Traditionelles Gemüse aus Kyoto (von Satomi Nitta)

June 5, 2013

Mizu-Na (l.) und Nasu (r.)

Die Bezeichnung Kyo-Gemüse ist eine Bezeichnung für Namen von Gemüse, die normalerweise keinen Markennamen tragen und in Kyoto produziert werden.

Außerdem bezeichnen sie im Allgemeinen seit 1987  das traditionelle Kyo-Gemüse.

Es gibt 41 verschiedene Arten von traditionellem Kyo-Gemüse. Davon tragen im Gebiet Kyoto 21 Arten den Markennamen Kyono, das hier Kyotos traditionelles Gemüse bedeutet.

Eine kleine Einführung in die Gemüsegeschichte

 

Kyoto, die alte Kaiserstadt, war das Zentrum von Politik und Kultur und stand lange in höchster Blüte.

Durch die große Entfernung zum Meer war der Erwerb der Fischereizonenprodukte schwierig. Daher entwickelte sich die vegetarische Küche

dort früh in buddhistischen Tempeln und schintoistischen Schreinen. Gemüse wurde so vor mehr als 1,000 Jahren ein Ersatz von Fleisch- und Fisch

auch am kaiserlichen Hof.  Und das Kyo-Gemüse gehört bis heute zu den teuersten und köstlichsten Zutaten in der Kyoto-Küche. Das Gemüse konnte durch

das angenehme Klima in Kyoto leicht von den ortsansässigen Bauern produziert werden.

Tag der offenen Tür des Kyoto-Gemüses

 

Im örtlichen Kyoto gibt es einmal im Monat immer am 15. einen Tag, an dem die Kyo-Gemüsefelder besucht werden können.

Kyoto lässt an diesem Tag viele Leute nah zu dem Kyo-Gemüse. Alle Leute können kommen, um das Gemüse anzuschauen und zu probieren.

 

Einige Repräsentanten des Kyo-Gemüses

  Im Folgenden werden drei sehr beliebte Kyo-Gemüse vorgestellt. Ich empfehle Ihnen, diese drei Gemüse bei Ihrem Besuch in Kyoto zu essen.

みず菜(Mizu-Na: Blattgemüse)

みず菜(Mizu-Na: Blattgemüse)

Das Gemüse, namens Mizu-Na, kann man das Jahr hindurch essen.

Seine Besonderheit ist, dass die Blätter einen tiefen Schnitt haben.

Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass es am Tō-ji -Tempel und am 9-jō Weg angebaut wurde.

Man nimmt an, dass es hauptsächlich in der Gegend von Kyoto während der Edo-Zeit (crica im Jahr 1600) gepflanzt wurde.

Es ist knackig und weich, wenn man darauf beißt.

Man kann es als Salat oder als Gemüse in japanischen Topfgerichten genießen.

Mizu-Na schmeckt immer frisch.

九条ネギ(Kujō-Negi: grünes Schnittlauch)

Das Kujō-Negi-Schnittlauch

Kujō-Negi ist ein grünes Schnittlauch, das sich durch Süße und Weichheit auszeichnet.

Das Kujō-Negi-Schnittlauch hat eine sehr lange Geschichte in Kyoto.

Es gibt Aufzeichnungen darüber, dass es seit rund 1300 Jahren angebaut wird.

Es hat diesen Namen, weil es im Bereich des Minami-ku, dem Stadtviertel, namens Kujō, angebaut wurde.

In Japan wird über Frühlingsschnittlauch gesagt, dass es das Wunderheilmittel bei Erkältungen sei.

Das grüne Schnittlauch kann man in vielen Gerichten verwenden.

賀茂ナス(Kamo-Nasu: Aubergine)

Die Kamo-Nasu-Aubergine

In Japan wurde die Aubergine für eine lange Zeit als Glücksgemüse angesehen.

Über die Aubergine wird gesagt, dass, wenn man sie isst, seine Wünsche wahr werden.

Dass es die Kamo-Nasu-Aubergine heute so gibt, ist den Bauern aus Kyoto, besonders aus Kamigamo, zu verdanken.

Man kann sie “Königin-Aubergine”nennen, weil ihr Geschmack und Stil ein Gaumen- Juwel sind.

Man isst sie gebacken, gegrillt oder mit Miso.

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