Der Daitokuji-Tempel

April 18, 2010

by Mai Ohgita
Der Daitokuji-Tempel ist ein buddhistischer Zen-Tempel im Kyôtoer Stadtbezirk Kita-ku und einer der Haupttempel der Rinzai-shû, einer Schule des Zen-Buddhismus in Japan. Er wurde 1315 von dem buddhistischen Mönch Shûhô Myôchô errichtet.
Innerhalb des Grundstücks gibt es Tore, Buddhahallen, Steingärten und einen Bambuswald.

Der Daitokuji ist berühmt für seine vielen historischen und kunstvollen Gebäude. Das „Karamon“-Tor im chinesischen Stil wurde zum Nationalschatz Japans erklärt.Besonders sehenswert ist seine Bildhauerei, die Karpfen, den chinesischen Drachen Long und so weiter zeigt. In der Sengoku-Zeit (1468-ca.1570) und der Azuchi-Momoyama-Zeit (ca. 1570-1600) wurde der Daitokuji als eines der kulturellen Zentren Japans sehr bekannt.

Der Daitokuji ist mit der japanischen Teekunst eng verbunden, auch mit Sen-no-Rikyû, dem bekanntesten Teemeister Japans, der wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Teezeremonie hatte.
Sen-no-Rikyû stiftete dem Tempel den oberen Teil des Sanmon-Tors. Dieses erhielt später die offzielle Anerkennung als kulturhistorisch bedeutsames Erbe Japans.

Auf dem Grundstück des Daitokuji liegt ein Bambuswald. Man erreicht ihn, indem man durch das Haupttor (jap. Sômon) geht und dem Weg in Richtung Ostwesten folgt. Ein Spaziergang durch den düsteren Bambuswald entspannt und beruhigt.

Eine der bekanntesten Persönlichkeiten aus der Geschichte des Tempels ist der Mönch Ikkyu Sôjin(1394 – 1481). Im Ōnin-Krieg (1467 – 77) brannten die Gebäude des Daitokuji nieder. Der Mönch baute mit finanzieller Hilfe der Händler aus Sakai in Ôsaka die Gebäude des Tempels wieder auf.

Innerhalb der Mauern des Daitokuji-Tempels befinden sich ca. 20 weitere Nebentempel. Wenn ein hoher Priester des Zen-Tempels im Daitoku-ji starb, wurde eine Grabtafel und ein kleine Einsiedelei gebaut. Diese kleinen Einsiedeleien sind die Nebentempel. Jeder Nebentempel hat seine ganz eigene Besonderheit. Die meisten Nebentempel darf man nicht betreten, doch den Ryûgen-in, Zuihô-in, Daisen-in und Kôtô-in kann man jederzeit besichtigen.

Im Ryôsen-an kann man den Zazen üben. Es gibt auch einen Anfängerkurs. Außerdem kann man auf Englisch eine Erklärung dazu hören.

Ort : Ryôsen-an Tel. 075-491-0543
Zeit : Mi.- So. 7.00 – 8.00 Wenn Sie Anfänger sind, sollten Sie um 6.40 dort sein.
Teilnehmerbeitrag : 500 Yen

Im Daisen-in, einem der Nebentempel, kann man auch Zazen üben und auf Englisch eine Erklärung dazu hören.
Hier findet an jedem 24. des Monats und an jedem vierten Samstag Zen-Meditation statt.

Ort : Daisen-in
Tel. 075-491-8346 (9.00 – 16.30)

Zeit : Zen Meditation am Wochenende
jeden Sa. und So. (März – Nov. 17.00 – 18.00, Dez. – Feb. 16.30 – 17.30) (nur nach telefonischer Reservierung)

Teirei-Houon Zen Meditation
jeden 24. des Monats (März – Nov. 17.00 – 18.00, Dez. – Feb. 16.30 – 17.30)
(nur nach telefonischer Reservierung)

Zen Meditation am Samstag
jeden vierten Samstag (März – Nov. 17.00 – 18.00, Dez. – Feb. 16.30 – 17.30)

Teilnehmerbeitrag : 1000 Yen
Webpage :http://www.b-model.net/daisen-in/gyoji.htm
Essen
Im Daiji-in befindet sich ein Restaurant namens „Izu-sen“, in dem man die buddhistische Cuisine (vegetarische Küche) genießen kann.
Bei schönem Wetter kann man draußen sitzen.

Ort :Daiji-in
Zeit : 11.00-16.00
Tel: 075-491-6665

Daitokuji-Infomationen

Adresse: 53 Murasakino Daitokuji-chô, Kita-ku, Kyôto-shi, 603-8231

Tel.: 075-491-0019

Öffnungszeiten: 9.00-16.30 (ausser Ereignis, z.B. Zazen)

Eintritt: frei
Nebentempel: Ryûgen-in 350 Yen
Daisen-in 400 Yen
Zuihō-in 300 Yen
Kōtō-in 400 Yen

Verkehrsverbindungen: Mit den Bussen Nr. 101, 205 oder 206 vom JR-Kyoto HBF.
Mit dem Bus Nr.12 vom Hankyû-Shijō-Kawaramachi BF.
Mit dem Bus Nr.12 vom Keihan- Sanjō-Keihan BF
ca.100 m Fußweg von der Haltestelle,, Daitoku-ji“

Offizielle Webpage: http://zen.rinnou.net/head_temples/07daitoku.html
Hier kann man Fotos vom Daisen-in sehen, ebenso wie Fotos vom Daitokuji auf der offiziellen Webseite des Tempels.

Leider darf diese Webseite keine Fotos vom Daitokuji zeigen, da der Tempel dies grundsätzlich verbietet.
Auch hier kann man Fotos vom Daisen-in sehen.

http://kanko.city.kyoto.lg.jp/detail.php?InforKindCode=10&ManageCode=31 (jap.)

http://www.kyoto.travel/2009/11/daitoku-ji-temple.html  (eng.)

http://www.kyotokanko.com/t_daitokuji.html  (jap)

Viel Spaβ und schöne Tage in Kyôto!

Kennin-ji-Tempel

by TSUDUKI Rina
Im Jahre 1202 wurde der Kennin-ji-Tempel von dem Mönch Eisai gegründet. Der Kennin-ji-Tempel ist sehr berühmt als der älteste Zen-Tempel in Japan.

Wer ist Eisai?

Eisai studierte in China den Zen-Buddhismus und verbreitete ihn nach der Heimkehr in Japan. Außerdem brachte er aus China Teesamen mit und führte in Japan die Kunst der Teezeremonie ein.

Was ist Zen-Buddhismus?

Das Zen ist eine alte Richtung im Buddhismus. Durch Meditation versucht man die zerstreuten Gedanken zu bezwingen und durch Konzentration die Täuschung der Welt zu überwinden und seine eigene eigentliche Gestalt zu finden.

Wo ist der Kennin-ji-Tempel?

Der Kennin-ji-Tempel steht in der Nähe von Gion. Wenn man in den Kennin-ji eintritt, spürt man da eine Stille, ganz anders als auf der lebendigen Shijō-Straße. Und man findet einige erhabene Gebäude.

Der Garten eines Zen-Tempels

Gärten von Zen-Tempeln sind oft als „Karesansui“ gestaltet. Ein Karesansui ist ein Garten, in dem kein Wasser und keine Pflanzen verwendet werden. Meinen Sie, dass so ein Garten langweilig ist? Aber das ist eine Art geistige Übung im Zen-Tempel, dass man mit der Vorstellung in der verwelkten Welt Wasser findet. Wenn man sich auf der Veranda auf den Garten konzentriert und auf sich wirken lässt, kann man den Lärm der Stadt vergessen und findet seelisches Gleichgewicht.

Sehenswürdigkeit I

Schauen Sie sich das Foto an.

Haben Sie das Bild schon einmal gesehen? Das ist der berühmte Wandschirm „Windgott und Donnergott“, ein Werk des Malers Tawaraya Sotatsu. Früher befand sich das Bild im Kennin-ji-Tempel, aber es wurde dann zum Nationalschatz erklärt und ist nun im Nationalmuseum in Kyōto. Im Kennin-ji-Tempel gibt es heute nur eine Kopie. Es ist schade, dass im Kennin-ji-Tempel nicht das echte Bild zu sehen ist. Aber wenn das Ihnen gefällt, können Sie im Kennin-ji-Tempel, ─ und nur hier ─ Waren mit Abbildungen kaufen.

Briefordner

Buchumschlag mit Lesezeichen

die Größe für ein kleines japanisches Taschenbuch
Ich benutze so einen Umschlag und der gefällt mir gut.

Sehenswürdigkeit II

Im Gebäude „Hattō“ finden Sie das Deckengemälde „Zwei Drachen“. Das wurde im Jahre 2002 zum Andenken an den 800. Jahrestag gemalt. Es ist so lebendig, dass man denkt, der Drache flöge davon. Das Foto vermittelt nur einen schwachen Eindruck. Sie sollten sich unbedingt das Deckengemälde im Original ansehen!

Sehenswürdigkeit III

Der Kennin-ji ist berühmt auch für seine zahlreichen Bilder auf den Schiebetüren. Im Kennin-ji-Tempel gibt es verschiedene Räume, die man sehen, aber nicht betreten kann. Die Bilder auf den Schiebetüren (Fusuma), die die Räume voneinander abtrennen, sind interessant.
Ungewöhnlich für einen Tempel ist, dass es einen Raum gibt, wo man sich in Ruhe hinsetzen und auf den Garten blicken kann.

So kommt man zum Kennin-ji-Tempel mit dem Bus Richtung Gion Nr. 206 vom JR-Bahnhof KyotoSteigen Sie aus an der Haltestelle Higashiyama-yasuiund gehen Sie zu Fuß ca. 5 Minuten Richtung Westen
Öffnungszeiten 10:00 – 16:00 Uhr
Ruhetage von 28. Dezember bis 31. Dezember
Eintrittsgebühr 500 Yen