie werden regelmäßig gepflegt.

Ginshadan

Kōgetsudai

An der Straße zum Tempel gibt es viele Geschäfte. Man kann dort Reiseandenken kaufen und auch Spezialitäten essen, wie Dango (süße Klößchen) und Matcha (dicker grüner Tee, wie er bei der Teezeremonie verwendet wird).


Philosophenweg

Rikscha

Eingangstor

Straße zum Tempel

Spazialitäten : Dango (links) und Matcha (rechts)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuchen Sie den Ginkakuji-Tempel! Dort kann man eine sehr japanische Atmosphäre erfahren. Im Herbst gibt es sehr schöne Bäune mit herbstlich rot gefärbtem Laub. Wenn im Winter Schnee liegt, ist das Ensemble auch besonders reizvoll.

<Eintrittsgebühren>

Erwachsene: 500 Yen
Kinder: 300 Yen

Es gibt bequeme Busverbindungen. Vom JR-Bahnhof Kyoto können Sie mit dem Bus Nr. 17 und 100 direkt zum Ginkakuji-Tempel fahren.